Die Stunde zwischen Frau und Gitarre

Die Stunde zwischen Frau und Gitarre

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Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.09.2015

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

1021

Maße (L/B/H)

21,5/14,4/5,5 cm

Beschreibung

Rezension

"Dieser geniale Roman ... hat das Zeug dazu, zu einem Kultroman zu werden."
Ijoma Mangold, DIE ZEIT 27.08.2015

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.09.2015

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

1021

Maße (L/B/H)

21,5/14,4/5,5 cm

Gewicht

1021 g

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-42495-7

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Wenn Qualen unendlich werden

Eliza am 24.10.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich war erstaunt, begeistert aber auch gleichzeitig ziemlich verstört und angewidert. Ich habe bisher noch nie ein solches Buch gelesen und bin innerlich zerrissen über mein Gesamturteil. Das Cover ist in schwarz gehalten. Der Name des Buches ist in Druckbuchstaben auf dem Cover abgebildet. Der Klappentext gibt den groben Inhalt prägnant wieder und lässt noch Spielraum für die Gedanken des Lesers übrig. In dem wesentlichen Inhalt der Geschichte geht es um die jungen Natalie Reinegger, welche in einem Wohnheim für behinderte Menschen arbeitet. Sie wird die neue Bezugsperson von dem Heimbewohner Alexander Dorm und wird gleich mit seinem schwierigen Charakter konfrontiert. Die Hauptdarstellerin ist eine gespaltene noch sehr junge Persönlichkeit. Sie leidet unter Epilepsie und lebt in ihrer eigenen Welt. Charakterlich besticht sie durch ihre hohe Sensibilität. Verschiedene scheinbar banale Dinge sind für sie sehr kennzeichnend und prägend. So lebt eine „imaginäre“ Maus auf ihrer Schulter mit der sie manchmal kommuniziert. Diese Feinfühligkeit verleiht der Hauptdarstellerin auf der anderen Seite etwas Heldenhaftes, welche sie im Laufe der Erzählung noch unter Beweis stellen muss. Die beiden wesentlichen Nebendarsteller Alexander Dorm, sowie Christopher Hollberg, der mysteriöse Besucher von Alexander sind die tragenden Säulen der Geschichte. Dorm welcher im Rollstuhl sitzt und seine homosexuellen Neigungen offen auslebt ist durch eine starke gestörte Persönlichkeit gezeichnet. Scheinbar harmlose Dinge können ihn aus der Ruhe bringen. Frauen sind seine Antiwesen. Er bezeichnet diese sehr oft als Gitarre aufgrund ihrer körperlichen Form. Christopher Hollberg hat durch ein Schicksal mit dem Alexander Dorm in Verbindung steht seine Frau verloren. Trotzdem besucht er diesen jede Woche regelmäßig und zeigt ihm seine vermeintliche Sympathie. Hollberg ist ein Psychopath wie er im Buche steht und gibt der Geschichte den entscheidenden Spannungsbogen. Der Aufbau der Geschichte ist stringent und es sind nur vereinzelte Zeitsprünge erkennbar. Die Erzählung ist in viele verschiedene Kapitel unterteil an derer am Ende noch ein Epilog angefügt ist. Die Geschichte spielt im Anfang der 2000 er Jahre und somit für die Leser sehr gut einordbar. Der Schreibstil des Autors ist sehr differenziert. Oft sehr verschnörkelt und verspielt baut er öfters auch „ordinäre Ausdrucksweisen“ in den Kontext mit ein. Manchmal wirkt der Schriftzug wie eine Symphonie der Sprache, um ein paar Seiten weiter in einer Ordinären Alltagserzählung zu landen. Die Logik der Erzählung ist manchmal subtil und dann wieder schwer verständlich. Trotzdem ist insgesamt der Kanon der Geschichte insgesamt noch gut nachvollziehbar. Als Zielgruppe des Romans kommen Freunde besonderer Literatur in Frage. Es handelt sich nicht um einen Alltagsroman und ist an eine spezielle Zielgruppe gerichtet. Im Fazit bin ich sehr gespalten. Die perfide Art von Hollberg und sein Spiel mit Gefühlen und Ängsten ist sehr gut umgesetzt. Ich war begeistert von dieser Form von psychologischem Spiel mit den Ängsten aber auch Hoffnungen von Menschen. Verstört auf der anderen Seite war ich von den teilweise sehr perversen Handlungen und Gedankengängen der Protagonisten. Als wesentlich negativer Kritikpunkt bleibt bei mir auch die ausgedehnte Erzählweise über den Alltag von Nathalie in Erinnerung. Diesen hätte man meiner Meinung nach auch kürzer fassen können. Dieses Buch ist eine Wundertüte, und ich überlasse es jedem einzelnen gerne sich auf diese einzulassen oder es nicht zu tun.

Wenn Qualen unendlich werden

Eliza am 24.10.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich war erstaunt, begeistert aber auch gleichzeitig ziemlich verstört und angewidert. Ich habe bisher noch nie ein solches Buch gelesen und bin innerlich zerrissen über mein Gesamturteil. Das Cover ist in schwarz gehalten. Der Name des Buches ist in Druckbuchstaben auf dem Cover abgebildet. Der Klappentext gibt den groben Inhalt prägnant wieder und lässt noch Spielraum für die Gedanken des Lesers übrig. In dem wesentlichen Inhalt der Geschichte geht es um die jungen Natalie Reinegger, welche in einem Wohnheim für behinderte Menschen arbeitet. Sie wird die neue Bezugsperson von dem Heimbewohner Alexander Dorm und wird gleich mit seinem schwierigen Charakter konfrontiert. Die Hauptdarstellerin ist eine gespaltene noch sehr junge Persönlichkeit. Sie leidet unter Epilepsie und lebt in ihrer eigenen Welt. Charakterlich besticht sie durch ihre hohe Sensibilität. Verschiedene scheinbar banale Dinge sind für sie sehr kennzeichnend und prägend. So lebt eine „imaginäre“ Maus auf ihrer Schulter mit der sie manchmal kommuniziert. Diese Feinfühligkeit verleiht der Hauptdarstellerin auf der anderen Seite etwas Heldenhaftes, welche sie im Laufe der Erzählung noch unter Beweis stellen muss. Die beiden wesentlichen Nebendarsteller Alexander Dorm, sowie Christopher Hollberg, der mysteriöse Besucher von Alexander sind die tragenden Säulen der Geschichte. Dorm welcher im Rollstuhl sitzt und seine homosexuellen Neigungen offen auslebt ist durch eine starke gestörte Persönlichkeit gezeichnet. Scheinbar harmlose Dinge können ihn aus der Ruhe bringen. Frauen sind seine Antiwesen. Er bezeichnet diese sehr oft als Gitarre aufgrund ihrer körperlichen Form. Christopher Hollberg hat durch ein Schicksal mit dem Alexander Dorm in Verbindung steht seine Frau verloren. Trotzdem besucht er diesen jede Woche regelmäßig und zeigt ihm seine vermeintliche Sympathie. Hollberg ist ein Psychopath wie er im Buche steht und gibt der Geschichte den entscheidenden Spannungsbogen. Der Aufbau der Geschichte ist stringent und es sind nur vereinzelte Zeitsprünge erkennbar. Die Erzählung ist in viele verschiedene Kapitel unterteil an derer am Ende noch ein Epilog angefügt ist. Die Geschichte spielt im Anfang der 2000 er Jahre und somit für die Leser sehr gut einordbar. Der Schreibstil des Autors ist sehr differenziert. Oft sehr verschnörkelt und verspielt baut er öfters auch „ordinäre Ausdrucksweisen“ in den Kontext mit ein. Manchmal wirkt der Schriftzug wie eine Symphonie der Sprache, um ein paar Seiten weiter in einer Ordinären Alltagserzählung zu landen. Die Logik der Erzählung ist manchmal subtil und dann wieder schwer verständlich. Trotzdem ist insgesamt der Kanon der Geschichte insgesamt noch gut nachvollziehbar. Als Zielgruppe des Romans kommen Freunde besonderer Literatur in Frage. Es handelt sich nicht um einen Alltagsroman und ist an eine spezielle Zielgruppe gerichtet. Im Fazit bin ich sehr gespalten. Die perfide Art von Hollberg und sein Spiel mit Gefühlen und Ängsten ist sehr gut umgesetzt. Ich war begeistert von dieser Form von psychologischem Spiel mit den Ängsten aber auch Hoffnungen von Menschen. Verstört auf der anderen Seite war ich von den teilweise sehr perversen Handlungen und Gedankengängen der Protagonisten. Als wesentlich negativer Kritikpunkt bleibt bei mir auch die ausgedehnte Erzählweise über den Alltag von Nathalie in Erinnerung. Diesen hätte man meiner Meinung nach auch kürzer fassen können. Dieses Buch ist eine Wundertüte, und ich überlasse es jedem einzelnen gerne sich auf diese einzulassen oder es nicht zu tun.

Gut, aber etwas lang

Bewertung aus Bern am 15.11.2015

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es ist wirklich ein aussergewöhnlicher Roman. Gelegentliche fast Wiederholungen im Alltagsleben der Protagonisten führen aber zu gewissen Längen. Dennoch sprudelt es vor Ideen. Den Sprachgebrauch find ich jedoch nicht so vielfältig, wie einige Fans es feiern. Betrachtet man das Buch quasi als entfernten Verwandten von Foster-Wallaces "Unendlicher Spass", so fällt dieser Umstand besonders auf, wobei Andere umgekehrt anführen könnten, Foster-Wallace schreibe (schrieb) etwas zu gewunden oder aufgesetzt. Jedem Leser das Seine, allen kann mans ja nie recht machen. So gebe ich diesem eigenwilligen Werk gute 4 Sterne, gleich viele wie dem unendlichen Spass oder auch Tom Wolfes "Back to Blood". Auf jeden Fall lesenswert.

Gut, aber etwas lang

Bewertung aus Bern am 15.11.2015
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es ist wirklich ein aussergewöhnlicher Roman. Gelegentliche fast Wiederholungen im Alltagsleben der Protagonisten führen aber zu gewissen Längen. Dennoch sprudelt es vor Ideen. Den Sprachgebrauch find ich jedoch nicht so vielfältig, wie einige Fans es feiern. Betrachtet man das Buch quasi als entfernten Verwandten von Foster-Wallaces "Unendlicher Spass", so fällt dieser Umstand besonders auf, wobei Andere umgekehrt anführen könnten, Foster-Wallace schreibe (schrieb) etwas zu gewunden oder aufgesetzt. Jedem Leser das Seine, allen kann mans ja nie recht machen. So gebe ich diesem eigenwilligen Werk gute 4 Sterne, gleich viele wie dem unendlichen Spass oder auch Tom Wolfes "Back to Blood". Auf jeden Fall lesenswert.

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Ines Böcker

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Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Natalie tritt eine neue Stelle in einem Behindertenwohnheim an, schon bald wird sie für einen Patienten zur sogenannten Bezugsbetreuerin. Natalie ist eine etwas seltsame junge Frau mit Interessen, Ideen und einer Lebensphilosophie, die man als nicht alltäglich, vielleicht sogar als nicht ganz normal beschreiben kann. Was immer normal bedeuten mag, denn normal ist an diesem Buch gar nichts. Vor allem nicht die Beziehung, um die sich die Geschichte hauptsächlich dreht. Bei Natalies Schutzbefohlenem Alexander Dorm handelt es sich nämlich um einen Stalker, der nur von einem einzigen Menschen besucht wird, nämlich von seinem Opfer Christopher Hollberg, dessen Frau er in den Tod trieb. Beide scheinen sehr aneinander zu hängen, doch es liegt etwas Beunruhigendes in dieser Beziehung, etwas anfangs kaum fühlbares, doch schon bald öffnet sich ein bodenloser Abgrund... Dieses Buch ist eine Herausforderung, es ist intelligent und abgründig, absurd und manchmal eklig, aber jederzeit fesselnd. Etwas ganz Besonderes eben.
5/5

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