Das Format der Literatur

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Praktiken materieller Textualität zwischen 1740 und 1830

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Beschreibung

Eine Geschichte materieller Textualität und sozialer Medienpraktiken, die Philologie und historische Buchforschung systematisch verknüpft.

Die »Goethezeit« wird rückblickend als Glanzzeit des Buches beschworen. In ihr waren Gestalt und Status des Buches aber viel umstrittener und unbestimmter, als es aus der Rückschau erscheinen mag. Schriftstellerinnen und Schriftsteller setzten sich intensiv mit dem störrischen Charakter des Buches auseinander und arbeiteten sich an vertrackten Problemen ab: Darf man Bücher drucken, die nur für einen kleinen Freundeskreis bestimmt sind? Wie muss ein Buch eingerichtet sein, das an den Kaiser verschenkt werden soll? Sind philosophische Systeme notwendigerweise buchförmig? Sollte man mit der Drucklegung eines Buches bereits beginnen, bevor es fertig geschrieben ist? Haben Handschriftenbücher in der Epoche des Buchdrucks noch eine Funktion? Und was passiert eigentlich, wenn ein literarischer Text zunächst als Folioseite, dann als Quartband und schließlich im Oktavformat erscheint? Carlos Spoerhase zeigt auf, wie fragwürdig das Buch in der Epoche seiner scheinbaren kulturellen Hegemonie war. Die Studie zielt auf eine grundlegende poetologische Verhältnisbestimmung von literarischen Formen und materiellen Formaten, auf eine systematische Verknüpfung von Philologie und historischer Buchforschung sowie auf eine theoretisch anspruchsvolle Erkundung von sozialen Medienpraktiken.

»Die Studie bringt (...) einen für die Neuere deutsche Literaturwissenschaft zentralen Zeitraum auf neue Weise innovativ zum Sprechen.«
(Christopher Busch, Scientia Poetica Bd. 22, 2018)

»Spoerhases Monographie ist (...) als intellektuelle Leistung monumental.«
(Kathrin Wittler, Zeitschrift für Germanistik, Neue Folge XXIV 2019)

»the reader gains (...) a highly thought-provoking picture of literary works as handmade, hand-sized, and hand-operated objects.«
(Frederic Ponten, Arcadia, 2019; 54(1))

»Spoerhase (...) unternimmt eine radikale Dekonstruktion der ›Ideologie des Buches‹«
(Alrun Schmidtke, N.T.M., Bd. 27, 2019)

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

04.06.2018

Verlag

Wallstein Verlag

Seitenzahl

810

Maße (L/B/H)

22,8/14,9/6 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

04.06.2018

Verlag

Wallstein Verlag

Seitenzahl

810

Maße (L/B/H)

22,8/14,9/6 cm

Gewicht

1267 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8353-3103-7

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