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Väterland

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Inhalt und Details

Gabrielle ist fast dreizehn Jahre alt. Im Alter von sechs Monaten wurde das aus Somalien stammende Mädchen von einem homosexuellen Paar adoptiert. George und Phil, ihre Väter, sind seit 15 Jahren verheiratet, doch nun wurde ein Gesetz erlassen, das sie zu Ausgestoßenen macht. Sie müssen eine rosa Raute als Kennzeichnung tragen, in einem Ghetto am Stadtrand wohnen und verlieren das Recht, ihren Beruf auszuüben (die beiden sind Künstler) – in der Stadt dürfen sie sich ohne Genehmigung nicht mehr bewegen. Um ein Geschenk zu Gabrielles Geburtstag zu finden, riskieren sie alles und fahren ohne Erlaubnis in die Stadt. Doch nachdem sie einen Autounfall gebaut haben und dadurch die Aufmerksamkeit vermeintlich rechtschaffener Bürger auf sich gelenkt haben, können sie niemandem mehr vertrauen. Wie sollen sie Gabrielle warnen, die Zuhause geblieben ist? Wie können sie ihre Verfolger abschütteln? Und wohin sollen sie flüchten? Mit „Väterland“ entwirft Christophe Léon eine Zukunft, die von Intoleranz, Gewalt und Angst bestimmt ist. Eine Zukunft, die uns zurückwirft in eine gar nicht so ferne Vergangenheit. Er (C.L.) schafft auf nicht einmal 120 Seiten einen Roman, der Raum lässt für die Hoffnung, dass Liebe, Solidarität und ein wacher Verstand Rettung bringen werden.“
Tatjana Stegmann, Rheinpfalz

„Christophe Léons Buch ... rüttelt auf – eine lehrreiche Lektüre, für Kinder wie für Erwachsene.“
Susanne Billig, Deutschlandfunk Kultur

„Man bleibt erschüttert zurück.“
Andrea Lüthi, NZZ am Sonntag

„genau so soll Literatur für mich sein.“
Letteraturen

„Flott zu lesende, sehr aktuelle Literatur.“
Evanglischer Buchberater

„Ein Plädoyer für Toleranz.“
Katrin Hörnlein, Die Zeit

„Väterland" – das sind 116 Seiten zum Nachdenken, Ernstnehmen und Achtsamsein!“
Andrea Wedan, Buchkultur

„Eine hochaktuelle, wichtige und zutiefst beängstigende Geschichte ist es, die der französische Autor in diesem schmalen Band erzählt."
Matthias Busch, Münchner Merkur

„Er (C.L.) schafft auf nicht einmal 120 Seiten einen Roman, der Raum lässt für die Hoffnung, dass Liebe, Solidarität und ein wacher Verstand Rettung bringen werden."
Die Rheinpfalz

Dieses Jugendbuch liest sich in einem Rutsch durch, so ganz und gar gruselig ist es. Eine Dystopie, ja, und zugleich aber auch so unheimlich realistisch, dass es einen nur so schüttelt.
Steven Cloos, Instagram Christophe Léon geboren 1959 in Algier, hat neben belletristischen Titeln bereits mehr als 30 Jugendromane geschrieben und zahlreiche Preise für sein literarisches Werk gewonnen. Einer seiner Romane wurde in Frankreich verfilmt, außerdem schreibt er Essays und Theaterstücke. Christophe Léon wohnt in der Dordogne.

Rosemarie Griebel-Kruip studierte Romanistik, Germanistik und Volkskunde in Würzburg und Paris und träumte zunächst davon, in einem Freilichtmuseum zu arbeiten. Nach diversen Auslandsaufenthalten landete sie dann als Lektorin und Übersetzerin in verschiedenen Kinderbuchverlagen und machte sich 2000 als Übersetzerin selbständig. Sie lebt heute mit ihrer Familie am Deister bei Hannover.
  • Einband

    Kunststoff-Einband

  • Altersempfehlung

    12 - 15 Jahr(e)

  • Erscheinungsdatum

    22.03.2017

  • Verlag Mixtvision
  • Seitenzahl

    116

  • Maße

    21,1/13,6/1,2 cm

Beschreibung & Medien

Artikeldetails

  • Einband

    Kunststoff-Einband

  • Altersempfehlung

    12 - 15 Jahr(e)

  • Erscheinungsdatum

    22.03.2017

  • Verlag Mixtvision
  • Seitenzahl

    116

  • Maße

    21,1/13,6/1,2 cm

  • Gewicht

    174 g

  • Auflage

    1. Auflage

  • Originaltitel Embardeé
  • Übersetzer

    Rosemarie Griebel-Kruip

  • Sprache

    Deutsch

  • ISBN

    978-3-95854-095-8

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Anregendes Gedankenexperiment, das noch mehr Tiefe hätte vertragen können.
von Der Medienblogger am 04.07.2020

Vor nur wenigen Jahrzehnten stand die Welt auf Kopf: Menschen wurden aufgrund ihrer Herkunft, Religion, Sexualität und ihrem körperlichen Zustand öffentlich ausgegrenzt und bekämpft. Mehrere Millionen Menschen mussten eine starre Ideologie, die kulturelle Vielfalt missbilligte und eine genaue Vorstellung darüber hatte, wie ein D... Vor nur wenigen Jahrzehnten stand die Welt auf Kopf: Menschen wurden aufgrund ihrer Herkunft, Religion, Sexualität und ihrem körperlichen Zustand öffentlich ausgegrenzt und bekämpft. Mehrere Millionen Menschen mussten eine starre Ideologie, die kulturelle Vielfalt missbilligte und eine genaue Vorstellung darüber hatte, wie ein Deutscher zu sein hat und wie nicht, mit ihrem Leben bezahlen. Nur, weil sie dem Ideal nicht entsprachen. Der algerische Autor Christophe Léon denkt die Ansätze der Nationalsozialisten konsequent weiter: Er entwirft das erschreckende Bild einer Gesellschaft, die sich offen gegenüber Homosexualität ausspricht. Sie müssen in eigenen Vierteln in der Stadt leben und werden öffentlich denunziert. Dieses Szenario packt die Leser*innen ab der ersten Seite hinein in eine Menschheit, in der Hass die Oberhand gewinnt. Ein binäres System, in dem es nur Richtig und Falsch gibt – und Schwule und Lesen sind definitiv falsch. Es ist ein Lachen jenseits alles Lächerlichen. Meine Eltern freuen sich in genau diesem Augenblick, dass sie leben, und sie lachen über die Farce, in ein Getto eingesperrt zu werden, nur weil sie sich lieben. Dabei wird das Geschehen mit einem nüchternen Schreibstil geschildert, der auf die wesentlichen Informationen reduziert ist und keine sprachlichen Schnörkel und Verzierungen eingeht. Der Autor wählt geschickt ein junges Mädchen, aus dessen Sicht er in erster Person Singular erzählt: Gabrielle blickt aus Kinderaugen, in Froschperspektive auf die Umgebung und hinterfragt fassungslos die vermittelten Werte. Dies eröffnet eine neue Ebene der bitteren Realität, die umso sinnfreier erscheint. Denn: Selbst ein kleines Kind durchschaut die offensichtliche Ungerechtigkeit. Die hingebungsvolle Liebe und die Zuneigung zueinander in der Familie sind für die Leser*in förmlich greifbar. George und Phil, die fürsorglichen Väter, treten im vorliegenden Werk als sehr starke Persönlichkeiten auf, die sich unentwegt in ihrem Handeln und der Kunst für die richtigen Werte einsetzen. Sie sind wahre Hoffnungsträger und können mich mit ihrem Tun inspirieren. "Menschlich ist das einzige Geschlecht, das ich gelten lasse", sagt Phil zwischen zwei Gabeln Kartoffelpüree. Durch den knappen Umfang von gerade einmal hundertzwanzig Seiten erhält "Väterland" einen novellenartigen Charakter. Die Geschichte endet daher auch in einem sehr offenen Ende, das das Publikum hier jedoch vollkommen unbefriedigt und enttäuscht zurücklässt. Da der Ausgang der Handlung für die Leser*innen so ungewiss ist, erzielt das Buch leider keine nachhaltige Wirkung. Es wirkt eher so, als wäre das Buch nicht zu Ende geschrieben worden. Die Intoleranz ist bereits zu Beginn fest in die Geisteshaltung der Menschen eingegliedert. Ich persönlich hätte mir aber ein wenig mehr Hintergrundinformationen über den Wandel bzw. die Entwicklung der Gesellschaft hin zu öffentlicher Homophobie und der Denunziation von Minderheiten gewünscht. Das hätte dem Gedankenexperiment zusätzliche Tiefe verschafft. Dennoch möchte ich jedem zu diesem Werk raten. Es regt eine sehr interessante Debatte an: Kommt das Coming-out, das heutzutage von der Umgebung erwartet wird, nicht rosa Rauten gleich? Ist dieses Label, das man sich selbst auferlegen muss, ob man denn "schwul", "lesbisch", "transsexuell", "bisexuell" etc. ist (weil dazwischen gibt es ja nichts), nicht auch eine Art Denunziation? Dass man nach außen zeigen muss, auf welches Geschlecht man steht? "Väterland" ist ein anregendes Gedankenexperiment, das noch mehr Tiefe vertragen hätte können. Wertung: 6 von 10 Punkten Ich vergebe daher drei von fünf möglichen Sternen.

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