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Vor dem Sturm

Roman

Buch (Taschenbuch)

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Vor dem Sturm

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Beschreibung

Jesmyn Ward, geboren 1977, wuchs in DeLisle, Mississippi, auf. Nach einem Literaturstudium in Michigan war sie Stipendiatin in Stanford und Writer in Residence an der University of Mississippi. Zurzeit lehrt sie Creative Writing an der University of South Alabama. Für ihre Romane Vor dem Sturm und Singt, ihr Lebenden und ihr Toten, singt erhielt sie jeweils den National Book Award sowie mehrere weitere Auszeichnungen. Die Romane wurden von der amerikanischen und deutschen Presse hymnisch besprochen.

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

07.08.2015

Verlag

Ullstein Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

18,8/12,1/3 cm

Gewicht

306 g

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

07.08.2015

Verlag

Ullstein Taschenbuch Verlag

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

18,8/12,1/3 cm

Gewicht

306 g

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Salvage the Bones

Übersetzer

Ulrike Becker

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-548-28618-1

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Vor dem Sturm

Bewertung am 14.03.2018

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Eindrücklich beschreibt Jasmin Ward das Leben der Schwarzen im Süden der USA. Die Perspektivenlosigkeit, das Ausgeliefertsein der Witterung und der Gesellschaft. Die Ich Erzählerin "Esch" hat keine Ansprechsperson seit ihre Mutter tot ist. Ihre Brüder und ihr Vater führen alle ein einsames Leben. Jeder für sich. Grossartige, vielfältige Sprache. Regt die Phantasie an und lässt die Leserin an der Ohnmacht der Menschen teilnehmen.

Vor dem Sturm

Bewertung am 14.03.2018
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Eindrücklich beschreibt Jasmin Ward das Leben der Schwarzen im Süden der USA. Die Perspektivenlosigkeit, das Ausgeliefertsein der Witterung und der Gesellschaft. Die Ich Erzählerin "Esch" hat keine Ansprechsperson seit ihre Mutter tot ist. Ihre Brüder und ihr Vater führen alle ein einsames Leben. Jeder für sich. Grossartige, vielfältige Sprache. Regt die Phantasie an und lässt die Leserin an der Ohnmacht der Menschen teilnehmen.

Beeindruckend wie ein Hurrikan

Daniela am 28.05.2021

Bewertet: Buch (Kunststoff-Einband)

Die Familie der fünfzehnjährigen Esch lebt seit Generationen auf dem „Pit“ in Bois Sauvage, Mississippi, einem Grundstück mitten im Wald, das nunmehr ziemlich verwahrlost und mit Autowracks und anderem Schrott zugestellt ist. Die vier Kinder sind größtenteils auf sich alleine gestellt, seit die Mutter bei der Geburt des Jüngsten starb und der Vater seitdem seine Trauer in Alkohol ertrinkt und keiner geregelten Arbeit nachgeht. Die Familie ist arm, die Geschwister halten so gut es geht zusammen und jeder von ihnen sucht auf seine Weise nach Anerkennung und Liebe. Randall, der Älteste, setzt alle seine Hoffnungen auf sein Basketball-Talent. Skeetah liebt seine Pitbull-Hündin China abgöttisch und tritt mit ihr bei Hundekämpfen an, so hat er etwas, das ihm Stolz und Anerkennung verschafft. China hat gerade zum ersten Mal Welpen geboren und Skeetah erhofft sich Geld, wenn er sie später verkauft. Junior, der Jüngste sieht in Esch seine Ersatzmutter und ist von seinen Geschwistern großgezogen worden. Und schließlich Esch selbst, die Anerkennung und Liebe mit dem falschen Ansatz sucht. Seit sie zwölf war, hat sie sich auf Sex mit den Freunden ihrer Brüder eingelassen. Nicht, weil sie es wollte, sondern weil sie dachte, dass die Jungs es wollen und es für sie leichter war, als Nein zu sagen. Erst jetzt ist sie zum ersten Mal wirklich in Manny verliebt und stellt fest, dass sie von ihm schwanger ist. Wir begleiten Esch und ihre Familie über zwölf heiße Sommertage im Jahr 2005, die schließlich im verheerenden Hurrikan Katrina enden. Jesmyn Ward schreibt in einer sehr bildhaften Sprache, gespickt mit Metaphern und Vergleichen, die vor meinen Augen die bleierne Hitze des Südens und die Armut der Familie auferstehen ließen. Die Autorin ist selbst Afro-Amerikanerin und hat die Armut der Schwarzen in den Südstaaten und Hurrikan Katrina selbst erlebt. Dementsprechend empfand ich die Kapitel über den Hurrikan als den besten Teil des Buchs, während im Vorfeld vor allem Hündin China eine große Rolle im Buch spielt. Jedoch sind einige von Wards Vergleichen nicht gelungen, da schlichtweg unverständlich oder falsch, wer da ins Erbsenzählen gerät, sollte besser die Finger vom Buch lassen. Wenn Esch ihre Handlungen und Gefühle beschreibt, wirkt sie eher teilnahmslos, so als hätte sie ihre Lage schon in jungen Jahren abstumpfen lassen. Sie begehrt nicht gegen ihr Schicksal auf, sondern träumt von einer Zukunft mit Manny, obwohl dieser eine feste Freundin hat. Esch ist anfangs sehr distanziert zu ihrem Baby, denkt halbherzig an Abtreibung und macht sich abgesehen von ihrer Träumerei noch keine Gedanken über die Zukunft. Dieses Hinnehmen, die Gedankenlosigkeit von ihr machten mir als Leser zu schaffen. Selbst als die Warnungen vor dem Hurrikan kommen, begreift der Vater als Einziger die Gefahr. Nach dem Hurrikan besteht die Chance auf einen Neuanfang, doch die Zukunft für die Familie ist nur vage formuliert. Wie es weitergeht, bleibt der Fantasie des Lesers überlassen. Ich bewerte Romane auch dann als gut, wenn sie mich noch lange daran denken lassen, das ist Jesmyn Ward hier auf jeden Fall gelungen.

Beeindruckend wie ein Hurrikan

Daniela am 28.05.2021
Bewertet: Buch (Kunststoff-Einband)

Die Familie der fünfzehnjährigen Esch lebt seit Generationen auf dem „Pit“ in Bois Sauvage, Mississippi, einem Grundstück mitten im Wald, das nunmehr ziemlich verwahrlost und mit Autowracks und anderem Schrott zugestellt ist. Die vier Kinder sind größtenteils auf sich alleine gestellt, seit die Mutter bei der Geburt des Jüngsten starb und der Vater seitdem seine Trauer in Alkohol ertrinkt und keiner geregelten Arbeit nachgeht. Die Familie ist arm, die Geschwister halten so gut es geht zusammen und jeder von ihnen sucht auf seine Weise nach Anerkennung und Liebe. Randall, der Älteste, setzt alle seine Hoffnungen auf sein Basketball-Talent. Skeetah liebt seine Pitbull-Hündin China abgöttisch und tritt mit ihr bei Hundekämpfen an, so hat er etwas, das ihm Stolz und Anerkennung verschafft. China hat gerade zum ersten Mal Welpen geboren und Skeetah erhofft sich Geld, wenn er sie später verkauft. Junior, der Jüngste sieht in Esch seine Ersatzmutter und ist von seinen Geschwistern großgezogen worden. Und schließlich Esch selbst, die Anerkennung und Liebe mit dem falschen Ansatz sucht. Seit sie zwölf war, hat sie sich auf Sex mit den Freunden ihrer Brüder eingelassen. Nicht, weil sie es wollte, sondern weil sie dachte, dass die Jungs es wollen und es für sie leichter war, als Nein zu sagen. Erst jetzt ist sie zum ersten Mal wirklich in Manny verliebt und stellt fest, dass sie von ihm schwanger ist. Wir begleiten Esch und ihre Familie über zwölf heiße Sommertage im Jahr 2005, die schließlich im verheerenden Hurrikan Katrina enden. Jesmyn Ward schreibt in einer sehr bildhaften Sprache, gespickt mit Metaphern und Vergleichen, die vor meinen Augen die bleierne Hitze des Südens und die Armut der Familie auferstehen ließen. Die Autorin ist selbst Afro-Amerikanerin und hat die Armut der Schwarzen in den Südstaaten und Hurrikan Katrina selbst erlebt. Dementsprechend empfand ich die Kapitel über den Hurrikan als den besten Teil des Buchs, während im Vorfeld vor allem Hündin China eine große Rolle im Buch spielt. Jedoch sind einige von Wards Vergleichen nicht gelungen, da schlichtweg unverständlich oder falsch, wer da ins Erbsenzählen gerät, sollte besser die Finger vom Buch lassen. Wenn Esch ihre Handlungen und Gefühle beschreibt, wirkt sie eher teilnahmslos, so als hätte sie ihre Lage schon in jungen Jahren abstumpfen lassen. Sie begehrt nicht gegen ihr Schicksal auf, sondern träumt von einer Zukunft mit Manny, obwohl dieser eine feste Freundin hat. Esch ist anfangs sehr distanziert zu ihrem Baby, denkt halbherzig an Abtreibung und macht sich abgesehen von ihrer Träumerei noch keine Gedanken über die Zukunft. Dieses Hinnehmen, die Gedankenlosigkeit von ihr machten mir als Leser zu schaffen. Selbst als die Warnungen vor dem Hurrikan kommen, begreift der Vater als Einziger die Gefahr. Nach dem Hurrikan besteht die Chance auf einen Neuanfang, doch die Zukunft für die Familie ist nur vage formuliert. Wie es weitergeht, bleibt der Fantasie des Lesers überlassen. Ich bewerte Romane auch dann als gut, wenn sie mich noch lange daran denken lassen, das ist Jesmyn Ward hier auf jeden Fall gelungen.

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Vor dem Sturm

von Jesmyn Ward

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Ingbert Edenhofer

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3/5

Irgendwie roh

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In einer Rezension las ich, "Vor dem Sturm" sei "wundervoll lebensbejahender Lesestoff". Dem stimme ich nicht zu. Ja, der Roman nimmt seine Figuren ernst, aber es es sind unansprechende Figuren, deren Entscheidungen häufig nicht nachvollziehbar sind. Sicherlich habe ich ohnehin keinen besonderen Bezug zu ungebildeten Teenagern, aber es ist die gesamte Welt des Romans, allen voran die Hundekampf-Nebenhandlung, die mich einfach nicht sehr interessiert. Meine Erwartungshaltung ist nicht, dass Literatur auf Hochglanz poliert ist. Es gibt in so unterschiedlichen Werken wie "Mama Day" von Gloria Naylor oder "Moby Dick" von Herman Melville Passagen, die das Leben literarisch ungefiltert aussehen lassen, aber dort gehören diese Passagen zu größeren Strukturen, die über das Profane hinausgehen und zu etwas Großartigem führen. Diese Größe erreicht "Vor dem Sturm" nicht. Was es gut schafft, ist zu vermitteln, wie es war, mit Hurricane Katrina konfrontiert zu sein - ich kam bisher an keiner literarischen Schilderung vorbei, die ähnlich eindrücklich ist - dafür verdient Jesmyn Ward also Lob - allerdings mag das den Roman interessanter für Kulturwissenschaftler machen als für Literaturfreunde.
3/5

Irgendwie roh

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

In einer Rezension las ich, "Vor dem Sturm" sei "wundervoll lebensbejahender Lesestoff". Dem stimme ich nicht zu. Ja, der Roman nimmt seine Figuren ernst, aber es es sind unansprechende Figuren, deren Entscheidungen häufig nicht nachvollziehbar sind. Sicherlich habe ich ohnehin keinen besonderen Bezug zu ungebildeten Teenagern, aber es ist die gesamte Welt des Romans, allen voran die Hundekampf-Nebenhandlung, die mich einfach nicht sehr interessiert. Meine Erwartungshaltung ist nicht, dass Literatur auf Hochglanz poliert ist. Es gibt in so unterschiedlichen Werken wie "Mama Day" von Gloria Naylor oder "Moby Dick" von Herman Melville Passagen, die das Leben literarisch ungefiltert aussehen lassen, aber dort gehören diese Passagen zu größeren Strukturen, die über das Profane hinausgehen und zu etwas Großartigem führen. Diese Größe erreicht "Vor dem Sturm" nicht. Was es gut schafft, ist zu vermitteln, wie es war, mit Hurricane Katrina konfrontiert zu sein - ich kam bisher an keiner literarischen Schilderung vorbei, die ähnlich eindrücklich ist - dafür verdient Jesmyn Ward also Lob - allerdings mag das den Roman interessanter für Kulturwissenschaftler machen als für Literaturfreunde.

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4/5

Das arme New Orleans vor Katrina

Bewertet: Buch (Kunststoff-Einband)

Esch, ihre drei Brüder und der Vater leben mehr schlecht als recht in eine selbstgezimmerte Behausung. Der Vater versucht die Hütte sturmfest zu machen, doch jeder hat eigene Sorgen und jede Menge Problemen. Esch ist schwanger vom besten Freund ihres Bruders, der versucht die Welpen seiner Hündin durchzukriegen, der Vater trinkt gerne und Junior vermisst seine Mutter, die bei seiner Geburt starb. Jesmyn Ward hat einen Roman geschrieben der lebensnah und in poetischer Sprache das Leben des armen schwarzen Amerika zeigt, wie es kaum von uns Ausländern wahrgenommen wird. Ihr ist ein tolles Debüt gelungen.
4/5

Das arme New Orleans vor Katrina

Bewertet: Buch (Kunststoff-Einband)

Esch, ihre drei Brüder und der Vater leben mehr schlecht als recht in eine selbstgezimmerte Behausung. Der Vater versucht die Hütte sturmfest zu machen, doch jeder hat eigene Sorgen und jede Menge Problemen. Esch ist schwanger vom besten Freund ihres Bruders, der versucht die Welpen seiner Hündin durchzukriegen, der Vater trinkt gerne und Junior vermisst seine Mutter, die bei seiner Geburt starb. Jesmyn Ward hat einen Roman geschrieben der lebensnah und in poetischer Sprache das Leben des armen schwarzen Amerika zeigt, wie es kaum von uns Ausländern wahrgenommen wird. Ihr ist ein tolles Debüt gelungen.

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