Das Versprechen
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Friedrich Dürrenmatt

1. Kapitel 1

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Das Versprechen

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Beschreibung

Details

Gesprochen von

Hans Korte

Spieldauer

4 Stunden und 17 Minuten

Erscheinungsdatum

26.09.2006

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Beschreibung

Rezension

»Der Dialog mit Friedrich Dürrenmatt ist nicht zu Ende - er beginnt erst, und wir werden Mühe haben, in Friedrich Dürrenmatts mächtigem Schatten, ihn zu bestehen.«
»Ein Klassiker zu Lebzeiten.«
»Friedrich Dürrenmatt ist ein Monument. Ein Koloss. Sein Ruhm ragt in die Welt hinaus. Einer der faszinierendsten Denker seiner Zeit. Und unserer Zeit. Ein zeitloses Genie.«

Details

Gesprochen von

Hans Korte

Spieldauer

4 Stunden und 17 Minuten

Erscheinungsdatum

26.09.2006

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

CD

Anzahl

4

Verlag

Diogenes

Sprache

Deutsch

EAN

9783257800272

Weitere Bände von Kommissär Matthäi

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4.8

12 Bewertungen

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Akademisch

Leserin X aus Wien am 28.11.2023

Bewertungsnummer: 2078001

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ich habe vor einigen Jahren die Verfilmung von Sean Penn mit Jack Nicholson gesehen, sehr guter Film (nicht so naiv wie die anderen von Penn) bzw nach dem Film recherchiert und herausgefunden, dass es die Verfilmung eines Dürrenmatt - Romans war. Zwischenzeitig sehr viele Schweizer gelesen, nun endlich mit genug Abstand zum Film Dürrenmatt. Ich finde es generell schwer, Literatur aus anderen Zeiten zu lesen, es sei denn man denkt diese Zeit (und das Land) mit, dann hat es Mehrwert. Schweiz in den späten 50s ;) Wie bei Frisch hatte ich das klare Gefühl, sogar aktuell in einer deutlich besseren Zeit zu leben, bzw auch, dass vieles, was man heute beklagt, vor sehr langer Zeit offenbar genauso war. Die Geschichte ist gut konstruiert, sehr sachlich und nüchtern geschildert. Das soll wohl auch so sein, ich wurde das Gefühl aber nicht los, dass Dürrenmatt eben so ist und gar nicht anders kann. Intellektuell, intelligent, nüchtern. Die ganze Geschichte ist auch deswegen bedrückend, da alles immer so weitergeht und es keinen stört (ausser den Ex Polizisten, der den Verstand verliert obwohl er recht hat). Eine homogene, angepasste Gesellschaft ohne einen Funken Ambition oder Zivilcourage, das war das gespenstische Setting in dem die Geschichte stattfand. Ein Unschuldiger wird letztlich kritiklos zum Täter gestempelt (und bringt sich um, was auch niemanden wirklich stört), ein Polizist quittiert seinen Dienst und ermittelt weiter, als würde sein eigenes Leben daran hängen. Selbst die, die nach und nach meinen, er hätte recht damit, dass der Täter noch nicht gefunden, sondern ein weiteres Opfer suchen wird, lässt alles kalt, die Frage nach dem Täter, mögliche weitere Opfer. Wer sich auf die Gedankengänge des nun privaten Ermittlers einlässt, vergisst diese wieder, kaum dass er bei der Türe raus ist. Frauen haben generell eine untergeordnete Rolle, gerade einmal gibt es die Haushaltshilfe des Ex-Polizisten, aber das auch nur, weil ihre Tochter ohne ihr Wissen als Lockvogel herhalten muss. Alle sind im Grunde nur bestrebt, ihre eigene kleine Welt zusammenzuhalten und sich keinen Millimeter mit irgendetwas auseinanderzusetzen, vielmehr "stört" es, wenn es jemand tut. Ich denke, das Buch hat auch sehr viel mit dem zu tun, was Philosophen dieser Zeit kritisiert hatten, was dann ja auch zur Erfindung des Kriminalromans geführt hat, als Ort, an dem man denken darf und soll (und andere Ergebnisse finden wird als die, die einem/r ursprünglich als Lösung präsentiert wurden). Finde es in Summe sehr akademisch, intelligent, auf der "richtigen" Seite, aber auch ziemlich nüchtern, kühl.
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Akademisch

Leserin X aus Wien am 28.11.2023
Bewertungsnummer: 2078001
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ich habe vor einigen Jahren die Verfilmung von Sean Penn mit Jack Nicholson gesehen, sehr guter Film (nicht so naiv wie die anderen von Penn) bzw nach dem Film recherchiert und herausgefunden, dass es die Verfilmung eines Dürrenmatt - Romans war. Zwischenzeitig sehr viele Schweizer gelesen, nun endlich mit genug Abstand zum Film Dürrenmatt. Ich finde es generell schwer, Literatur aus anderen Zeiten zu lesen, es sei denn man denkt diese Zeit (und das Land) mit, dann hat es Mehrwert. Schweiz in den späten 50s ;) Wie bei Frisch hatte ich das klare Gefühl, sogar aktuell in einer deutlich besseren Zeit zu leben, bzw auch, dass vieles, was man heute beklagt, vor sehr langer Zeit offenbar genauso war. Die Geschichte ist gut konstruiert, sehr sachlich und nüchtern geschildert. Das soll wohl auch so sein, ich wurde das Gefühl aber nicht los, dass Dürrenmatt eben so ist und gar nicht anders kann. Intellektuell, intelligent, nüchtern. Die ganze Geschichte ist auch deswegen bedrückend, da alles immer so weitergeht und es keinen stört (ausser den Ex Polizisten, der den Verstand verliert obwohl er recht hat). Eine homogene, angepasste Gesellschaft ohne einen Funken Ambition oder Zivilcourage, das war das gespenstische Setting in dem die Geschichte stattfand. Ein Unschuldiger wird letztlich kritiklos zum Täter gestempelt (und bringt sich um, was auch niemanden wirklich stört), ein Polizist quittiert seinen Dienst und ermittelt weiter, als würde sein eigenes Leben daran hängen. Selbst die, die nach und nach meinen, er hätte recht damit, dass der Täter noch nicht gefunden, sondern ein weiteres Opfer suchen wird, lässt alles kalt, die Frage nach dem Täter, mögliche weitere Opfer. Wer sich auf die Gedankengänge des nun privaten Ermittlers einlässt, vergisst diese wieder, kaum dass er bei der Türe raus ist. Frauen haben generell eine untergeordnete Rolle, gerade einmal gibt es die Haushaltshilfe des Ex-Polizisten, aber das auch nur, weil ihre Tochter ohne ihr Wissen als Lockvogel herhalten muss. Alle sind im Grunde nur bestrebt, ihre eigene kleine Welt zusammenzuhalten und sich keinen Millimeter mit irgendetwas auseinanderzusetzen, vielmehr "stört" es, wenn es jemand tut. Ich denke, das Buch hat auch sehr viel mit dem zu tun, was Philosophen dieser Zeit kritisiert hatten, was dann ja auch zur Erfindung des Kriminalromans geführt hat, als Ort, an dem man denken darf und soll (und andere Ergebnisse finden wird als die, die einem/r ursprünglich als Lösung präsentiert wurden). Finde es in Summe sehr akademisch, intelligent, auf der "richtigen" Seite, aber auch ziemlich nüchtern, kühl.

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Sehr fesselnder Kriminalroman

Bewertung am 17.03.2022

Bewertungsnummer: 1677474

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Dürrenmatt behandelt auf schockierende Art und Weise einen Missbrauchs- und Mordfall an ein kleines Mädchen. Im Laufe dieses Falles gibt Matthäi, der leitende Ermittler, der Mutter des Kindes das Versprechen, den Täter zu fassen. Ein Versprechen, das für ihn schwere Folgen haben wird. Friedrich Dürrenmatt arbeitet in seinem Kriminalroman mit der Macht des Zufalls, der in diesem Werk auf erstaunliche Art und Weise auf das Geschehen einwirkt. Dieser Kriminalroman zieht einen in seinen Bann und man kann ihn nicht weglegen.
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Sehr fesselnder Kriminalroman

Bewertung am 17.03.2022
Bewertungsnummer: 1677474
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Dürrenmatt behandelt auf schockierende Art und Weise einen Missbrauchs- und Mordfall an ein kleines Mädchen. Im Laufe dieses Falles gibt Matthäi, der leitende Ermittler, der Mutter des Kindes das Versprechen, den Täter zu fassen. Ein Versprechen, das für ihn schwere Folgen haben wird. Friedrich Dürrenmatt arbeitet in seinem Kriminalroman mit der Macht des Zufalls, der in diesem Werk auf erstaunliche Art und Weise auf das Geschehen einwirkt. Dieser Kriminalroman zieht einen in seinen Bann und man kann ihn nicht weglegen.

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