Die Leiden des jungen Werther. Textausgabe mit Kommentar und Materialien

Inhaltsverzeichnis

Die Leiden des jungen Werther
Anhang
1. Zur Textgestalt
2. Anmerkungen
3. Leben und Zeit
3.1. Wetzlar 1772
3.2. Johann Christian Kestner
3.3. Charlotte Buff
3.4. Abschied von Kestner und Charlotte
3.5. Korrespondenz mit den Kestners
3.6. Maximiliane La Roche
3.7. Karl Wilhelm Jerusalem
4. Reaktionen der Zeitgenossen
4.1. ›Werther‹-Lob und –Kritik
4.2. Wertheriaden
4.3. ›Werther‹-Fieber
5. ›Werther‹ in der Literatur der Folgezeit
6. ›Werther‹ im Film
7. Literaturhinweise
Reclam XL - Text und Kontext Band 19124

Die Leiden des jungen Werther. Textausgabe mit Kommentar und Materialien

Reclam XL - Text und Kontext

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Beschreibung

Klassenlektüre und Textarbeit einfach gemacht: Die Reihe »Reclam XL – Text und Kontext« erfüllt alle Anforderungen an Schullektüre und Bedürfnisse des Deutschunterrichts:
* Das Format ist größer als die gelben Klassiker der Universal-Bibliothek, mit ausreichend Platz für Notizen am Seitenrand.
* Schwierige Wörter werden am Fuß jeder Seite erklärt, ausführlichere Wort- und Sacherläuterungen stehen im Anhang.
* Zusatz-Materialien im Anhang erleichtern das Verständnis des Werkes und liefern Impulse für Diskussionen im Unterricht: zu Quellen und Stoff, Biographie des Autors, Epoche und Rezeptionsgeschichte.

Dieser Brief-Roman war eine Sensation. Mit ihm wurde der 25-jährige Johann Wolfgang Goethe endgültig zum Star der Literaturszene. Eine ganze Generation, die individuelles Glück jenseits gesellschaftlicher Beschränkungen suchte, fand sich im Schicksal des unglücklichen Werther wieder – der am Ende zum Selbstmörder wird, weil seine schwärmerische Liebe in dieser prosaischen Welt unerfüllt bleiben muss.

Die Bände von Reclam XL sind im Textteil seiten- und zeilenidentisch mit den gelben Ausgaben der Universal-Bibliothek. UB- und XL-Ausgaben sind also nicht nur im Unterricht nebeneinander verwendbar – es passen auch weiterhin alle Lektüreschlüssel, Erläuterungsbände und Interpretationen dazu.

Johann Wolfgang Goethe (seit 1782: von; 28. 8. 1749 Frankfurt a. M. – 22. 3. 1832 Weimar) hat als Lyriker, Prosa-Autor und Dramatiker Epoche machende Werke des Sturm und Drang und der Klassik mit europaweiter Wirkung verfasst. Von Herzog Karl August von Sachsen-Weimar für den Weimar Hof verpflichtet, wo er u. a. für das Theater zuständig war, prägte er in der Zusammenarbeit mit Schiller besonders die Epoche der Weimarer Klassik. Goethes Interessen erstreckten sich auch auf unterschiedlichste Wissenschaften, zu denen er umfangreiche Schriften beitrug.

Details

ISBN

978-3-15-019124-8

Erscheinungsdatum

24.07.2013

Unterrichtsfächer

Deutsch

Einband

Taschenbuch

Herausgeber

Anna Riman + weitere

Beschreibung

Details

ISBN

978-3-15-019124-8

Erscheinungsdatum

24.07.2013

Unterrichtsfächer

Deutsch

Einband

Taschenbuch

Herausgeber

Verlag

Reclam, Philipp

Seitenzahl

206

Maße (L/B/H)

17/11,5/1,7 cm

Gewicht

160 g

Sprache

Deutsch

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Klopstock!

Norbert aus Düsseldorf am 07.06.2022

Bewertet: eBook (ePUB)

Herr Henning, mein Deutschlehrer in der Mittelstufe auf dem Gymnasium, hat „Die Leiden des jungen Werthers“ vor über 30 Jahren als das „kitschige Gesülze eines Edelsofties“ bezeichnet. Vermutlich ist das der Grund, dass ich um den Briefroman, im Gegensatz zum „Faust“, den wir in der Oberstufe rauf und runter analysiert haben, stets einen Bogen gemacht habe, zumindest bis heute. Nun gut, bei Weltliteratur muss man sich überwinden, das Empfindsame ist schließlich Programm im Sturm und Drang (wie schon in der Empfindsamkeit), es gilt den manchmal nervigen Ich-Erzähler vom Werk zu trennen, zumal es die letzte Empfehlung des Literarischen Quartetts in der Besetzung um Marcel Reich-Ranicki und Hellmuth Karasek war. Der Inhalt dürfte den meisten Lesern ungefähr bekannt sein (Spoiler!): Der in die bereits verlobte Lotte unglücklich verliebte Protagonist überhöht die unerreichbare Angebetete ihn Sehnsucht beinahe zu einer Art Übermensch. Als bei einem Unwetter beide an ein Gedicht von Klopstock denken müssen, fließen die Tränen in Strömen, das muss doch Liebe sein! Doch seine Avancen werden abgeblockt. Der Liebeskummer wird immer stärker, die adlige Gesellschaft weist ihn ebenfalls zurück, die enttäuschten Gefühle kulminieren im Suizid. Vermutlich hätte ich das Werk als 16-Jähriger lesen sollen, das pathetische Abfeiern der Leidenschaft und des Liebeskummers können Erwachsene nicht mehr zu 100% nachvollziehen. Zudem würde eine Person wie Werther im 21. Jahrhundert und in MeToo-Zeiten nur noch bedingt Verständnis finden, ein übergriffiger Stalker mit Borderline-Persönlichkeit (ähnlich dem Lenz bei Büchner) eignet sich nicht mehr als strahlender Held. Auf der anderen Seite ist Lottes Spiel mit dem Kanarienvogel, der erst sie und dann Werther auf den Mund küsst, ziemlich „bitchy“. Wenn auch das Werk mir subjektiv nur bedingt gefallen hat, so muss ich den literarischen Wert natürlich anerkennen. Der Gegensatz zwischen Adel und Bürgertum wird z. B. am „Vorabend“ der Französischen Revolution gut dargestellt. Vielleicht muss man aufbrausend sein, wenn man sich gegen Autorität und Tradition stellen will.

Klopstock!

Norbert aus Düsseldorf am 07.06.2022
Bewertet: eBook (ePUB)

Herr Henning, mein Deutschlehrer in der Mittelstufe auf dem Gymnasium, hat „Die Leiden des jungen Werthers“ vor über 30 Jahren als das „kitschige Gesülze eines Edelsofties“ bezeichnet. Vermutlich ist das der Grund, dass ich um den Briefroman, im Gegensatz zum „Faust“, den wir in der Oberstufe rauf und runter analysiert haben, stets einen Bogen gemacht habe, zumindest bis heute. Nun gut, bei Weltliteratur muss man sich überwinden, das Empfindsame ist schließlich Programm im Sturm und Drang (wie schon in der Empfindsamkeit), es gilt den manchmal nervigen Ich-Erzähler vom Werk zu trennen, zumal es die letzte Empfehlung des Literarischen Quartetts in der Besetzung um Marcel Reich-Ranicki und Hellmuth Karasek war. Der Inhalt dürfte den meisten Lesern ungefähr bekannt sein (Spoiler!): Der in die bereits verlobte Lotte unglücklich verliebte Protagonist überhöht die unerreichbare Angebetete ihn Sehnsucht beinahe zu einer Art Übermensch. Als bei einem Unwetter beide an ein Gedicht von Klopstock denken müssen, fließen die Tränen in Strömen, das muss doch Liebe sein! Doch seine Avancen werden abgeblockt. Der Liebeskummer wird immer stärker, die adlige Gesellschaft weist ihn ebenfalls zurück, die enttäuschten Gefühle kulminieren im Suizid. Vermutlich hätte ich das Werk als 16-Jähriger lesen sollen, das pathetische Abfeiern der Leidenschaft und des Liebeskummers können Erwachsene nicht mehr zu 100% nachvollziehen. Zudem würde eine Person wie Werther im 21. Jahrhundert und in MeToo-Zeiten nur noch bedingt Verständnis finden, ein übergriffiger Stalker mit Borderline-Persönlichkeit (ähnlich dem Lenz bei Büchner) eignet sich nicht mehr als strahlender Held. Auf der anderen Seite ist Lottes Spiel mit dem Kanarienvogel, der erst sie und dann Werther auf den Mund küsst, ziemlich „bitchy“. Wenn auch das Werk mir subjektiv nur bedingt gefallen hat, so muss ich den literarischen Wert natürlich anerkennen. Der Gegensatz zwischen Adel und Bürgertum wird z. B. am „Vorabend“ der Französischen Revolution gut dargestellt. Vielleicht muss man aufbrausend sein, wenn man sich gegen Autorität und Tradition stellen will.

Hinaus ins Leben!

Katajak am 31.05.2021

Bewertet: Schulbuch (Taschenbuch)

Das Werk „Die Leiden des jungen Werther“ von J.W. Goethe hat mich, 19 Jahre jung, sehr bewegt. Doch es kann dem Leser rein vom Schreibstil her, der ausgeschmückten Wortwahl wegen, zu Beginn etwas schwer fallen, sich in den jungen Werther hineinzuversetzen, denn solch Sprachgebrauch, Feinfühligkeit und Zuneigung zur Natur nur der schlichten Schönheit wegen, mag wohl für viele fast schon befremdend sein. Nichtsdestotrotz fühlt man gerade auch als Jugendlicher mit dem jungen Werther mit, hinaus in die Welt mit offenen Armen, noch reinen Herzens und doch schon einiges erlebt. Es empfiehlt sich, das Buch in kleineren Abschnitten zu lesen, je nach dem den einen oder anderen zweimal zu lesen. Denn oft verbergen sich hinter den Wortgewandten Erzählungen des Protagonisten versteckte Schlüsselsätze und Schlüsselworte, welche wichtig für das Verständnis für das Handeln des Protagonisten sind. Diese Informationen muss man jedoch oft aus eingeschobenen-, Nebensätzen oder zwischen den Zeilen herauslesen. Sucht man, findet man. In diesem Werk ist das definitiv der Fall.

Hinaus ins Leben!

Katajak am 31.05.2021
Bewertet: Schulbuch (Taschenbuch)

Das Werk „Die Leiden des jungen Werther“ von J.W. Goethe hat mich, 19 Jahre jung, sehr bewegt. Doch es kann dem Leser rein vom Schreibstil her, der ausgeschmückten Wortwahl wegen, zu Beginn etwas schwer fallen, sich in den jungen Werther hineinzuversetzen, denn solch Sprachgebrauch, Feinfühligkeit und Zuneigung zur Natur nur der schlichten Schönheit wegen, mag wohl für viele fast schon befremdend sein. Nichtsdestotrotz fühlt man gerade auch als Jugendlicher mit dem jungen Werther mit, hinaus in die Welt mit offenen Armen, noch reinen Herzens und doch schon einiges erlebt. Es empfiehlt sich, das Buch in kleineren Abschnitten zu lesen, je nach dem den einen oder anderen zweimal zu lesen. Denn oft verbergen sich hinter den Wortgewandten Erzählungen des Protagonisten versteckte Schlüsselsätze und Schlüsselworte, welche wichtig für das Verständnis für das Handeln des Protagonisten sind. Diese Informationen muss man jedoch oft aus eingeschobenen-, Nebensätzen oder zwischen den Zeilen herauslesen. Sucht man, findet man. In diesem Werk ist das definitiv der Fall.

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    3. Leben und Zeit
    3.1. Wetzlar 1772
    3.2. Johann Christian Kestner
    3.3. Charlotte Buff
    3.4. Abschied von Kestner und Charlotte
    3.5. Korrespondenz mit den Kestners
    3.6. Maximiliane La Roche
    3.7. Karl Wilhelm Jerusalem
    4. Reaktionen der Zeitgenossen
    4.1. ›Werther‹-Lob und –Kritik
    4.2. Wertheriaden
    4.3. ›Werther‹-Fieber
    5. ›Werther‹ in der Literatur der Folgezeit
    6. ›Werther‹ im Film
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