Gesellschaftsbild und Entfremdung

Die Folgen unverarbeiteter gesellschaftlicher Komplexität

Diskurs Philosophie Band 17

Thomas Kilian

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Beschreibung

Das facettenreiche Unbehagen an der Moderne hat seine Ursachen darin, dass die Menschen im Allgemeinen von einem Gesellschaftsbild ausgehen, das den Verhältnissen nicht mehr gerecht wird. Handeln mit Bezug auf die Gesellschaft ist daher von Misserfolgen bedroht und frustrierend. Von diesem Alp entlastet sich die Mehrheit durch den Rückzug ins Private. Zwar ist es aus prinzipiellen Gründen nicht möglich, die Totalität der Gesellschaft abzubilden. Aber es lässt sich zeigen, dass die vorherrschende Vorstellung eines primär hierarchisch organisierten Systems nicht mehr angemessen ist. Mit dem hierarchischen Gesellschaftsbild veralten auch die emanzipatorischen Utopien von Gleichheit, Demokratie und Solidarität. Sein Verblassen kann aber keinen wirklichen Ersatz finden denn in einem besseren Gesellschaftsbild. Es sei denn, man verabschiedet sich vom gesellschaftlich handelnden, bewussten Subjekt und akzeptiert Drift und Surrogate als Lebensmodus.

Thomas Kilian, (Diplom-)Soziologe, geboren 1966: Freier Wissenschaftler, Journalist und Autor in Berlin. Er vereint den kaufmännischen Hintergrund seiner Familie mit politischem Engagement in der Stadtteilpolitik im Wedding und einem wachen Forscherdrang, begann schon als Schüler in seinem fränkischen Geburtsort für die Lokalzeitung zu schreiben und führt ein Leben mit vielen Facetten und Perspektiven. Nach empirischen Arbeiten vor allem zur DDR-Justiz und zur Stadtforschung verfolgt er in »Gesellschaftsbild und Entfremdung« die These, dass wir alle die Welt nicht mehr verstehen.

Produktdetails

Format PDF i
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Erscheinungsdatum 08.06.2017
Verlag Wbv Media
Seitenzahl 592 (Printausgabe)
Dateigröße 3489 KB
Auflage 1. Auflage
Sprache Deutsch
EAN 9783898967297

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