Massenpsychologie und Ich-Analyse

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Beschreibung

Freud unternimmt in dieser 1921 erschienenen Studie den Versuch, die Individualpsychologie zur Erklärung von Phänomenen bei Massenansammlungen heranzuziehen. Angeregt wurde er dabei durch Gustave LeBon's Buch 'Psychologie der Massen' von 1895, einem Meilenstein in dieser Richtung. Warum sich Menschen in der Masse oft ganz anders und primitiver, wie Herdentiere benehmen, versucht Freud über seine frühere Beschäftigung mit Suggestion und Hypnose, wie auch über den Libidobegriff zu erklären. Der Einzelne in der Masse setze sich das Objekt des Massenführers zum Ich-Ideal, die Einzelnen untereinander hingegen würden sich durch Identifizierung verbunden fühlen, beide Vorgänge seien Tätigkeiten der Libido.

Details

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

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Nein

Erscheinungsdatum

01.07.2013

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Erscheinungsdatum

01.07.2013

Verlag

Nikol Verlagsges.mbH

Seitenzahl

96 (Printausgabe)

Dateigröße

348 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783868209709

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Und wieder wird der Mensch ein Stück mehr entzaubert.

Jérôme aus Bad Eilsen am 11.03.2014

Bewertet: Buch (Kunststoff-Einband)

Die Aktualität der Massenpsychologie scheint sich im momentanen Zeitalter in ihrer vollkommensten Ausprägung zu befinden. Die Diversität an politischen Parteien, Ideologien und Institutionen bekundet sich in einer so großen Mannigfaltigkeit wie noch nie zuvor. Sigmund Freud analysiert nun in diesem Essay die psychischen Mechanismen, die das Wesen einer Masse bestimmen. Sein Vorhaben stützt sich dabei auf die Vorarbeit von Gustave Le Bon und sein Werk Psychologie der Massen. Le Bon zeigt auf, dass das Individuum mit dem Eintreten in eine Masse, einer grundlegenden Transformation unterzogen wird, die zu einer Regression der Kulturstufe führen kann. Die Rede ist von einem Durchbrechen des Unbewussten, einem Gewissens-und Verantwortungsverlust und hoher Suggestibilität. Freud verlagert nun die Perspektive auf die Masse insgesamt und räumt ihr eine Macht ein, die sogar den Selbsterhaltungstrieb überwinden kann. Allerdings bemerkt er neben den negativen Eigenschaften, wie der Autoritätsgläubigkeit, dem Allmachtsglauben und einem Verlust von Intelligenz, auch positive Auswirkungen. So sieht in der Masse das Individuum von seinem persönlichem Vorteil ab und zeigt sich uneigennützig. Zwar sei das intellektuelle Niveau tiefer, aber das ethische Verhalten könne ein deutlich höheres Niveau erreichen, muss es aber nicht zwingend. Um eine Masse zu leiten bedarf es eines Anführers, der, wie Le Bon sagt, dass nötige Prestige besitzen muss, um dem Menschen die Fähigkeit zur Kritik zu nehmen und sie stattdessen mittels Wortmagie und Charisma zu faszinieren. Freud gehen diese Betrachtungen noch nicht weit genug, speziell das Einbezogensein in Institutionen sieht er nicht als einen Regress in der Kulturstufe an, sondern hebt diese kulturelle Leistung gerade hervor. Mit der Einführung des Begriffes der Libido, möchte Freud das Wesen der Massenseele genauer erkunden. Er geht davon aus, dass die Liebestriebe der Individuen in der Masse von ihrem Ziel abgelenkt werden und ihre Energie deswegen auf ein Ersatzobjekt konvertieren. Anhand der Identifizierung und der Verliebtheit demonstriert Freud nun diese Sublimierung. Erstere bewirkt in der Masse eine Gefühlsbildung der einzelnen Menschen zueinander, aufgrund der Gemeinsamkeit an den Führer, der als Identifizierungsobjekt in das Ich introjiziert wird. Bei der Verliebtheit kommt es zur Idealisierung des Objektes, welches schließlich wie das eigene Ich behandelt wird, nur das in diesem Fall ein Teil der narzisstischen Libido auf das Objekt überfließt. Das durch Vollkommenheit geprägte Ich-Ideal des Führers dient der Masse, zur Befridigung seines Narzissmus. Allerdings kann das Ich-Ideal, durch das Gefühl des immer wertvoller werdenden Objektes, von einem selber derart Besitz ergreifen, dass unser eigenes Ich, auf Kosten des Ich-Ideals immer weiter verkümmert und in Melancholie umschlagen kann. Die Masse vervielfältigt diesen Prozess und so kommt Freud auf seine Formel " Eine primäre Masse ist eine Anzahl von Individuen, die ein und dasselbe Objekt an die Stelle ihres Ich-Ideals gesetzt und sich infolge dessen miteinander identifiziert haben. " Ähnlich einer Zelle, die sich mit anderen Zellen zusammenschließt und einen neuen Organismus bildet, mit neuen Eigenschaften. Insgesamt ein hochinteressantes Buch welches den Leser zukünftig Menschenansammlungen mit völlig anderen Augen sehen lässt. Schonungslos deckt Freud die Mechanismen auf, die Religionen und Heere funktionieren lassen. Entzauberndes Meisterwerk.

Und wieder wird der Mensch ein Stück mehr entzaubert.

Jérôme aus Bad Eilsen am 11.03.2014
Bewertet: Buch (Kunststoff-Einband)

Die Aktualität der Massenpsychologie scheint sich im momentanen Zeitalter in ihrer vollkommensten Ausprägung zu befinden. Die Diversität an politischen Parteien, Ideologien und Institutionen bekundet sich in einer so großen Mannigfaltigkeit wie noch nie zuvor. Sigmund Freud analysiert nun in diesem Essay die psychischen Mechanismen, die das Wesen einer Masse bestimmen. Sein Vorhaben stützt sich dabei auf die Vorarbeit von Gustave Le Bon und sein Werk Psychologie der Massen. Le Bon zeigt auf, dass das Individuum mit dem Eintreten in eine Masse, einer grundlegenden Transformation unterzogen wird, die zu einer Regression der Kulturstufe führen kann. Die Rede ist von einem Durchbrechen des Unbewussten, einem Gewissens-und Verantwortungsverlust und hoher Suggestibilität. Freud verlagert nun die Perspektive auf die Masse insgesamt und räumt ihr eine Macht ein, die sogar den Selbsterhaltungstrieb überwinden kann. Allerdings bemerkt er neben den negativen Eigenschaften, wie der Autoritätsgläubigkeit, dem Allmachtsglauben und einem Verlust von Intelligenz, auch positive Auswirkungen. So sieht in der Masse das Individuum von seinem persönlichem Vorteil ab und zeigt sich uneigennützig. Zwar sei das intellektuelle Niveau tiefer, aber das ethische Verhalten könne ein deutlich höheres Niveau erreichen, muss es aber nicht zwingend. Um eine Masse zu leiten bedarf es eines Anführers, der, wie Le Bon sagt, dass nötige Prestige besitzen muss, um dem Menschen die Fähigkeit zur Kritik zu nehmen und sie stattdessen mittels Wortmagie und Charisma zu faszinieren. Freud gehen diese Betrachtungen noch nicht weit genug, speziell das Einbezogensein in Institutionen sieht er nicht als einen Regress in der Kulturstufe an, sondern hebt diese kulturelle Leistung gerade hervor. Mit der Einführung des Begriffes der Libido, möchte Freud das Wesen der Massenseele genauer erkunden. Er geht davon aus, dass die Liebestriebe der Individuen in der Masse von ihrem Ziel abgelenkt werden und ihre Energie deswegen auf ein Ersatzobjekt konvertieren. Anhand der Identifizierung und der Verliebtheit demonstriert Freud nun diese Sublimierung. Erstere bewirkt in der Masse eine Gefühlsbildung der einzelnen Menschen zueinander, aufgrund der Gemeinsamkeit an den Führer, der als Identifizierungsobjekt in das Ich introjiziert wird. Bei der Verliebtheit kommt es zur Idealisierung des Objektes, welches schließlich wie das eigene Ich behandelt wird, nur das in diesem Fall ein Teil der narzisstischen Libido auf das Objekt überfließt. Das durch Vollkommenheit geprägte Ich-Ideal des Führers dient der Masse, zur Befridigung seines Narzissmus. Allerdings kann das Ich-Ideal, durch das Gefühl des immer wertvoller werdenden Objektes, von einem selber derart Besitz ergreifen, dass unser eigenes Ich, auf Kosten des Ich-Ideals immer weiter verkümmert und in Melancholie umschlagen kann. Die Masse vervielfältigt diesen Prozess und so kommt Freud auf seine Formel " Eine primäre Masse ist eine Anzahl von Individuen, die ein und dasselbe Objekt an die Stelle ihres Ich-Ideals gesetzt und sich infolge dessen miteinander identifiziert haben. " Ähnlich einer Zelle, die sich mit anderen Zellen zusammenschließt und einen neuen Organismus bildet, mit neuen Eigenschaften. Insgesamt ein hochinteressantes Buch welches den Leser zukünftig Menschenansammlungen mit völlig anderen Augen sehen lässt. Schonungslos deckt Freud die Mechanismen auf, die Religionen und Heere funktionieren lassen. Entzauberndes Meisterwerk.

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