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Band 8

Gustav Klimt

Die Biografie

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Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.01.2018

Verlag

Brandstätter Verlag

Seitenzahl

320

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.01.2018

Verlag

Brandstätter Verlag

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

21,6/14,1/3,8 cm

Gewicht

674 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7106-0192-7

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Gustav Klimt - eine wunderbare Biografie

Gertie G. aus Wien am 20.05.2021

Bewertungsnummer: 1078531

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Am 06. Februar 2018 jährt sich der Todestag von Gustav Klimt zum 100. Mal. Ein Anlass, wieder einmal eine Biografie über diesen Maler zu lesen, der zu Lebzeiten polarisiert hat, dann lange in Vergessenheit geraten ist und erst ab 1985 wieder in das Rampenlicht der Öffentlichkeit geraten ist. Die unrühmliche Geschichte (und die Rolle Österreichs darin) um die Restitution einiger seiner Bilder an die Nachfahren seiner damaligen jüdischen Auftraggeber hat ein weltweites Interesse an Gustav Klimt und seinen Bildern hervorgerufen. Wer war er nun? Das „Enfant Terrible“ der Wiener Kunstszene? Der Mann, der jene goldenen Bilder malte, die heute nahezu auf jedem Wien-Kalender zu sehen sind? In zwanzig Kapiteln bringt uns das Autorenduo Leben und Werk des Künstlers näher. Gustav wird am 14. Juli 1862 als ältester Sohn des aus Böhmen zugewanderten Goldgraveur Ernst Klimt und seiner Frau Ann Rosalia geboren. Die Familie lebt mit den Kindern, Gustav, Ernst jr., Georg und den Schwestern in eher ärmlichen Verhältnissen. Geld ist knapp und Geld wird im Leben Gustavs immer eine Rolle spielen: Es ist für ihn zum Ausgeben da. Später wird er große Summen verdienen und doch wird bei seinem Tod kaum Geld vorhanden sein. Er unterstützt beinahe jeden, der ihn um Geld bittet und wird entsprechend auch ausgenützt. Dennoch sieht er darüber hinweg und meint: „… Und lieber geb ich einmal einem Lumpen etwas, als dass ich am End einem wirklich Armen nix geben tät.“ (S.75) Gustav Klimt wird in diesem Buch nicht über seiner Rolle als „Womanizer“ definiert wie in anderen Biografien, obwohl er eine charismatische Ausstrahlung auf Frauen hat. Ja, er hat Verhältnisse mit einigen seiner Modelle. Doch vieles davon ist ungesichert, manches erfunden. Klimts Leben und Werk ist untrennbar mit dem jüdischen Großbürgertum in Wien des Fin de Siècle verbunden. Das spiegelt sich darin, dass er kaum Aufträge anderer Kunden erhält. Der Skandal der Bilder für die Medizinische Fakultät, zeigt einen sturen, geradlinigen Menschen. Klimt gibt Auftrag und Honorar an die Auftraggeber zurück, gleichwohl er sich damit verschuldet. Klimt nimmt danach keinen öffentlichen Auftrag mehr an – mit allen Konsequenzen. Dieser geradlinigen Persönlichkeitsstruktur gehen die beiden Autoren nach und fördern bislang unbeachtetes Archivmaterial, Tagebücher und Zeitzeugenberichte zutage. Klimt beschäftigt sich nicht nur mit den Frauenporträts seiner finanzkräftigen Auftraggeber, sondern studiert die japanische Kunst, die ihn nachhaltig beeinflusst. Großer Raum wird auch dem Raub der Kunstwerke durch die Nazis eingeräumt (siehe Kapitel XX „Zur Rezeptionsgeschichte“). Interessant, dass Klimts Bilder als „geringwertig“, gerade nicht entartet, eingeschätzt werden. Angesetzte Preise von wenigen hundert Reichsmark lassen viele Bilder in der Versenkung verschwinden. Ein Monet wird z.B. auf 10.000 Reichsmark (=54.000,00 Euro) geschätzt, Klimts Bild „Mäda Primavesi“ auf 110/150 RM (= 600/800 Euro). Tragisch, dass ein Großteil des Werkes von Gustav Klimt in den letzten Kriegstagen im Schloss Immendorf durch den Brand für immer verlorengehen. Nicht ausgespart wird die unrühmliche Rolle der Republik Österreich bei der Restitution von Klimts Bildern an die Nachfahren der von den Nazis enteigneten jüdischen Familien. Es mag wie ein Treppenwitz der Geschichte anmuten, dass die von den Nazis geringgeschätzten Werke Gustav Klimts heute bei Auktionen Höchstpreise erzielen. Meine Meinung: Mona Horncastle ist eine sehr ausführliche und anschauliche Biografie Gustav Klimts gelungen. Co-Autor Alfred Weidinger ist einer der besten Klimt-Kenner der Welt. Sie beleuchten die unbekannten Seiten Klimts und lassen uns in den Zeitgeist der Wiener Gesellschaft um 1900 eintauchen. Sie begegnen Gustav Klimt auf Augenhöhe, abseits der vielen Klischees und Legenden, die sich um das Leben des großen Künstlers ranken. Bemerkens- und erwähnenswert ist auch die großartige Aufmachung des Buches: Gebunden mit Lesebändchen und einem färbigen Blattschnitt – in Anlehnung an Klimts verschwenderische Verwendung von Blattgold in einem goldähnlichen Gelb gehalten. Auch der Schutzumschlag ist ein Eyecatcher, der in gelb und weiß, die für Klimt so typischen geometrischen Muster wiedergeben. Hohe Papierqualität, Lack- und Prägedruck ergänzen das auffallende Cover, das in seiner Haptik einen Genuss verspricht. Fazit: Eine wunderbare Biografie, die mit den diversen Legenden rund um den Künstler und Menschen Gustav Klimt aufräumt. Dieses Buch zählt für mich zu den Highlights der Biografien und eignet sich hervorragend als Geschenk. Ich gebe 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.
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Gustav Klimt - eine wunderbare Biografie

Gertie G. aus Wien am 20.05.2021
Bewertungsnummer: 1078531
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Am 06. Februar 2018 jährt sich der Todestag von Gustav Klimt zum 100. Mal. Ein Anlass, wieder einmal eine Biografie über diesen Maler zu lesen, der zu Lebzeiten polarisiert hat, dann lange in Vergessenheit geraten ist und erst ab 1985 wieder in das Rampenlicht der Öffentlichkeit geraten ist. Die unrühmliche Geschichte (und die Rolle Österreichs darin) um die Restitution einiger seiner Bilder an die Nachfahren seiner damaligen jüdischen Auftraggeber hat ein weltweites Interesse an Gustav Klimt und seinen Bildern hervorgerufen. Wer war er nun? Das „Enfant Terrible“ der Wiener Kunstszene? Der Mann, der jene goldenen Bilder malte, die heute nahezu auf jedem Wien-Kalender zu sehen sind? In zwanzig Kapiteln bringt uns das Autorenduo Leben und Werk des Künstlers näher. Gustav wird am 14. Juli 1862 als ältester Sohn des aus Böhmen zugewanderten Goldgraveur Ernst Klimt und seiner Frau Ann Rosalia geboren. Die Familie lebt mit den Kindern, Gustav, Ernst jr., Georg und den Schwestern in eher ärmlichen Verhältnissen. Geld ist knapp und Geld wird im Leben Gustavs immer eine Rolle spielen: Es ist für ihn zum Ausgeben da. Später wird er große Summen verdienen und doch wird bei seinem Tod kaum Geld vorhanden sein. Er unterstützt beinahe jeden, der ihn um Geld bittet und wird entsprechend auch ausgenützt. Dennoch sieht er darüber hinweg und meint: „… Und lieber geb ich einmal einem Lumpen etwas, als dass ich am End einem wirklich Armen nix geben tät.“ (S.75) Gustav Klimt wird in diesem Buch nicht über seiner Rolle als „Womanizer“ definiert wie in anderen Biografien, obwohl er eine charismatische Ausstrahlung auf Frauen hat. Ja, er hat Verhältnisse mit einigen seiner Modelle. Doch vieles davon ist ungesichert, manches erfunden. Klimts Leben und Werk ist untrennbar mit dem jüdischen Großbürgertum in Wien des Fin de Siècle verbunden. Das spiegelt sich darin, dass er kaum Aufträge anderer Kunden erhält. Der Skandal der Bilder für die Medizinische Fakultät, zeigt einen sturen, geradlinigen Menschen. Klimt gibt Auftrag und Honorar an die Auftraggeber zurück, gleichwohl er sich damit verschuldet. Klimt nimmt danach keinen öffentlichen Auftrag mehr an – mit allen Konsequenzen. Dieser geradlinigen Persönlichkeitsstruktur gehen die beiden Autoren nach und fördern bislang unbeachtetes Archivmaterial, Tagebücher und Zeitzeugenberichte zutage. Klimt beschäftigt sich nicht nur mit den Frauenporträts seiner finanzkräftigen Auftraggeber, sondern studiert die japanische Kunst, die ihn nachhaltig beeinflusst. Großer Raum wird auch dem Raub der Kunstwerke durch die Nazis eingeräumt (siehe Kapitel XX „Zur Rezeptionsgeschichte“). Interessant, dass Klimts Bilder als „geringwertig“, gerade nicht entartet, eingeschätzt werden. Angesetzte Preise von wenigen hundert Reichsmark lassen viele Bilder in der Versenkung verschwinden. Ein Monet wird z.B. auf 10.000 Reichsmark (=54.000,00 Euro) geschätzt, Klimts Bild „Mäda Primavesi“ auf 110/150 RM (= 600/800 Euro). Tragisch, dass ein Großteil des Werkes von Gustav Klimt in den letzten Kriegstagen im Schloss Immendorf durch den Brand für immer verlorengehen. Nicht ausgespart wird die unrühmliche Rolle der Republik Österreich bei der Restitution von Klimts Bildern an die Nachfahren der von den Nazis enteigneten jüdischen Familien. Es mag wie ein Treppenwitz der Geschichte anmuten, dass die von den Nazis geringgeschätzten Werke Gustav Klimts heute bei Auktionen Höchstpreise erzielen. Meine Meinung: Mona Horncastle ist eine sehr ausführliche und anschauliche Biografie Gustav Klimts gelungen. Co-Autor Alfred Weidinger ist einer der besten Klimt-Kenner der Welt. Sie beleuchten die unbekannten Seiten Klimts und lassen uns in den Zeitgeist der Wiener Gesellschaft um 1900 eintauchen. Sie begegnen Gustav Klimt auf Augenhöhe, abseits der vielen Klischees und Legenden, die sich um das Leben des großen Künstlers ranken. Bemerkens- und erwähnenswert ist auch die großartige Aufmachung des Buches: Gebunden mit Lesebändchen und einem färbigen Blattschnitt – in Anlehnung an Klimts verschwenderische Verwendung von Blattgold in einem goldähnlichen Gelb gehalten. Auch der Schutzumschlag ist ein Eyecatcher, der in gelb und weiß, die für Klimt so typischen geometrischen Muster wiedergeben. Hohe Papierqualität, Lack- und Prägedruck ergänzen das auffallende Cover, das in seiner Haptik einen Genuss verspricht. Fazit: Eine wunderbare Biografie, die mit den diversen Legenden rund um den Künstler und Menschen Gustav Klimt aufräumt. Dieses Buch zählt für mich zu den Highlights der Biografien und eignet sich hervorragend als Geschenk. Ich gebe 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

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Was Sie schon immer über Gustav Klimt wissen wollten...

Bewertung am 11.04.2020

Bewertungsnummer: 312363

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Restitutionsverhandlungen über das von Gustav Klimt geschaffene Werk: „ Adele-Bloch Bauer“ sorgten weltweit für Schlagzeilen. Ron Lauder hat es , nachdem es der rechtmäßigen Besitzerin zurückgegeben wurde, für seine „Neue Galerie“ in New York für vermutlich 126 Millionen Dollar erworben. Mit dem Film „Die Dame in Gold“ wurde diesem Vorgang ein cineastisches Denkmal gesetzt. Die Autoren des vorliegenden Buches Mona Horncastle und Alfred Weidinger sind beide zutiefst im Kunstbetrieb verankert. Sie sind sowohl Kuratoren, Autoren, Direktoren großer Museen als auch Verleger und Kunstvermittler. Mit Gustav Klimt portraitieren sie DEN Künstler der Wiener Moderne. Und mit dieser Biografie gelingt ihnen auch ein Kunstwerk. Sie vermögen es, durch intensive Recherchen, dem Künstler in all seinen Persönlichkeitsfacetten gerecht zu werden. Da werden seine diversen Beziehungen ebenso dargestellt wie seine Verbindungen zur jüdischen Kulturelite der Wiener Ringstraße. Seine künstlerische Entwicklung ist Gegenstand der Betrachtungen ebenso wie sein großes Engagement für die Wiener Sezession. Er ist der Fixstern der Wiener Avantgarde um 1900. Die Künstlerbiografie ist höchst informativ, hervorragend bebildert und darüber hinaus gut zu lesen. Wer immer Interesse an der Kulturmetropole Wien hat, kommt an diesem Werk nicht vorbei.
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Was Sie schon immer über Gustav Klimt wissen wollten...

Bewertung am 11.04.2020
Bewertungsnummer: 312363
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Restitutionsverhandlungen über das von Gustav Klimt geschaffene Werk: „ Adele-Bloch Bauer“ sorgten weltweit für Schlagzeilen. Ron Lauder hat es , nachdem es der rechtmäßigen Besitzerin zurückgegeben wurde, für seine „Neue Galerie“ in New York für vermutlich 126 Millionen Dollar erworben. Mit dem Film „Die Dame in Gold“ wurde diesem Vorgang ein cineastisches Denkmal gesetzt. Die Autoren des vorliegenden Buches Mona Horncastle und Alfred Weidinger sind beide zutiefst im Kunstbetrieb verankert. Sie sind sowohl Kuratoren, Autoren, Direktoren großer Museen als auch Verleger und Kunstvermittler. Mit Gustav Klimt portraitieren sie DEN Künstler der Wiener Moderne. Und mit dieser Biografie gelingt ihnen auch ein Kunstwerk. Sie vermögen es, durch intensive Recherchen, dem Künstler in all seinen Persönlichkeitsfacetten gerecht zu werden. Da werden seine diversen Beziehungen ebenso dargestellt wie seine Verbindungen zur jüdischen Kulturelite der Wiener Ringstraße. Seine künstlerische Entwicklung ist Gegenstand der Betrachtungen ebenso wie sein großes Engagement für die Wiener Sezession. Er ist der Fixstern der Wiener Avantgarde um 1900. Die Künstlerbiografie ist höchst informativ, hervorragend bebildert und darüber hinaus gut zu lesen. Wer immer Interesse an der Kulturmetropole Wien hat, kommt an diesem Werk nicht vorbei.

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von Mona Horncastle, Alfred Weidinger

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