Mein Herz ist ein wilder Tiger

Mein Herz ist ein wilder Tiger

Roman

Buch (Taschenbuch)

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eBook

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Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.02.2017

Verlag

Droemer Taschenbuch

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

21,1/13,5/2,5 cm

Beschreibung

Rezension

Katja Weber "schafft es grandios, den Kosmos eines Pflegeheims mit den Problemen in der Draußen-Welt der Flüchtlinge zu verquicken und daraus eine spannende Geschichte zu entwickeln."

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.02.2017

Verlag

Droemer Taschenbuch

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

21,1/13,5/2,5 cm

Gewicht

313 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-426-30462-4

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Eine Geschichte, die man unbedingt lesen sollte!

Monika Schulte aus Hagen am 29.05.2018

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Elly wird 1916 in einen Zirkus hinein geboren, doch ihre Eltern, Hochseilartisten auf dem Rennrad, sterben bei einer waghalsigen Zirkusnummer. Liebevoll zieht die Zirkusdirektorin das kleine Mädchen groß und lässt sie zur Schlangenfrau ausbilden. Elly lernt den Tigerdompteur Hans kennen und verliebt sich in ihn. Die beiden beschließen zu heiraten, doch es ist keine gute Zeit einen jüdischen Mann zu ehelichen. Inzwischen schreiben wir das Jahr 1936. Die Nazis sind an die Macht gekommen. Das junge Paar beschließt, Deutschland zu verlassen und wagt mit vielen anderen Zirkusleuten die Überfahrt nach Südamerika. Statt Glanz und Gloria müssen sie jedoch erleben, dass die Überfahrt vielen Tieren das Leben gekostet hat und man in Südamerika nicht gerade auf den eher kleinen Zirkus gewartet hat. Viele Jahrzehnte später, Elly ist inzwischen über 100 und lebt in einem Heim, lernt sie den Pfleger John Mbete näher kennen, der aus seiner Heimat Somalia geflohen ist, um in Deutschland ein besseres Leben zu beginnen. "Mein Herz ist ein wilder Tiger" - ich habe das Buch bei den Delia-Tagen in Iserlohn im Literaturhotel liegen sehen und schon war es um mich geschehen. Ein Roman über einen Zirkus? Muss ich haben! Am Abend der Delia-Preisverleihung im Parkhotel in Iserlohn, habe ich das Buch direkt gekauft. Tanja Weber war übrigens eine von fünf Nominierten. Den Preis hat sie leider nicht gewonnen, aber eine begeisterte Leserin. Ich durfte Tanja Weber an dem Abend kennenlernen - eine äußerst natürliche und sympathische Frau! Doch nun zurück zum Buch. Ellys Geschichte ist faszinierend. Der Autorin gelingt es hervorragend, dem Leser das Zirkus-Feeling zu vermitteln. Die Gemeinschaft der Zirkusleute, das tägliche Überleben. Und schließlich im Heim das nähere Kennenlernen ihres Pflegers John, der wie Elly, aus der Heimat flüchten musste. Zwei völlig unterschiedliche Geschichten, die dennoch viele Parallelen aufweisen. Elly, die den traumatisierten John dazu bringt, ihr seine Geschichte von Tod und Verfolgung zu erzählen. John, der nachts immer wieder von Albträumen heimgesucht wird, der schreiend aufwacht, er, der junge Mann, der sich mit zwei anderen Flüchtlingen eine kleine Wohnung teilt. Jeder hat seine eigene Geschichte. Jeder muss damit fertig werden. "Mein Herz ist ein wilder Tiger" - eine spannende und authentische Geschichte, mitreißend und atmosphärisch! Tanja Weber setzt sich einfühlsam mit dem Thema Tod und Verfolgung auseinander. Voller Wärme erzählt sie die Geschichte zweier unterschiedlicher Menschen, die doch so viel gemeinsam haben. Eine Geschichte, die man unbedingt lesen sollte!

Eine Geschichte, die man unbedingt lesen sollte!

Monika Schulte aus Hagen am 29.05.2018
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Elly wird 1916 in einen Zirkus hinein geboren, doch ihre Eltern, Hochseilartisten auf dem Rennrad, sterben bei einer waghalsigen Zirkusnummer. Liebevoll zieht die Zirkusdirektorin das kleine Mädchen groß und lässt sie zur Schlangenfrau ausbilden. Elly lernt den Tigerdompteur Hans kennen und verliebt sich in ihn. Die beiden beschließen zu heiraten, doch es ist keine gute Zeit einen jüdischen Mann zu ehelichen. Inzwischen schreiben wir das Jahr 1936. Die Nazis sind an die Macht gekommen. Das junge Paar beschließt, Deutschland zu verlassen und wagt mit vielen anderen Zirkusleuten die Überfahrt nach Südamerika. Statt Glanz und Gloria müssen sie jedoch erleben, dass die Überfahrt vielen Tieren das Leben gekostet hat und man in Südamerika nicht gerade auf den eher kleinen Zirkus gewartet hat. Viele Jahrzehnte später, Elly ist inzwischen über 100 und lebt in einem Heim, lernt sie den Pfleger John Mbete näher kennen, der aus seiner Heimat Somalia geflohen ist, um in Deutschland ein besseres Leben zu beginnen. "Mein Herz ist ein wilder Tiger" - ich habe das Buch bei den Delia-Tagen in Iserlohn im Literaturhotel liegen sehen und schon war es um mich geschehen. Ein Roman über einen Zirkus? Muss ich haben! Am Abend der Delia-Preisverleihung im Parkhotel in Iserlohn, habe ich das Buch direkt gekauft. Tanja Weber war übrigens eine von fünf Nominierten. Den Preis hat sie leider nicht gewonnen, aber eine begeisterte Leserin. Ich durfte Tanja Weber an dem Abend kennenlernen - eine äußerst natürliche und sympathische Frau! Doch nun zurück zum Buch. Ellys Geschichte ist faszinierend. Der Autorin gelingt es hervorragend, dem Leser das Zirkus-Feeling zu vermitteln. Die Gemeinschaft der Zirkusleute, das tägliche Überleben. Und schließlich im Heim das nähere Kennenlernen ihres Pflegers John, der wie Elly, aus der Heimat flüchten musste. Zwei völlig unterschiedliche Geschichten, die dennoch viele Parallelen aufweisen. Elly, die den traumatisierten John dazu bringt, ihr seine Geschichte von Tod und Verfolgung zu erzählen. John, der nachts immer wieder von Albträumen heimgesucht wird, der schreiend aufwacht, er, der junge Mann, der sich mit zwei anderen Flüchtlingen eine kleine Wohnung teilt. Jeder hat seine eigene Geschichte. Jeder muss damit fertig werden. "Mein Herz ist ein wilder Tiger" - eine spannende und authentische Geschichte, mitreißend und atmosphärisch! Tanja Weber setzt sich einfühlsam mit dem Thema Tod und Verfolgung auseinander. Voller Wärme erzählt sie die Geschichte zweier unterschiedlicher Menschen, die doch so viel gemeinsam haben. Eine Geschichte, die man unbedingt lesen sollte!

Auch verwundete Seelen wollen leben

gst aus Pirna am 05.01.2018

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Schau nicht zurück, John Mbete, schau nach vorne! Die Sonne scheint.“ (Seite 185) Elly ist 100 und lebt im Pflegeheim. Ihre Kräfte lassen nach, aber ihre Erinnerung ist lebendig. Sie hat im, mit und für den Zirkus gelebt. Aufgewachsen im Zirkus Busch erhielt sie Engagements im Berliner Wintergarten, im Circus Sarrassani, mit dem sie bis nach Amerika reiste und bei Ringling Brothers eine neue Heimat fand. Die Autorin hat sauber recherchiert und so die Geschichte der Zirkuswelt aufgerollt. Ellys Lieblingspfleger im Heim ist John. Der Schwarzafrikaner versucht nach seiner Flucht übers Meer im heutigen Berlin Fuß zu fassen. Er wohnt mit dem jungen Eritreer Tesfai und dem Afghanen Ajmal in einer Wohngemeinschaft. Nachts zerreißen Schreie der Traumatisierten die Stille. Durch gegenseitige Unterstützung versuchen die Gestrandeten sich das Leben erträglich zu gestalten. Der Autorin ist es wunderbar geglückt, diese so unterschiedlichen Schicksale in ihrem Roman zu verbinden. Die Brüche, die sich beim Wechsel einer Lebensgeschichte zur nächsten nicht vermeiden lassen, fielen mir beim Lesen kaum auf. Das Buch ist spannend geschrieben und ließ mich als Leser tief in die Problematik der einzelnen Figuren eintauchen. Dies war das dritte Buch, das ich von Tanja Weber las, doch für mich mit Abstand das beste, da es reale Vergangenheit und Gegenwart in nachvollziehbaren Bildern verknüpft.

Auch verwundete Seelen wollen leben

gst aus Pirna am 05.01.2018
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Schau nicht zurück, John Mbete, schau nach vorne! Die Sonne scheint.“ (Seite 185) Elly ist 100 und lebt im Pflegeheim. Ihre Kräfte lassen nach, aber ihre Erinnerung ist lebendig. Sie hat im, mit und für den Zirkus gelebt. Aufgewachsen im Zirkus Busch erhielt sie Engagements im Berliner Wintergarten, im Circus Sarrassani, mit dem sie bis nach Amerika reiste und bei Ringling Brothers eine neue Heimat fand. Die Autorin hat sauber recherchiert und so die Geschichte der Zirkuswelt aufgerollt. Ellys Lieblingspfleger im Heim ist John. Der Schwarzafrikaner versucht nach seiner Flucht übers Meer im heutigen Berlin Fuß zu fassen. Er wohnt mit dem jungen Eritreer Tesfai und dem Afghanen Ajmal in einer Wohngemeinschaft. Nachts zerreißen Schreie der Traumatisierten die Stille. Durch gegenseitige Unterstützung versuchen die Gestrandeten sich das Leben erträglich zu gestalten. Der Autorin ist es wunderbar geglückt, diese so unterschiedlichen Schicksale in ihrem Roman zu verbinden. Die Brüche, die sich beim Wechsel einer Lebensgeschichte zur nächsten nicht vermeiden lassen, fielen mir beim Lesen kaum auf. Das Buch ist spannend geschrieben und ließ mich als Leser tief in die Problematik der einzelnen Figuren eintauchen. Dies war das dritte Buch, das ich von Tanja Weber las, doch für mich mit Abstand das beste, da es reale Vergangenheit und Gegenwart in nachvollziehbaren Bildern verknüpft.

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Monika Fuchs

Thalia Hamburg - EEZ

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4/5

Eine gelungene Mischung

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Vor ungefähr einem Jahr habe ich ihnen den ersten Roman der Autorin Tanja Weber „Die Frauen meiner Familie“ vorgestellt. Und jetzt ist ihr zweiter „Mein Herz ist ein wilder Tiger“ erschienen. Beide Romane eint, dass ein Teil der Geschichte in der Vergangenheit spielt. Aber ansonsten sind die beiden Geschichten grundverschieden. Der Klappentext gibt die Geschichte des Romans gut wieder. Aber ich hätte sie mir trotzdem eigentlich anders vorgestellt. Ich dachte, dass die Geschichte in der Gegenwart, die in dem Pflegheim spielt, in dem Elly als letzte Station als gut Hundertjährige untergekommen ist und in dem sie von John gepflegt wird, eine reine Rahmenhandlung sei. Und dass dann die beiden ganz unterschiedlichen Fluchtgeschichten die beiden Haupthandlungsstränge seien. Doch dem ist nicht so. Das Buch beginnt 1918 im Zirkus an dem zweiten Geburtstag von Elly. Und dann springt es in die Gegenwart und wechselt zwischen den Protagonisten Elly und John hin und her. Im fünften Kapitel kommt dann noch Kirsten hinzu. John ist ein hingebungsvoller Pfleger, der sich sehr um seine ihm anvertrauten Patienten kümmert. Besonders Elly hat es ihm angetan. John fährt jeden Tag mit seinem Fahrrad, ein altes Herkules-Fahrrad, welches er selbst in einer Flüchtlingsselbsthilfegruppe auf Vordermann gebracht hat, von seiner WG quer durch Berlin in das Pflegeheim. Wir erfahren, was in ihm vorgeht und wie er mit seiner Situation als Flüchtling umgeht. Für ihn ist die Arbeit mehr als nur Arbeit. Sie hilft ihm nicht so viel über seine eigene Geschichte nachzugrübeln. In den Kapiteln, die mit Elly überschrieben sind, geht es zumeist zurück in die Vergangenheit von Elly. Wir folgen ihr durch die verschiedenen Stationen ihres Artistenlebens. Wir lernen die Liebe ihres Lebens, den jüdischen Dompteur Hans kennen, mit dem sie in den 30er Jahren Deutschland verlassen musste. Und wir erfahren viel über das Zirkusleben. Und dann treten plötzlich Kirsten, eine total überlastete Anästhesistin, und ihre demente Mutter in die Handlung ein. Franziska Schlemmer, die Mutter von Kirsten, wird später in der Handlung noch eine wichtige Rolle spielen. Mir hat dieses Buch ausgesprochen gut gefallen. Ich fand diese Verknüpfung von den beiden sehr unterschiedlichen Flüchtlingsgeschichten sehr gelungen. Für die volle Punktzahl hat mir allerdings etwas gefehlt. Wenn man die Romane von Tanja Weber gelesen hat, merkt man, dass sie ursprünglich Theaterdramaturgin war und später Drehbuchautorin geworden ist. Ihre Bücher sind für die Themen, die sie verarbeitet, relativ knapp gehalten. So wird ganz viel angerissen, aber nicht unbedingt vertieft. Ich bin mir persönlich nicht ganz sicher, ob das eine Stärke oder eine Schwäche ist. In dem aktuellen Roman, der für diese zwei komplexen Themen nur 288 Seiten benötigt hat, hätte ich gerne noch mehr über die Hintergründe gelesen. Mehr über das Leben von John Mbete in Somalia, von den furchtbaren Erlebnissen, die ihn zur Flucht getrieben haben, aber auch von der Flucht selbst. Und auch in die Geschichte von Elly wäre ich gerne noch tiefer eingetaucht. So bleibt eine ganze Menge der eigenen Phantasie überlassen. Am Ende des Buches fehlt mir noch ein Nachwort von der Autorin, in dem sie von ihren Recherchen und von der Geschichte der Zirkusse in Deutschland berichtet hätte. Aber trotz dieser kleinen Kritikpunkte heißt es für mich: Unbedingt lesen – es lohnt sich!
4/5

Eine gelungene Mischung

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Vor ungefähr einem Jahr habe ich ihnen den ersten Roman der Autorin Tanja Weber „Die Frauen meiner Familie“ vorgestellt. Und jetzt ist ihr zweiter „Mein Herz ist ein wilder Tiger“ erschienen. Beide Romane eint, dass ein Teil der Geschichte in der Vergangenheit spielt. Aber ansonsten sind die beiden Geschichten grundverschieden. Der Klappentext gibt die Geschichte des Romans gut wieder. Aber ich hätte sie mir trotzdem eigentlich anders vorgestellt. Ich dachte, dass die Geschichte in der Gegenwart, die in dem Pflegheim spielt, in dem Elly als letzte Station als gut Hundertjährige untergekommen ist und in dem sie von John gepflegt wird, eine reine Rahmenhandlung sei. Und dass dann die beiden ganz unterschiedlichen Fluchtgeschichten die beiden Haupthandlungsstränge seien. Doch dem ist nicht so. Das Buch beginnt 1918 im Zirkus an dem zweiten Geburtstag von Elly. Und dann springt es in die Gegenwart und wechselt zwischen den Protagonisten Elly und John hin und her. Im fünften Kapitel kommt dann noch Kirsten hinzu. John ist ein hingebungsvoller Pfleger, der sich sehr um seine ihm anvertrauten Patienten kümmert. Besonders Elly hat es ihm angetan. John fährt jeden Tag mit seinem Fahrrad, ein altes Herkules-Fahrrad, welches er selbst in einer Flüchtlingsselbsthilfegruppe auf Vordermann gebracht hat, von seiner WG quer durch Berlin in das Pflegeheim. Wir erfahren, was in ihm vorgeht und wie er mit seiner Situation als Flüchtling umgeht. Für ihn ist die Arbeit mehr als nur Arbeit. Sie hilft ihm nicht so viel über seine eigene Geschichte nachzugrübeln. In den Kapiteln, die mit Elly überschrieben sind, geht es zumeist zurück in die Vergangenheit von Elly. Wir folgen ihr durch die verschiedenen Stationen ihres Artistenlebens. Wir lernen die Liebe ihres Lebens, den jüdischen Dompteur Hans kennen, mit dem sie in den 30er Jahren Deutschland verlassen musste. Und wir erfahren viel über das Zirkusleben. Und dann treten plötzlich Kirsten, eine total überlastete Anästhesistin, und ihre demente Mutter in die Handlung ein. Franziska Schlemmer, die Mutter von Kirsten, wird später in der Handlung noch eine wichtige Rolle spielen. Mir hat dieses Buch ausgesprochen gut gefallen. Ich fand diese Verknüpfung von den beiden sehr unterschiedlichen Flüchtlingsgeschichten sehr gelungen. Für die volle Punktzahl hat mir allerdings etwas gefehlt. Wenn man die Romane von Tanja Weber gelesen hat, merkt man, dass sie ursprünglich Theaterdramaturgin war und später Drehbuchautorin geworden ist. Ihre Bücher sind für die Themen, die sie verarbeitet, relativ knapp gehalten. So wird ganz viel angerissen, aber nicht unbedingt vertieft. Ich bin mir persönlich nicht ganz sicher, ob das eine Stärke oder eine Schwäche ist. In dem aktuellen Roman, der für diese zwei komplexen Themen nur 288 Seiten benötigt hat, hätte ich gerne noch mehr über die Hintergründe gelesen. Mehr über das Leben von John Mbete in Somalia, von den furchtbaren Erlebnissen, die ihn zur Flucht getrieben haben, aber auch von der Flucht selbst. Und auch in die Geschichte von Elly wäre ich gerne noch tiefer eingetaucht. So bleibt eine ganze Menge der eigenen Phantasie überlassen. Am Ende des Buches fehlt mir noch ein Nachwort von der Autorin, in dem sie von ihren Recherchen und von der Geschichte der Zirkusse in Deutschland berichtet hätte. Aber trotz dieser kleinen Kritikpunkte heißt es für mich: Unbedingt lesen – es lohnt sich!

Monika Fuchs
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