Jenseits von Gott

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

Vorwort
Einleitung
Standortbestimmung
Woher kommen wir?
Materie ist nicht gleich Materie
Was ist Wirklichkeit?
Die Welt des Ich
Die drei Ebenen
Was ist der Sinn unserer Lebenszeit?
Die Sprache der christlichen Mystik
Die Sprache des Zen
Jenseits der Religionen
Tiefenerfahrung heute
Das Leben selbst endet nie
Nur die Liebe zählt
Aufbruch in eine neue Dimension
Die Rückkehr in den Alltag
Mein Bekenntnis
Quellennachweis
Weiterführende Literatur
Vita Willigis Jäger
Audio CD - Die Stille hinter der Stille

Jenseits von Gott

Mit einer Live-CD von Willigis Jäger

Buch (Gebundene Ausgabe)

19,80 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.06.2012

Illustrator

Petra Wagner

Herausgeber

Beatrice Grimm

Verlag

Wege der Mystik

Seitenzahl

96

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.06.2012

Illustrator

Petra Wagner

Herausgeber

Beatrice Grimm

Verlag

Wege der Mystik

Seitenzahl

96

Maße (L/B/H)

17,5/17,2/1,5 cm

Gewicht

321 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9810310-6-5

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Es gibt verschiedene Arten von spiritueller Erfahrung und Gotteserkenntnis. In der begrifflich-bildhaften Erkenntnis projizieren wir menschliche Verstehensbilder auf eine letzte nonduale Wirklichkeit. Wir sind gewohnt, von der göttlichen Dimension in unseren menschlichen Bildern, in unseren intellektuellen und psychischen Strukturen zu sprechen und können uns diese Dimension nur sehr eingeschränkt vorstellen. Diese Eingeschränktheit wird uns als Menschen nicht mehr gerecht und bleibt weit hinter unseren Möglichkeiten die ‚wirkliche’ Wirklichkeit zu erfahren zurück.
Das begrifflich-bildhafte Denken schafft Kategorien, Analogien und Muster, trennt fein säuberlich, ordnet über und unter und steckt alles in Schubladen, damit unser Verstand damit arbeiten kann und zu neuen begrifflich-bildhaften Erkenntnissen kommt. Aber diese Erkenntnisse sind lediglich eine Landkarte - und nicht die Landschaft, durch die wir wandern. Lange halten wir diese Landkarte für wirklich, ohne dass wir uns darüber Rechenschaft ablegen. Wäre der Gang der Evolution nur ein bisschen anders verlaufen, hätten wir ganz andere Strukturen des Erlebens und Erkennens.

Wenn jemand intensiv einen spirituellen Weg geht, kommt oft der Augenblick, in dem die herkömmlichen Gottesbilder und Lebensdeutungen zerbrechen. Dogmatische Aussagen erscheinen leer. Die Festigkeit der Welt scheint sich aufzulösen. Der Halt, den das Bild von einem liebenden Gottvater oder einem Bodhisattva gab, ist verschwunden. Die Heilsbringer der jeweiligen Religion, an die man sich nur anhängen brauchte, sind nicht mehr da. Alle Möglichkeiten sich festzuhalten existieren nicht mehr, Verlorenheit und Einsamkeit können
ins Bodenlose wachsen. Dieses Erleben nennt die Mystik ‚die dunkle Nacht der Seele’. Es ist eine Zeit großer Unruhe und Unsicherheit, und nicht wenige machen sich auf die Suche nach einer neuen Deutung ihres Lebens.

Es gibt in den Religionen eine Idolatrie, die schlimmer ist als die Anbetung von Götzenbildern - nämlich die ‚Anbetung’ von Begriffen und intellektuellen Gottesvorstellungen. Die Religionen wissen um diese Gefahr und raten daher, sich kein Bild zu machen und jede Vorstellung von einem personalen Gegenüber zurückzulassen.
Wirklichkeit - und darunter verstehe ich das, was ein Meister Eckhart ‚Gottheit’ nennt - ist rational nicht zu erfassen und nicht zu überblicken. Wirklichkeit ist eine Ganzheit und gleichzeitig ein Prozess, das heißt in ständiger Wandlung begriffen. Wirklichkeit ist letztlich die immerwährende Selbstentfaltung jenes universalen Prinzips, das sich in allem was ist, entfaltet. Daher kann kein Mensch diese Wirklichkeit wie ein Objekt von außen begreifen, sondern nur von innen in einem alles umfassenden Erleben erfahren. Eine Erfahrung, die alles Verstandeswissen und alle Sinneseindrücke übersteigt, die jede Frage verstummen lässt und jeden Zweifel mit einem Schlag ausräumt. Wer das Personale übersteigt, lebt in einer ganz natürlichen, wesenhaften Verbindung mit diesem Seinsgrund. Das heißt nicht, dass man aus seiner Konfession aussteigen muss. Jedoch wird dann auch das religiöse Bekenntnis neu interpretiert.
Die Menschen auf ihrem Weg in diese umfassendere Seinserfahrung zu begleiten und Ihnen beizustehen, sehe ich als meine wichtigste Aufgabe an.
Willigis Jäger
  • Jenseits von Gott
  • Inhalt

    Vorwort
    Einleitung
    Standortbestimmung
    Woher kommen wir?
    Materie ist nicht gleich Materie
    Was ist Wirklichkeit?
    Die Welt des Ich
    Die drei Ebenen
    Was ist der Sinn unserer Lebenszeit?
    Die Sprache der christlichen Mystik
    Die Sprache des Zen
    Jenseits der Religionen
    Tiefenerfahrung heute
    Das Leben selbst endet nie
    Nur die Liebe zählt
    Aufbruch in eine neue Dimension
    Die Rückkehr in den Alltag
    Mein Bekenntnis
    Quellennachweis
    Weiterführende Literatur
    Vita Willigis Jäger
    Audio CD - Die Stille hinter der Stille