Dialog, Gespräch und Begegnung Zur Dialogizität in Paul Celans Gedicht "Zu beiden Händen"
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
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Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
14.04.2011
Verlag
GRINSeitenzahl
18 (Printausgabe)
Dateigröße
206 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783640892778
1.1 Zum Kontext und Werk "Die Niemandsrose"
2. Begriff der Dialogizität und das dialogische Prinzip nach Martin Buber
2.1 Dialog und Dialogizität
2.2 Das dialogische Prinzip nach Martin Buber
3. Gedichtanalyse "Zu beiden Händen"
3.1 Formale Kriterien
3.2 Inhalt
3.3 Sprache
3.4 Dialogstruktur
4. Interpretation und Deutungsansätze
5. Fazit
6. Literaturverzeichnis
7. Paul Celan "Zu beiden Händen"
[...] Diese Entwicklung führte bei Celan verstärkt zu dem Gefühl noch immer währender antisemitischer Ressentiments und der damit verbundenen literarischen Ausgrenzung, was sich in einer zunehmenden Geschlossenheit und immer undurchdringlicheren Bildwelt seines lyrischen Werkes niederschlägt und auch ein wesentlicher Grund für seinen Freitod in der Seine war. Dabei suchte Celan genau wie die "Gruppe 47" nach einem Umgang mit der Sprache nach dem Holocaust, die durch den ideologischen Missbrauch der Nationalsozialisten "eine irreversible Verschiebung der Wortbedeutung" durchlebte. Das Überwinden der Sprachlosigkeit nach den traumatischen Ereignissen des II. Weltkriegs steht Theodor W. Adornos These "Nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, ist barbarisch" entgegen. Es zeigt, dass Lyrik möglich und im Sinne einer Be- und Verarbeitung absolut notwendig ist, da "Literatur ... das ,scharfe Messer' zur Erfassung historischer Grausamkeiten" bedeutet. Bemerkenswert an dieser Stelle ist, dass Celan, der hebräisch, rumänisch, französisch, russisch und englisch sprach, die deutsche Sprache - seine Muttersprache und die Sprache der "Mörder" seiner Eltern - wählte, was man im Deutungsansatz so verstehen könnte, dass dies ein Versuch der Verständigung, der Auseinandersetzung mit dem Geschehenen und Erlebten, sozusagen die Suche nach dem Dialog, dem Gespräch ist, um einen Weg zu finden mit der Erfahrung weiterleben zu können. Zudem ist es eine klare Positionierung Celans, denn "in deutscher Sprache zu schreiben, habe ein Festhalten an der eigenen kulturellen Identität bedeutet." Das Gedicht dient dabei als kommunikative Instanz, es steht für sich: "Das Gedicht ist einsam. Es ist einsam und unterwegs. Wer es schreibt, bleibt ihm mitgegeben. Aber steht das Gedicht nicht gerade dadurch, also schon hier, in der Begegnung - im Geheimnis der Begegnung?"
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