Die Villa am Elbstrand
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Charlotte Jacobi

1. Die Villa am Elbstrand

Die Villa am Elbstrand

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Hörbuch

Hörbuch

ab 15,99 €

Beschreibung

Details

Sprecher

Dagmar Bittner

Spieldauer

14 Stunden und 14 Minuten

Fassung

ungekürzt

Abo-Fähigkeit

Ja

Medium

MP3

Family Sharing

Ja

Beschreibung

Details

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Sprecher

Dagmar Bittner

Spieldauer

14 Stunden und 14 Minuten

Fassung

ungekürzt

Abo-Fähigkeit

Ja

Medium

MP3

Erscheinungsdatum

02.11.2018

Verlag

Audio Media Verlag

Hörtyp

Lesung

Sprache

Deutsch

EAN

9783956393877

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Reederei-Familiengeschichte

Bebe_1893 aus Hohennstadt am 14.12.2022

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Eine spannende und stürmische Geschichte einer Reederei-Familie. Ich bin so gespannt, wie es in Band 2 weitergeht. Einzig was mich traurig macht, das die Menschen auch nach 100 Jahren, noch in den Krieg führen

Reederei-Familiengeschichte

Bebe_1893 aus Hohennstadt am 14.12.2022
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Eine spannende und stürmische Geschichte einer Reederei-Familie. Ich bin so gespannt, wie es in Band 2 weitergeht. Einzig was mich traurig macht, das die Menschen auch nach 100 Jahren, noch in den Krieg führen

Bewertung am 28.07.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wunderbar angelegter Familienepos um eine Reederei-Familie im Hamburg. Großartig erzählt und ein echter Schmöker!

Bewertung am 28.07.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wunderbar angelegter Familienepos um eine Reederei-Familie im Hamburg. Großartig erzählt und ein echter Schmöker!

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von Charlotte Jacobi

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Carola Ludger

Thalia Lippstadt

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4/5

Schöner Auftakt der Hamburger Familiensaga

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wenn Sie auf der Suche nach einer gefühlvollen Familiensaga vor historischer Kulisse sind, dann seien Sie zu Gast in der Villa der Hamburger Reederfamilie Nieland. Anna, die wohlhabende und wohlbehütet aufwachsende Reederstochter freundet sich mit der bodenständigen Sophie, die aus ärmlichen Verhältnissen stammt, an. Während des ersten Weltkrieges schlägt das Schicksal immer wieder zu und die beiden müssen so manches aushalten. Man schließt beide Mädchen schnell ins Herz. Ein schöner Schmöker für diejenigen, die gern Familien- und Schicksalsromane lesen.
4/5

Schöner Auftakt der Hamburger Familiensaga

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wenn Sie auf der Suche nach einer gefühlvollen Familiensaga vor historischer Kulisse sind, dann seien Sie zu Gast in der Villa der Hamburger Reederfamilie Nieland. Anna, die wohlhabende und wohlbehütet aufwachsende Reederstochter freundet sich mit der bodenständigen Sophie, die aus ärmlichen Verhältnissen stammt, an. Während des ersten Weltkrieges schlägt das Schicksal immer wieder zu und die beiden müssen so manches aushalten. Man schließt beide Mädchen schnell ins Herz. Ein schöner Schmöker für diejenigen, die gern Familien- und Schicksalsromane lesen.

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Monika Fuchs

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Doch ganz anders als gedacht

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Anscheinend sind gerade Geschichten bei den Verlagen in, die kurz vor oder während des 1. Weltkriegs spielen. Ich habe Ihnen ja bereits vor kurzem „Die Schokoladenvilla“ von Maria Nikolai vorgestellt, die 1903 beginnt und 1904 endet. Zwei weitere Bände werden folgen. Ebenso auf drei Bände ausgelegt ist die Geschichte um „Das Gut Greifenau“ von Hanna Caspian, wovon ich Ihnen ebenfalls den ersten Teil vorgestellt habe. Das Buch spielte von 1913 bis zum Ausbruch des 1. Weltkriegs. Und nun „Die Villa am Elbstrand“ von Charlotte Jacobi, die 1912 beginnt und 1920 endet. Ebenfalls gerade angesagt scheinen Bücher zu sein, die in Hamburg spielen. Wahrscheinlich werde ich Ihnen nämlich im Dezember noch das Buch „Die Villa an der Elbe“ von Linda Belago vorstellen. Das Buch beginnt 1910. Doch nun zu dem Buch, was ich Ihnen dieses Mal vorstellen möchte. Charlotte Jacobi (ein Pseudonym der Autoren Eva-Maria Bast und Jörn Precht) haben einen sehr interessanten Roman geschrieben, der sich ganz anders entwickelt hat, als ich es erwartet habe. Es ist eine sehr interessante und gewagte Mischung herausgekommen. Die Inhaltsangabe hier bei thalia.de liest sich ja wie ein modernes Märchen. Fast zu gut um wahr zu sein! Sofie, Tochter eines Melkers aus dem Norden Schleswig-Holsteins rettet die fast gleichaltrige Hamburger Reederstochter Anna Nieland aus dem Feuer eines Strandhotels. Anna bedankt sich am nächsten Tag persönlich bei ihr. Und von da an schreiben sich die beiden sehr ungleichen Mädchen regelmäßig Briefe. Zwei Jahre später erhält Sofie die Möglichkeit als Gesellschafterin zu Anne in den Reedereihaushalt zu ziehen. Dieses Angebot nimmt sie natürlich an. Dort angekommen ist ihre Rolle eigentlich viel mehr als eine Gesellschafterin. Sie ist eigentlich die beste Freundin von Anna und begleitet sie überall hin. Anfangs bereitet ihr die neue Situation Schwierigkeiten, denn sie darf die Mahlzeiten zusammen mit den Herrschaften einnehmen, wohnt aber mit dem Dienstmädchen Ursel zusammen in einer Stube untern Dach. So muss sie gegen die Vorbehalte von Annas Großmutter Gudrun, die sehr hanseatisch-konservativ ist, und deren Kammerzofe ankämpfen. Doch Sofie ist eine plietsche Deern, die schnell im ganzen Haushalt beliebt ist. Doch dann bricht der 1. Weltkrieg aus und Annas Vater Christian, Annas Bruder Burkhard und Annas große Liebe Gideon Meseritz ziehen in den Krieg. Sie werden alle drei auf demselben Schlachtschiff „Nassau“ eingesetzt. Ebenfalls in den Krieg zieht Sofies Bruder Willy. Er wird Heizer auf dem kleinen Kreuzer „Wiesbaden“. Auch Annas Schwester, die eine für ihre Zeit sehr moderne Frau und Kriegsgegnerin ist, verpflichtet sich. Sie wird Krankenschwester auf dem Lazarettschiff „Sierra Ventana“. Später stößt Sofie zu ihr auf ebendieses Schiff. Anna und ihr Cousin Hinnerk versuchen derweil den Geschäftsbetrieb der Reederei aufrecht zu erhalten. Ich hatte mir bei dem Klappentext jetzt so einen richtigen Schmöker über eine doch eher unrealistische Frauenfreundschaft vorgestellt, bei dem der 1. Weltkrieg nur am Rande gestreift wird. Und eigentlich hatte ich mir das Buch nur vorgenommen, da es in Hamburg spielt und ich dachte, dass ich für unsere Kundinnen etwas darüber wissen sollte. Doch dann hat mich das Buch sehr positiv überrascht. Gut, Sofies und Willys Aufstieg in der Geschichte kommen mir immer noch ein wenig unrealistisch vor. Sie sind Kinder eines Melkers, die nie lange zur Schule gehen durften. Doch beide sind sehr klug und haben offensichtlich viel Zeit gefunden, um sich über Bücher weiterzubilden. Ob das so geklappt haben könnte, bin ich mir unsicher. Spannend fand ich, dass das Autorengespann nicht beim dem klassischen Genre des historischen Frauenromans bleibt. Das hätte bedeutet, dass die Geschichte weiterhin in Hamburg gespielt hätte. Wir hätten einfach das Schicksal derjenigen weiterverfolgt, die in Hamburg die Stellung gehalten hätten. Der 1. Weltkrieg wäre nur am Rande gestreift worden. Allerdings gehen die Autoren einen anderen Weg. Sie nehmen uns mit auf die Kriegsschiffe des 1. Weltkriegs. So erleben wir die Schlacht am Skagerrak gleich auf zwei Kriegsschiffen hautnah mit. Wir erfahren wie grausam diese Schlacht war. Und wir lernen kennen, wie unterschiedlich die Besatzungsmitglieder werden des Krieges behandelt wurden. Die Offiziere haben die ganze Zeit nicht darben müssen, während die einfachen Dienstgrade einen unglaublichen Fraß vorgesetzt bekamen, und zusätzlich wurden sie von den Offizieren auch noch schikaniert. Eine kleine Nebenrolle spielt der Hamburger Dichter aus Finkenwerder – Rudolf Kinau, der unter dem Namen Gorch Fock bekannter ist. Die Schikane an den Mannschaftsgraden hat schon früh zu Unruhe auf den Schiffen geführt, die letztendlich zum Matrosenaufstand in Kiel geführt haben. Auch dort sind wir kurzzeitig unmittelbar dabei. Danach geht es zurück nach Hamburg, wo die Reederei Nieland direkt von dem Versailler Vertrag betroffen ist. Sie müssen all ihre Schiffe abgeben. Auch die, die während des Krieges im Ausland festgesetzt wurden. Doch ein Zusammenschluss Hamburger Reeder hatte eine sehr gute Idee, die einigen sicherlich ihre Zukunft gerettet hat. Sie durften mit dem Passagier- und Frachtschiff „Lucie Woermann“ Mannschaften für die Segelschiffe nach Chile bringen. Die dort festsitzenden Salpetersegler durften noch ein letztes Mal mit Fracht zurück nach Hamburg reisen. Und diese Fracht gehörte den Reedern, während sie ihre Schiffe nach dieser Reise abgeben mussten. All dies sind wirklich wahre Begebenheiten, die gut recherchiert wurden. Wer möchte, findet im Anhang dazu viele weiterführende Literaturhinweise. Mir hat das Buch dann insgesamt doch sehr gut gefallen. Ich kann allerdings auch durchaus den Einwand einer Leserin verstehen, der es zu viel 1. Weltkrieg war. Damit hatte ich auch nicht gerechnet. Für mich war es zwar eine positive Überraschung. Aber wenn ich einen richtigen Schmöker erwartet hätte, wäre ich auch enttäuscht gewesen. Leider konnte ich bisher nicht herausfinden, ob es eine Fortsetzung geben wird. Ich hoffe allerdings sehr darauf. Es sind nämlich bereits einige gute Zutaten vorhanden, um die Geschichte auch spannend während der Weimarer Republik weitererzählen zu können. Gerade Annas Mann und Annas Bruder könnten hierbei sehr wichtige Rolle spielen. Eine spannende Lektüre für die Leserinnen, die gerne die beiden Bücher „Das Haus am Alsterufer“ und „Sterne über der Alster“ von Micaela Jary gelesen haben.
4/5

Doch ganz anders als gedacht

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Anscheinend sind gerade Geschichten bei den Verlagen in, die kurz vor oder während des 1. Weltkriegs spielen. Ich habe Ihnen ja bereits vor kurzem „Die Schokoladenvilla“ von Maria Nikolai vorgestellt, die 1903 beginnt und 1904 endet. Zwei weitere Bände werden folgen. Ebenso auf drei Bände ausgelegt ist die Geschichte um „Das Gut Greifenau“ von Hanna Caspian, wovon ich Ihnen ebenfalls den ersten Teil vorgestellt habe. Das Buch spielte von 1913 bis zum Ausbruch des 1. Weltkriegs. Und nun „Die Villa am Elbstrand“ von Charlotte Jacobi, die 1912 beginnt und 1920 endet. Ebenfalls gerade angesagt scheinen Bücher zu sein, die in Hamburg spielen. Wahrscheinlich werde ich Ihnen nämlich im Dezember noch das Buch „Die Villa an der Elbe“ von Linda Belago vorstellen. Das Buch beginnt 1910. Doch nun zu dem Buch, was ich Ihnen dieses Mal vorstellen möchte. Charlotte Jacobi (ein Pseudonym der Autoren Eva-Maria Bast und Jörn Precht) haben einen sehr interessanten Roman geschrieben, der sich ganz anders entwickelt hat, als ich es erwartet habe. Es ist eine sehr interessante und gewagte Mischung herausgekommen. Die Inhaltsangabe hier bei thalia.de liest sich ja wie ein modernes Märchen. Fast zu gut um wahr zu sein! Sofie, Tochter eines Melkers aus dem Norden Schleswig-Holsteins rettet die fast gleichaltrige Hamburger Reederstochter Anna Nieland aus dem Feuer eines Strandhotels. Anna bedankt sich am nächsten Tag persönlich bei ihr. Und von da an schreiben sich die beiden sehr ungleichen Mädchen regelmäßig Briefe. Zwei Jahre später erhält Sofie die Möglichkeit als Gesellschafterin zu Anne in den Reedereihaushalt zu ziehen. Dieses Angebot nimmt sie natürlich an. Dort angekommen ist ihre Rolle eigentlich viel mehr als eine Gesellschafterin. Sie ist eigentlich die beste Freundin von Anna und begleitet sie überall hin. Anfangs bereitet ihr die neue Situation Schwierigkeiten, denn sie darf die Mahlzeiten zusammen mit den Herrschaften einnehmen, wohnt aber mit dem Dienstmädchen Ursel zusammen in einer Stube untern Dach. So muss sie gegen die Vorbehalte von Annas Großmutter Gudrun, die sehr hanseatisch-konservativ ist, und deren Kammerzofe ankämpfen. Doch Sofie ist eine plietsche Deern, die schnell im ganzen Haushalt beliebt ist. Doch dann bricht der 1. Weltkrieg aus und Annas Vater Christian, Annas Bruder Burkhard und Annas große Liebe Gideon Meseritz ziehen in den Krieg. Sie werden alle drei auf demselben Schlachtschiff „Nassau“ eingesetzt. Ebenfalls in den Krieg zieht Sofies Bruder Willy. Er wird Heizer auf dem kleinen Kreuzer „Wiesbaden“. Auch Annas Schwester, die eine für ihre Zeit sehr moderne Frau und Kriegsgegnerin ist, verpflichtet sich. Sie wird Krankenschwester auf dem Lazarettschiff „Sierra Ventana“. Später stößt Sofie zu ihr auf ebendieses Schiff. Anna und ihr Cousin Hinnerk versuchen derweil den Geschäftsbetrieb der Reederei aufrecht zu erhalten. Ich hatte mir bei dem Klappentext jetzt so einen richtigen Schmöker über eine doch eher unrealistische Frauenfreundschaft vorgestellt, bei dem der 1. Weltkrieg nur am Rande gestreift wird. Und eigentlich hatte ich mir das Buch nur vorgenommen, da es in Hamburg spielt und ich dachte, dass ich für unsere Kundinnen etwas darüber wissen sollte. Doch dann hat mich das Buch sehr positiv überrascht. Gut, Sofies und Willys Aufstieg in der Geschichte kommen mir immer noch ein wenig unrealistisch vor. Sie sind Kinder eines Melkers, die nie lange zur Schule gehen durften. Doch beide sind sehr klug und haben offensichtlich viel Zeit gefunden, um sich über Bücher weiterzubilden. Ob das so geklappt haben könnte, bin ich mir unsicher. Spannend fand ich, dass das Autorengespann nicht beim dem klassischen Genre des historischen Frauenromans bleibt. Das hätte bedeutet, dass die Geschichte weiterhin in Hamburg gespielt hätte. Wir hätten einfach das Schicksal derjenigen weiterverfolgt, die in Hamburg die Stellung gehalten hätten. Der 1. Weltkrieg wäre nur am Rande gestreift worden. Allerdings gehen die Autoren einen anderen Weg. Sie nehmen uns mit auf die Kriegsschiffe des 1. Weltkriegs. So erleben wir die Schlacht am Skagerrak gleich auf zwei Kriegsschiffen hautnah mit. Wir erfahren wie grausam diese Schlacht war. Und wir lernen kennen, wie unterschiedlich die Besatzungsmitglieder werden des Krieges behandelt wurden. Die Offiziere haben die ganze Zeit nicht darben müssen, während die einfachen Dienstgrade einen unglaublichen Fraß vorgesetzt bekamen, und zusätzlich wurden sie von den Offizieren auch noch schikaniert. Eine kleine Nebenrolle spielt der Hamburger Dichter aus Finkenwerder – Rudolf Kinau, der unter dem Namen Gorch Fock bekannter ist. Die Schikane an den Mannschaftsgraden hat schon früh zu Unruhe auf den Schiffen geführt, die letztendlich zum Matrosenaufstand in Kiel geführt haben. Auch dort sind wir kurzzeitig unmittelbar dabei. Danach geht es zurück nach Hamburg, wo die Reederei Nieland direkt von dem Versailler Vertrag betroffen ist. Sie müssen all ihre Schiffe abgeben. Auch die, die während des Krieges im Ausland festgesetzt wurden. Doch ein Zusammenschluss Hamburger Reeder hatte eine sehr gute Idee, die einigen sicherlich ihre Zukunft gerettet hat. Sie durften mit dem Passagier- und Frachtschiff „Lucie Woermann“ Mannschaften für die Segelschiffe nach Chile bringen. Die dort festsitzenden Salpetersegler durften noch ein letztes Mal mit Fracht zurück nach Hamburg reisen. Und diese Fracht gehörte den Reedern, während sie ihre Schiffe nach dieser Reise abgeben mussten. All dies sind wirklich wahre Begebenheiten, die gut recherchiert wurden. Wer möchte, findet im Anhang dazu viele weiterführende Literaturhinweise. Mir hat das Buch dann insgesamt doch sehr gut gefallen. Ich kann allerdings auch durchaus den Einwand einer Leserin verstehen, der es zu viel 1. Weltkrieg war. Damit hatte ich auch nicht gerechnet. Für mich war es zwar eine positive Überraschung. Aber wenn ich einen richtigen Schmöker erwartet hätte, wäre ich auch enttäuscht gewesen. Leider konnte ich bisher nicht herausfinden, ob es eine Fortsetzung geben wird. Ich hoffe allerdings sehr darauf. Es sind nämlich bereits einige gute Zutaten vorhanden, um die Geschichte auch spannend während der Weimarer Republik weitererzählen zu können. Gerade Annas Mann und Annas Bruder könnten hierbei sehr wichtige Rolle spielen. Eine spannende Lektüre für die Leserinnen, die gerne die beiden Bücher „Das Haus am Alsterufer“ und „Sterne über der Alster“ von Micaela Jary gelesen haben.

Monika Fuchs
  • Monika Fuchs
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