Lyonel Feininger/Alfred Kubin

Lyonel Feininger/Alfred Kubin

Eine Künstlerfreundschaft

15,00 € inkl. gesetzl. MwSt.

Sofort lieferbar

Versandkostenfrei

Weitere Formate

Beschreibung

'… von den heutigen Zeichnern schätze ich Sie ganz besonders', schrieb Alfred Kubin am 25. November 1912 an Lyonel Feininger. Nachdem die beiden Zeichnungen miteinander getauscht hatten, begannen sie einen intensiven Briefwechsel, der in diesem Buch erstmals publiziert wird und tiefe Einblicke in die Gedankenwelten Kubins und Feiningers ermöglicht.
Neben den Zeichnungen Feiningers aus dem Nachlass Kubins präsentiert der Band eine hervorragende Auswahl an Zeichnungen Kubins, dessen Werk voll düsterer Symbolik bis heute fasziniert. Beginnend mit frühen Zeichnungen Kubins und kommerziellen Karikaturen Feiningers, zeichnet die Ausstellung die künstlerischen Wege beider nach, die sich in der gemeinsamen Korrespondenz als Seelenverwandte trafen, sich danach jedoch in ganz unterschiedliche Richtungen weiterentwickelten: Kubin rückte die Illustration literarischer Werke ins Zentrum seines Schaffens, während Feininger die Malerei für sich entdeckte.

Ausstellungen: Internationale Tage, Altes Rathaus, Ingelheim 24.5.–2.8.2015 Albertina, Wien 4.9.2015–10.1.2016

Alfred Kubin, geboren 1877 in Leitmeritz (Böhmen), gestorben 1959 in Wernstein am Inn, war einer der bedeutendsten und fruchtbarsten Illustratoren des 20. Jahrhunderts.

Ulrich Luckhardt leitet seit 2012 die Internationalen Tage Ingelheim. Zuvor war er fast 25 Jahre an der Hamburger Kunsthalle tätig, wo er zahlreiche Ausstellungen zur Klassischen Moderne, auch über Lyonel Feininger, kuratierte. Als Autor und Kurator von Ausstellungen, u. a. in der Schweiz und Japan, hat er sich als Feininger-Spezialist weltweit einen Namen gemacht.

Details

Beschreibung

Details

  • Einband

    gebundene Ausgabe

  • Erscheinungsdatum

    05.06.2015

  • Herausgeber Ulrich Luckhardt
  • Verlag Hatje Cantz Verlag
  • Seitenzahl

    312

  • Maße (L/B/H)

    30,7/23/3,2 cm

  • Gewicht

    1705 g

  • Auflage

    1. Auflage

  • Sprache

    Deutsch

  • ISBN

    978-3-7757-3989-4

Das meinen unsere Kund*innen

5.0

1 Bewertungen

5 Sterne

(1)

4 Sterne

(0)

3 Sterne

(0)

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Verschieden im Werk, verbunden in der Seele

Sandra von Siebenthal aus Romanshorn am 27.07.2015

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Alfred Kubin schrieb sich – nach einer fotografischen Lehrzeit – an der Kunstakademie in München, brach das Studium aber nach einem Jahr ab. Zu dem Zeitpunkt hatte er schon viele ihn prägende Kontakte zur Münchner Künstlerszene geknüpft. 1906 verliess er die Stadt und zog aufs Land, ins Schloss Zwickled, wo er bis zu seinem Tod in Abgeschiedenheit lebte. In Zwickled erreichte ihn eines Tages im Jahr 1912 der erste Brief von Lyonel Feininger: "...von den heutigen Zeichnern schätze ich Sie ganz besonders" Insgesamt 37 Briefe gingen zwischen den beiden unterschiedlichen Künstlern hin und her, die sich im Leben nur zweimal gesehen haben. Sie tauschten Bilder aus und stülpten dem anderen gegenüber das Innerste nach aussen, liessen diesen teilhaben an ihren Gedanken über sich selber und die Gesellschaft, in welcher sie lebten. Das vorliegende Buch vereinigt zum ersten Mal den kompletten Briefwechsel, der bis ins Jahr 1919 dauerte, dann abbrach. Der Leser erhält so einen tiefen Einblick in die Seele des Zeichners Kubin, aus welcher heraus all die Bilder voller dunkler Themen entstanden sind. Neben den Briefen enthält der Band Werke Feiningers aus dem Nachlass Kubins sowie eine breite Auswahl von Kubins eigenen Zeichnungen. Kubins ganze Bandbreite phantastischer Traumvisionen und düsterer Symbolik kommt zum Tragen: sexueller Exzess, okkulte Beschwörung, Bedrohung und Gefahr, Rausch, Wahn und Tod – Themen, die ihn Zeit seines Lebens beschäftigten, Themen, die in seiner Lebensgeschichte gründeten. In fundierten Artikeln wird das Leben und Schaffen Kubins mit Bezugnahme auf die gezeigten Bilder dargelegt und es werden die Unterschiede im Schaffen der beiden Künstler aufgezeigt und bildhaft untermauert. Während Kubin sich auf seinem Künstlerweg mehr und mehr der Illustration von Büchern zuwandte, entdeckte Feininger in seinen späteren Jahren die Malerei für sich. Das vorliegende Buch macht beide Wege mit ihrer jeweiligen Entwicklung sichtbar. Ein Muss für Liebhaber beider Künstler! Es handelt sich hierbei zugleich um den Katalog zur Ausstellung im Alten Rathaus, Ingelheim, 2015 und in der Albertina, Wien, 2015/2016. Fazit: Ein wunderbares Buch über zwei herausragende Künstler und ihre (Brief-)Freundschaft. Absolut empfehlenswert.

Verschieden im Werk, verbunden in der Seele

Sandra von Siebenthal aus Romanshorn am 27.07.2015
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Alfred Kubin schrieb sich – nach einer fotografischen Lehrzeit – an der Kunstakademie in München, brach das Studium aber nach einem Jahr ab. Zu dem Zeitpunkt hatte er schon viele ihn prägende Kontakte zur Münchner Künstlerszene geknüpft. 1906 verliess er die Stadt und zog aufs Land, ins Schloss Zwickled, wo er bis zu seinem Tod in Abgeschiedenheit lebte. In Zwickled erreichte ihn eines Tages im Jahr 1912 der erste Brief von Lyonel Feininger: "...von den heutigen Zeichnern schätze ich Sie ganz besonders" Insgesamt 37 Briefe gingen zwischen den beiden unterschiedlichen Künstlern hin und her, die sich im Leben nur zweimal gesehen haben. Sie tauschten Bilder aus und stülpten dem anderen gegenüber das Innerste nach aussen, liessen diesen teilhaben an ihren Gedanken über sich selber und die Gesellschaft, in welcher sie lebten. Das vorliegende Buch vereinigt zum ersten Mal den kompletten Briefwechsel, der bis ins Jahr 1919 dauerte, dann abbrach. Der Leser erhält so einen tiefen Einblick in die Seele des Zeichners Kubin, aus welcher heraus all die Bilder voller dunkler Themen entstanden sind. Neben den Briefen enthält der Band Werke Feiningers aus dem Nachlass Kubins sowie eine breite Auswahl von Kubins eigenen Zeichnungen. Kubins ganze Bandbreite phantastischer Traumvisionen und düsterer Symbolik kommt zum Tragen: sexueller Exzess, okkulte Beschwörung, Bedrohung und Gefahr, Rausch, Wahn und Tod – Themen, die ihn Zeit seines Lebens beschäftigten, Themen, die in seiner Lebensgeschichte gründeten. In fundierten Artikeln wird das Leben und Schaffen Kubins mit Bezugnahme auf die gezeigten Bilder dargelegt und es werden die Unterschiede im Schaffen der beiden Künstler aufgezeigt und bildhaft untermauert. Während Kubin sich auf seinem Künstlerweg mehr und mehr der Illustration von Büchern zuwandte, entdeckte Feininger in seinen späteren Jahren die Malerei für sich. Das vorliegende Buch macht beide Wege mit ihrer jeweiligen Entwicklung sichtbar. Ein Muss für Liebhaber beider Künstler! Es handelt sich hierbei zugleich um den Katalog zur Ausstellung im Alten Rathaus, Ingelheim, 2015 und in der Albertina, Wien, 2015/2016. Fazit: Ein wunderbares Buch über zwei herausragende Künstler und ihre (Brief-)Freundschaft. Absolut empfehlenswert.

Unsere Kund*innen meinen

Lyonel Feininger/Alfred Kubin

von Eva Michel, Lyonel Feininger, Lisa Gerhardt, Ulrich Luckhardt, Andreas Geyer

5.0

0 Bewertungen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Lyonel Feininger/Alfred Kubin