Gebrauchsanweisung für Leipzig

Inhaltsverzeichnis

Kleine Vorrede
Ankunft
Wir gehen in die Stadt
Leipziger Mentalitäten
Der Dialekt
Häuser im Wandel
Boomtown
Die Messestadt
Das Kaffeehaus
Was blieb von der Buchstadt?
Die Musikstadt
Das Denkmal
Wiege der Arbeiterbewegung
Von originell bis verrückt
Trainingsstrecke zur »Entschleunigung«
Das grüne Leipzig
Leipzig am Wasser
Abfahrt
Dank
Quellennachweis

Gebrauchsanweisung für Leipzig

3. aktualisierte Auflage 2016

Buch (Taschenbuch)

15,00 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Gebrauchsanweisung für Leipzig

Ebenfalls verfügbar als:

Taschenbuch

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ab 15,00 €
eBook

eBook

ab 12,99 €

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.09.2014

Verlag

Piper

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

19,3/11,8/2,2 cm

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.09.2014

Verlag

Piper

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

19,3/11,8/2,2 cm

Gewicht

274 g

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-492-27630-6

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"Mir dringkn erschd ma ä Gaffee."

Dr. M. am 15.08.2018

Bewertungsnummer: 1125820

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Diesen Ratschlag des Autors sollte man vielleicht beherzigen, wenn man sich diese Gebrauchsanweisung vornimmt. Den Sinn und Zweck dieser Bücher habe ich immer so verstanden, dass ein Insider dem staunenden Publikum Unbekanntes und Interessantes seines Landes oder seiner Stadt aus seiner Innensicht nahezubringen versucht. Oftmals paart sich ein solcher Versuch mit einer gewissen Selbstironie und einer sympathischen Frische. Leider zeigt sich dieser Band von einer ganz anderen Seite. Trotz zahlreicher ganz interessanter Informationen wirkt der Text nicht originell, sondern seltsam provinziell und überhaupt nicht selbstbewusst, sondern zu oft in kleinkarierten Vergleichen aus längst vergangenen Zeiten gefangen, etwa mit Dresden oder Berlin oder gar mit dem Westen Deutschlands. Das hat Leipzig schon lange nicht mehr nötig. Bernd-Lutz Lange ist ein Urgestein des ostdeutschen Kabaretts. Die DDR ist schon lange verschieden und mit ihr wohl auch der Stoff, aus dem Langes Humor entsprang, der mir allerdings schon damals nicht besonders scharfsinnig vorkam. Wenigstens hatte man in der DDR noch das Gefühl, dass Lange den Alltagsfrust mit seinen Witzen etwas erträglicher machen konnte. Magere Witze findet man auch zur Genüge in diesem Buch, aber deswegen kauft man sich doch wohl kaum eine solche Gebrauchsanweisung. Lange schwelgt fast ständig in der Vergangenheit. Sicher, Leipzigs Geschichte ist lang, und viele bekannte Persönlichkeiten (Originalton Lange) lebten in dieser Stadt. Man kann mit diesem Buch in der Hand zu ihren Wirkungsstätten pilgern, wenn man sie denn damit tatsächlich auch findet. Aber was ist mit dem modernen, lebendigen Leipzig? Anfangs könnte man meinen, das beschränkt sich auf die Einkaufsmeile im Leipziger Hauptbahnhof. Mit welcher Ausführlichkeit sie beschrieben wird, ist faszinierend, denn solche Konsummeilen findet man in jeder größeren deutschen Stadt. Erst am Ende des Buches erscheinen zwei Abschnitte zu neueren Attraktionen: zum Leipziger Zoo und zur Wasserlandschaft in und um Leipzig. Doch diese Abschnitte sind – wenn man die Objekte der Beschreibung kennt – recht dünn und blass. Auch der Leipziger Zoo besitzt eine lange Geschichte. Aber dieser Zoo ging nach der Wende ganz neue Wege, um sich attraktiver zu machen. Er war der Urvater aller Zooserien in den dritten Programmen der ARD und kam so wahrscheinlich an das Geld, das für seinen recht radikalen Umbau nötig war. Heute ist er eine Perle und ein Ort vielfältiger Veranstaltungen. Ganz ähnlich verhält es sich mit Leipzigs Gewässern. Man kann sich die Stadt vom Paddelboot aus betrachten. Das ist Lange nur eine kurze Erwähnung wert, wahrscheinlich, weil er es noch nie probiert hat. Immerhin beschreibt er die entstehende Seelandschaft rund um die Stadt ein wenig. Auch wenn der Wendekanzler das sicher so nicht gemeint hatte - die Tagebau-Mondlandschaften rund um Leipzig haben sich in der Tat in eine blühende Urlaubsgegend verwandelt. Ein Wunder, wenn die Gegend von früher kennt. Kurz gesagt: Ich hätte mir von einem Insider mehr Informationen und Anregungen für die Gegenwart erhofft und weniger rückwärtsgewandte Betrachtungen, bei denen ich mehrfach tatsächlich einen Kaffee gebraucht habe.
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"Mir dringkn erschd ma ä Gaffee."

Dr. M. am 15.08.2018
Bewertungsnummer: 1125820
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Diesen Ratschlag des Autors sollte man vielleicht beherzigen, wenn man sich diese Gebrauchsanweisung vornimmt. Den Sinn und Zweck dieser Bücher habe ich immer so verstanden, dass ein Insider dem staunenden Publikum Unbekanntes und Interessantes seines Landes oder seiner Stadt aus seiner Innensicht nahezubringen versucht. Oftmals paart sich ein solcher Versuch mit einer gewissen Selbstironie und einer sympathischen Frische. Leider zeigt sich dieser Band von einer ganz anderen Seite. Trotz zahlreicher ganz interessanter Informationen wirkt der Text nicht originell, sondern seltsam provinziell und überhaupt nicht selbstbewusst, sondern zu oft in kleinkarierten Vergleichen aus längst vergangenen Zeiten gefangen, etwa mit Dresden oder Berlin oder gar mit dem Westen Deutschlands. Das hat Leipzig schon lange nicht mehr nötig. Bernd-Lutz Lange ist ein Urgestein des ostdeutschen Kabaretts. Die DDR ist schon lange verschieden und mit ihr wohl auch der Stoff, aus dem Langes Humor entsprang, der mir allerdings schon damals nicht besonders scharfsinnig vorkam. Wenigstens hatte man in der DDR noch das Gefühl, dass Lange den Alltagsfrust mit seinen Witzen etwas erträglicher machen konnte. Magere Witze findet man auch zur Genüge in diesem Buch, aber deswegen kauft man sich doch wohl kaum eine solche Gebrauchsanweisung. Lange schwelgt fast ständig in der Vergangenheit. Sicher, Leipzigs Geschichte ist lang, und viele bekannte Persönlichkeiten (Originalton Lange) lebten in dieser Stadt. Man kann mit diesem Buch in der Hand zu ihren Wirkungsstätten pilgern, wenn man sie denn damit tatsächlich auch findet. Aber was ist mit dem modernen, lebendigen Leipzig? Anfangs könnte man meinen, das beschränkt sich auf die Einkaufsmeile im Leipziger Hauptbahnhof. Mit welcher Ausführlichkeit sie beschrieben wird, ist faszinierend, denn solche Konsummeilen findet man in jeder größeren deutschen Stadt. Erst am Ende des Buches erscheinen zwei Abschnitte zu neueren Attraktionen: zum Leipziger Zoo und zur Wasserlandschaft in und um Leipzig. Doch diese Abschnitte sind – wenn man die Objekte der Beschreibung kennt – recht dünn und blass. Auch der Leipziger Zoo besitzt eine lange Geschichte. Aber dieser Zoo ging nach der Wende ganz neue Wege, um sich attraktiver zu machen. Er war der Urvater aller Zooserien in den dritten Programmen der ARD und kam so wahrscheinlich an das Geld, das für seinen recht radikalen Umbau nötig war. Heute ist er eine Perle und ein Ort vielfältiger Veranstaltungen. Ganz ähnlich verhält es sich mit Leipzigs Gewässern. Man kann sich die Stadt vom Paddelboot aus betrachten. Das ist Lange nur eine kurze Erwähnung wert, wahrscheinlich, weil er es noch nie probiert hat. Immerhin beschreibt er die entstehende Seelandschaft rund um die Stadt ein wenig. Auch wenn der Wendekanzler das sicher so nicht gemeint hatte - die Tagebau-Mondlandschaften rund um Leipzig haben sich in der Tat in eine blühende Urlaubsgegend verwandelt. Ein Wunder, wenn die Gegend von früher kennt. Kurz gesagt: Ich hätte mir von einem Insider mehr Informationen und Anregungen für die Gegenwart erhofft und weniger rückwärtsgewandte Betrachtungen, bei denen ich mehrfach tatsächlich einen Kaffee gebraucht habe.

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Gebrauchsanweisung für Leipzig

von Bernd-Lutz Lange

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