Pius XII. und das Dritte Reich
Band 1949

Pius XII. und das Dritte Reich

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Beschreibung

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Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

14.06.2011

Verlag

C.H. Beck

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Erscheinungsdatum

14.06.2011

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

235 (Printausgabe)

Dateigröße

1072 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406616822

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Gibt es ein gerechtes Urteil über Pius XII?

Werner Jaroschek aus Duisburg am 04.05.2011

Bewertungsnummer: 718447

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Saul Friedländers Buch zu der Frage nach dem Verhalten der kath. Kirche und des Papstes Pius XII im Hinblick auf die Verfolgung der Juden im NS—Staat erschien vor 45 Jahren und wurde nun erneut aufgelegt, da inzwischen weitere Archivbestände zugänglich wurden. Wichtig ist Friedländer seine Neubewertung im Schlusskapitel. Friedländers Buch ist zwangsläufig einseitig, weil ihm nur deutsche Akten zugänglich waren, während die Archive des Vatikans noch keinen Einblick gewährten. Dieses Buch schützt vor vorschnellen und ungerechten Urteilen und Vorurteilen. Im Hinblick auf das absolut verbrecherische damalige Geschehen, das in der Shoah gipfelte, ging es bei allen Entscheidungen nicht um richtig oder falsch, sondern ob man der Moral oder einem Pragmatismus den Vorrang gibt. Hier muss jeder im Einzelfall seine persönliche Entscheidung fällen. Natürlich wurde die Haltung Pius XII zumindest anfangs dadurch bestimmt, dass er eine beinah zu große Sympathie für Deutschland und eine panische Angst vor dem Kommunismus hatte. Und gewiss ist aus heutiger Sicht auch sehr problematisch die abgehobene Sprache des Papstes und der Kirche, die es schwierig macht, Proteste herauszufinden. Friedländer ist ausgesprochen fair, weist immer wieder darauf hin, dass manche seiner Aussagen und Überlegungen hypothetisch sind und fordert damit den Leser heraus, sich sein eigenes Urteil zu bilden. Da die NS-Zeit und der Holocaust stets gegenwärtig bleiben müssen, ist dieses Buch zum Verständnis dieser Zeit eine bedeutende Hilfe.
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Gibt es ein gerechtes Urteil über Pius XII?

Werner Jaroschek aus Duisburg am 04.05.2011
Bewertungsnummer: 718447
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Saul Friedländers Buch zu der Frage nach dem Verhalten der kath. Kirche und des Papstes Pius XII im Hinblick auf die Verfolgung der Juden im NS—Staat erschien vor 45 Jahren und wurde nun erneut aufgelegt, da inzwischen weitere Archivbestände zugänglich wurden. Wichtig ist Friedländer seine Neubewertung im Schlusskapitel. Friedländers Buch ist zwangsläufig einseitig, weil ihm nur deutsche Akten zugänglich waren, während die Archive des Vatikans noch keinen Einblick gewährten. Dieses Buch schützt vor vorschnellen und ungerechten Urteilen und Vorurteilen. Im Hinblick auf das absolut verbrecherische damalige Geschehen, das in der Shoah gipfelte, ging es bei allen Entscheidungen nicht um richtig oder falsch, sondern ob man der Moral oder einem Pragmatismus den Vorrang gibt. Hier muss jeder im Einzelfall seine persönliche Entscheidung fällen. Natürlich wurde die Haltung Pius XII zumindest anfangs dadurch bestimmt, dass er eine beinah zu große Sympathie für Deutschland und eine panische Angst vor dem Kommunismus hatte. Und gewiss ist aus heutiger Sicht auch sehr problematisch die abgehobene Sprache des Papstes und der Kirche, die es schwierig macht, Proteste herauszufinden. Friedländer ist ausgesprochen fair, weist immer wieder darauf hin, dass manche seiner Aussagen und Überlegungen hypothetisch sind und fordert damit den Leser heraus, sich sein eigenes Urteil zu bilden. Da die NS-Zeit und der Holocaust stets gegenwärtig bleiben müssen, ist dieses Buch zum Verständnis dieser Zeit eine bedeutende Hilfe.

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