Der Himmel über unseren Träumen

Der Himmel über unseren Träumen

Roman

Buch (Taschenbuch)

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Der Himmel über unseren Träumen

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Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

03.04.2018

Verlag

Knaur Taschenbuch

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

19/12,3/3,2 cm

Beschreibung

Rezension

"Heidi Rehn ist wieder das Kunststück gelungen, mit einer glaubwürdigen heldin über eine Zeit zu erzählen, die die meisten von uns nur aus Erzählungen kennen. Spannend, voller Gefühl und gut recherchiert. Ein gelungener Mix, absolut lesenswert." ("Ruhr Nachrichten")
"athmosphärischer Roman mit einer spannenden und vielschichtigen Thematik, die noch eine Weile nachklingen wird." ("Zwiebelchens Plauderecke (Blog)")
"Ein berührender Roman von der Besteller-Autorin Heidi Rehn über eine junge Frau mit jüdischen Wurzeln, die im München der Nachkriegszeit als Architektin Karriere machen will." ("Buch-Magazin")

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

03.04.2018

Verlag

Knaur Taschenbuch

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

19/12,3/3,2 cm

Gewicht

93 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-426-51938-7

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Was verschweigt Arthur?

Lerchie am 25.04.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Prolog München 30. April 1938. Vera feierte ihren achten Geburtstag, als Onkel Jobst etwas aus seiner Tasche zog. Es war ein brauner Umschlag… München 1954. Vera war aus Amerika nach München zurückgekehrt. Damals hatten sie als jüdische Familie fliehen müssen, doch Vera wollte wieder nach München, im Gegensatz zu ihrer Mutter… Sie hatte Architektur studiert und arbeitete als Architektin in einer entsprechenden Firma. Auch Arthur arbeitete dort… Arthur wollte sein eigenes Architekturbüro eröffnen, zusammen mit seinem Freund Ludger… Und obwohl Vera noch nicht lange bei ihrem Chef arbeitete, durfte sie doch den Platz von Arthur einnehmen, was einen Kollegen gewaltig wurmte… Vera und Arthur waren ein Paar, es wurde auch schon von Hochzeit geredet als sie die Firma wechselte… Und Arthur stieß das sehr bitter auf… Und dann geschah etwas worauf, sie ihn hinauswarf und die Beziehung beendete…. Und dann gab es da noch Arthurs Schweigen über die Zeit zwischen seinem Abitur und dem Ende des zweiten Weltkrieges… Und das Getuschel ihrer Kollegen darüber… Was hatte Onkel Jobst in dem braunen Umschlag? War es etwas Negatives? Warum wollte Vera ausgerechnet wieder nach München? Weshalb wollte ihre Mutter das nicht? Hatte sich Vera in Arthur verliebt? Würde Arthur es schaffen, sein eigenes Architekturbüro zusammen mit seinem Freund Ludger zu führen? Warum hatte Veras Chef sie dem Kollegen vorgezogen, als Arthur ging? Machte der Kollege ihr das zum Vorwurf? Warum wechselte Vera den Arbeitsplatz? Und wieso gefiel das Arthur überhaupt nicht? Was geschah, dass Vera die Verlobung löste? Warum erzählte Arthur nichts über diese Zeit? Was wussten die Kollegen darüber? Alle diese Fragen und - noch viel mehr – beantwortet dieses Buch. Meine Meinung Zwar ließ sich das Buch leicht und flüssig lesen, und es gab auch keine Fragen, nach dem Sinn von Worten oder gar ganzen Sätzen. Aber ich war doch etwas enttäuscht, denn ich hatte in den ersten beiden Dritteln des Buches mehr Spannung erwartet. In der Geschichte war ich schnell drinnen und es war auch durchaus interessant zu lesen, aber es fehlte einfach an Spannung, es hatte definitiv Längen und wurde erst so richtig spannend, als ich zwei Drittel des Buches gelesen hatte. Es plätscherte so einfach dahin ohne Höhen und Tiefen. Erst als Vera ihrem Arthur den Laufpass gegeben hatte, wurde es spannend. Dann war ich auch voll dabei, denn es fesselte mich und ich musste unbedingt wissen, wie es weiter- und ausgeht. Ich fragte mich, was Arthur zu verbergen hatte? Warum hatte er Vera nichts von der Kriegszeit erzählt? Dass das letztendlich nicht gut gehen konnte, war mir klar. Doch dann blieb ihm nichts Anderes mehr übrig… Wie gesagt, enttäuscht am Anfang, doch am Ende gefiel mir das Buch noch sehr gut, denn es hat mich alles in allem doch noch gut unterhalten Daher vergebe ich vier von fünf Sternen bzw. acht von zehn Punkten.

Was verschweigt Arthur?

Lerchie am 25.04.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Prolog München 30. April 1938. Vera feierte ihren achten Geburtstag, als Onkel Jobst etwas aus seiner Tasche zog. Es war ein brauner Umschlag… München 1954. Vera war aus Amerika nach München zurückgekehrt. Damals hatten sie als jüdische Familie fliehen müssen, doch Vera wollte wieder nach München, im Gegensatz zu ihrer Mutter… Sie hatte Architektur studiert und arbeitete als Architektin in einer entsprechenden Firma. Auch Arthur arbeitete dort… Arthur wollte sein eigenes Architekturbüro eröffnen, zusammen mit seinem Freund Ludger… Und obwohl Vera noch nicht lange bei ihrem Chef arbeitete, durfte sie doch den Platz von Arthur einnehmen, was einen Kollegen gewaltig wurmte… Vera und Arthur waren ein Paar, es wurde auch schon von Hochzeit geredet als sie die Firma wechselte… Und Arthur stieß das sehr bitter auf… Und dann geschah etwas worauf, sie ihn hinauswarf und die Beziehung beendete…. Und dann gab es da noch Arthurs Schweigen über die Zeit zwischen seinem Abitur und dem Ende des zweiten Weltkrieges… Und das Getuschel ihrer Kollegen darüber… Was hatte Onkel Jobst in dem braunen Umschlag? War es etwas Negatives? Warum wollte Vera ausgerechnet wieder nach München? Weshalb wollte ihre Mutter das nicht? Hatte sich Vera in Arthur verliebt? Würde Arthur es schaffen, sein eigenes Architekturbüro zusammen mit seinem Freund Ludger zu führen? Warum hatte Veras Chef sie dem Kollegen vorgezogen, als Arthur ging? Machte der Kollege ihr das zum Vorwurf? Warum wechselte Vera den Arbeitsplatz? Und wieso gefiel das Arthur überhaupt nicht? Was geschah, dass Vera die Verlobung löste? Warum erzählte Arthur nichts über diese Zeit? Was wussten die Kollegen darüber? Alle diese Fragen und - noch viel mehr – beantwortet dieses Buch. Meine Meinung Zwar ließ sich das Buch leicht und flüssig lesen, und es gab auch keine Fragen, nach dem Sinn von Worten oder gar ganzen Sätzen. Aber ich war doch etwas enttäuscht, denn ich hatte in den ersten beiden Dritteln des Buches mehr Spannung erwartet. In der Geschichte war ich schnell drinnen und es war auch durchaus interessant zu lesen, aber es fehlte einfach an Spannung, es hatte definitiv Längen und wurde erst so richtig spannend, als ich zwei Drittel des Buches gelesen hatte. Es plätscherte so einfach dahin ohne Höhen und Tiefen. Erst als Vera ihrem Arthur den Laufpass gegeben hatte, wurde es spannend. Dann war ich auch voll dabei, denn es fesselte mich und ich musste unbedingt wissen, wie es weiter- und ausgeht. Ich fragte mich, was Arthur zu verbergen hatte? Warum hatte er Vera nichts von der Kriegszeit erzählt? Dass das letztendlich nicht gut gehen konnte, war mir klar. Doch dann blieb ihm nichts Anderes mehr übrig… Wie gesagt, enttäuscht am Anfang, doch am Ende gefiel mir das Buch noch sehr gut, denn es hat mich alles in allem doch noch gut unterhalten Daher vergebe ich vier von fünf Sternen bzw. acht von zehn Punkten.

Vergangenheitsbewältigung in den 50ern

Bewertung aus Hamburg am 25.04.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Vera Cohn hat sich sehr danach gesehnt - nun kehrt die junge Architektin aus dem Exil in ihre Heimatstadt München zurück. Wenige Jahre nach der Befreiung möchte sie sich am Wiederaufbau aktiv beteiligen, auch wenn ihrer Familie während des Nationalsozialismus' sehr viel Leid erfahren musste. Doch Vera glaubt nicht nur, dass trotz allem ein friedvolles Zusammenleben wieder möglich ist, sondern möchte sich zudem als Frau in einer absoluten Männerdomäne beweisen. Als ihr Kollege Arthur und sie sich ineinander verlieben, scheint das Leben endlich wieder Glück bereitzuhalten. Doch dann steht die Vergangenheit im Wege, denn während Vera verständlicherweise ihre eigene nicht einfach hinter sich lassen kann, möchte sie unbedingt von der Vergangenheit Arthurs und seiner Familie vor 1945 erfahren. Sie wird das Gefühl nicht los, dass Arthur ein Geheimnis hat, dass eine gemeinsame Zukunft zerschlagen könnte... Heidi Rehn erzählt mit ihrem neuesten Roman von einer eher ungewöhnlichen Zeit, da die Nachkriegsjahre in der Regel nicht so viel Aufmerksamkeit erhalten. In meinen Augen ist "Der Himmel über unseren Träumen" ein Roman, der sich sehr gekonnt mit unserer Vergangenheit auseinandersetzt. Vera hat zwar stets davon geträumt, wieder nach München zu ziehen, aber das bedeutet eben zwangsläufig auch eine intensive Auseinandersetzung mit den Erlebnissen ihrer Familie. Vera hat jüdische Wurzeln und im Exil in den Vereinigten Staaten überlebt. Zurück in ihrer Heimatstadt entspricht Vera allerdings nicht dem typischen Frauenbild ihrer Zeit - sie möchte auf eigenen Beinen stehen und ihren Traumberuf ausüben, nicht einfach nur eine Ehefrau, die für den Haushalt verantwortlich ist, sein. Die Tatsache, dass Vera durchaus selbstbewusst ihre Ziele verfolgen und sich durchsetzen kann, hilft ihr, sich bei der Arbeit zu beweisen. Wobei es ein immerwährender Kampf zu sein scheint! Und dann kommt auch noch ein Geheimnis hinzu, das Arthur offensichtlich schwer belastet... Die Autorin erfüllt hier sämtliche Erwartungen, deren Messlatte sie meiner Meinung nach mit ihren vorherigen Romanen schon ziemlich hoch gelegt hat. Gewohnt süffig liest sich der Roman, die Charaktere sind sehr gut und glaubhaft gezeichnet und die Atmosphäre hat mich von Anfang an überzeugt. Ganz nebenbei erfährt man übrigens auch ein wenig aus dem Metier Veras zur damaligen Zeit - etwas, das Heidi Rehn gerne einbaut, denn sie reißt ganz offensichtlich kein Thema nur halbherzig an. Wirklich spannend ist allerdings die Geschichte rund um Arthurs Vergangenheit und die Zusammenhänge, die sich daraus ergeben könnten. Im Mittelpunkt stand für mich jedoch Vera und ihr Schicksal, das mich sehr berührt hat. Für mich ist sie nicht nur im Bezug auf ihr Selbstbewusstsein im damaligen Alltag bewundernswert, sondern auch aufgrund ihres Mutes, sich ihrer Geschichte zu stellen und nach all dem Erlebten nach Deutschland zurückzukehren. Fazit: Wirklich gute Unterhaltung, da die Autorin eine interessante, atmosphärisch gelungene Geschichte mit glaubhaften Figuren verbindet.

Vergangenheitsbewältigung in den 50ern

Bewertung aus Hamburg am 25.04.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Vera Cohn hat sich sehr danach gesehnt - nun kehrt die junge Architektin aus dem Exil in ihre Heimatstadt München zurück. Wenige Jahre nach der Befreiung möchte sie sich am Wiederaufbau aktiv beteiligen, auch wenn ihrer Familie während des Nationalsozialismus' sehr viel Leid erfahren musste. Doch Vera glaubt nicht nur, dass trotz allem ein friedvolles Zusammenleben wieder möglich ist, sondern möchte sich zudem als Frau in einer absoluten Männerdomäne beweisen. Als ihr Kollege Arthur und sie sich ineinander verlieben, scheint das Leben endlich wieder Glück bereitzuhalten. Doch dann steht die Vergangenheit im Wege, denn während Vera verständlicherweise ihre eigene nicht einfach hinter sich lassen kann, möchte sie unbedingt von der Vergangenheit Arthurs und seiner Familie vor 1945 erfahren. Sie wird das Gefühl nicht los, dass Arthur ein Geheimnis hat, dass eine gemeinsame Zukunft zerschlagen könnte... Heidi Rehn erzählt mit ihrem neuesten Roman von einer eher ungewöhnlichen Zeit, da die Nachkriegsjahre in der Regel nicht so viel Aufmerksamkeit erhalten. In meinen Augen ist "Der Himmel über unseren Träumen" ein Roman, der sich sehr gekonnt mit unserer Vergangenheit auseinandersetzt. Vera hat zwar stets davon geträumt, wieder nach München zu ziehen, aber das bedeutet eben zwangsläufig auch eine intensive Auseinandersetzung mit den Erlebnissen ihrer Familie. Vera hat jüdische Wurzeln und im Exil in den Vereinigten Staaten überlebt. Zurück in ihrer Heimatstadt entspricht Vera allerdings nicht dem typischen Frauenbild ihrer Zeit - sie möchte auf eigenen Beinen stehen und ihren Traumberuf ausüben, nicht einfach nur eine Ehefrau, die für den Haushalt verantwortlich ist, sein. Die Tatsache, dass Vera durchaus selbstbewusst ihre Ziele verfolgen und sich durchsetzen kann, hilft ihr, sich bei der Arbeit zu beweisen. Wobei es ein immerwährender Kampf zu sein scheint! Und dann kommt auch noch ein Geheimnis hinzu, das Arthur offensichtlich schwer belastet... Die Autorin erfüllt hier sämtliche Erwartungen, deren Messlatte sie meiner Meinung nach mit ihren vorherigen Romanen schon ziemlich hoch gelegt hat. Gewohnt süffig liest sich der Roman, die Charaktere sind sehr gut und glaubhaft gezeichnet und die Atmosphäre hat mich von Anfang an überzeugt. Ganz nebenbei erfährt man übrigens auch ein wenig aus dem Metier Veras zur damaligen Zeit - etwas, das Heidi Rehn gerne einbaut, denn sie reißt ganz offensichtlich kein Thema nur halbherzig an. Wirklich spannend ist allerdings die Geschichte rund um Arthurs Vergangenheit und die Zusammenhänge, die sich daraus ergeben könnten. Im Mittelpunkt stand für mich jedoch Vera und ihr Schicksal, das mich sehr berührt hat. Für mich ist sie nicht nur im Bezug auf ihr Selbstbewusstsein im damaligen Alltag bewundernswert, sondern auch aufgrund ihres Mutes, sich ihrer Geschichte zu stellen und nach all dem Erlebten nach Deutschland zurückzukehren. Fazit: Wirklich gute Unterhaltung, da die Autorin eine interessante, atmosphärisch gelungene Geschichte mit glaubhaften Figuren verbindet.

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Carola Ludger

Thalia Lippstadt

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5/5

Lese- Highlight Sommer 2018

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Deutschland zur Wirtschaftswunderzeit! Der Krieg ist vorbei, die Wirtschaft im Aufschwung – doch in den Köpfen ist die Veränderung noch nicht durchgängig angekommen. Im Fokus dieses Romans ist Vera Cohn, die aus dem Exil zurückgekehrte Tochter eines Juden. Sie hat nur ein Ziel: Als Architektin möchte sie nichts anderes als ihre nach dem Krieg arg zerstörte Heimat München wieder aufzubauen und heimatlos gewordenen Menschen ein Obdach zu verschaffen. Als Frau bedarf da einiges an Kraft, um sich in der Männerwelt zu behaupten. Dann ist da noch ihre große Liebe: Arthur, selbst Architekt. Ein Mann, der seine Vergangenheit verschweigt. Ist er ein Nazi gewesen? Eine Verbindung zu einer Jüdin damit fast unmöglich? Lesen Sie selbst! Ein wunderbarer Schmöker, in den man sich so schnell verliert, den damaligen Zeitgeist deutlich spürt. Berührend, voller Dramatik und Überraschungen.
5/5

Lese- Highlight Sommer 2018

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Deutschland zur Wirtschaftswunderzeit! Der Krieg ist vorbei, die Wirtschaft im Aufschwung – doch in den Köpfen ist die Veränderung noch nicht durchgängig angekommen. Im Fokus dieses Romans ist Vera Cohn, die aus dem Exil zurückgekehrte Tochter eines Juden. Sie hat nur ein Ziel: Als Architektin möchte sie nichts anderes als ihre nach dem Krieg arg zerstörte Heimat München wieder aufzubauen und heimatlos gewordenen Menschen ein Obdach zu verschaffen. Als Frau bedarf da einiges an Kraft, um sich in der Männerwelt zu behaupten. Dann ist da noch ihre große Liebe: Arthur, selbst Architekt. Ein Mann, der seine Vergangenheit verschweigt. Ist er ein Nazi gewesen? Eine Verbindung zu einer Jüdin damit fast unmöglich? Lesen Sie selbst! Ein wunderbarer Schmöker, in den man sich so schnell verliert, den damaligen Zeitgeist deutlich spürt. Berührend, voller Dramatik und Überraschungen.

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Die Zeit des Neubeginns

Bewertet: eBook (ePUB)

Heidi Rehn ist inzwischen eine Konstante in meinem Lesejahr. Jedes Jahr gibt es einen neuen Roman von ihr. Und ich freue mich jedes Mal wieder auf die Lektüre. Darauf, was ich dieses Mal von ihr über unsere jüngere Geschichte lernen darf. Und darauf, welche Figuren aus früheren Romanen in dem aktuellen wieder auftauchen. Ein kleiner Tipp am Rande. ;-) Gucken Sie sich noch einmal die beiden Romane „Tanz des Vergessens“ und „Spiel der Hoffnung“ an. Zum Inhalt muss ich Ihnen dieses Mal gar nicht viel erzählen. Der Hauptstrang wurde schon richtig wiedergegeben. Doch es gibt in dieser Geschichte nicht nur Vera und Arthur, sondern auch noch Arthurs besten Freund Ludger, mit dem er schon aus Kindertagen befreundet ist. Und Ludgers Verlobte Ysabel. Diese vier Freunde bilden den Kern der Geschichte. Es gibt dann noch einige weitere wichtige Personen, auf die ich aber nicht näher eingehen will. Die lernen Sie am besten selbst kennen, wenn Sie das Buch lesen. Als ich den Klappentext des Buches gelesen hatte, hatte ich kurz ein wenig Angst, dass das Buch so ähnlich ist wie die letzten beiden Romane von Lilli Beck („Glück und Glas“ und „Wie der Wind und das Meer“), dem 2. Teil der Geschichte von Carmen Korn „Zeiten des Aufbruchs“ oder dem letzten Buch von Peter Prange „Unsere wunderbaren Jahre“. Doch die Geschichte entwickelt sich ganz anders als die vorher genannten. Heidi Rehn siedelt ihre Geschichte nämlich nur in 2 Jahren an – 1954/55, und das macht die Geschichte deutlich intensiver. Mich hat diese Geschichte gefangengenommen, aber auch sehr zum Nachdenken gebracht. Vera kehrt mit ihren Eltern aus dem amerikanischen Exil zurück. Und sie kehrt in die Stadt zurück, an die sie ihre schönsten Erinnerungen hat – München. Ihre Mutter ist da ganz anders. Sie möchte München nie wiedersehen, denn das war der Ort, aus dem sie vertrieben wurden. Vera möchte am Wiederaufbau ihrer Stadt mitarbeiten und sie bekommt als Architektin auch sofort eine Möglichkeit dazu. Doch privat ist sie einsam. Es sind ihr nur ihr Freund Constantin uns dessen etwas ältere Cousine Charlotte aus der Vergangenheit geblieben. Doch durch ihre Arbeit in einem Architekturbüro lernt sie Arthur und dessen Clique kennen und wird schnell ein Teil davon. Doch wer sind diese Menschen in der Zeit des 3. Reichs gewesen? Was haben sie damals gemacht? Nachdem ich dieses Buch ausgelesen hatte, haben mich einige Themen umgetrieben. Zum einen die Themen, wie die Menschen die Zeit des Krieges überlebt und überwunden haben. Wie schnell haben sich in den fünfziger Jahren die Menschen verlobt. Und wie wenig wussten sie eigentlich voneinander. Denn über die Zeit des 3. Reichs wurde nach Möglichkeit nicht gesprochen. Gerade diejenigen, die am Ende des Krieges junge Erwachsene waren, haben einen Schnitt gemacht. Es gab ein Leben vor dem Kriegsende. Das war vorbei. Und es gibt ein neues Leben. Und doch kommt irgendwann der Moment, wo die Vergangenheit wichtig wird. Wie können sie dann damit umgehen. Und dann die Frage, wie die Menschen, die den Krieg in Deutschland überlebt haben, mit den Menschen umgehen, die aus dem Exil zurückgekommen sind. Wie viele Menschen haben einen Persilschein bekommen, obwohl sie diesen gar nicht verdient hätten. Wie viele Nazis durften danach einfach wieder daran anknüpfen, wo sie vor dem Krieg aufgehört hatten. Und ein weiteres faszinierendes Thema ist die Architektur. Ich habe während der Lektüre manches Mal Bilder bei Google gesucht. Und ich war dann ganz erstaunt, dass die Häuser, die ich persönlich ganz furchtbar finde, in den 50er Jahren total chic, modern und etwas total Tolles und Erstrebenswertes waren. Dies ist gerade auch in Bezug auf Denkmalsschutz ausgesprochen interessant. Und das letzte große Thema dieses Romans ist die Rolle der Frau in dieser Zeit. Vera ist ihrer Zeit ein wenig voraus. Sie möchte unbedingt in ihrem Beruf erfolgreich sein. Nur Hausfrau und Kinder kommen für sie nicht in Frage. Doch anscheinend scheint gerade das im Moment dem Wunsch ganz vieler Frauen zu entsprechen. Und wenn man dann als Frau in seinem Beruf erfolgreich sein möchte, hat man viele Kämpfe auszustehen und mit vielen Vorurteilen zu kämpfen. Auch dieses Mal hat Heidi Rehn es geschafft, dass ich aus ihrem Roman ganz viel Stoff zum Nachdenken mitnehmen konnte. Und dabei ist die Lektüre nicht schwer zu lesen, sondern ausgesprochen unterhaltsam. Dieser Roman ist eine tolle Ergänzung zu den weiter oben erwähnten Büchern. Und ich bin schon sehr gespannt, wohin uns die Autorin 2019 mitnimmt!
5/5

Die Zeit des Neubeginns

Bewertet: eBook (ePUB)

Heidi Rehn ist inzwischen eine Konstante in meinem Lesejahr. Jedes Jahr gibt es einen neuen Roman von ihr. Und ich freue mich jedes Mal wieder auf die Lektüre. Darauf, was ich dieses Mal von ihr über unsere jüngere Geschichte lernen darf. Und darauf, welche Figuren aus früheren Romanen in dem aktuellen wieder auftauchen. Ein kleiner Tipp am Rande. ;-) Gucken Sie sich noch einmal die beiden Romane „Tanz des Vergessens“ und „Spiel der Hoffnung“ an. Zum Inhalt muss ich Ihnen dieses Mal gar nicht viel erzählen. Der Hauptstrang wurde schon richtig wiedergegeben. Doch es gibt in dieser Geschichte nicht nur Vera und Arthur, sondern auch noch Arthurs besten Freund Ludger, mit dem er schon aus Kindertagen befreundet ist. Und Ludgers Verlobte Ysabel. Diese vier Freunde bilden den Kern der Geschichte. Es gibt dann noch einige weitere wichtige Personen, auf die ich aber nicht näher eingehen will. Die lernen Sie am besten selbst kennen, wenn Sie das Buch lesen. Als ich den Klappentext des Buches gelesen hatte, hatte ich kurz ein wenig Angst, dass das Buch so ähnlich ist wie die letzten beiden Romane von Lilli Beck („Glück und Glas“ und „Wie der Wind und das Meer“), dem 2. Teil der Geschichte von Carmen Korn „Zeiten des Aufbruchs“ oder dem letzten Buch von Peter Prange „Unsere wunderbaren Jahre“. Doch die Geschichte entwickelt sich ganz anders als die vorher genannten. Heidi Rehn siedelt ihre Geschichte nämlich nur in 2 Jahren an – 1954/55, und das macht die Geschichte deutlich intensiver. Mich hat diese Geschichte gefangengenommen, aber auch sehr zum Nachdenken gebracht. Vera kehrt mit ihren Eltern aus dem amerikanischen Exil zurück. Und sie kehrt in die Stadt zurück, an die sie ihre schönsten Erinnerungen hat – München. Ihre Mutter ist da ganz anders. Sie möchte München nie wiedersehen, denn das war der Ort, aus dem sie vertrieben wurden. Vera möchte am Wiederaufbau ihrer Stadt mitarbeiten und sie bekommt als Architektin auch sofort eine Möglichkeit dazu. Doch privat ist sie einsam. Es sind ihr nur ihr Freund Constantin uns dessen etwas ältere Cousine Charlotte aus der Vergangenheit geblieben. Doch durch ihre Arbeit in einem Architekturbüro lernt sie Arthur und dessen Clique kennen und wird schnell ein Teil davon. Doch wer sind diese Menschen in der Zeit des 3. Reichs gewesen? Was haben sie damals gemacht? Nachdem ich dieses Buch ausgelesen hatte, haben mich einige Themen umgetrieben. Zum einen die Themen, wie die Menschen die Zeit des Krieges überlebt und überwunden haben. Wie schnell haben sich in den fünfziger Jahren die Menschen verlobt. Und wie wenig wussten sie eigentlich voneinander. Denn über die Zeit des 3. Reichs wurde nach Möglichkeit nicht gesprochen. Gerade diejenigen, die am Ende des Krieges junge Erwachsene waren, haben einen Schnitt gemacht. Es gab ein Leben vor dem Kriegsende. Das war vorbei. Und es gibt ein neues Leben. Und doch kommt irgendwann der Moment, wo die Vergangenheit wichtig wird. Wie können sie dann damit umgehen. Und dann die Frage, wie die Menschen, die den Krieg in Deutschland überlebt haben, mit den Menschen umgehen, die aus dem Exil zurückgekommen sind. Wie viele Menschen haben einen Persilschein bekommen, obwohl sie diesen gar nicht verdient hätten. Wie viele Nazis durften danach einfach wieder daran anknüpfen, wo sie vor dem Krieg aufgehört hatten. Und ein weiteres faszinierendes Thema ist die Architektur. Ich habe während der Lektüre manches Mal Bilder bei Google gesucht. Und ich war dann ganz erstaunt, dass die Häuser, die ich persönlich ganz furchtbar finde, in den 50er Jahren total chic, modern und etwas total Tolles und Erstrebenswertes waren. Dies ist gerade auch in Bezug auf Denkmalsschutz ausgesprochen interessant. Und das letzte große Thema dieses Romans ist die Rolle der Frau in dieser Zeit. Vera ist ihrer Zeit ein wenig voraus. Sie möchte unbedingt in ihrem Beruf erfolgreich sein. Nur Hausfrau und Kinder kommen für sie nicht in Frage. Doch anscheinend scheint gerade das im Moment dem Wunsch ganz vieler Frauen zu entsprechen. Und wenn man dann als Frau in seinem Beruf erfolgreich sein möchte, hat man viele Kämpfe auszustehen und mit vielen Vorurteilen zu kämpfen. Auch dieses Mal hat Heidi Rehn es geschafft, dass ich aus ihrem Roman ganz viel Stoff zum Nachdenken mitnehmen konnte. Und dabei ist die Lektüre nicht schwer zu lesen, sondern ausgesprochen unterhaltsam. Dieser Roman ist eine tolle Ergänzung zu den weiter oben erwähnten Büchern. Und ich bin schon sehr gespannt, wohin uns die Autorin 2019 mitnimmt!

Monika Fuchs
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Der Himmel über unseren Träumen

von Heidi Rehn

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