Mörderische Heimat

Mörderische Heimat

Verdrängte Lebensgeschichten jüdischer Familien in Bozen und Meran

Buch (Kunststoff-Einband)

24,90 € inkl. gesetzl. MwSt.

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Beschreibung

Nach akribischen Recherchen in Südtiroler, italienischen und internationalen Archiven werden Lebens- und Leidenswege, Besitz- und Wohnverhältnisse einer Vielzahl der ehemaligen jüdischen Einwohner Südtirols dokumentiert, die in der Schoah ermordet wurden. Dank der Mitarbeit von Überlebenden und Familienangehörigen von NS-Opfern in Italien, Israel, Großbritannien und den USA wird erstmals das Ausmaß des erlittenen Leides ausführlich dargestellt.
Das jüdische Erbe Südtirols ist verbunden mit klingenden Namen wie Sigmund Freud, Otto Bauer und Franz Kafka, die wie die Familien von Hofmannsthal und Rothschild in Südtirol zu Gast waren. Doch es waren vor allem Menschen wie der Rabbiner Aron Tänzer, der Kurarzt Raphael Hausmann aus Breslau, die Brauereibesitzer Wilhelm und Ernst Schwarz aus Hohenems, die Bankiers Daniel und Jakob Biedermann, die Gemüse- und Geflügelhändler Moritz und Hermann Götz aus Trebitsch, der Gastwirt für Koscheres Josef Bermann, die Leiterin des jüdischen Sanatoriums Clara Salus oder der Redakteur der „Bozner Zeitung“ Jakob Straschnow, die mit ihrem Wirken das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben Südtirols prägten.
„Mörderische Heimat“ geht ihren Lebenspuren nach, gewährt aber auch einen Einblick in den jüdischen Alltag mit seinen Bräuchen, Festen und Geboten.
Auch 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges trägt Südtirol Verantwortung für das Verschwinden dieser Kultur.

Details

Einband

Kunststoff-Einband

Erscheinungsdatum

23.01.2015

Herausgeber

Jüdisches Museum in Meran

Verlag

Edition Raetia

Seitenzahl

472

Beschreibung

Details

Einband

Kunststoff-Einband

Erscheinungsdatum

23.01.2015

Herausgeber

Jüdisches Museum in Meran

Verlag

Edition Raetia

Seitenzahl

472

Maße (L/B/H)

24,6/16,7/3,7 cm

Gewicht

820 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-88--7283503-6

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Tief emotional, fundiert, spannend und sehr, sehr anspruchsvoll!

Gernot R aus Tramin am 15.06.2021

Bewertet: Buch (Kunststoff-Einband)

Mörderische Heimat ist ein Werk mit absoluten Alleinstellungsmerkmalen! Die wissenschaftlich fundierten Berichte, basieren auf umfangreiche Recherchen und vermitteln dem Leser das Leben und Wirken der jüdischen Gemeinschaft in Meran und Bozen, vor und während der Schoah. Zahlreiche Bilder, Daten, Interviews, Erinnerungen und Zitate aus Briefen und anderen Quellen machen die Thematik des Buches greifbar, erfassbar und verständlich. Dabei könnte der Titel nicht treffender sein, denn es handelt sich tatsächlich um „verdrängte Lebensgeschichten“, einer Gesellschaft, welche für die Entwicklung des Kurtourismus in Meraner und der Südtiroler Wirtschaft maßgeblich wegbereitend war - aber eben heute kaum noch im kollektiven Gedächtnis präsent ist. Das Buch berichtet zunächst von einer glanzvollen Zeit, voller Kultur und Lebensfreude rund um die wachsende jüdische Gemeinschaft, aber auch von einem wachsenden Antisemitismus, gegenüber dieser, in der restlichen Gesellschaft. Durch den Eintritt in das wohl dunkelste Zeitalter der europäischen Geschichte verschlimmert sich die Lage der jüdischen Gesellschaft in Bozen und Meran dramatisch … das Leben wird zum Kampf ums Überleben. Die Autoren des Buches schaffen es genau diese Entwicklung im Allgemeinen und im weiteren Verlauf des Buches in Form von zahlreichen Einzelschicksalen zu vermitteln. Vor allem darin liegt der Wert dieses Buches. Aufgrund der enormen Masse an aufgearbeitetem Quellen, zahlreicher Lebensgeschichten und Schicksalsschlägen, welche im Buch geschildert werden – und untereinander in Verbindung stehen – ist das Buch tief emotional, fundiert, spannend und sehr, sehr anspruchsvoll! Dennoch oder gerade deshalb: Absolut lesenswert!

Tief emotional, fundiert, spannend und sehr, sehr anspruchsvoll!

Gernot R aus Tramin am 15.06.2021
Bewertet: Buch (Kunststoff-Einband)

Mörderische Heimat ist ein Werk mit absoluten Alleinstellungsmerkmalen! Die wissenschaftlich fundierten Berichte, basieren auf umfangreiche Recherchen und vermitteln dem Leser das Leben und Wirken der jüdischen Gemeinschaft in Meran und Bozen, vor und während der Schoah. Zahlreiche Bilder, Daten, Interviews, Erinnerungen und Zitate aus Briefen und anderen Quellen machen die Thematik des Buches greifbar, erfassbar und verständlich. Dabei könnte der Titel nicht treffender sein, denn es handelt sich tatsächlich um „verdrängte Lebensgeschichten“, einer Gesellschaft, welche für die Entwicklung des Kurtourismus in Meraner und der Südtiroler Wirtschaft maßgeblich wegbereitend war - aber eben heute kaum noch im kollektiven Gedächtnis präsent ist. Das Buch berichtet zunächst von einer glanzvollen Zeit, voller Kultur und Lebensfreude rund um die wachsende jüdische Gemeinschaft, aber auch von einem wachsenden Antisemitismus, gegenüber dieser, in der restlichen Gesellschaft. Durch den Eintritt in das wohl dunkelste Zeitalter der europäischen Geschichte verschlimmert sich die Lage der jüdischen Gesellschaft in Bozen und Meran dramatisch … das Leben wird zum Kampf ums Überleben. Die Autoren des Buches schaffen es genau diese Entwicklung im Allgemeinen und im weiteren Verlauf des Buches in Form von zahlreichen Einzelschicksalen zu vermitteln. Vor allem darin liegt der Wert dieses Buches. Aufgrund der enormen Masse an aufgearbeitetem Quellen, zahlreicher Lebensgeschichten und Schicksalsschlägen, welche im Buch geschildert werden – und untereinander in Verbindung stehen – ist das Buch tief emotional, fundiert, spannend und sehr, sehr anspruchsvoll! Dennoch oder gerade deshalb: Absolut lesenswert!

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