Slow Travel

Die Kunst des Reisens

Dan Kieran

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Beschreibung


Ein wunderbares Buch über die Kunst des entschleunigten Reisens

Träumen wir nicht alle vom entspannten Urlaub? Ohne Hektik und Handy. Ja? Dann ist das hier IHR Buch, nach dessen Lektüre Sie die nächste Reise vielleicht ein wenig anders angehen. Dan Kieran hat mit Slow Travel ein wunderbares erzählendes »Reisebuch« geschrieben, in dem er mit uns seine Philosophie des entschleunigten Reisens teilt.

Dan Kieran, geboren 1975, ist ein englischer Schriftsteller und seit 2011 Verleger von Unbound, einem preisgekrönten britischen Crowdfunding-Buchverlag. Zehn Jahre lang war er zusammen mit Tom Hodgkinson Herausgeber des Idler, einer monatlichen Zeitschrift für den Müßiggänger. Dazu schrieb er für den Guardian, die Times, den Telegraph und Die Zeit. Seiner Flugangst ist es zu verdanken, dass er neue Wege des Reisens erkundete. Heraus kam der Bestseller Slow Travel..
Dan Kieran, geboren 1975, ist ein englischer Reiseschriftsteller. Er schreibt für den Guardian, Telegraph, Observer und die britische Times. Zehn Jahre lang war er zusammen mit Tom Hodgkinson Herausgeber des Idler, einer monatlichen Zeitschrift für den Müßiggänger. Seiner Flugangst ist es zu verdanken, dass er neue Wege des Reisens erkunden musste.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 10.11.2014
Verlag Heyne
Seitenzahl 224
Maße 18,5/11,6/2,5 cm
Gewicht 222 g
Originaltitel Idle Traveler
Übersetzer Yamin Rauch
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-453-41797-7

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"Drosselt das Tempo, ihr werdet weiter kommen, als ihr euch jemals vorgestellt habt."

Dr. M. am 03.02.2021

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Die Wege des Universums sind bekanntlich unergründlich. In diesem Fall haben sie den Autor über seine Flugangst zum langsamen Reisen geführt. Wahrscheinlich muss man aber auch auf den britischen Inseln zu Hause sein, um auf einige der merkwürdigen Ideen zu kommen, die in diesem Buch geschildert werden. So durchquerte der Autor beispielsweise mit einigen Freunden in einem Milchwagen England. Das hört sich zunächst harmlos an. Doch ein Milchwagen ist ein batteriegetriebenes Gefährt, in dem es wenig Platz gibt. Die mit diesem Teil fahrbare Höchstgeschwindigkeit kann man auch mit einem Fahrrad leicht erreichen. Aber Wandern und Radfahren strengen an, während man im Milchwagen wie in einer mobilen Hängematte herumfährt, nur eben nicht ganz so bequem. Dafür hat man mehr Muße, sich um alles Mögliche Gedanken zu machen Und so fällt man natürlich auch auf. Da man jeden Tag irgendeine Steckdose braucht, lernt man viele Leute kennen. Und das ist nur ein Teil der bemerkenswerten Ereignisse, die auf diese Weise geschehen. In Wirklichkeit verändert und erweitert sich die komplette Wahrnehmung. Man muss nicht unbedingt reisen, um das zu erleben. Es reicht schon, wenn man sich irgendwo in der Natur hinsetzt und eine Weile wartet. Dann plötzlich entdeckt man den Mikrokosmos um einen herum, und man sieht Dinge, die man mit dem weiten Blick niemals entdeckt hätte. Um diese langsame und instinktgesteuerte, abenteuerlustige, nicht durchgeplante und nicht fremdorganisierte Art des Reisens geht es in diesem Buch. Und wenn man sich schon viel Zeit lässt, dann kann man auch viel nachdenken. Das jedenfalls ist das Konzept des Autors. Er lässt sich gerne auf die Orte ein, an denen er verweilt. Manchmal liest er auf dem Weg dorthin Bücher anderer Reiseschriftsteller oder Romane, die an seinen Reisezielen spielen. Dann macht es ihm dort mehr Spaß, die Handlungsorte für sich zu entdecken. Das Buch gliedert sich in ein lesenswertes Vorwort von Tom Hodgkinson und sieben Kapitel: (1) Reise nicht nur, um anzukommen, (2) Bleib zu Hause, (3) Sei dein eigener Reiseführer, (4) Heiße Katastrophen willkommen, (5) Folge deinem Instinkt, (6) Verliere den Kopf und (7) Sei abenteuerlustig. Man sieht schon an diesen Kapitelüberschriften, dass dieses Buch wohl nichts für Pauschalurlauber ist, sondern eher etwas für Leute, die gerne ihre eigenen Wege gehen. Auf dem Umschlag steht hinten, dass Tourismus eine Todsünde sei. Das ist eine überhebliche Aussage, die nicht vom Autor stammt und dem Buch auch nicht gerecht wird. Wozu sollte diese Art des Reisens mit anderen Möglichkeiten vergleichen? Wer sich so wie der Autor durch die Lande bewegt, macht das schließlich nicht, um anderen etwas zu beweisen oder sich abzuheben. Er macht es für sich, weil es ihm gut tut. Ich habe dieses Buch zwar auch als Ratschlag, aber eben noch mehr als einen Bericht für Leute verstanden, die mit dem Autor ähnliche Vorlieben teilen. Dan Kieran macht sich in seinem Buch nicht nur über das Praktische an seiner Art des Reisens Gedanken, sondern auch über vieles Grundsätzliche, beispielsweise darüber, wie unsere Wahrnehmung funktioniert. Dazu setzt er sich mit Büchern über jüngste Erkenntnisse der Neurowissenschaften auseinander. Oder er philosophiert über lineare und nichtlineare Zeit. Oder eben über die Geräusche, die eine Gegend von sich gibt, wenn sie nicht vom Treiben der Moderne übertönt werden. Sie plötzlich wieder zu hören, war für den Autor Teil eines völlig veränderten Zugangs zur Wirklichkeit, der sich erst öffnet, wenn wir unser Tempo wieder unseren Wahrnehmungsfähigkeiten anpassen. Und genau darum geht es in diesem Buch. Aber manchen Menschen wird es auch Trost spenden, denn es gibt ihnen das Gefühl, nicht alleine zu sein mit dem, was sie selbst denken. Beispielsweise musste ich über folgende Sätze lachen: "Ich bin durch Kirchen, Museen und Galerien getrottet - so viele, dass ich sie kaum mehr unterscheiden kann - und erinnere mich nur noch daran, wie sehr mir dabei die Beine wehtaten. Ich frage mich, ob wir alle konspirativ beschlossen haben, darüber zu schweigen. Oder findet jemand diese Gepflogenheit auch nur ansatzweise bereichernd?" Dieses Buch ist nichts für jemand, der sich gerne in den Flieger setzt, sich zum Hotel bringen lässt und dann vielleicht ein paar Sehenswürdigkeiten besucht, auch wenn das natürlich seine Berechtigung hat. Es bemüht sich vielmehr um Leser, die von solchen Urlaubern eher als Sonderlinge angesehen werden, die keine Reiseführer abarbeiten, sondern die Gegend lieber spontan erkunden und sich auf sie einlassen. Man kann dieses Buch auch nicht einfach mal so nebenbei lesen, denn außer den Beschreibungen der eigenen Reisen und Ratschlägen zum Nachmachen enthält es auch zahlreiche Gedanken, die sich der Autor beim langsamen Fortbewegen über fast schon philosophische Fragen gemacht hat. Mir hat dieses Buch sehr gefallen, was wohl auch daran liegt, dass ich vieles ähnlich wie der Autor empfinde.

5/5

"Drosselt das Tempo, ihr werdet weiter kommen, als ihr euch jemals vorgestellt habt."

Dr. M. am 03.02.2021
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Die Wege des Universums sind bekanntlich unergründlich. In diesem Fall haben sie den Autor über seine Flugangst zum langsamen Reisen geführt. Wahrscheinlich muss man aber auch auf den britischen Inseln zu Hause sein, um auf einige der merkwürdigen Ideen zu kommen, die in diesem Buch geschildert werden. So durchquerte der Autor beispielsweise mit einigen Freunden in einem Milchwagen England. Das hört sich zunächst harmlos an. Doch ein Milchwagen ist ein batteriegetriebenes Gefährt, in dem es wenig Platz gibt. Die mit diesem Teil fahrbare Höchstgeschwindigkeit kann man auch mit einem Fahrrad leicht erreichen. Aber Wandern und Radfahren strengen an, während man im Milchwagen wie in einer mobilen Hängematte herumfährt, nur eben nicht ganz so bequem. Dafür hat man mehr Muße, sich um alles Mögliche Gedanken zu machen Und so fällt man natürlich auch auf. Da man jeden Tag irgendeine Steckdose braucht, lernt man viele Leute kennen. Und das ist nur ein Teil der bemerkenswerten Ereignisse, die auf diese Weise geschehen. In Wirklichkeit verändert und erweitert sich die komplette Wahrnehmung. Man muss nicht unbedingt reisen, um das zu erleben. Es reicht schon, wenn man sich irgendwo in der Natur hinsetzt und eine Weile wartet. Dann plötzlich entdeckt man den Mikrokosmos um einen herum, und man sieht Dinge, die man mit dem weiten Blick niemals entdeckt hätte. Um diese langsame und instinktgesteuerte, abenteuerlustige, nicht durchgeplante und nicht fremdorganisierte Art des Reisens geht es in diesem Buch. Und wenn man sich schon viel Zeit lässt, dann kann man auch viel nachdenken. Das jedenfalls ist das Konzept des Autors. Er lässt sich gerne auf die Orte ein, an denen er verweilt. Manchmal liest er auf dem Weg dorthin Bücher anderer Reiseschriftsteller oder Romane, die an seinen Reisezielen spielen. Dann macht es ihm dort mehr Spaß, die Handlungsorte für sich zu entdecken. Das Buch gliedert sich in ein lesenswertes Vorwort von Tom Hodgkinson und sieben Kapitel: (1) Reise nicht nur, um anzukommen, (2) Bleib zu Hause, (3) Sei dein eigener Reiseführer, (4) Heiße Katastrophen willkommen, (5) Folge deinem Instinkt, (6) Verliere den Kopf und (7) Sei abenteuerlustig. Man sieht schon an diesen Kapitelüberschriften, dass dieses Buch wohl nichts für Pauschalurlauber ist, sondern eher etwas für Leute, die gerne ihre eigenen Wege gehen. Auf dem Umschlag steht hinten, dass Tourismus eine Todsünde sei. Das ist eine überhebliche Aussage, die nicht vom Autor stammt und dem Buch auch nicht gerecht wird. Wozu sollte diese Art des Reisens mit anderen Möglichkeiten vergleichen? Wer sich so wie der Autor durch die Lande bewegt, macht das schließlich nicht, um anderen etwas zu beweisen oder sich abzuheben. Er macht es für sich, weil es ihm gut tut. Ich habe dieses Buch zwar auch als Ratschlag, aber eben noch mehr als einen Bericht für Leute verstanden, die mit dem Autor ähnliche Vorlieben teilen. Dan Kieran macht sich in seinem Buch nicht nur über das Praktische an seiner Art des Reisens Gedanken, sondern auch über vieles Grundsätzliche, beispielsweise darüber, wie unsere Wahrnehmung funktioniert. Dazu setzt er sich mit Büchern über jüngste Erkenntnisse der Neurowissenschaften auseinander. Oder er philosophiert über lineare und nichtlineare Zeit. Oder eben über die Geräusche, die eine Gegend von sich gibt, wenn sie nicht vom Treiben der Moderne übertönt werden. Sie plötzlich wieder zu hören, war für den Autor Teil eines völlig veränderten Zugangs zur Wirklichkeit, der sich erst öffnet, wenn wir unser Tempo wieder unseren Wahrnehmungsfähigkeiten anpassen. Und genau darum geht es in diesem Buch. Aber manchen Menschen wird es auch Trost spenden, denn es gibt ihnen das Gefühl, nicht alleine zu sein mit dem, was sie selbst denken. Beispielsweise musste ich über folgende Sätze lachen: "Ich bin durch Kirchen, Museen und Galerien getrottet - so viele, dass ich sie kaum mehr unterscheiden kann - und erinnere mich nur noch daran, wie sehr mir dabei die Beine wehtaten. Ich frage mich, ob wir alle konspirativ beschlossen haben, darüber zu schweigen. Oder findet jemand diese Gepflogenheit auch nur ansatzweise bereichernd?" Dieses Buch ist nichts für jemand, der sich gerne in den Flieger setzt, sich zum Hotel bringen lässt und dann vielleicht ein paar Sehenswürdigkeiten besucht, auch wenn das natürlich seine Berechtigung hat. Es bemüht sich vielmehr um Leser, die von solchen Urlaubern eher als Sonderlinge angesehen werden, die keine Reiseführer abarbeiten, sondern die Gegend lieber spontan erkunden und sich auf sie einlassen. Man kann dieses Buch auch nicht einfach mal so nebenbei lesen, denn außer den Beschreibungen der eigenen Reisen und Ratschlägen zum Nachmachen enthält es auch zahlreiche Gedanken, die sich der Autor beim langsamen Fortbewegen über fast schon philosophische Fragen gemacht hat. Mir hat dieses Buch sehr gefallen, was wohl auch daran liegt, dass ich vieles ähnlich wie der Autor empfinde.

3/5

zu kurz gelesen

Eine Kundin/ein Kunde aus Trogen am 03.02.2021

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kann momentan keine Bewertung abgeben,da ich erst gerade mit Lesen begonnen habe

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Einfach mal langsam machen. Genau das ist das Motto von Dan Kieran. Man nennt dies auch "entschleunigtes Reisen". Sehr cooles Buch über Achtsamkeit, Zeit und natürlich Reisen.
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