Tauben fliegen auf

Roman

Melinda Nadj Abonji

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Beschreibung


Über den Verlust der Heimat

»Wir haben hier noch kein menschliches Schicksal, wir müssen es uns erst noch erarbeiten«, sagt Ildikos Mutter. Längst ist die Familie eingebürgert und betreibt ein Café in bester Seelage. Doch angekommen sind sie nicht, die beiden Töchter Ildiko und Nomi wachsen zwischen zwei Welten auf, sind hin- und hergerissen zwischen der verlorenen Heimat in der Vojvodina und dem Wunsch, Teil der Schweizer Gesellschaft zu sein. Es dauert lange, bis Ildiko erkennt, dass hinter dem Schweizer Idyll knallharte Fremdenfeindlichkeit lauert. Ein höchst zeitgemäßer Text über Emigration und den Preis der Assimilation.

Melinda Nadj Abonji, geboren 1968 in Becsej, Serbien, zog 1973 mit ihrer Familie aus dem ehemaligen Jugoslawien in die Schweiz. Sie studierte an der Züricher Universität und ist seit vielen Jahren als Schriftstellerin und Musikerin tätig. Ihr 2010 erschienener Roman ›Tauben fliegen auf‹ wurde sowohl mit dem Deutschen als auch dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet. Melinda Nadj Abonji lebt in Zürich.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 01.02.2012
Verlag dtv
Seitenzahl 320
Maße (L/B) 19/12/2,7 cm
Gewicht 343 g
Auflage 6. Auflage
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-14078-2

Das meinen unsere Kund*innen

4.7/5.0

3 Bewertungen

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

2 Sterne

1 Sterne

4/5

Von der Suche nach Identität

Eine Kundin/ein Kunde aus Göppingen (BaWü) am 22.11.2014

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ildikos Kindheitserinnerungen entfalten zunächst leichte Prosa von sommerlichen Fahrten in die alte Heimat. Vom Besuch bei der Großmutter, den Tanten, Onkeln, Cousins. Denn Ildikos Eltern aus dem Grenzgebiet zwischen Jugoslawien und Ungarn stammend, sind irgendwann in den Siebzigern ausgewandert in die Schweiz. Zwischendurch kehrt sie immer wieder zurück ins Mondial, dem familienbetriebenen Cafe-Restaurant in der Schweiz. Wie ein Pendel schwingt die Erzählerin zwischen den Ländern und in den Jahrzehnten vor und zurück und nimmt den Leser sicher an die Hand. Die Jahre vergehen. Während die Familie sich in der Schweiz langsam verwurzelt, die Töchter Ildiko und Nomi erwachsen werden, bricht in der alten Heimat der Krieg aus. Im Ton nun merklich ernster lässt die Autorin die Idylle langsam bröckeln. Und am Schluss fügt sie die vielen einzelnen Fragmente zu einem Bild zusammen. Da ich selbst ein Kind von Emigranten bin, habe ich mich in dem Roman vom ersten Moment an wiedererkannt. Es mag nicht einfach sein, dem sprunghaften und fragmentarischen Erzählstil der Autorin zu folgen, dazu kommen noch ihre ellenlange Satzgebilde, aber die Art und Weise wie sie die Themen Familie, Entwurzelung, Identität, Heimat und Krieg miteinander verknüpft, grenzt schon an Genialität.

4/5

Von der Suche nach Identität

Eine Kundin/ein Kunde aus Göppingen (BaWü) am 22.11.2014
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ildikos Kindheitserinnerungen entfalten zunächst leichte Prosa von sommerlichen Fahrten in die alte Heimat. Vom Besuch bei der Großmutter, den Tanten, Onkeln, Cousins. Denn Ildikos Eltern aus dem Grenzgebiet zwischen Jugoslawien und Ungarn stammend, sind irgendwann in den Siebzigern ausgewandert in die Schweiz. Zwischendurch kehrt sie immer wieder zurück ins Mondial, dem familienbetriebenen Cafe-Restaurant in der Schweiz. Wie ein Pendel schwingt die Erzählerin zwischen den Ländern und in den Jahrzehnten vor und zurück und nimmt den Leser sicher an die Hand. Die Jahre vergehen. Während die Familie sich in der Schweiz langsam verwurzelt, die Töchter Ildiko und Nomi erwachsen werden, bricht in der alten Heimat der Krieg aus. Im Ton nun merklich ernster lässt die Autorin die Idylle langsam bröckeln. Und am Schluss fügt sie die vielen einzelnen Fragmente zu einem Bild zusammen. Da ich selbst ein Kind von Emigranten bin, habe ich mich in dem Roman vom ersten Moment an wiedererkannt. Es mag nicht einfach sein, dem sprunghaften und fragmentarischen Erzählstil der Autorin zu folgen, dazu kommen noch ihre ellenlange Satzgebilde, aber die Art und Weise wie sie die Themen Familie, Entwurzelung, Identität, Heimat und Krieg miteinander verknüpft, grenzt schon an Genialität.

5/5

Literarisch umwerfend

Yvonne Schüpbach aus Niederhünigen am 19.08.2014

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Melinda Nadj Abonji erzählt in einer umwerfenden, literarisch ausgearbeiteten Sprache eine sehr vielschichtige Geschichte,die so echt und packend ist, dass sie jedermann/frau zum Denken anregt. Dabei fasziniert das neue Herangehen an das Thema Migration und Integration. Das beste Buch seit langem!

5/5

Literarisch umwerfend

Yvonne Schüpbach aus Niederhünigen am 19.08.2014
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Melinda Nadj Abonji erzählt in einer umwerfenden, literarisch ausgearbeiteten Sprache eine sehr vielschichtige Geschichte,die so echt und packend ist, dass sie jedermann/frau zum Denken anregt. Dabei fasziniert das neue Herangehen an das Thema Migration und Integration. Das beste Buch seit langem!

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Tauben fliegen auf

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