Der Trafikant
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Robert Seethaler

1. Der Trafikant

Der Trafikant

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Beschreibung

Die Geschichte von Franz, Freud und Anezka im Wien der 30er-Jahre. Österreich 1937: Der 17-jährige Franz Huchel verlässt sein Heimatdorf, um in Wien als Lehrling in einer Trafik - einem Tabak- und Zeitungsgeschäft - sein Glück zu suchen. Dort begegnet er dem Stammkunden Sigmund Freud und ist sofort fasziniert von dessen Ausstrahlung. Als sich Franz kurz darauf Hals über Kopf in die Varietétänzerin Anezka verliebt und in eine tiefe Verunsicherung stürzt, sucht er bei Professor Freud Rat.

Robert Seethaler, geboren 1966, wurde 2007 für seinen Roman "Die Biene und der Kurt" mit dem Debütpreis des Buddenbrookhauses ausgezeichnet. 2008 erhält er das Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste. Gerade wurde Seethalers Drehbuch Die zweite Frau mit Monica Bleibtreu und Matthias Brandt in den Hauptrollen verfilmt. Robert Seethaler lebt und schreibt in Berlin und Wien.

Details

Sprecher

Robert Seethaler

Spieldauer

6 Stunden und 21 Minuten

Fassung

ungekürzt

Abo-Fähigkeit

Ja

Medium

MP3

Family Sharing

Ja

Beschreibung

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Ja

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Sprecher

Robert Seethaler

Spieldauer

6 Stunden und 21 Minuten

Fassung

ungekürzt

Abo-Fähigkeit

Ja

Medium

MP3

Erscheinungsdatum

21.11.2014

Verlag

Tacheles!

Hörtyp

Lesung

Sprache

Deutsch

EAN

9783864841163

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wunderschönes Buch

Bewertung am 19.08.2016

Bewertet: Hörbuch-Download

»Wer nichts weiß, hat keine Sorgen, dachte Franz, aber wenn es schon schwer genug ist, sich das Wissen mühsam anzulernen, so ist es doch noch viel schwerer, wenn nicht sogar praktisch unmöglich, das einmal Gewusste zu vergessen.« 17-jährige Franz Huchel wohnt im Salzkammergut, als seine Mutter beschließt, er möge fortan auf eigenen Füssen stehen. Sie vermittelt ihn als Lehrbub an einen alten Freund in Wien, der eine Trafik (Zeitungen, Tabak, Schreibwaren) besitzt. Der naive Junge vom Dorf bestaunt das geschäftige, laute, stinkende Wien. Es gibt viel zu lernen über den Tabak, die Sorten, die Zigarren und über Kunden, ihre Namen, ihre Vorlieben und Eigenarten. Wir schreiben das Jahr 1937. Siegmud Freud ist Stammkunde der Trafik, die auch an Juden verkauft, was sich immer weniger Geschäfte trauen. Fensterscheiben werden beschmiert, immer heftiger treten Nazis pöbelig bis brutal auf. Der junge Franz versteht so vieles nicht, kennt nicht mal den Begriff Jud. Er liest die Zeitungen, versucht zu verstehen. Der Trafikant, Otto Trsnjek, liebt Bücher, Zeitungen und Kaffeehäuser. Er ist sehr belesen und philosophiert gern, versucht, dem Franz die Welt zu erklären. »Das Problem, meinte Otto Trsnjek mit einem traurigen Blick auf das bis unter die Decke dicht mit Zigarrenkisten vollgeräumte Wandregal, das große Problem für das Zigarrengeschäft sei – so wie für vieles andere übrigens auch – die Politik. Die Politik verhunze nämlich grundsätzlich alles und jedes, und da sei es ziemlich egal, wer da gerade mit seinem breitgesessenen Hintern die Regierung bilde, ob der Kaiser selig, der Zwerg Dollfuß, sein Lehrling Schuschnigg oder drüben der größenwahnsinnige Hitler: Von der Politik werde alles und jedes verhunzt, verpatzt, versaut, verdummt und überhaupt zugrunde gerichtet.« Natürlich ist Franz einsam, sehnt sich nach Liebe. Dummerweise verliebt er sich in die frivole Variététänzerin Anezka. Nach dem ersten Gefühl der Liebe folgt sogleich der erste Liebeskummer. Franz fühlt sich krank. Er erinnert sich an den Psychoanalytiker Freud. Der weiß, wie man Menschen im Kopf heilt, indem man sich mit ihnen unterhält. Und Freud findet wirklich an dem Jungen Gefallen. Gerade aufgrund seiner einfachen Fragestellungen, seiner Unbedarftheit, stellt Franz Dinge infrage. Franz mag den Herrn Professor, aber weiterhelfen kann er auch nicht. Selbst der große Herr Freud kennt sich mit den Frauen nicht aus. »,Da, wo ich herkomme, verstehen die Leute vielleicht was von der Holzwirtschaft und davon, wie man den Sommerfrischlern ihr Geld aus den Taschen zieht. Von der Liebe verstehen sie rein gar nichts!‘ – ,Das ist nichts Außergewöhnliches. Von der Liebe versteht nämlich niemand irgendetwas.‘ – ,Nicht einmal Sie?‘ – ,Gerade ich nicht!‘« Otto Trsnjek ist ein aufrechter Dickkopf. Er lässt sich von dem braunen Gesocks nicht einschüchtern. Darum lebt er gefährlich, er spielt mit seinem Leben.

wunderschönes Buch

Bewertung am 19.08.2016
Bewertet: Hörbuch-Download

»Wer nichts weiß, hat keine Sorgen, dachte Franz, aber wenn es schon schwer genug ist, sich das Wissen mühsam anzulernen, so ist es doch noch viel schwerer, wenn nicht sogar praktisch unmöglich, das einmal Gewusste zu vergessen.« 17-jährige Franz Huchel wohnt im Salzkammergut, als seine Mutter beschließt, er möge fortan auf eigenen Füssen stehen. Sie vermittelt ihn als Lehrbub an einen alten Freund in Wien, der eine Trafik (Zeitungen, Tabak, Schreibwaren) besitzt. Der naive Junge vom Dorf bestaunt das geschäftige, laute, stinkende Wien. Es gibt viel zu lernen über den Tabak, die Sorten, die Zigarren und über Kunden, ihre Namen, ihre Vorlieben und Eigenarten. Wir schreiben das Jahr 1937. Siegmud Freud ist Stammkunde der Trafik, die auch an Juden verkauft, was sich immer weniger Geschäfte trauen. Fensterscheiben werden beschmiert, immer heftiger treten Nazis pöbelig bis brutal auf. Der junge Franz versteht so vieles nicht, kennt nicht mal den Begriff Jud. Er liest die Zeitungen, versucht zu verstehen. Der Trafikant, Otto Trsnjek, liebt Bücher, Zeitungen und Kaffeehäuser. Er ist sehr belesen und philosophiert gern, versucht, dem Franz die Welt zu erklären. »Das Problem, meinte Otto Trsnjek mit einem traurigen Blick auf das bis unter die Decke dicht mit Zigarrenkisten vollgeräumte Wandregal, das große Problem für das Zigarrengeschäft sei – so wie für vieles andere übrigens auch – die Politik. Die Politik verhunze nämlich grundsätzlich alles und jedes, und da sei es ziemlich egal, wer da gerade mit seinem breitgesessenen Hintern die Regierung bilde, ob der Kaiser selig, der Zwerg Dollfuß, sein Lehrling Schuschnigg oder drüben der größenwahnsinnige Hitler: Von der Politik werde alles und jedes verhunzt, verpatzt, versaut, verdummt und überhaupt zugrunde gerichtet.« Natürlich ist Franz einsam, sehnt sich nach Liebe. Dummerweise verliebt er sich in die frivole Variététänzerin Anezka. Nach dem ersten Gefühl der Liebe folgt sogleich der erste Liebeskummer. Franz fühlt sich krank. Er erinnert sich an den Psychoanalytiker Freud. Der weiß, wie man Menschen im Kopf heilt, indem man sich mit ihnen unterhält. Und Freud findet wirklich an dem Jungen Gefallen. Gerade aufgrund seiner einfachen Fragestellungen, seiner Unbedarftheit, stellt Franz Dinge infrage. Franz mag den Herrn Professor, aber weiterhelfen kann er auch nicht. Selbst der große Herr Freud kennt sich mit den Frauen nicht aus. »,Da, wo ich herkomme, verstehen die Leute vielleicht was von der Holzwirtschaft und davon, wie man den Sommerfrischlern ihr Geld aus den Taschen zieht. Von der Liebe verstehen sie rein gar nichts!‘ – ,Das ist nichts Außergewöhnliches. Von der Liebe versteht nämlich niemand irgendetwas.‘ – ,Nicht einmal Sie?‘ – ,Gerade ich nicht!‘« Otto Trsnjek ist ein aufrechter Dickkopf. Er lässt sich von dem braunen Gesocks nicht einschüchtern. Darum lebt er gefährlich, er spielt mit seinem Leben.

Gut, aber nicht super

Karina aus Paderborn am 22.08.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich musste dieses Buch kaufen, da es eine Pflichtlektüre für das Abitur in NRW ist. Für ein Buch, das man in der Schule liest, ist es wirklich gut. Die Entwicklung des Protagonisten und die Bezüge zur NS-Zeit sind durchaus interessant. Dennoch: ich hätte das Buch nicht freiwillig gekauft. Das es nun auf den Bestsellerlisten steht, verdankt es wohl seinem Status als Pflichtlektüre.

Gut, aber nicht super

Karina aus Paderborn am 22.08.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich musste dieses Buch kaufen, da es eine Pflichtlektüre für das Abitur in NRW ist. Für ein Buch, das man in der Schule liest, ist es wirklich gut. Die Entwicklung des Protagonisten und die Bezüge zur NS-Zeit sind durchaus interessant. Dennoch: ich hätte das Buch nicht freiwillig gekauft. Das es nun auf den Bestsellerlisten steht, verdankt es wohl seinem Status als Pflichtlektüre.

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Franz, der Junge von Land, entdeckt in Wien nicht nur die Liebe sondern auch was es heißt, für eine Sache einzustehen. Großartiger Roman über Wien, Freud und die dreißiger Jahre mit ihrer Geschichte.
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Großartige Literatur

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das ist die Geschichte von Franz Huchl, der vom Attersee nach Wien zog um eine Lehre als Trafikant im Kiosk des Juden Otto Trsnjak zu beginnen. Dort freundet er sich mit seinem Stammkunden Sigmund Freud an, der ihm immer wieder gerne mit Ratschlägen zur Seite steht. Auch die Liebe tritt in Form der Varieté-Tänzerin Anezka in sein Leben. Langsam jedoch, zeigen sich aber auch die weniger schönen Seiten der NS-Zeit. Ein großartiger Roman mit viel Witz und ausgesprochen schöner Sprache, der einen am Ende tief berührt zurücklässt. Wer dieses Literatur-Kunstwerk noch nicht kennt, sollte das Versäumnis schnell nachholen.
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Das ist die Geschichte von Franz Huchl, der vom Attersee nach Wien zog um eine Lehre als Trafikant im Kiosk des Juden Otto Trsnjak zu beginnen. Dort freundet er sich mit seinem Stammkunden Sigmund Freud an, der ihm immer wieder gerne mit Ratschlägen zur Seite steht. Auch die Liebe tritt in Form der Varieté-Tänzerin Anezka in sein Leben. Langsam jedoch, zeigen sich aber auch die weniger schönen Seiten der NS-Zeit. Ein großartiger Roman mit viel Witz und ausgesprochen schöner Sprache, der einen am Ende tief berührt zurücklässt. Wer dieses Literatur-Kunstwerk noch nicht kennt, sollte das Versäumnis schnell nachholen.

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