Die wundersamen Irrfahrten des William Lithgow

Die wundersamen Irrfahrten des William Lithgow

Ausgezeichnet mit dem ITB BuchAwards 2010, Das literarische Reisebuch

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Beschreibung

Als im Jahr 1603 der junge schottische Schneider William Lithgow unter dem Fenster seiner Liebsten singt, schneiden ihm deren Brüder beide Ohren ab. Da bricht er in den Orient auf, wo unter dem Turban der Verlust der Ohren nicht auffällt. Seine drei »leidvollen Wanderungen« führen ihn bis nach Arabien und Nordafrika, ein oft unfreiwillig komischer Erzähler, dem bei seinen Reisen vor allem eins fehlt: das Talent dazu.

Erstmals auf Deutsch, mit einem ausführlichen Nachwort von Roger Willemsen

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.07.2011

Herausgeber

Roger Willemsen

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

18,9/12,6/3 cm

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

14.07.2011

Herausgeber

Roger Willemsen

Verlag

Fischer Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

18,9/12,6/3 cm

Gewicht

365 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The Rare Adventures and Painful Peregrinations of William Lithgow

Übersetzer

Georg Deggerich

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-596-18779-9

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Bildungsreisen vor 400 Jahren

Gabriele Brohm aus Karlsruhe am 24.01.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein unmöglicher "Nörgelbruder" auf Fernreisetour, wo er sich auch befindet,es wird kein gutes Haar an Reiseland nebst Bewohnern gelassen. Köstliche Unterhaltung voll unfreiwilliger Komik und wunderlicher Begegnungen, dazu die passenden Illustrationen von Papan. Lithgow war vor 400 Jahren unterwegs, und man wundert sich, dass er seine Unternehmungen mehr oder weniger unversehrt hinter sich bringen konnte, denn ungefährlich waren diese Reisen nicht. Eine vergnügliche Lektüre für alle, die Interesse an historischen Reiseerzählungen haben. Wem die "Geheimen Tagebücher" von Samuel Pepys gefallen haben, der sollte sich dieses Buch auch nicht entgehen lassen. Sehr, sehr emfehlenswert!

Bildungsreisen vor 400 Jahren

Gabriele Brohm aus Karlsruhe am 24.01.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein unmöglicher "Nörgelbruder" auf Fernreisetour, wo er sich auch befindet,es wird kein gutes Haar an Reiseland nebst Bewohnern gelassen. Köstliche Unterhaltung voll unfreiwilliger Komik und wunderlicher Begegnungen, dazu die passenden Illustrationen von Papan. Lithgow war vor 400 Jahren unterwegs, und man wundert sich, dass er seine Unternehmungen mehr oder weniger unversehrt hinter sich bringen konnte, denn ungefährlich waren diese Reisen nicht. Eine vergnügliche Lektüre für alle, die Interesse an historischen Reiseerzählungen haben. Wem die "Geheimen Tagebücher" von Samuel Pepys gefallen haben, der sollte sich dieses Buch auch nicht entgehen lassen. Sehr, sehr emfehlenswert!

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Martin Pasqué

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4/5

Irrfahrten aus dem 17.Jahrhundert

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

1603 beginnt von Paris aus die erste von drei Reisen des Schotten William Lithgow (1582- ca.1645) , einer ungewöhnlich kantigen, eigenwilligen Persönlichkeit, die einen packenden Bericht aus einer Zeit hinterlassen hat, die uns mit den konkurrierenden Seemächten England und Spanien, der mittelmeerischen Seemacht Venedig, dem osmanischen Türkenreich und vielem mehr konfrontiert. Seine insgesamt drei leidvollen Wanderungen führen ihn als Erstes quer durch Europa in den Mittelmeerraum bis in das damalige Konstantinopel, von dort nach Syrien und in das Heilige Land. Über Ägypten, Sizilien , Italien und Frankreich nach England zurückgekehrt, folgt seine zweite Wanderung durch Europa nach Nordafrika, in den sogenannten Maghreb. Er überquert das Mittelmeer und reist durch Italien und osteuropäische Ländereien bis zur Ostsee und begibt sich auf dem Seeweg über Stockholm und Helsingör nach London. Seine dritte und letzte Reise führt ihn über Irland nach Spanien. Dort wird William Lithgow jedoch böse mitgespielt und nur mit viel Glück gelangt er nach England zurück. Erstmals ins Deutsche übertragen, köstlich illustriert von Papan, liegt hier ein Klassiker der britischen Reiseliteratur vor. Dieser schottische Schneider kämpft sich eher widerwillig durch die Lande und über See. Dabei hilft ihm sowohl sein unerschütterlicher protestantischer Glaube, sein absoluter Überlebenswille und sein Witz, Vorteile für sich zu nutzen, um häufig nahezu aussichtslose Situationen zu überstehen oder um entschlossen das nächste Ziel zu erreichen. Nur so ist es für ihn möglich, in einer von Gewalt und religiös-politischen Gegensätzen geprägten Zeit , sich, ums Überleben kämpfend, durchbeißen zu können. Er ist ein skeptischer Beobachter , der detailscharf berichtet , aber auch aus seiner Sicht kommentiert und urteilt, was wir in heutigen Zeiten als unfreiwillig komisch , aber auch durchaus als bissig bis intolerant empfinden können. Bewunderung und Hochachtung für den eisernen Schotten bleiben nach der Lektüre bei der geneigten Leserschaft nicht aus. Denn wer Überfälle, Schiffbrüche, Gefängnisaufenthalte, Verhaftungen bis zur Folter durch die spanische Inquisition überlebt, an Belagerungen teilnimmt und von feindlichen Schiffen unter Beschuss genommen wird , kann sich wahrhaft glücklich schätzen, dem allen lebend entkommen zu sein .Ein unterhaltsames , subjektives Zeitdokument aus der ersten Hälfte des 17.Jahrhunderts, das uns die Tücken des damaligen Reisens in ihren vielfältigen Facetten präsentiert.
4/5

Irrfahrten aus dem 17.Jahrhundert

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

1603 beginnt von Paris aus die erste von drei Reisen des Schotten William Lithgow (1582- ca.1645) , einer ungewöhnlich kantigen, eigenwilligen Persönlichkeit, die einen packenden Bericht aus einer Zeit hinterlassen hat, die uns mit den konkurrierenden Seemächten England und Spanien, der mittelmeerischen Seemacht Venedig, dem osmanischen Türkenreich und vielem mehr konfrontiert. Seine insgesamt drei leidvollen Wanderungen führen ihn als Erstes quer durch Europa in den Mittelmeerraum bis in das damalige Konstantinopel, von dort nach Syrien und in das Heilige Land. Über Ägypten, Sizilien , Italien und Frankreich nach England zurückgekehrt, folgt seine zweite Wanderung durch Europa nach Nordafrika, in den sogenannten Maghreb. Er überquert das Mittelmeer und reist durch Italien und osteuropäische Ländereien bis zur Ostsee und begibt sich auf dem Seeweg über Stockholm und Helsingör nach London. Seine dritte und letzte Reise führt ihn über Irland nach Spanien. Dort wird William Lithgow jedoch böse mitgespielt und nur mit viel Glück gelangt er nach England zurück. Erstmals ins Deutsche übertragen, köstlich illustriert von Papan, liegt hier ein Klassiker der britischen Reiseliteratur vor. Dieser schottische Schneider kämpft sich eher widerwillig durch die Lande und über See. Dabei hilft ihm sowohl sein unerschütterlicher protestantischer Glaube, sein absoluter Überlebenswille und sein Witz, Vorteile für sich zu nutzen, um häufig nahezu aussichtslose Situationen zu überstehen oder um entschlossen das nächste Ziel zu erreichen. Nur so ist es für ihn möglich, in einer von Gewalt und religiös-politischen Gegensätzen geprägten Zeit , sich, ums Überleben kämpfend, durchbeißen zu können. Er ist ein skeptischer Beobachter , der detailscharf berichtet , aber auch aus seiner Sicht kommentiert und urteilt, was wir in heutigen Zeiten als unfreiwillig komisch , aber auch durchaus als bissig bis intolerant empfinden können. Bewunderung und Hochachtung für den eisernen Schotten bleiben nach der Lektüre bei der geneigten Leserschaft nicht aus. Denn wer Überfälle, Schiffbrüche, Gefängnisaufenthalte, Verhaftungen bis zur Folter durch die spanische Inquisition überlebt, an Belagerungen teilnimmt und von feindlichen Schiffen unter Beschuss genommen wird , kann sich wahrhaft glücklich schätzen, dem allen lebend entkommen zu sein .Ein unterhaltsames , subjektives Zeitdokument aus der ersten Hälfte des 17.Jahrhunderts, das uns die Tücken des damaligen Reisens in ihren vielfältigen Facetten präsentiert.

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