Kennen Sie diesen Mann?

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Roman

Buch (Taschenbuch)

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Beschreibung

David hat sein Gedächtnis verloren. Er weiß nicht mehr, wer er ist. In einer Zeitungsanzeige fordert er Verwandte und Bekannte auf, ihm einen Brief zu schreiben, um ihm seine Erinnerungen zurückzugeben. Und er bekommt Antworten auf seine Fragen. Aber will er die wirklich hören? Denn sie sind ganz unterschiedlicher Art und nicht immer schön. Sein Jugendfreund Jon, ein Musiker, der gerade den Halt zu verlieren scheint, meldet sich. Sein Stiefvater Arvid, ein Pfarrer, der auf den Tod wartet. Und seine Jugendliebe Silje, eine Frau mittleren Alters, die möglicherweise gerade im Begriff ist, aus ihrer Ehe auszusteigen. Die Briefe geben ihnen allen die unerwartete Chance, von ihrem eigenen Leben zu erzählen, während sie zugleich Davids Geschichte einkreisen. Aber wer ist David wirklich?

Carl Frode Tiller, geboren 1970, ist ein norwegischer Autor, Historiker, Musiker und Komponist. Er gilt als Meister der psychologischen Zwischentöne. Seine Romane sind vielfach preisgekrönt und in 16 Sprachen übersetzt. »Wer du heute bist« ist nach »Kennen Sie diesen Mann?« der zweite Teil der Trilogie um den gedächtnislosen David.

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.01.2018

Verlag

btb

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

18,7/12,1/2,9 cm

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.01.2018

Verlag

btb

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

18,7/12,1/2,9 cm

Gewicht

319 g

Originaltitel

Innsirkling 1

Übersetzer

Ina Kronenberger

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-71590-9

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Manches bleibt offen

Astrid Wergen am 03.02.2020

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Endlich konnte ich wieder ein Buch aus meinem SuB (Stapel ungelesener Bücher) befreien. Ein Rezensionsexemplar, das ich vom btb Verlag bekommen habe, vielen Dank dafür! Jedoch beeinflusst das meine Meinung nicht. David hat sein Gedächtnis verloren, und sucht via Zeitungsannonce nach Verwandten und Freunden, die etwas über ihn erzählen können und seine Erinnerungen auffrischen können. Dieser Zeitungsannonce sind Silje, Arved und Jon gefolgt, die in langen Briefen über Davids Kindheit, Jugend und Familie erzählen. Jeder hat ein anderes Bild von ihm, und doch ergeben die drei Briefe ein Gesamtbild über David, ohne ihn aktiv in das Geschehen einzubinden. Die Geschichte beginnt mit Jon, der versucht, sein Leben als Berufsmusiker voranzutreiben. Von Schwierigkeiten geplagt, speziell mit seiner eigenen Familie, zögert er nicht, von David zu erzählen. David und Jon, beide durften ihre ersten sexuellen Erfahrungen gemeinsam erleben, mussten aber erkennen, dass dies nicht von Dauer sein wird. Im Kontext steht dazu Silje, die eine langjährige Beziehung mit David hatte, die aber durch beider Studium an verschiedenen Standorten beendet wurde. Silje ist nicht glücklich. Psychische Probleme gefolgt von Eheproblemen prägen ihren Alltag, bei dem der Leser nicht ganz sicher ist, ob diese selber verschuldet sind oder nicht. Im mittleren Teil erzählt Arved über David. Arved war Davids Stiefvater, und erzählt, wie Davids Mutter Arved, den Dorfpfarrer, geheiratet hatte, und bis zu ihrem Tod mit ihm zusammen lebte. In dieser Familienbande kochten viele Probleme hoch, denn das Trio um Jon, David und Silje gibt alles, um genau so zu sein, wie sie eben nicht sein sollen. Das Trio rebelliert, wo es nur kann. Doch bleibt die Frage: Wer ist David wirklich? Was macht ihn persönlich aus? Das, was Arved, Silje und Jon schildern, sind Eindrücke von aussen. Zugegebenerweise hat mich der Klappentext sehr angesprochen. Wie ist das für jemanden selber, sein Gedächtnis zu verlieren und nicht zu wissen, wer man ist? So habe ich auch eher eine Erzählperspektive von David erwartet, und nicht von Protagonisten, die ihre Eindrücke von aussen her schildern. Die Zeitungsannonce wird wirklich kurz von Arved in etwa der Mitte des Buches erwähnt, David selber bleibt aber irgendwie aussen vor. Vielmehr wird ein Bild von einer Gruppe Menschen geprägt, dessen Mitte zwar David ist, aber dieser Charakter lässt viel Spielraum zur Selbstinterpretation. Mein Eindruck war, dass einerseits David Kern dieser Geschichte ist, aber nicht in den Focus gerät. Er ist der, der die Freunde mit ihren Familien zusammen hält. Ebenso seltsam muteten die Geschichten der Freunde an: keine Familiengeschichte läuft harmonisch ab. Jon leidet darunter, dass seine Familie seine Karriere als Berufsmusiker zum Scheitern verurteilt hat. Sein Bruder hat die Mutter voll im Griff, geht seinen Bruder aber bei jeder Gelegenheit an. Jon selber fehlt die positive Komponente im Leben, er nörgelt an allem herum, wo er nur kann. Die Ehe von Arvid und seiner Frau Berit schien belastet zu sein. Es wirkt, als hätte Berit nur einen sicheren Hafen gesucht, um ihren unehelichen Sohn David aufzuziehen. Besonders schwer wird es für Arvid, als Berit sich für mehr für Samuel interessiert als für ihn selber. Silje selber provoziert immer wieder Streit mit ihrem Mann, der seine Frau immer weniger versteht. Die Protagonisten selber fand ich durchaus ausgearbeitet. Jedoch irritierte mich immer wieder, dass David selber so eine untergeordnete Rolle spielte. Nach Jons Erinnerungen, die er mit David teilt, hoffte ich, dass nun David in den Vordergrund gerückt wird. Leider blieb der Hauptprotagonist ein unsichtbares Phantom. Der Schreibstil holperte für mich manchmal, gerade bei den Erinnerungen von Silje. Es wiederholte sich manches, und war für mich störend zu lesen. Die Grundidee dieses Buches fasziniert mich nach wie vor. Ein Mann, der scheinbar sein Gedächtnis verloren hat, bittet um Erinnerungen seiner Mitmenschen. Für mich ist das ein interessantes Gedankenspiel, denn oft vermutet man ein ganz anderes Bild von sich selber, das auf andere gar nicht so wirkt (Eigenbild/Fremdbild). Und doch hinterlässt dieses Buch für mich einen fragwürdigen Eindruck. Ein Buch, von dem ich was ganz anderes erwartet habe. Eine Geschichte, die ich nicht einfach zu lesen fand, und von der ich nicht behaupten kann, dass sie mich weder überzeugt hätte noch enttäuscht. Auch wenn ich jetzt einige Zeit über das Buch nachgedacht habe, komm ich für mich nicht zu einem abschließenden Urteil, ob mir das Buch gefallen hat. Es hatte definitiv seine Vorzüge durch das Thema, aber die Umsetzung konnte mich mit mancher negativen Stimmung nicht überzeugen.

Manches bleibt offen

Astrid Wergen am 03.02.2020
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Endlich konnte ich wieder ein Buch aus meinem SuB (Stapel ungelesener Bücher) befreien. Ein Rezensionsexemplar, das ich vom btb Verlag bekommen habe, vielen Dank dafür! Jedoch beeinflusst das meine Meinung nicht. David hat sein Gedächtnis verloren, und sucht via Zeitungsannonce nach Verwandten und Freunden, die etwas über ihn erzählen können und seine Erinnerungen auffrischen können. Dieser Zeitungsannonce sind Silje, Arved und Jon gefolgt, die in langen Briefen über Davids Kindheit, Jugend und Familie erzählen. Jeder hat ein anderes Bild von ihm, und doch ergeben die drei Briefe ein Gesamtbild über David, ohne ihn aktiv in das Geschehen einzubinden. Die Geschichte beginnt mit Jon, der versucht, sein Leben als Berufsmusiker voranzutreiben. Von Schwierigkeiten geplagt, speziell mit seiner eigenen Familie, zögert er nicht, von David zu erzählen. David und Jon, beide durften ihre ersten sexuellen Erfahrungen gemeinsam erleben, mussten aber erkennen, dass dies nicht von Dauer sein wird. Im Kontext steht dazu Silje, die eine langjährige Beziehung mit David hatte, die aber durch beider Studium an verschiedenen Standorten beendet wurde. Silje ist nicht glücklich. Psychische Probleme gefolgt von Eheproblemen prägen ihren Alltag, bei dem der Leser nicht ganz sicher ist, ob diese selber verschuldet sind oder nicht. Im mittleren Teil erzählt Arved über David. Arved war Davids Stiefvater, und erzählt, wie Davids Mutter Arved, den Dorfpfarrer, geheiratet hatte, und bis zu ihrem Tod mit ihm zusammen lebte. In dieser Familienbande kochten viele Probleme hoch, denn das Trio um Jon, David und Silje gibt alles, um genau so zu sein, wie sie eben nicht sein sollen. Das Trio rebelliert, wo es nur kann. Doch bleibt die Frage: Wer ist David wirklich? Was macht ihn persönlich aus? Das, was Arved, Silje und Jon schildern, sind Eindrücke von aussen. Zugegebenerweise hat mich der Klappentext sehr angesprochen. Wie ist das für jemanden selber, sein Gedächtnis zu verlieren und nicht zu wissen, wer man ist? So habe ich auch eher eine Erzählperspektive von David erwartet, und nicht von Protagonisten, die ihre Eindrücke von aussen her schildern. Die Zeitungsannonce wird wirklich kurz von Arved in etwa der Mitte des Buches erwähnt, David selber bleibt aber irgendwie aussen vor. Vielmehr wird ein Bild von einer Gruppe Menschen geprägt, dessen Mitte zwar David ist, aber dieser Charakter lässt viel Spielraum zur Selbstinterpretation. Mein Eindruck war, dass einerseits David Kern dieser Geschichte ist, aber nicht in den Focus gerät. Er ist der, der die Freunde mit ihren Familien zusammen hält. Ebenso seltsam muteten die Geschichten der Freunde an: keine Familiengeschichte läuft harmonisch ab. Jon leidet darunter, dass seine Familie seine Karriere als Berufsmusiker zum Scheitern verurteilt hat. Sein Bruder hat die Mutter voll im Griff, geht seinen Bruder aber bei jeder Gelegenheit an. Jon selber fehlt die positive Komponente im Leben, er nörgelt an allem herum, wo er nur kann. Die Ehe von Arvid und seiner Frau Berit schien belastet zu sein. Es wirkt, als hätte Berit nur einen sicheren Hafen gesucht, um ihren unehelichen Sohn David aufzuziehen. Besonders schwer wird es für Arvid, als Berit sich für mehr für Samuel interessiert als für ihn selber. Silje selber provoziert immer wieder Streit mit ihrem Mann, der seine Frau immer weniger versteht. Die Protagonisten selber fand ich durchaus ausgearbeitet. Jedoch irritierte mich immer wieder, dass David selber so eine untergeordnete Rolle spielte. Nach Jons Erinnerungen, die er mit David teilt, hoffte ich, dass nun David in den Vordergrund gerückt wird. Leider blieb der Hauptprotagonist ein unsichtbares Phantom. Der Schreibstil holperte für mich manchmal, gerade bei den Erinnerungen von Silje. Es wiederholte sich manches, und war für mich störend zu lesen. Die Grundidee dieses Buches fasziniert mich nach wie vor. Ein Mann, der scheinbar sein Gedächtnis verloren hat, bittet um Erinnerungen seiner Mitmenschen. Für mich ist das ein interessantes Gedankenspiel, denn oft vermutet man ein ganz anderes Bild von sich selber, das auf andere gar nicht so wirkt (Eigenbild/Fremdbild). Und doch hinterlässt dieses Buch für mich einen fragwürdigen Eindruck. Ein Buch, von dem ich was ganz anderes erwartet habe. Eine Geschichte, die ich nicht einfach zu lesen fand, und von der ich nicht behaupten kann, dass sie mich weder überzeugt hätte noch enttäuscht. Auch wenn ich jetzt einige Zeit über das Buch nachgedacht habe, komm ich für mich nicht zu einem abschließenden Urteil, ob mir das Buch gefallen hat. Es hatte definitiv seine Vorzüge durch das Thema, aber die Umsetzung konnte mich mit mancher negativen Stimmung nicht überzeugen.

Mein Fazit zu "Kennen Sie diesen Mann?"

Bewertung aus Berlin am 23.07.2018

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Mein Fazit zu Kennen Sie diesen Mann? Wie jetzt schon einige Male erwähnt: Die Idee ist ansprechend. Es ist für mich etwas neues gewesen. Der Schreibstil genauso wie die Geschichte dahinter. Leider konnte mich Carl Frode Tiller nicht mit dieser Begeisterung bis zum Schluss dabei behalten. Was ich sehr schade finde. Die immer wieder aufgewärmten Emotionen und die kühle der Charaktere sowie das lediglich „grobe Kratzen an der Oberfläche“ dieser, ist für mich sehr ermüdend gewesen. Das keinerlei wörtliche Rede benutzt wird und Sätze dann enden mit „Sagte er“ oder „sagte sie“ wirkt leider Stellenweise sehr anstrengend und unterbrechend. Begeisterung fanden die etwas anderen Seiten der Charaktere und die Erzählung und Beschreibung des jeweils anderen von ihm. Auch, das man David beispielsweise nicht einmal ließt. Man wird in die Geschichte geschmissen, schaut sich um und mit einigen Korrekturen bei dem Aufbau der Geschichte- kann man auch wirklich Platz nehmen und das alles auf sich wirken lassen. Es hat potential und man möchte David verstehen und kennen lernen. Nur ein klein wenig direkter, näher und intensiver. Von mir bekommt "Kennen Sie diesen Mann?" von Carl Frode Tiller 2,8/5 Sternen!

Mein Fazit zu "Kennen Sie diesen Mann?"

Bewertung aus Berlin am 23.07.2018
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Mein Fazit zu Kennen Sie diesen Mann? Wie jetzt schon einige Male erwähnt: Die Idee ist ansprechend. Es ist für mich etwas neues gewesen. Der Schreibstil genauso wie die Geschichte dahinter. Leider konnte mich Carl Frode Tiller nicht mit dieser Begeisterung bis zum Schluss dabei behalten. Was ich sehr schade finde. Die immer wieder aufgewärmten Emotionen und die kühle der Charaktere sowie das lediglich „grobe Kratzen an der Oberfläche“ dieser, ist für mich sehr ermüdend gewesen. Das keinerlei wörtliche Rede benutzt wird und Sätze dann enden mit „Sagte er“ oder „sagte sie“ wirkt leider Stellenweise sehr anstrengend und unterbrechend. Begeisterung fanden die etwas anderen Seiten der Charaktere und die Erzählung und Beschreibung des jeweils anderen von ihm. Auch, das man David beispielsweise nicht einmal ließt. Man wird in die Geschichte geschmissen, schaut sich um und mit einigen Korrekturen bei dem Aufbau der Geschichte- kann man auch wirklich Platz nehmen und das alles auf sich wirken lassen. Es hat potential und man möchte David verstehen und kennen lernen. Nur ein klein wenig direkter, näher und intensiver. Von mir bekommt "Kennen Sie diesen Mann?" von Carl Frode Tiller 2,8/5 Sternen!

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