Mistelernte

Mistelernte

Roman

Buch (Taschenbuch)

12,00 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.06.2017

Verlag

Edition oberkassel

Seitenzahl

200

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

15.06.2017

Verlag

Edition oberkassel

Seitenzahl

200

Maße (L/B/H)

19/11,8/3 cm

Gewicht

208 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95813-092-0

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Was falsche Vorbilder, Streben nach Anerkennung und eine falsche Entscheidung aus einem Leben machen

Elke Seifried aus Gundelfingen am 03.02.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Vielleicht wäre ihr Leben reicher gewesen, wenn sie ärmer gewesen wären." Dieses für bezeichnende Zitat des Romans möchte ich meinen Eindrücken zu diesem bewegenden Roman, der mich wirklich gelungen unterhalten hat, voranstellen. Dr. Theo Therhausen kann von sich behaupten „bisher zogen ihn stets gut gewogene Hände auf der Karriereleiter hoch. Niemand stellte sich ihm in den Weg.“ Er sitzt im Aufsichtsrat eines Pharmaunternehmens und der Vorsitz ist ihm so gut wie sicher, wenn Herr Garten demnächst in Ruhestand geht. Genau dieser, Theos Vorbild, hat für den Abend einer gemeinsamen Dienstreise nach Madrid, Hostessen ins Hotel bestellt und Theo glitscht schneller in ein amouröses Abenteuer als ihm lieb ist. Ein schlechtes Gewissen seiner Frau Heike und seinem Sohn Hendrik gegenüber ist bald schon sein kleinstes Problem, denn er wird von einem Unbekannten mit verräterischen Fotos erpresst. Theo muss schnell erkennen „Jack war unausrottbarer Bestandteil seines Lebens geworden. Ein Schmarotzer, ein Parasit, der seinen Wirt gewählt hat. Wie die Mistel auf Bäumen.“. Nun „standen die für ihn zu tragenden Kosten der Erpressung in Abwägung gegen den Imageverlust.“ Und genau dieser ist für Theo, der sich mit unerschütterlichem Eifer aus der Arbeiterfamilie hoch gearbeitet hat, so wichtig, die Zahlungen schränken ihn nur unerheblich ein. Kann er die Fassade aufrecht erhalten und vielleicht sogar seine Ehe retten? Man wird hier als Leser Zeuge, wie sehr sich Theo, Heike und auch deren Ehe zwangsläufig unter dem Einfluss der verschwiegenen Affäre und der Erpressung, die als finanzielle Unterstützung eines in Not geraten Studienkollegen getarnt ist, Schritt für Schritt zwangläufig verändern. Ebenso darf man das seltsam anmutende, fast schon ins Freundschaftliche tendierende Verhältnis, das sich zwischen Theo und seinem Erpresser Jack entwickelt, verfolgen. Für zusätzlich Spannung und weitere überraschende Entwicklungen sorgt, dass sich Jack auch immer mehr Heike und Sohn Hendrik annähert, was führt er im Sinn? Außerdem begleitet man Theo bei seinem Arbeitsalltag, der eindrücklich zeigt, was die Begriffe Workaholic und Perfektionist bedeuten. Der flüssige, pointierte und gewandte Sprachstil des Autos hat mich von Anfang an eingenommen und die Seiten sind nur so dahin geflogen. Die kurzen Kapitel verleihen der fesselnden, bewegenden Geschichte zusätzlich viel Fahrt und daher konnte ich das Buch, einmal angefangen, fast nicht mehr aus der Hand legen. Er beschreibt äußerst anschaulich und ich konnte mich prima in die Charaktere hinein versetzen und so die Geschichte, zu einem guten Stück weit zumindest, richtig mit leben. Bruno Woda hat es geschafft bei mir Emotionen zu erzeugen. Richtige Wut habe ich z.B. verspürt, als ich den Satz „Schade, dass Heike nicht so handlich zu programmieren war" wie seine Sekretärin Frau Berger, lesen musste. Mehr als betroffen war ich z.B. beim letzten Gespräch zwischen Theo und seinem Sohn Hendrik in diesem Roman, das deutlich macht, dass er wohl begriffen hat, was zählt im Leben. Die Geschichte ist eine gelungene Charakterstudie. Hatte ich anfangs noch das Gefühl Theo ist in die Sache eher unschuldig hineingeschlittert, weil er Herr Garten beweisen wollte, dass er nicht nur in der Arbeit ein ganzer Kerl ist, ist mein Bild von ihm von Kapitel zu Kapitel mehr ins Schlechte abgeglitten. Er hat wohl schon immer um Anerkennung gekämpft, seine Herkunft aus einer Arbeiterfamilie scheint ihn zu belasten und sein Ziel war es, seiner Familie Luxus zu bieten. Allerdings hat den liebevollen Ehemann und Vater der Stress des Berufslebens grau und glitschig gemacht, da stimme ich ganz Heikes Einschätzung zu. Diese war mir am nächsten. Sie macht sich, mir ganz ähnlich, nichts aus dem ganzen Luxus. Sie kann Theo nicht damit beeindrucken, im Gegenteil ihr ist es sogar eher peinlich, wenn er sich vor gemeinsamen Freunden mit seinem beruflichen Erfolg profilieren will. Ob sie den Seitensprung gespürt hat, gewusst hat sie nicht davon, ich denke ja. Jack kann blenden und war mir von Anfang an unsympathisch. Aber verhält sich ganz so, wie man es sich, abgesehen von der Tatsache der Erpressung, von einem Freund und vielleicht auch Liebhaber erwünscht. Den Vergaser beim geliebten Oldtimer endlich richtig einstellen, Theo einen guten Beifahrer bei einer Ralley abgeben, Hendrik Nachhilfe in Chemie geben, weil er sich keine Zeit nimmt, all das schafft nicht nur Vertrauen. Alles in allem hat mit Bruno Woda mit seinem „Mistelernte“ wirklich bewegend, gelungen unterhalten. Der Roman, der bei mir nach dem Lesen sicherlich auch noch ein Weilchen nachklingen wird, verdient daher meiner Meinung nach 5 Sterne.

Was falsche Vorbilder, Streben nach Anerkennung und eine falsche Entscheidung aus einem Leben machen

Elke Seifried aus Gundelfingen am 03.02.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Vielleicht wäre ihr Leben reicher gewesen, wenn sie ärmer gewesen wären." Dieses für bezeichnende Zitat des Romans möchte ich meinen Eindrücken zu diesem bewegenden Roman, der mich wirklich gelungen unterhalten hat, voranstellen. Dr. Theo Therhausen kann von sich behaupten „bisher zogen ihn stets gut gewogene Hände auf der Karriereleiter hoch. Niemand stellte sich ihm in den Weg.“ Er sitzt im Aufsichtsrat eines Pharmaunternehmens und der Vorsitz ist ihm so gut wie sicher, wenn Herr Garten demnächst in Ruhestand geht. Genau dieser, Theos Vorbild, hat für den Abend einer gemeinsamen Dienstreise nach Madrid, Hostessen ins Hotel bestellt und Theo glitscht schneller in ein amouröses Abenteuer als ihm lieb ist. Ein schlechtes Gewissen seiner Frau Heike und seinem Sohn Hendrik gegenüber ist bald schon sein kleinstes Problem, denn er wird von einem Unbekannten mit verräterischen Fotos erpresst. Theo muss schnell erkennen „Jack war unausrottbarer Bestandteil seines Lebens geworden. Ein Schmarotzer, ein Parasit, der seinen Wirt gewählt hat. Wie die Mistel auf Bäumen.“. Nun „standen die für ihn zu tragenden Kosten der Erpressung in Abwägung gegen den Imageverlust.“ Und genau dieser ist für Theo, der sich mit unerschütterlichem Eifer aus der Arbeiterfamilie hoch gearbeitet hat, so wichtig, die Zahlungen schränken ihn nur unerheblich ein. Kann er die Fassade aufrecht erhalten und vielleicht sogar seine Ehe retten? Man wird hier als Leser Zeuge, wie sehr sich Theo, Heike und auch deren Ehe zwangsläufig unter dem Einfluss der verschwiegenen Affäre und der Erpressung, die als finanzielle Unterstützung eines in Not geraten Studienkollegen getarnt ist, Schritt für Schritt zwangläufig verändern. Ebenso darf man das seltsam anmutende, fast schon ins Freundschaftliche tendierende Verhältnis, das sich zwischen Theo und seinem Erpresser Jack entwickelt, verfolgen. Für zusätzlich Spannung und weitere überraschende Entwicklungen sorgt, dass sich Jack auch immer mehr Heike und Sohn Hendrik annähert, was führt er im Sinn? Außerdem begleitet man Theo bei seinem Arbeitsalltag, der eindrücklich zeigt, was die Begriffe Workaholic und Perfektionist bedeuten. Der flüssige, pointierte und gewandte Sprachstil des Autos hat mich von Anfang an eingenommen und die Seiten sind nur so dahin geflogen. Die kurzen Kapitel verleihen der fesselnden, bewegenden Geschichte zusätzlich viel Fahrt und daher konnte ich das Buch, einmal angefangen, fast nicht mehr aus der Hand legen. Er beschreibt äußerst anschaulich und ich konnte mich prima in die Charaktere hinein versetzen und so die Geschichte, zu einem guten Stück weit zumindest, richtig mit leben. Bruno Woda hat es geschafft bei mir Emotionen zu erzeugen. Richtige Wut habe ich z.B. verspürt, als ich den Satz „Schade, dass Heike nicht so handlich zu programmieren war" wie seine Sekretärin Frau Berger, lesen musste. Mehr als betroffen war ich z.B. beim letzten Gespräch zwischen Theo und seinem Sohn Hendrik in diesem Roman, das deutlich macht, dass er wohl begriffen hat, was zählt im Leben. Die Geschichte ist eine gelungene Charakterstudie. Hatte ich anfangs noch das Gefühl Theo ist in die Sache eher unschuldig hineingeschlittert, weil er Herr Garten beweisen wollte, dass er nicht nur in der Arbeit ein ganzer Kerl ist, ist mein Bild von ihm von Kapitel zu Kapitel mehr ins Schlechte abgeglitten. Er hat wohl schon immer um Anerkennung gekämpft, seine Herkunft aus einer Arbeiterfamilie scheint ihn zu belasten und sein Ziel war es, seiner Familie Luxus zu bieten. Allerdings hat den liebevollen Ehemann und Vater der Stress des Berufslebens grau und glitschig gemacht, da stimme ich ganz Heikes Einschätzung zu. Diese war mir am nächsten. Sie macht sich, mir ganz ähnlich, nichts aus dem ganzen Luxus. Sie kann Theo nicht damit beeindrucken, im Gegenteil ihr ist es sogar eher peinlich, wenn er sich vor gemeinsamen Freunden mit seinem beruflichen Erfolg profilieren will. Ob sie den Seitensprung gespürt hat, gewusst hat sie nicht davon, ich denke ja. Jack kann blenden und war mir von Anfang an unsympathisch. Aber verhält sich ganz so, wie man es sich, abgesehen von der Tatsache der Erpressung, von einem Freund und vielleicht auch Liebhaber erwünscht. Den Vergaser beim geliebten Oldtimer endlich richtig einstellen, Theo einen guten Beifahrer bei einer Ralley abgeben, Hendrik Nachhilfe in Chemie geben, weil er sich keine Zeit nimmt, all das schafft nicht nur Vertrauen. Alles in allem hat mit Bruno Woda mit seinem „Mistelernte“ wirklich bewegend, gelungen unterhalten. Der Roman, der bei mir nach dem Lesen sicherlich auch noch ein Weilchen nachklingen wird, verdient daher meiner Meinung nach 5 Sterne.

Fatale Folgen einer Fehlentscheidung

Bewertung aus Magdeburg am 03.02.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Theo ist auf Karrierekurs in einem Pharmaunternehmen. Während einer Dienstreise gerät er in ein amouröses Abenteuer. Mit Folgen: Er wird mit verräterischen Fotos erpresst. Um seine Familie und seine Karriere nicht zu gefährden, lässt er sich auf einen Deal ein. Der charmante Jack macht sich während einer Dienstreise Theos an dessen Frau Heike und den Sohn heran. Wird Theo seine Familie halten und seine Karriere fortsetzen können?" - soweit der Klappentext. Bruno Woda hat in Erlangen studiert, in Naturwissenschaften studiert und schreibt Geschichten und Romane mit Blick auf die zwischenmenschlichen Beziehungen. Er lebt am Niederrhein. Das Cover ist in einem dunklen Rot gehalten, Titel und Autorenname stechen in Gelb hervor. Ein Mistelzweig verweist auf den Titel. Bruno Woda schreibt einen flüssigen und gut lesbaren Stil. Auf 29 kurz gehaltenen Kapiteln gelingt es dem Autor, die Folgen einer falschen Entscheidung, die Theo völlig verändern, nachvollziehbar und sehr realistisch darzustellen. Die Charaktere sind sehr lebendig und authentisch beschrieben, auch wenn sie nicht durchweg sympathisch sind. Das gilt sowohl für Theo und seine Familie, für Jack als auch für die Mitarbeiter und Kollegen in dem Unternehmen, für das Theo arbeitet. Das Bild der Mistel, die sich als Schmarotzer auf einem Wirtsbaum einnistet und das immer wieder auftaucht, ist glänzend gewählt und passt haargenau zu der Beziehung zwischen Theo und Jack. Fazit: ein atmosphärisch dichter Roman mit überraschendem Ausgang - unbedingt lesen!

Fatale Folgen einer Fehlentscheidung

Bewertung aus Magdeburg am 03.02.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

"Theo ist auf Karrierekurs in einem Pharmaunternehmen. Während einer Dienstreise gerät er in ein amouröses Abenteuer. Mit Folgen: Er wird mit verräterischen Fotos erpresst. Um seine Familie und seine Karriere nicht zu gefährden, lässt er sich auf einen Deal ein. Der charmante Jack macht sich während einer Dienstreise Theos an dessen Frau Heike und den Sohn heran. Wird Theo seine Familie halten und seine Karriere fortsetzen können?" - soweit der Klappentext. Bruno Woda hat in Erlangen studiert, in Naturwissenschaften studiert und schreibt Geschichten und Romane mit Blick auf die zwischenmenschlichen Beziehungen. Er lebt am Niederrhein. Das Cover ist in einem dunklen Rot gehalten, Titel und Autorenname stechen in Gelb hervor. Ein Mistelzweig verweist auf den Titel. Bruno Woda schreibt einen flüssigen und gut lesbaren Stil. Auf 29 kurz gehaltenen Kapiteln gelingt es dem Autor, die Folgen einer falschen Entscheidung, die Theo völlig verändern, nachvollziehbar und sehr realistisch darzustellen. Die Charaktere sind sehr lebendig und authentisch beschrieben, auch wenn sie nicht durchweg sympathisch sind. Das gilt sowohl für Theo und seine Familie, für Jack als auch für die Mitarbeiter und Kollegen in dem Unternehmen, für das Theo arbeitet. Das Bild der Mistel, die sich als Schmarotzer auf einem Wirtsbaum einnistet und das immer wieder auftaucht, ist glänzend gewählt und passt haargenau zu der Beziehung zwischen Theo und Jack. Fazit: ein atmosphärisch dichter Roman mit überraschendem Ausgang - unbedingt lesen!

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von Bruno Woda

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