Textfassungen im Vergleich. Textdarstellungen in verschiedenen Ausgabetypen von Heinrich Heines "Deutschland. Ein Wintermährchen"
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Sprache:Deutsch
13,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
13.04.2016
Verlag
GRINSeitenzahl
14 (Printausgabe)
Dateigröße
343 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783668195325
Ziel dieser Arbeit ist es, einige Textwiedergaben samt der Gründe für ihre Gestaltung vorzustellen und das Für und Wider ihrer Ausformung zu erhellen. Dabei werde ich auch auf einige ideologische Denkmuster zu sprechen kommen, die ich für veraltet und unlogisch halte und die ich zu relativieren versuchen werde.
Das Werk wurde abgemildert, gekürzt, beschnitten, in Auszügen wiedergegeben und verschlimmbessert. Exemplare dieses Textes wurden verboten, beschlagnahmt, verbrannt und dienen heute dazu, Diskussionen über Freiheit im Deutschunterricht anzuheizen. Ein Text, der Geschichte schrieb. Es ist eine Geschichte, die sich allein schon an den vielen verschiedenen Ausgaben des Wintermährchens ablesen lässt.
Wie ein Text wiedergegeben wird - in welcher Gestalt, mit welchen Zusatzmaterialien - hängt unzweifelhaft mit der Zielgruppe zusammen, an die sich ein Text wenden soll. Studierenden und Wissenschaftlern, so ist die allgemeine Auffassung, kann man historisch veraltete Schreibweisen und mittlerweile ungebräuchliche Worte zumuten. Schülern allerdings nicht. Der Jugend zuliebe wird in historische Vorlagen mitunter ohne erkennbares Muster eingegriffen und erläutert.
Ich werde anfangs in aller Kürze auf jene Textwiedergaben zu sprechen kommen, die zu Heines Lebzeiten das Licht der literarischen Welt erblickten. Im Anschluss werde ich die Textfassungen der zwei heute gebräuchlichen wissenschaftlichen Ausgaben - die DHA und die HSA - vorstellen und die Gründe für deren Textauswahl nennen und kritisch beleuchten. Ebenso möchte ich auf nichtwissenschaftliche Ausgaben, so genannte Leseausgaben, zu sprechen kommen und in diesem Teil besonders das Problemfeld der sprachlichen Modernisierung historischer Texte behandeln. In einer abschließenden Betrachtung werde ich neue Wege und Bedingungen der Textwiedergabe darlegen.
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