Zeichen der Zeit

Zeichen der Zeit

Roman

Buch (Gebundene Ausgabe)

22,00 € inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Sachsen um das Jahr 1830: In den Städten rauchen bereits die Schlote der ersten Fabriken, das Bürgertum ist die treibende Kraft des Fortschritts, überall blühen Kunst und Literatur, und von der Wissenschaft erhoffen sich die Menschen die Gesundung der Welt. Auf dem Land aber herrscht noch immer das tiefe Mittelalter. Der Frondienst lässt den Bauern kaum noch das Nötigste, die Gesetze der Zünfte knechten das Handwerk, und in den Bergen essen die Tagelöhner Kastanien und backen Brot aus gemahlenem Holz. Ein Kind zählt hier weniger als eine Ziege im Stall. So groß ist die Not, dass die Menschen in Scharen ihre Heimat verlassen, um einen Platz zu ergattern auf einem Segler, der sie nach Amerika bringt. Vor diesem Hintergrund erzählt Christoph Scheuring die Biographien dreier Jungen. Jeder mit einer besonderen Begabung gesegnet. Jeder dazu bestimmt, Großes zu vollbringen. Aber keiner scheint stark genug zu sein für ein Leben in dieser Welt. 'Zeichen der Zeit' ist ein Roman aus einer der spannendsten Phasen der deutschen Geschichte. Er beschäftigt sich mit den großen Fragen der Zeit: Gibt es Gerechtigkeit? Was ist Schönheit? Wie schafft es der Mensch, eins zu sein mit sich und der Schöpfung? Die Antworten haben auch 200 Jahre später nichts von ihrer Aktualität eingebüßt.

Christoph Scheuring, geb. 1957, lebt als freier Journalist und Autor in Hamburg. Zuvor arbeitete er als Reporter bei STERN und SPIEGEL. Für seine journalistischen Arbeiten wurde er zweimal mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis für die beste deutschsprachige Reportage des Jahres ausgezeichnet. Sein Roman „Echt" wurde 2015 für den Deutschen Jugendbuchpreis nominiert. Außerdem stammt von ihm der Kriminalroman „Tod eines Engels" (zusammen mit Udo Röbel).

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.01.2016

Verlag

Hoffmann und Campe

Seitenzahl

392

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.01.2016

Verlag

Hoffmann und Campe

Seitenzahl

392

Maße (L/B/H)

21,6/15,4/4,3 cm

Gewicht

713 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-455-50407-1

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"Zeichen der Zeit" von Christoph Scheuring

Silke J. aus Schwarzenbek am 02.02.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Inhalt: Sachsen um 1830. In den Städten rattern bereits die ersten Maschinen, das Bürgertum ist die treibende Kraft der Gesellschaft, und von der Wissenschaft erhofft man sich die Gesundung der Menschheit. Auf dem Land aber herrscht noch immer das Mittelalter. Der Frondienst lässt den Bauern kaum das Nötigste, die Gesetze der Zünfte erwürgen den Fortschritt, und in den Bergen essen die Tagelöhner Kastanien und Brot aus gemahlener Rinde, um überhaupte etwas im Magen zu haben. Ein Kind zählt hier weniger als eine Ziege im Stall. Vor diesem Hintergrund: Die Biographien dreier Jungen. Jeder hat eine andere Begabung. Jeder scheint dazu bestimmt, Großes zu schaffen. Aber keiner wirkt stark genug für ein Leben in dieser rauen Welt. "Zeichen der Zeit" ist ein Roman aus einer der spannendsten Epochen der deutschen Geschichte. Die Themen sind die großen Fragen der Zeit. Gibt es Gerechtigkeit? Wohin führt uns der Fortschritt? Was ist Schönheit? Wie wird der Mensch eins mit sich und der Schöpfung? Die Antworten haben auch nach zweihundert Jahren nichts von ihrer Aktualität eingebüßt! Eindruck: "Zeichen der Zeit" gibt einen Eindruck auf einen Teil der Geschichte Dresdens nach dem Krieg. Hunger, Kälte, Armut, Hoffnungslosigkeit und die Ohnmacht sich gegen die Obrigkeit aufzulehnen, lassen die Menschen dahin siechen. Obwohl in den Städten der Fortschritt voranschreitet, haben die Menschen auf dem Land keine Arbeit und somit kein Geld für ein menschenwürdiges Leben. Der tägliche Kampf um einen Bruchteil des Nötigsten zu ergattern ist so dramatisch und schonungslos geschildert, das es einem die Tränen in die Augen treibt. Brutalität und Züchtigungen gegenüber Gefangenen, Kindern und psychisch Kranken eindringlich beschrieben, dass man die Schmerzen förmlich am eigenen Leib spüren kann. Aber nicht nur die traurigen, dramatischen und schmerzvollen Seiten finden hier Erwähnung. Die Gier und der Hunger der drei überaus begabten Jungen wird interessant und spannend erzählt herausgearbeitet. Jeder mit seinem eigenen Talent ausgestattet und aus verschiedenen gesellschaftlichen Schichten und Familienverhältnissen stammend und dennoch führen ihre Wege sie zusammen. Freundschaften entwickeln sich, bis letztlich doch jeder der 3 seinen eigenen Weg gehen muss, um die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu bewältigen. Fazit: "Zeichen der Zeit" hat mich gepackt von Anfang bis Ende. Wunderschöne deutsche Sprache, mit Liebe zum Detail beschriebenes Dresden um 1830 und die Beschreibung des Fortschritts, der für uns heute so selbstverständlich ist, haben mich mitgenommen auf eine erschütternde aber dennoch schöne Reise. Und ich denke, dass die Fragen nach Gerechtigkeit, Fortschritt, Schönheit und Schöpfung heute aktueller sind denn je. Für jeden, den Historie ohne trockene Geschichtszahlen verpackt in eine spannende tolle Rahmenhandlung interessiert eine absolute Empfehlung die in keiner Bücherwand fehlen sollte.

"Zeichen der Zeit" von Christoph Scheuring

Silke J. aus Schwarzenbek am 02.02.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Inhalt: Sachsen um 1830. In den Städten rattern bereits die ersten Maschinen, das Bürgertum ist die treibende Kraft der Gesellschaft, und von der Wissenschaft erhofft man sich die Gesundung der Menschheit. Auf dem Land aber herrscht noch immer das Mittelalter. Der Frondienst lässt den Bauern kaum das Nötigste, die Gesetze der Zünfte erwürgen den Fortschritt, und in den Bergen essen die Tagelöhner Kastanien und Brot aus gemahlener Rinde, um überhaupte etwas im Magen zu haben. Ein Kind zählt hier weniger als eine Ziege im Stall. Vor diesem Hintergrund: Die Biographien dreier Jungen. Jeder hat eine andere Begabung. Jeder scheint dazu bestimmt, Großes zu schaffen. Aber keiner wirkt stark genug für ein Leben in dieser rauen Welt. "Zeichen der Zeit" ist ein Roman aus einer der spannendsten Epochen der deutschen Geschichte. Die Themen sind die großen Fragen der Zeit. Gibt es Gerechtigkeit? Wohin führt uns der Fortschritt? Was ist Schönheit? Wie wird der Mensch eins mit sich und der Schöpfung? Die Antworten haben auch nach zweihundert Jahren nichts von ihrer Aktualität eingebüßt! Eindruck: "Zeichen der Zeit" gibt einen Eindruck auf einen Teil der Geschichte Dresdens nach dem Krieg. Hunger, Kälte, Armut, Hoffnungslosigkeit und die Ohnmacht sich gegen die Obrigkeit aufzulehnen, lassen die Menschen dahin siechen. Obwohl in den Städten der Fortschritt voranschreitet, haben die Menschen auf dem Land keine Arbeit und somit kein Geld für ein menschenwürdiges Leben. Der tägliche Kampf um einen Bruchteil des Nötigsten zu ergattern ist so dramatisch und schonungslos geschildert, das es einem die Tränen in die Augen treibt. Brutalität und Züchtigungen gegenüber Gefangenen, Kindern und psychisch Kranken eindringlich beschrieben, dass man die Schmerzen förmlich am eigenen Leib spüren kann. Aber nicht nur die traurigen, dramatischen und schmerzvollen Seiten finden hier Erwähnung. Die Gier und der Hunger der drei überaus begabten Jungen wird interessant und spannend erzählt herausgearbeitet. Jeder mit seinem eigenen Talent ausgestattet und aus verschiedenen gesellschaftlichen Schichten und Familienverhältnissen stammend und dennoch führen ihre Wege sie zusammen. Freundschaften entwickeln sich, bis letztlich doch jeder der 3 seinen eigenen Weg gehen muss, um die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu bewältigen. Fazit: "Zeichen der Zeit" hat mich gepackt von Anfang bis Ende. Wunderschöne deutsche Sprache, mit Liebe zum Detail beschriebenes Dresden um 1830 und die Beschreibung des Fortschritts, der für uns heute so selbstverständlich ist, haben mich mitgenommen auf eine erschütternde aber dennoch schöne Reise. Und ich denke, dass die Fragen nach Gerechtigkeit, Fortschritt, Schönheit und Schöpfung heute aktueller sind denn je. Für jeden, den Historie ohne trockene Geschichtszahlen verpackt in eine spannende tolle Rahmenhandlung interessiert eine absolute Empfehlung die in keiner Bücherwand fehlen sollte.

Sehr faszinierende Geschichte über 3 Jungs, die die Welt verändern wollen

Bewertung aus Halle am 02.02.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich weiß gar nicht, wie ich diesen Roman beschreiben soll. Ich bin begeistert, fasziniert, beeindruckt - aber wie beschreibe ich ihn? "Zeichen der Zeit" ist die Geschichte dreier Jungs in Dresden um 1830. Diese 3 sind wissbegierig und außergewöhnlich. Sie wollen etwas bewegen und haben jeder für sich doch schon so viel Schlimmes erlebt. Hunger, schwere Arbeit und Prügelstrafe waren damals an der Tagesordnung. Und doch gaben sie nicht auf und wollten die Welt verändern. Gern bin ich ein Stück mit ihnen gemeinsam gegangen und habe mitgelitten. Manch bekannte Persönlichkeit streifte dabei unsere Wege. Sicher musste für viele der sehr detaillierten Beschreibungen auch unheimlich viel recherchiert werden. und doch werden die historischen Fakten fließend eingebaut, ohne dass man jemals das Gefühl hat, ein Sachbuch zu lesen. Dieser Roman zeigt eine schreckliche Zeit der Hungersnot und der gesellschaftlichen Unterschiede, aber auch eine Zeit des Umbruchs. Es lässt erahnen, wie schwer es damals war und hat mir gezeigt, dass wir über ganz viele Dinge heute einfach dankbarer sein sollten.

Sehr faszinierende Geschichte über 3 Jungs, die die Welt verändern wollen

Bewertung aus Halle am 02.02.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich weiß gar nicht, wie ich diesen Roman beschreiben soll. Ich bin begeistert, fasziniert, beeindruckt - aber wie beschreibe ich ihn? "Zeichen der Zeit" ist die Geschichte dreier Jungs in Dresden um 1830. Diese 3 sind wissbegierig und außergewöhnlich. Sie wollen etwas bewegen und haben jeder für sich doch schon so viel Schlimmes erlebt. Hunger, schwere Arbeit und Prügelstrafe waren damals an der Tagesordnung. Und doch gaben sie nicht auf und wollten die Welt verändern. Gern bin ich ein Stück mit ihnen gemeinsam gegangen und habe mitgelitten. Manch bekannte Persönlichkeit streifte dabei unsere Wege. Sicher musste für viele der sehr detaillierten Beschreibungen auch unheimlich viel recherchiert werden. und doch werden die historischen Fakten fließend eingebaut, ohne dass man jemals das Gefühl hat, ein Sachbuch zu lesen. Dieser Roman zeigt eine schreckliche Zeit der Hungersnot und der gesellschaftlichen Unterschiede, aber auch eine Zeit des Umbruchs. Es lässt erahnen, wie schwer es damals war und hat mir gezeigt, dass wir über ganz viele Dinge heute einfach dankbarer sein sollten.

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