Sie zielen auf mein Herz, damit ich falle

Sie zielen auf mein Herz, damit ich falle

Ein Wolfsroman

Buch (Taschenbuch)

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Der Wolf kehrt zurück! – Ein Harzer Kleinstadtpanorama
Ein verhaltensauffälliger Wolf ist nahe Hasserode im Oberharz aufgetaucht und reißt wiederholt Schafe. Zuerst ist der Räuber in der beliebten Touristikregion nur ein Ärgernis, doch als er sich in unmittelbarer Nähe eines Waldkindergartens blicken lässt, liegen die Nerven von Eltern, Landwirten und Politikern blank; umso mehr, da ein Mädchen womöglich von ihm gebissen wurde. Viola, die junge Leiterin des Kindergartens, hat alle Hände voll zu tun, um die Lage nicht eskalieren zu lassen. Als der Wolf zum Abschuss freigegeben wird, spitzt sich die Lage in jeder Hinsicht zu.
Ein rechtspopulistischer Politiker, eine Wolfsexpertin und ein Student mit afghanischem Migrationshintergrund: Das neue Buch von Anke Wogersien ist ein faszinierendes Kleinstadtpanorama. Der spannend und engagiert geschriebene Roman zeigt auf, wie sehr Naturschutz und Gesellschaft zusammengehören – und wie wenig sie voneinander zu trennen sind.

Anke Wogersien, geb. 1963, hat Betriebswirtschaftslehre in Hannover und Rhetorik in Göttingen studiert. Sie arbeitet als pädagogische Berufsausbilderin im Talentmanagement und ist Vorstandsmitglied bei den »Hildesheimlichen Autoren«. 2014 veröffentlichte sie ihren Debütroman »Ostseesommer«, 2015 erschien ihr zweiter Roman »Ostsee Deal«. Der Wolfsroman »Sie zielen auf mein Herz, damit ich falle« ist ihre erste Veröffentlichung im Mitteldeutschen Verlag. Die Autorin lebt in der Nähe von Hannover.

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.07.2018

Verlag

Mitteldeutscher Verlag

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

21,1/13,6/2 cm

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

01.07.2018

Verlag

Mitteldeutscher Verlag

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

21,1/13,6/2 cm

Gewicht

346 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96311-034-4

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Er war ein Einzelgänger. In die Kreuz und Quere gelaufen, schnürte er durch dichtes Gebüsch und bewegte sich in der Karstlandschaft vorwärts. Beharrlich hatte er verhofft und gelauscht. Vergebens, er blieb allein. Nur der hohle Wind sauste in seinem Gehör. Der einsame Wolf hatte nicht den Lockruf einer Fähe vernommen, nicht ihre Fährte, obwohl er mit tiefer Nase weithin suchend die Felder abjagte. Alles, was er in die Nase bekam, war der herbe Duft der Erdschollen und ein starker Rehgeruch.
Seine Augen durchdrangen das Unterholz. Sein Gescheide zuckte, seine Flanken bebten und seine Begierde, ein Stück Wild zu erbeuten, wuchs. In der Nähe schrie ein Käuzchen. Die alten Tannen des Harzes klagten. Er trabte zuversichtlich dem neuen Ziel zu. Viele Kilometer legte er in dieser kalten Nacht zurück, doch kein gütiges Geschick lenkte seinen Weg. Ungewöhnliche Laute ließen den Dreijährigen aufhorchen: Menschen. Er sah die Flatterbänder rundherum.
"Hüte dich, Solo, dir droht Gefahr!", wisperte Silva.
Es schien, als hätte der Jungwolf sie verstanden.
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