Beobachtung und Verarbeitung - Der Widerspruch zwischen Erwartung und Realität in Ernst Jüngers In Stahlgewitter
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Form:Einzelkauf Download
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Sprache:Deutsch
15,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Nein
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
30.06.2004
Verlag
GRINSeitenzahl
30 (Printausgabe)
Dateigröße
173 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783638286985
Die spezielle Auseinandersetzung Ernst Jüngers mit den unmenschlichen Erfahrungen des Stellungskrieges und sein rückbezüglicher Umgang mit den gescheiterten Lebensplänen in In Stahlgewittern sollen zum Mittelpunkt der Betrachtung werden. Dabei wird zu prüfen sein, wie aus der Perspektive einer enttäuschten individuellen Erwartungshaltung der Krieg verarbeitet wurde und welche Auswirkungen die vom Autor gehegten, persönlichen Vorstellungen, Hoffnungen und Interessen auf die Interpretation des Erlebten hatten. Um zu begreifen, von welchem Standpunkt aus Jünger die Kriegserlebnisse betrachtet hat, soll in einem ersten Schritt unter Berücksichtigung der gesellschaftlich- kulturellen Bedingungen überprüft werden, welche konkreten Erwartungen und Ansprüche der Autor an seine Lebensrealität herangetragen hat und mit welchen Zielsetzungen er sich freiwillig an die Front meldete. Besondere Aufmerksamkeit wird der sachlichen Schilderung der Kriegserlebnisse und der ihnen gegenüberstehenden, subjektiven Interpretation zukommen. Im Verlaufe der Untersuchung wird sich herausstellen, dass die nüchterne Objektivität der Beschreibungen notwendige Vorrausetzung ist, um sich der eigenen Frontkarriere reflexiv zu nähern, ohne dabei die persönlichen Lebenspläne aufzugeben. Auf der Ebene der Interpretation kommt es innerhalb des Textes zu Realitätsumdeutungen, die im Dienste einer sinnstiftenden Verarbeitung stehen. Der Autor ist bemüht, die selbstformulierten Ansprüche an seine Lebensrealität und die eigene Frontkarriere von der unaufhebbaren Sinnlosigkeit des verlorenen Krieges zu reinigen, um die vergeblichen Jahre des Kampfes aufzuwerten und zu legitimieren.
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