Die wundersamen Irrfahrten des William Lithgow
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William Lithgow

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Beschreibung

Die wundersamen Irrfahrten des William Lithgow
Herausgegeben von Roger Willemsen
Als 1603 der 21-jährige Schotte William Lithgow unter dem Fenster seiner Liebsten singt, schneiden ihm ihre Brüder beide Ohren ab. Er entschließt sich in den Orient aufzubrechen, wo unter dem Turban der Verlust der Ohren nicht auffällt. Seine "leidvollen Wanderungen" führen ihn bis nach Arabien, Ägypten, Abessinien. Sein Reisebericht ist einmalig, nicht nur durch seine farbenreichen Schilderungen, sondern mehr durch ein Eigensinn dieses Mannes, den weniger die Lust, als ein eiserner Widerwille vorantrieb.

Roger Willemsen, geboren 1955, beendete sein Studium mit einer Promotion über die Ästhetik Robert Musils. Nach Tätigkeiten als Übersetzer und Korrespondent hatte er 1991 seine erste eigene Fernsehsendung bei 'Premiere', der sich 'Willemsens Woche', 'Nachtkultur mit Willemsen' und 'Willemsens Musikszene' anschlossen. Außerdem veröffentlichte er mehrere Bücher, drehte und produzierte zahlreiche Filme und zeichnete sich verantwortlich für das EXPO-Projekt "Welcome home. Künstler sehen Deutschland".

Details

Sprecher

Roger Willemsen

Spieldauer

2 Stunden und 26 Minuten

Fassung

gekürzt

Abo-Fähigkeit

Ja

Medium

MP3

Family Sharing

Ja

Beschreibung

Details

Family Sharing

Ja

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Sprecher

Roger Willemsen

Spieldauer

2 Stunden und 26 Minuten

Fassung

gekürzt

Abo-Fähigkeit

Ja

Medium

MP3

Erscheinungsdatum

28.11.2009

Verlag

Lübbe Audio

Hörtyp

Lesung

Sprache

Deutsch

EAN

9783838765778

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Bildungsreisen vor 400 Jahren

Gabriele Brohm aus Karlsruhe am 24.01.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein unmöglicher "Nörgelbruder" auf Fernreisetour, wo er sich auch befindet,es wird kein gutes Haar an Reiseland nebst Bewohnern gelassen. Köstliche Unterhaltung voll unfreiwilliger Komik und wunderlicher Begegnungen, dazu die passenden Illustrationen von Papan. Lithgow war vor 400 Jahren unterwegs, und man wundert sich, dass er seine Unternehmungen mehr oder weniger unversehrt hinter sich bringen konnte, denn ungefährlich waren diese Reisen nicht. Eine vergnügliche Lektüre für alle, die Interesse an historischen Reiseerzählungen haben. Wem die "Geheimen Tagebücher" von Samuel Pepys gefallen haben, der sollte sich dieses Buch auch nicht entgehen lassen. Sehr, sehr emfehlenswert!

Bildungsreisen vor 400 Jahren

Gabriele Brohm aus Karlsruhe am 24.01.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein unmöglicher "Nörgelbruder" auf Fernreisetour, wo er sich auch befindet,es wird kein gutes Haar an Reiseland nebst Bewohnern gelassen. Köstliche Unterhaltung voll unfreiwilliger Komik und wunderlicher Begegnungen, dazu die passenden Illustrationen von Papan. Lithgow war vor 400 Jahren unterwegs, und man wundert sich, dass er seine Unternehmungen mehr oder weniger unversehrt hinter sich bringen konnte, denn ungefährlich waren diese Reisen nicht. Eine vergnügliche Lektüre für alle, die Interesse an historischen Reiseerzählungen haben. Wem die "Geheimen Tagebücher" von Samuel Pepys gefallen haben, der sollte sich dieses Buch auch nicht entgehen lassen. Sehr, sehr emfehlenswert!

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Martin Pasqué

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4/5

Irrfahrten aus dem 17.Jahrhundert

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

1603 beginnt von Paris aus die erste von drei Reisen des Schotten William Lithgow (1582- ca.1645) , einer ungewöhnlich kantigen, eigenwilligen Persönlichkeit, die einen packenden Bericht aus einer Zeit hinterlassen hat, die uns mit den konkurrierenden Seemächten England und Spanien, der mittelmeerischen Seemacht Venedig, dem osmanischen Türkenreich und vielem mehr konfrontiert. Seine insgesamt drei leidvollen Wanderungen führen ihn als Erstes quer durch Europa in den Mittelmeerraum bis in das damalige Konstantinopel, von dort nach Syrien und in das Heilige Land. Über Ägypten, Sizilien , Italien und Frankreich nach England zurückgekehrt, folgt seine zweite Wanderung durch Europa nach Nordafrika, in den sogenannten Maghreb. Er überquert das Mittelmeer und reist durch Italien und osteuropäische Ländereien bis zur Ostsee und begibt sich auf dem Seeweg über Stockholm und Helsingör nach London. Seine dritte und letzte Reise führt ihn über Irland nach Spanien. Dort wird William Lithgow jedoch böse mitgespielt und nur mit viel Glück gelangt er nach England zurück. Erstmals ins Deutsche übertragen, köstlich illustriert von Papan, liegt hier ein Klassiker der britischen Reiseliteratur vor. Dieser schottische Schneider kämpft sich eher widerwillig durch die Lande und über See. Dabei hilft ihm sowohl sein unerschütterlicher protestantischer Glaube, sein absoluter Überlebenswille und sein Witz, Vorteile für sich zu nutzen, um häufig nahezu aussichtslose Situationen zu überstehen oder um entschlossen das nächste Ziel zu erreichen. Nur so ist es für ihn möglich, in einer von Gewalt und religiös-politischen Gegensätzen geprägten Zeit , sich, ums Überleben kämpfend, durchbeißen zu können. Er ist ein skeptischer Beobachter , der detailscharf berichtet , aber auch aus seiner Sicht kommentiert und urteilt, was wir in heutigen Zeiten als unfreiwillig komisch , aber auch durchaus als bissig bis intolerant empfinden können. Bewunderung und Hochachtung für den eisernen Schotten bleiben nach der Lektüre bei der geneigten Leserschaft nicht aus. Denn wer Überfälle, Schiffbrüche, Gefängnisaufenthalte, Verhaftungen bis zur Folter durch die spanische Inquisition überlebt, an Belagerungen teilnimmt und von feindlichen Schiffen unter Beschuss genommen wird , kann sich wahrhaft glücklich schätzen, dem allen lebend entkommen zu sein .Ein unterhaltsames , subjektives Zeitdokument aus der ersten Hälfte des 17.Jahrhunderts, das uns die Tücken des damaligen Reisens in ihren vielfältigen Facetten präsentiert.
4/5

Irrfahrten aus dem 17.Jahrhundert

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

1603 beginnt von Paris aus die erste von drei Reisen des Schotten William Lithgow (1582- ca.1645) , einer ungewöhnlich kantigen, eigenwilligen Persönlichkeit, die einen packenden Bericht aus einer Zeit hinterlassen hat, die uns mit den konkurrierenden Seemächten England und Spanien, der mittelmeerischen Seemacht Venedig, dem osmanischen Türkenreich und vielem mehr konfrontiert. Seine insgesamt drei leidvollen Wanderungen führen ihn als Erstes quer durch Europa in den Mittelmeerraum bis in das damalige Konstantinopel, von dort nach Syrien und in das Heilige Land. Über Ägypten, Sizilien , Italien und Frankreich nach England zurückgekehrt, folgt seine zweite Wanderung durch Europa nach Nordafrika, in den sogenannten Maghreb. Er überquert das Mittelmeer und reist durch Italien und osteuropäische Ländereien bis zur Ostsee und begibt sich auf dem Seeweg über Stockholm und Helsingör nach London. Seine dritte und letzte Reise führt ihn über Irland nach Spanien. Dort wird William Lithgow jedoch böse mitgespielt und nur mit viel Glück gelangt er nach England zurück. Erstmals ins Deutsche übertragen, köstlich illustriert von Papan, liegt hier ein Klassiker der britischen Reiseliteratur vor. Dieser schottische Schneider kämpft sich eher widerwillig durch die Lande und über See. Dabei hilft ihm sowohl sein unerschütterlicher protestantischer Glaube, sein absoluter Überlebenswille und sein Witz, Vorteile für sich zu nutzen, um häufig nahezu aussichtslose Situationen zu überstehen oder um entschlossen das nächste Ziel zu erreichen. Nur so ist es für ihn möglich, in einer von Gewalt und religiös-politischen Gegensätzen geprägten Zeit , sich, ums Überleben kämpfend, durchbeißen zu können. Er ist ein skeptischer Beobachter , der detailscharf berichtet , aber auch aus seiner Sicht kommentiert und urteilt, was wir in heutigen Zeiten als unfreiwillig komisch , aber auch durchaus als bissig bis intolerant empfinden können. Bewunderung und Hochachtung für den eisernen Schotten bleiben nach der Lektüre bei der geneigten Leserschaft nicht aus. Denn wer Überfälle, Schiffbrüche, Gefängnisaufenthalte, Verhaftungen bis zur Folter durch die spanische Inquisition überlebt, an Belagerungen teilnimmt und von feindlichen Schiffen unter Beschuss genommen wird , kann sich wahrhaft glücklich schätzen, dem allen lebend entkommen zu sein .Ein unterhaltsames , subjektives Zeitdokument aus der ersten Hälfte des 17.Jahrhunderts, das uns die Tücken des damaligen Reisens in ihren vielfältigen Facetten präsentiert.

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