Frauen und Macht

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Beschreibung

Details

Verkaufsrang

40739

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.03.2018

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

112

Maße (L/B/H)

19,5/12,4/1,7 cm

Beschreibung

Rezension

Eine prominente Wissenschaftlerin, die nicht in der Feministinnen-Nische lebt, schwingt öffentlich feministische Thesen. Das ist neu. Und das ist bedeutsam. ("taz")
Ein schmales Buch [mit der] Sprengkraft einer handtaschentauglichen Kleinwaffe. ("Die Zeit")
Bei so viel schlauem Feminismus werden selbst Antifeministen schwach. ("Wirtschaftswoche online")
es ist die Stärke ihres Manifests [...], dass Mary Beard hier die Tiefe des kulturellen Ressentiments gegen Frauen benennt und dabei [...] die Gegenwart im Blick behält. ("Der Spiegel")
Das reich bebilderte Buch, das dem deprimierenden Befund einen trockenen Humor abtrotzt, ist ein Crashkurs in feministischer Geschichtsschreibung. ("Die Welt")
In einem schmalen Band fordert Mary Beard […] nichts weniger als ein Um- und Neudenken von Grundbegriffen unserer Zivilisation. ("Wiener Zeitung")
eine messerscharfe Analyse der Mechanismen in der abendländischen Kultur, mit denen Frauen zum Schweigen gebracht werden ("NZZ am Sonntag")

Details

Verkaufsrang

40739

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.03.2018

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

112

Maße (L/B/H)

19,5/12,4/1,7 cm

Gewicht

203 g

Auflage

4. Auflage

Originaltitel

Women & Power. A Manifesto

Übersetzer

Ursula Blank-Sangmeister

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397399-0

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Super

Bewertung aus Grenchen am 23.07.2019

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Gut argumentiert! Leicht zu lesen und sehr interessant! Tiefgründig! Starke Frau!

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Bewertung aus Grenchen am 23.07.2019
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Gut argumentiert! Leicht zu lesen und sehr interessant! Tiefgründig! Starke Frau!

Bewertung am 16.05.2018

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Erfrischendes, bedeutsames Manifest mit erhellenden Beispielen dazu, wie machtvolles Reden seit der Antike autorisiert wird. Elegant und KULTverdächtig.

Bewertung am 16.05.2018
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Erfrischendes, bedeutsames Manifest mit erhellenden Beispielen dazu, wie machtvolles Reden seit der Antike autorisiert wird. Elegant und KULTverdächtig.

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Es hat schon in der Antike begonnen. Mary Beard beleuchtet das kulturelle Stummhalten der weiblichen Stimme, das bereits in Zeiten begann, als Cicero, Arestoteles & Co. brillierten, als man eine Frau nur dann schätzte, wenn sie den Mund hielt. Das Recht, öffentlich zu sprechen, dies war den Männern vorbehalten. Frauen durften höchstens ihre eigenen Belange öffentlich kommunizieren und verkünden wie schwach sie seien, aber dass sie für die Gemeinheit sprachen (also Männer einbeziehend) war eine Anmaßung. Anhand von Drama und Prosa der Antike sowie Gemälden, die im Laufe der Jahrhunderte entstanden sind, zeigt sie auf wie systematisch Frauen untersagt wird ihr Wort in der Gesellschaft zu erheben. Dieselben rhetorischen Mittel, die in der Antike ihren Ursprung fanden, werden heute noch verwendet, und mit der Überlieferung dieser Mittel geht auch weiterhin das systematische Stummhalten der Frau einher. Frauen, die ein öffentliches Rederecht beanspruchen, gelten selbst heute noch zu oft als verrückte Mannsweiber, die ihren Platz im Leben scheinbar nicht kennen. Ganz so krass und offensichtlich, wie z.B. zu Zeiten vor dem Wahlrecht der Frau, läuft es heutzutage nicht mehr ab, Frauen öffentlich den Mund zu verbieten, und doch werden auch in unserer vermeintlich modernen Zeit Frauen nach wie vor derart diffamiert, dass ihren Worten jegliche Autorität und Kraft abgesprochen wird und das, was sie zu sagen haben, somit trivialisiert. Eine aktive Partizipation in höheren Positionen zu bekleiden wie Unternehmensvorständen, Politik und Männerdomänen wie Sport müssen Frauen noch immer zu hart erkämpfen. Dies zeigt sich insbesondere dann, wenn Frauen in "männliche" Territorien vordringen wie Claudia Neumann, Deutschlands erste Fußballkommentatorin (nahegelegt sei hier ihr Buch "Hat die überhaupt ne Erlaubnis, sich außerhalb der Küche aufzuhalten?"), denen keine Meinungsverschiedenheit sondern Dummheit attestiert wird, sobald eine andere Ansicht als die eigene männliche geäußert wird. Es gibt kulturelle Muster, die Frauen von Machtpositionen fernhalten wollen, und wir befinden uns noch auf einer Stufe, auf der Frauen nicht für das akzeptiert werden, was sie sind, sondern sie sich einen Hosenanzug anziehen müssen, um in der Politik ernstgenommen zu werden. Diese Zusammenfassung der mündlichen Vorträge von Mary Beard sind als eine harte kulturelle Wahrheit zunächst heftig zu lesen, wenn jedoch die geschilderten Machtstrukturen ins Bewusstsein dringen, ist es noch heftiger zu begreifen, dass unsere Gesellschaft ganz offensichtlich noch heute an bewussten wie unbewussten patriarchalen Strukturen festhält. Da ich in letzter Zeit vermehrt feministische Bücher lese, ist es unglaublich erstaunlich wie sehr sich die einzelne und voneinander unabhängige Literatur zahnradgleich ineinander fügt und ein Bildnis der Gesellschaft aufzeigt, die es dringend zu optimieren gilt. Außerordentlich interessant ist dabei für mich der Aspekt, dass ein erheblicher Teil davon offensichtlich unbewusst schon seit Jahrhunderten in der Sozialisation der nächsten Generation weitergegeben wird – denn kaum jemand erzieht seine Söhne misogyn, und doch treiben wir weiterhin in diesem Strom, der Frauen ihre Stimme und Teilhabe versagt.
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Es hat schon in der Antike begonnen. Mary Beard beleuchtet das kulturelle Stummhalten der weiblichen Stimme, das bereits in Zeiten begann, als Cicero, Arestoteles & Co. brillierten, als man eine Frau nur dann schätzte, wenn sie den Mund hielt. Das Recht, öffentlich zu sprechen, dies war den Männern vorbehalten. Frauen durften höchstens ihre eigenen Belange öffentlich kommunizieren und verkünden wie schwach sie seien, aber dass sie für die Gemeinheit sprachen (also Männer einbeziehend) war eine Anmaßung. Anhand von Drama und Prosa der Antike sowie Gemälden, die im Laufe der Jahrhunderte entstanden sind, zeigt sie auf wie systematisch Frauen untersagt wird ihr Wort in der Gesellschaft zu erheben. Dieselben rhetorischen Mittel, die in der Antike ihren Ursprung fanden, werden heute noch verwendet, und mit der Überlieferung dieser Mittel geht auch weiterhin das systematische Stummhalten der Frau einher. Frauen, die ein öffentliches Rederecht beanspruchen, gelten selbst heute noch zu oft als verrückte Mannsweiber, die ihren Platz im Leben scheinbar nicht kennen. Ganz so krass und offensichtlich, wie z.B. zu Zeiten vor dem Wahlrecht der Frau, läuft es heutzutage nicht mehr ab, Frauen öffentlich den Mund zu verbieten, und doch werden auch in unserer vermeintlich modernen Zeit Frauen nach wie vor derart diffamiert, dass ihren Worten jegliche Autorität und Kraft abgesprochen wird und das, was sie zu sagen haben, somit trivialisiert. Eine aktive Partizipation in höheren Positionen zu bekleiden wie Unternehmensvorständen, Politik und Männerdomänen wie Sport müssen Frauen noch immer zu hart erkämpfen. Dies zeigt sich insbesondere dann, wenn Frauen in "männliche" Territorien vordringen wie Claudia Neumann, Deutschlands erste Fußballkommentatorin (nahegelegt sei hier ihr Buch "Hat die überhaupt ne Erlaubnis, sich außerhalb der Küche aufzuhalten?"), denen keine Meinungsverschiedenheit sondern Dummheit attestiert wird, sobald eine andere Ansicht als die eigene männliche geäußert wird. Es gibt kulturelle Muster, die Frauen von Machtpositionen fernhalten wollen, und wir befinden uns noch auf einer Stufe, auf der Frauen nicht für das akzeptiert werden, was sie sind, sondern sie sich einen Hosenanzug anziehen müssen, um in der Politik ernstgenommen zu werden. Diese Zusammenfassung der mündlichen Vorträge von Mary Beard sind als eine harte kulturelle Wahrheit zunächst heftig zu lesen, wenn jedoch die geschilderten Machtstrukturen ins Bewusstsein dringen, ist es noch heftiger zu begreifen, dass unsere Gesellschaft ganz offensichtlich noch heute an bewussten wie unbewussten patriarchalen Strukturen festhält. Da ich in letzter Zeit vermehrt feministische Bücher lese, ist es unglaublich erstaunlich wie sehr sich die einzelne und voneinander unabhängige Literatur zahnradgleich ineinander fügt und ein Bildnis der Gesellschaft aufzeigt, die es dringend zu optimieren gilt. Außerordentlich interessant ist dabei für mich der Aspekt, dass ein erheblicher Teil davon offensichtlich unbewusst schon seit Jahrhunderten in der Sozialisation der nächsten Generation weitergegeben wird – denn kaum jemand erzieht seine Söhne misogyn, und doch treiben wir weiterhin in diesem Strom, der Frauen ihre Stimme und Teilhabe versagt.

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Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mary Beard, Professorin für Altertumswissenschaften in Cambridge, zeigt in ihrem schmalen Buch auf, wie seit Jahrtausenden versucht wird Frauen mundtot zu machen. Woher kommt Frauenfeindlichkeit und wie hat sie sich etabliert? Auf knapp 100 Seiten spannt sie einen Bogen von den antiken Erzählungen über Penelope und Philomela zur heutigen Verwendung der Medusa-Gestalt, die dazu dient um beispielsweise Hillary Clinton und Angela Merkel zu diffamieren. Zum Schluss zeigt Mary Beard Strategien auf um Frauenfeindlichkeit entgegenzutreten - sei es in den sozialen Medien oder in der analogen Welt. Ein sehr lesenswerter Text!
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Ein wichtiger Appell!

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Mary Beard, Professorin für Altertumswissenschaften in Cambridge, zeigt in ihrem schmalen Buch auf, wie seit Jahrtausenden versucht wird Frauen mundtot zu machen. Woher kommt Frauenfeindlichkeit und wie hat sie sich etabliert? Auf knapp 100 Seiten spannt sie einen Bogen von den antiken Erzählungen über Penelope und Philomela zur heutigen Verwendung der Medusa-Gestalt, die dazu dient um beispielsweise Hillary Clinton und Angela Merkel zu diffamieren. Zum Schluss zeigt Mary Beard Strategien auf um Frauenfeindlichkeit entgegenzutreten - sei es in den sozialen Medien oder in der analogen Welt. Ein sehr lesenswerter Text!

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