Vom einsamen Emoeinhorn Erna, das wie alle sein wollte

Vom einsamen Emoeinhorn Erna, das wie alle sein wollte

Traurige Balladen

Buch (Taschenbuch)

11,00 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Augenzwinkernde Balladen. Eine Sonne mit Burnout, ein adipöses Walross, das Germany’s Nex Topmodel werden möchte und ein trauriges Emoeinhorn mit Gewichtsproblemen – allerlei befremdliche Gestalten tummeln sich in Alex Simms Balladen. Erzählende Lyrik mit Hintersinn und Witz zu den Problemen unserer Zeit – und natürlich alles andere als traurig! Kaum eine Schülergeneration, die nicht wenigstens eine Ballade in der Schulzeit auswendig lernen musste. Ob „Erlkönig“, „Zauberlehrling“, „Glocke“ oder „Bürgschaft“, „John Maynard“ oder „Herr von Ribbeck“. Balladen gehören zu den faszinierendsten Dichtungen. Aber Balladen von Schnapsdrosseln, Schluckspechten, Hipster-Sündenböcken oder fleischfressenden Pflanzen, die Veganer werden wollen? Alex Simm gibt den Zeiterscheinungen des 21. Jahrhunderts eine absurde Gestalt. Ob Schönheitsideale, Ernährungsverhalten, Medienkonsum oder andere Fragen balladesk überzeichnet werden: Simms komische Dichtungen berühren, weil sie unser eigenes Leben spiegeln.

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

24.03.2018

Illustrator

Cora Otté

Verlag

Satyr Verlag

Seitenzahl

96

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

24.03.2018

Illustrator

Cora Otté

Verlag

Satyr Verlag

Seitenzahl

96

Maße (L/B/H)

19,5/12,6/1,6 cm

Gewicht

139 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-947106-06-6

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Zum Schreien

Drachenfeuer am 04.04.2019

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Mit Gedichten verbindet mich eine seltsame Hassliebe. In der Schule (und eigentlich auch im Studium) habe ich Gedichtinterpretationen auf Note gehasst und dennoch habe ich immer ziemlich gut dabei abgesahnt. Privat lese ich sie aber durchaus gerne, besonders, weil ich finde, dass gerade in Gedichten die Schönheit und Kunstfertigkeit der Sprache zur Geltung kommt. Und wenn dann noch eine humoristische Komponente dazu kommt … Long story short: Ich konnte zu den traurigen Balladen »Vom Einsamen Emoeinhorn Erna, das wie alle sein wollte« von Alex Simm einfach nicht nein sagen. In der Tat: Simm spielt wunderbar mit der Sprache. Da wird dann auch mal eben der Schnee von gestern zur Flut von morgen. Auf ausgesprochen erfrischende Weise greift er altbekannte Sprichwörter und Motive auf und betrachtet mit ihrer Hilfe und auf urkomische Weise moderne Phänomene wie den Klimawandel, die Entmenschlichung in der Arbeitswelt oder den Schönheitswahn, dem sich alle zu unterwerfen scheinen. Der Autor arbeitet stark antithetisch, was ein deutliches Spannungsfeld aufbaut. Das soll seine Aussage unterstreichen, dass wir alle uns nicht in vorgefertigte Rollenbilder pressen lassen sollen, sondern es oft besser ist, einfach man selbst zu sein. Mit bitterbösem Humor legt Simm den Finger genau da hin, wo es weh tut, zeigt gesellschaftliche Probleme und schädliche Strukturen auf und übt somit an ihnen Kritik und mahnt. Ich habe mich so einige Male vor Lachen gekringelt beim Lesen, so böse der Humor auch manchmal war. Und als ich mir einige der Audioaufnahmen anhörte, die hinten im Buch verlinkt sind, so hat es mich förmlich zerfetzt. Das Ganze noch einmal rezitiert zu hören, gibt dem noch ein gewisses Extra, das zumindest bei mir noch einmal deutlich mehr die Lachmuskeln anstrengt. Einige der Balladen wirken jedoch stellenweise mehr nach »Reim dich oder ich fress‘ dich«. Klar, in der modernen Lyrik kein Ding, meinen persönlichen Geschmack trifft es jedoch nicht zu 100%, zumal sich Simm hier in die Tradition der hochgeschätzten Balladen begibt. Illustriert ist jede Ballade von Cora Otté mit detaillierten und sehr schönen Zeichnungen. Die Gedichte sind als Schullektüre vorgeschlagen. Gerade in Zeiten von Fridays For Future halte ich das für eine sehr gute Sache, mal nicht nur die altbekannten, trockenen Klassiker zu behandeln, sondern auch Stoff, der die Schüler direkt tangiert. Ich denke, dass man ihnen so besser zeigen kann, dass die deutsche Sprache eine ganz wunderbare sein kann. Alles in allem also eine wirklich erheiternde und zum Nachdenken anregende Lektüre, die ich herzlich weiterempfehlen kann.

Zum Schreien

Drachenfeuer am 04.04.2019
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Mit Gedichten verbindet mich eine seltsame Hassliebe. In der Schule (und eigentlich auch im Studium) habe ich Gedichtinterpretationen auf Note gehasst und dennoch habe ich immer ziemlich gut dabei abgesahnt. Privat lese ich sie aber durchaus gerne, besonders, weil ich finde, dass gerade in Gedichten die Schönheit und Kunstfertigkeit der Sprache zur Geltung kommt. Und wenn dann noch eine humoristische Komponente dazu kommt … Long story short: Ich konnte zu den traurigen Balladen »Vom Einsamen Emoeinhorn Erna, das wie alle sein wollte« von Alex Simm einfach nicht nein sagen. In der Tat: Simm spielt wunderbar mit der Sprache. Da wird dann auch mal eben der Schnee von gestern zur Flut von morgen. Auf ausgesprochen erfrischende Weise greift er altbekannte Sprichwörter und Motive auf und betrachtet mit ihrer Hilfe und auf urkomische Weise moderne Phänomene wie den Klimawandel, die Entmenschlichung in der Arbeitswelt oder den Schönheitswahn, dem sich alle zu unterwerfen scheinen. Der Autor arbeitet stark antithetisch, was ein deutliches Spannungsfeld aufbaut. Das soll seine Aussage unterstreichen, dass wir alle uns nicht in vorgefertigte Rollenbilder pressen lassen sollen, sondern es oft besser ist, einfach man selbst zu sein. Mit bitterbösem Humor legt Simm den Finger genau da hin, wo es weh tut, zeigt gesellschaftliche Probleme und schädliche Strukturen auf und übt somit an ihnen Kritik und mahnt. Ich habe mich so einige Male vor Lachen gekringelt beim Lesen, so böse der Humor auch manchmal war. Und als ich mir einige der Audioaufnahmen anhörte, die hinten im Buch verlinkt sind, so hat es mich förmlich zerfetzt. Das Ganze noch einmal rezitiert zu hören, gibt dem noch ein gewisses Extra, das zumindest bei mir noch einmal deutlich mehr die Lachmuskeln anstrengt. Einige der Balladen wirken jedoch stellenweise mehr nach »Reim dich oder ich fress‘ dich«. Klar, in der modernen Lyrik kein Ding, meinen persönlichen Geschmack trifft es jedoch nicht zu 100%, zumal sich Simm hier in die Tradition der hochgeschätzten Balladen begibt. Illustriert ist jede Ballade von Cora Otté mit detaillierten und sehr schönen Zeichnungen. Die Gedichte sind als Schullektüre vorgeschlagen. Gerade in Zeiten von Fridays For Future halte ich das für eine sehr gute Sache, mal nicht nur die altbekannten, trockenen Klassiker zu behandeln, sondern auch Stoff, der die Schüler direkt tangiert. Ich denke, dass man ihnen so besser zeigen kann, dass die deutsche Sprache eine ganz wunderbare sein kann. Alles in allem also eine wirklich erheiternde und zum Nachdenken anregende Lektüre, die ich herzlich weiterempfehlen kann.

Bewegend, ergreifend, unvergleichbar

Sandra.everyday aus Reutlingen am 28.04.2018

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Handlung Alex Simm nimmt alltägliche und aktuelle Themen und packt sie in wunderschöne, lustige und traurige Balladen. Dabei erfasst er ein breites Spektrum. Ob es um Anpassungszwang, den Klimawandel, Regeln und Freiheit, Burnout, Mobbing, Konsumgesellschaften oder das Glücklich-Sein geht. Er packt all die unausgesprochen, unangenehmen Probleme unserer Gesellschaft, wickelte eine ordentliche Portion Satire drumrum und wirft es einem vor die Füße. Und ehe du dich versiehst, denkst du über Dinge nach, die dich Bewegen und am liebsten würdest du der Welt jeden einzelnen Vers an den Kopf knallen und schreien: Seht her, da ist ein Mann der weiß wovon er spricht. Ja Alex Simm hat einen Weg gefunden selbst mich mit meinen 24 Jahren zu einem Balladen-Fan zu machen, auch wenn ich bezweifle, dass ich je wieder eine Ballade lesen werde, die mir so aus der Seele spricht. Illustrationen von Cora Otté Eine besondere Betonung verdienen in meinen Augen die Illustraitonen zu den verschiedenen Balladen. Sie sind nicht nur wunderschön gezeichnet, nein. Sie vermitteln die Kernaussage der jeweiligen Balladen so gekonnt und kreativ. Ich war einfach hin und weg, weshalb ich euch meine Lieblingstuschenzeichnung hier noch beigefügt habe: Fazit Die Welt braucht mehr Leute wie Alex Simm, Leute, die keine Angst davor haben die Probleme der Gesellschaft aufzugreifen und in die Welt zu tragen. Ich war von der ersten bis zur letzten Seite Feuer und Flamme, habe mehrere Balladen laut vor mich hingelesen, meinem Mann meine liebsten Passagen vorgelesen und auch auf meinen Social Medias mehr als nur geschwärmt. Lieber Alex ich bin hingerissen und nachdenklich. Du sprichst Dinge aus, die mir schon viele Male im Kopf herumgingen. Es tut gut diese zu hören, es tut gut zu wissen, dass es nicht nur mir so geht mit unserer Gesellschaft. Du hast dein Herzblut in dieses Buch fließen lassen und wirst viele Herzen damit berühren. Meines hast du berührt und dafür danke ich dir.

Bewegend, ergreifend, unvergleichbar

Sandra.everyday aus Reutlingen am 28.04.2018
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Handlung Alex Simm nimmt alltägliche und aktuelle Themen und packt sie in wunderschöne, lustige und traurige Balladen. Dabei erfasst er ein breites Spektrum. Ob es um Anpassungszwang, den Klimawandel, Regeln und Freiheit, Burnout, Mobbing, Konsumgesellschaften oder das Glücklich-Sein geht. Er packt all die unausgesprochen, unangenehmen Probleme unserer Gesellschaft, wickelte eine ordentliche Portion Satire drumrum und wirft es einem vor die Füße. Und ehe du dich versiehst, denkst du über Dinge nach, die dich Bewegen und am liebsten würdest du der Welt jeden einzelnen Vers an den Kopf knallen und schreien: Seht her, da ist ein Mann der weiß wovon er spricht. Ja Alex Simm hat einen Weg gefunden selbst mich mit meinen 24 Jahren zu einem Balladen-Fan zu machen, auch wenn ich bezweifle, dass ich je wieder eine Ballade lesen werde, die mir so aus der Seele spricht. Illustrationen von Cora Otté Eine besondere Betonung verdienen in meinen Augen die Illustraitonen zu den verschiedenen Balladen. Sie sind nicht nur wunderschön gezeichnet, nein. Sie vermitteln die Kernaussage der jeweiligen Balladen so gekonnt und kreativ. Ich war einfach hin und weg, weshalb ich euch meine Lieblingstuschenzeichnung hier noch beigefügt habe: Fazit Die Welt braucht mehr Leute wie Alex Simm, Leute, die keine Angst davor haben die Probleme der Gesellschaft aufzugreifen und in die Welt zu tragen. Ich war von der ersten bis zur letzten Seite Feuer und Flamme, habe mehrere Balladen laut vor mich hingelesen, meinem Mann meine liebsten Passagen vorgelesen und auch auf meinen Social Medias mehr als nur geschwärmt. Lieber Alex ich bin hingerissen und nachdenklich. Du sprichst Dinge aus, die mir schon viele Male im Kopf herumgingen. Es tut gut diese zu hören, es tut gut zu wissen, dass es nicht nur mir so geht mit unserer Gesellschaft. Du hast dein Herzblut in dieses Buch fließen lassen und wirst viele Herzen damit berühren. Meines hast du berührt und dafür danke ich dir.

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