Die Jahre der Leichtigkeit
Cazalet-Chronik Band 1

Die Jahre der Leichtigkeit

Die Chronik der Familie Cazalet – Roman

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Die Jahre der Leichtigkeit

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Beschreibung

Willkommen bei den Cazalets – Auftakt einer unwiderstehlichen Familiensaga!

»Howard ist eine dieser Autorinnen, die uns in ihrem Werk zeigt, wofür Romane existieren. Sie hilft uns das Nötige zu tun – unsere Augen und Herzen zu öffnen.« Hilary Mantel

Die Cazalets. Eine großbürgerliche Familie im England der späten Dreißigerjahre – unruhige Zeiten. Aus dem Familiensitz Home Place in der malerischen Grafschaft Sussex wird unerwartet ein Zufluchtsort für mehrere Generationen. Feinfühlig erkundet Elizabeth Jane Howard in der fünfbändigen Familiensaga die Sehnsüchte und Geheimnisse der Cazalets und erweckt eine vergangene Welt zu neuem Leben.

 

Band 1: England, 1937. Zusammen mit ihren Familien kehren die Cazalet- Brüder Hugh, Edward und Rupert wie jeden Sommer in das Haus ihrer Kindheit im Herzen von Sussex zurück. Vor ihnen liegen herrlich lange Ferienwochen. Doch die unbekümmerte Stimmung ist trügerisch: Der Zweite Weltkrieg wirft seine Schatten voraus, und auch innerhalb der Familie schwelen Konflikte.

Komplex und lebendig erzählt - mitreißend! Saskia Stöcker Freundin 20181002

Elizabeth Jane Howard wurde am 26. März 1923 in London geboren. Sie arbeitete als Schauspielerin und Modell, bevor sie 1950 ihren ersten Roman, ›The Beautiful Visit‹, schrieb, für den sie 1951 mit dem John Llewellyn Rhys Prize ausgezeichnet wurde. Es folgten weitere Romane, eine Sammlung von Kurzgeschichten und Slipstream (2002), ihre Autobiographie. Bis 1983 war sie verheiratet mit Kingsley Amis und damit die Stiefmutter von Martin Amis, der es ihr, wie er sagt, verdankt, dass er zum Schriftsteller wurde. Im Jahr 2000 verlieh Queen Elizabeth II. ihr den Verdienstorden Commander of the British Empire. Am 2. Januar 2014 verstarb Howard mit 90 Jahren in ihrem Haus in Suffolk..
Ursula Wulfekamp, 1955 im südenglischen Salisbury geboren, wuchs in England und Deutschland auf und studierte Germanistik und Anglistik in Regensburg und Tübingen. Neben Tätigkeiten als Redakteurin und Lektorin in London und München übersetzt sie seit über dreißig Jahren Belletristik und kunsthistorische Sachbücher aus dem Englischen. Zu den von ihr übersetzten Autorinnen gehören u.a. Elizabeth Jane Howard, Tracy Chevalier, Agatha Christie, Maeve Binchy, Annie Leibovitz und Joanne Harris. Ursula Wulfekamp lebt in Prien am Chiemsee.

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.07.2018

Verlag

dtv

Seitenzahl

576

Maße (L/B/H)

21,1/13,7/4,5 cm

Gewicht

677 g

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.07.2018

Verlag

dtv

Seitenzahl

576

Maße (L/B/H)

21,1/13,7/4,5 cm

Gewicht

677 g

Auflage

3. Auflage

Originaltitel

The Light Years

Übersetzer

Ursula Wulfekamp

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-14682-1

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Willkommen bei den Cazalets.

Inge Weis aus Pirmasens am 09.10.2018

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

England, 1937. Die Cazalets. Eine großbürgerliche Familie im England der späten Dreißigerjahre – unruhige Zeiten. Aus dem Familiensitz Home Place in der malerischen Grafschaft Sussex wird unerwartet ein Zufluchtsort für mehrere Generationen. Zusammen mit ihren Familien kehren die Cazalet- Brüder Hugh, Edward und Rupert wie jeden Sommer in das Haus ihrer Kindheit im Herzen von Sussex zurück. Vor ihnen liegen herrlich lange Ferienwochen. Doch die unbekümmerte Stimmung ist trügerisch: Der Zweite Weltkrieg wirft seine Schatten voraus, und auch innerhalb der Familie schwelen Konflikte. Feinfühlig erkundet die Autorin Elizabeth Jane Howard in der Familiensaga die Sehnsüchte und Geheimnisse der Cazalets und erweckt eine vergangene Welt zu neuem Leben. Sie recherchiert akribisch, fühlt und denkt sich in die Zeit und den Schauplatz ein und ist eine dieser Autorinnen, die uns in ihrem Werk zeigt, wofür Romane existieren und sie hilft uns das Nötige zu tun nähmlich unsere Augen und Herzen zu öffnen. Die detailreiche Recherche und die Eloquenz machen diesen Roman zu einem wunderbaren bewegenden Schmöker. Diese mitreißende Geschichte spricht unterschiedliche Generationen gleichmaßen an: Für die einen steckt sie voller Erinnerungen an eigene Erlebnisse und die/der interessierte jüngere Leser erfährt so einiges über das Leben der Großeltern und Eltern. Wir erleben ein großartig recheriertes Stück Zeitgeschichte, das fesselnder nicht in einen Roman hätte eingebunden werden können. Man taucht sofort in die Welt und Geschichte der Hauptfiguren ein und fiebert mit ihnen mit. Eine spannende Zeitreise. Man fühlt mit den Hauptpersonen mit und wird selbst Teil dieser Geschichte. Für mich ist Elizabeth Jane Howard die Elena Ferrante Englands. Ihr Epos umfasst fünf Bände, in denen die Geschichte der Familie Cazalet über drei Generationen erzählt wird. Gelungener Auftakt einer unwiderstehlichen Familiensaga! Eine berührende Familiensaga wunderbar zu lesen und die süchtig macht! Komplex und lebendig erzählt, mitreißend. Ein gelungenes Gesellschaftspanorama der Nachkriegszeit! Warmherzig! Ein literarisches, besonderes Kleinod. Unbedingt lesen!!!

Willkommen bei den Cazalets.

Inge Weis aus Pirmasens am 09.10.2018
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

England, 1937. Die Cazalets. Eine großbürgerliche Familie im England der späten Dreißigerjahre – unruhige Zeiten. Aus dem Familiensitz Home Place in der malerischen Grafschaft Sussex wird unerwartet ein Zufluchtsort für mehrere Generationen. Zusammen mit ihren Familien kehren die Cazalet- Brüder Hugh, Edward und Rupert wie jeden Sommer in das Haus ihrer Kindheit im Herzen von Sussex zurück. Vor ihnen liegen herrlich lange Ferienwochen. Doch die unbekümmerte Stimmung ist trügerisch: Der Zweite Weltkrieg wirft seine Schatten voraus, und auch innerhalb der Familie schwelen Konflikte. Feinfühlig erkundet die Autorin Elizabeth Jane Howard in der Familiensaga die Sehnsüchte und Geheimnisse der Cazalets und erweckt eine vergangene Welt zu neuem Leben. Sie recherchiert akribisch, fühlt und denkt sich in die Zeit und den Schauplatz ein und ist eine dieser Autorinnen, die uns in ihrem Werk zeigt, wofür Romane existieren und sie hilft uns das Nötige zu tun nähmlich unsere Augen und Herzen zu öffnen. Die detailreiche Recherche und die Eloquenz machen diesen Roman zu einem wunderbaren bewegenden Schmöker. Diese mitreißende Geschichte spricht unterschiedliche Generationen gleichmaßen an: Für die einen steckt sie voller Erinnerungen an eigene Erlebnisse und die/der interessierte jüngere Leser erfährt so einiges über das Leben der Großeltern und Eltern. Wir erleben ein großartig recheriertes Stück Zeitgeschichte, das fesselnder nicht in einen Roman hätte eingebunden werden können. Man taucht sofort in die Welt und Geschichte der Hauptfiguren ein und fiebert mit ihnen mit. Eine spannende Zeitreise. Man fühlt mit den Hauptpersonen mit und wird selbst Teil dieser Geschichte. Für mich ist Elizabeth Jane Howard die Elena Ferrante Englands. Ihr Epos umfasst fünf Bände, in denen die Geschichte der Familie Cazalet über drei Generationen erzählt wird. Gelungener Auftakt einer unwiderstehlichen Familiensaga! Eine berührende Familiensaga wunderbar zu lesen und die süchtig macht! Komplex und lebendig erzählt, mitreißend. Ein gelungenes Gesellschaftspanorama der Nachkriegszeit! Warmherzig! Ein literarisches, besonderes Kleinod. Unbedingt lesen!!!

Familie

Bewertung aus Oschersleben am 31.08.2018

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Von michimaus Der Roman stellt eine Familie vor, die in fünf Bänden portraitiert wird. Band eins "Die Jahre der Leichtigkeit" entführt uns ins Jahr 1937 nach Sussex. Die Cazalets sind eine gutbürgerliche Familie, die den Sommer auf ihrem Anwesen verbringt, kurz bevor der zweite Weltkrieg ausbricht. Man ahnt schon die schwerwiegenden Veränderungen, die die Familie und die ganze Welt betreffen werden, aber es gibt auch Innerhalt der Familie Konflikte. Die Story fand ich sehr interessant. Mit einem schönen Schreibstil werden einem die Familienmitglieder näher gebracht. Von ihnen gibt es reichlich, aber ein übersichtlicher Stammbaum zu Beginn erleichtert einem den Überblick. Das Cover fand ich zudem sehr nett gestaltet.

Familie

Bewertung aus Oschersleben am 31.08.2018
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Von michimaus Der Roman stellt eine Familie vor, die in fünf Bänden portraitiert wird. Band eins "Die Jahre der Leichtigkeit" entführt uns ins Jahr 1937 nach Sussex. Die Cazalets sind eine gutbürgerliche Familie, die den Sommer auf ihrem Anwesen verbringt, kurz bevor der zweite Weltkrieg ausbricht. Man ahnt schon die schwerwiegenden Veränderungen, die die Familie und die ganze Welt betreffen werden, aber es gibt auch Innerhalt der Familie Konflikte. Die Story fand ich sehr interessant. Mit einem schönen Schreibstil werden einem die Familienmitglieder näher gebracht. Von ihnen gibt es reichlich, aber ein übersichtlicher Stammbaum zu Beginn erleichtert einem den Überblick. Das Cover fand ich zudem sehr nett gestaltet.

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Sommeridylle mit kleinen Schauern

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Kennen Sie das auch? Sie stellen sich Bücher für Ihren Urlaub zusammen, stapeln dies, verwerfen jenes und stoßen dabei auf eines, das Sie schon seit einer gefühlten Ewigkeit aufmunternd anlächelt, das Sie aber aus unerfindlichen Gründen noch immer nicht gelesen haben. Womöglich ist es ein ziemlich dicker Roman, für den Sie im Alltag keine rechte Muße hatten, aber jetzt locken vierzehn Tage oder sogar drei Wochen Entspannung, und da könnte man ja mal endlich….! Genauso erging es mir mit „Jahre der Leichtigkeit“, und, was soll ich sagen, dieses Buch entpuppte sich als echter Glücksgriff. Es bildet den Auftakt einer fünfbändigen Reihe um die englische Familie Cazalet, der wir in einer merkwürdig widersprüchlichen Zeit begegnen: einerseits genießt die Familie ihre mehr oder weniger unbeschwerte jährliche Sommerfrische, mit all ihrer üblichen Ausgelassenheit, ihren liebgewonnenen Ritualen, Freiheiten und (un)vorhersehbaren Turbulenzen, andererseits – wir schreiben die Jahre 1938 und 1939 – stören schrille weltpolitische Misstöne die Leichtigkeit des großfamiliären Seins. Wird dieser verrückte Hitler es tatsächlich auf einen Krieg ankommen lassen? Vor der herrlichen Kulisse des ländlichen Sussex lässt uns Elizabeth Jane Howard auf ebenso liebevolle wie unbestechliche Weise hinter die sorgfältig gepflegte Upper-Class-Fassade einer englischen Unternehmer-Familie blicken und offenbart dabei Menschen in ihrer ganzen Individualität, mit ihren Geheimnissen, Unzulänglichkeiten und Ängsten, mit ihren Wünschen und Zweifeln, ihrer Vertrautheit und Liebe, ihrem Glück und Unglück. Dabei ist die Autorin spitzzüngig, herrlich ironisch, durchaus feinsinnig – und überaus unterhaltsam. Die Cazalets sind, bei all ihrer Toleranz und empfundenen Fortschrittlichkeit, doch Kinder ihrer Zeit und gesellschaftlichen Klasse. Trotz der einschneidenden gesellschaftlichen und persönlichen Veränderungen, die der 1. Weltkrieg mit sich brachte, stehen sie noch immer mit mindestens einem Bein im viktorianischen Zeitalter, das das Selbstbewusstsein, die Grundsätze und (Schein)Moral der britischen Gesellschaft über schier endlose Jahrzehnte prägte. Die Zeiten sind längst moderner, und in den Köpfen (besonders der Frauen und der jungen Generation) regt sich mitunter zaghaft so etwas wie der Wunsch nach Rebellion oder keimen doch wenigstens Zweifel an den allgegenwärtigen Konventionen. Nach außen zeigt man jedoch wie gewohnt eine „Stiff Upper Lipp“ und fügt sich leise seufzend den leidigen Regeln von Würde und Anstand. Die Frauen der Familie haben ihre persönlichen Wünsche und ihren beruflichen Ehrgeiz längst, wenn auch nicht ohne immer wieder aufflackerndes Bedauern, hintan gestellt, erfüllen (zumindest die meisten) ergeben und im wahrsten Sinne des Wortes unlustig ihre ehelichen Pflichten und kompensieren innere Leerstellen durch Füllsel wie eiserne Pflichterfüllung, Hyperaktivität und karitative Tätigkeiten. Bisweilen stärken sie sich am Gefühl solidarischer, höflicher Verachtung der leichtlebigen und ganz und gar nicht standesgemäßen Schwägerin oder seufzen liebevoll herablassend über die Schwester, die sich unter Stand und Möglichkeiten verheiratet hat. Die Männer (zumindest die meisten) tragen selbstverständlich die Last der Verantwortung, sind geschäftlich überaus umtriebig, selbst im Urlaub, sorgen für Erhalt und Ausbau des wirtschaftlichen Erfolgs und familiären Ansehens und gehen natürlich „in den Club“, der – unter uns - auch schon mal die Wohnung der Geliebten sein kann. Und doch: bei allen gelebten Klischees, aller Heuchelei und Geheimniskrämerei, bei allen Zweifeln und Differenzen herrscht doch eine Grundstimmung von Liebe, Respekt und Großzügigkeit, die das familiäre Zusammenleben erst ermöglicht - und uns die Cazalets in all ihrer Widersprüchlichkeit überaus sympathisch macht. Und dann sind da natürlich noch die Kinder: gewitzt, eigenwillig und mehr oder weniger selbstbewusst, müssen sie in diesem Gefüge ihren Weg erst suchen. Geradezu seismographisch wittern sie Emotionen, Ängste und Gefahren in ihrer Umgebung und fordern, nicht immer erfolgreich, Ehrlichkeit und Verlässlichkeit von den Erwachsenen ein. Die Erleichterung aller, dass der drohende Krieg doch noch abgewendet werden konnte, wird, wie wir wissen nicht lange währen….. Ich gebe zu, ich beneide Sie ein bisschen, weil Sie diesen schönen Roman noch vor sich haben. Aber ich kann mich ja derweil mit dem zweiten Band trösten.
5/5

Sommeridylle mit kleinen Schauern

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Kennen Sie das auch? Sie stellen sich Bücher für Ihren Urlaub zusammen, stapeln dies, verwerfen jenes und stoßen dabei auf eines, das Sie schon seit einer gefühlten Ewigkeit aufmunternd anlächelt, das Sie aber aus unerfindlichen Gründen noch immer nicht gelesen haben. Womöglich ist es ein ziemlich dicker Roman, für den Sie im Alltag keine rechte Muße hatten, aber jetzt locken vierzehn Tage oder sogar drei Wochen Entspannung, und da könnte man ja mal endlich….! Genauso erging es mir mit „Jahre der Leichtigkeit“, und, was soll ich sagen, dieses Buch entpuppte sich als echter Glücksgriff. Es bildet den Auftakt einer fünfbändigen Reihe um die englische Familie Cazalet, der wir in einer merkwürdig widersprüchlichen Zeit begegnen: einerseits genießt die Familie ihre mehr oder weniger unbeschwerte jährliche Sommerfrische, mit all ihrer üblichen Ausgelassenheit, ihren liebgewonnenen Ritualen, Freiheiten und (un)vorhersehbaren Turbulenzen, andererseits – wir schreiben die Jahre 1938 und 1939 – stören schrille weltpolitische Misstöne die Leichtigkeit des großfamiliären Seins. Wird dieser verrückte Hitler es tatsächlich auf einen Krieg ankommen lassen? Vor der herrlichen Kulisse des ländlichen Sussex lässt uns Elizabeth Jane Howard auf ebenso liebevolle wie unbestechliche Weise hinter die sorgfältig gepflegte Upper-Class-Fassade einer englischen Unternehmer-Familie blicken und offenbart dabei Menschen in ihrer ganzen Individualität, mit ihren Geheimnissen, Unzulänglichkeiten und Ängsten, mit ihren Wünschen und Zweifeln, ihrer Vertrautheit und Liebe, ihrem Glück und Unglück. Dabei ist die Autorin spitzzüngig, herrlich ironisch, durchaus feinsinnig – und überaus unterhaltsam. Die Cazalets sind, bei all ihrer Toleranz und empfundenen Fortschrittlichkeit, doch Kinder ihrer Zeit und gesellschaftlichen Klasse. Trotz der einschneidenden gesellschaftlichen und persönlichen Veränderungen, die der 1. Weltkrieg mit sich brachte, stehen sie noch immer mit mindestens einem Bein im viktorianischen Zeitalter, das das Selbstbewusstsein, die Grundsätze und (Schein)Moral der britischen Gesellschaft über schier endlose Jahrzehnte prägte. Die Zeiten sind längst moderner, und in den Köpfen (besonders der Frauen und der jungen Generation) regt sich mitunter zaghaft so etwas wie der Wunsch nach Rebellion oder keimen doch wenigstens Zweifel an den allgegenwärtigen Konventionen. Nach außen zeigt man jedoch wie gewohnt eine „Stiff Upper Lipp“ und fügt sich leise seufzend den leidigen Regeln von Würde und Anstand. Die Frauen der Familie haben ihre persönlichen Wünsche und ihren beruflichen Ehrgeiz längst, wenn auch nicht ohne immer wieder aufflackerndes Bedauern, hintan gestellt, erfüllen (zumindest die meisten) ergeben und im wahrsten Sinne des Wortes unlustig ihre ehelichen Pflichten und kompensieren innere Leerstellen durch Füllsel wie eiserne Pflichterfüllung, Hyperaktivität und karitative Tätigkeiten. Bisweilen stärken sie sich am Gefühl solidarischer, höflicher Verachtung der leichtlebigen und ganz und gar nicht standesgemäßen Schwägerin oder seufzen liebevoll herablassend über die Schwester, die sich unter Stand und Möglichkeiten verheiratet hat. Die Männer (zumindest die meisten) tragen selbstverständlich die Last der Verantwortung, sind geschäftlich überaus umtriebig, selbst im Urlaub, sorgen für Erhalt und Ausbau des wirtschaftlichen Erfolgs und familiären Ansehens und gehen natürlich „in den Club“, der – unter uns - auch schon mal die Wohnung der Geliebten sein kann. Und doch: bei allen gelebten Klischees, aller Heuchelei und Geheimniskrämerei, bei allen Zweifeln und Differenzen herrscht doch eine Grundstimmung von Liebe, Respekt und Großzügigkeit, die das familiäre Zusammenleben erst ermöglicht - und uns die Cazalets in all ihrer Widersprüchlichkeit überaus sympathisch macht. Und dann sind da natürlich noch die Kinder: gewitzt, eigenwillig und mehr oder weniger selbstbewusst, müssen sie in diesem Gefüge ihren Weg erst suchen. Geradezu seismographisch wittern sie Emotionen, Ängste und Gefahren in ihrer Umgebung und fordern, nicht immer erfolgreich, Ehrlichkeit und Verlässlichkeit von den Erwachsenen ein. Die Erleichterung aller, dass der drohende Krieg doch noch abgewendet werden konnte, wird, wie wir wissen nicht lange währen….. Ich gebe zu, ich beneide Sie ein bisschen, weil Sie diesen schönen Roman noch vor sich haben. Aber ich kann mich ja derweil mit dem zweiten Band trösten.

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Familie Cazalet Tl.1

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

1937 - wie jeden Sommer verbringt die Familie ihre Ferien in Sussex. Doch die Leichtigkeit des Landlebens kommt dieses Jahr nicht auf. Die schwelenden Konflikte innerhalb der Familie kommen zur Sprache, die historischen Ereignisse werfen schon die ersten Schatten. Die unterschiedlichsten Charaktere treffen aufeinander - von konservativ bis aufgeschlossen für alles Moderne. Die Autorin taucht langsam in die einzelnen Figuren ein, nimmt sich die Zeit diese mit allen Facetten auszuleuchten. Dadurch hat das Buch einige Längen, aber ich finde die Geschichte so spannend, dass ich schon auf den 2.Teil warte.
4/5

Familie Cazalet Tl.1

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

1937 - wie jeden Sommer verbringt die Familie ihre Ferien in Sussex. Doch die Leichtigkeit des Landlebens kommt dieses Jahr nicht auf. Die schwelenden Konflikte innerhalb der Familie kommen zur Sprache, die historischen Ereignisse werfen schon die ersten Schatten. Die unterschiedlichsten Charaktere treffen aufeinander - von konservativ bis aufgeschlossen für alles Moderne. Die Autorin taucht langsam in die einzelnen Figuren ein, nimmt sich die Zeit diese mit allen Facetten auszuleuchten. Dadurch hat das Buch einige Längen, aber ich finde die Geschichte so spannend, dass ich schon auf den 2.Teil warte.

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