Der Riss

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Roman

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Beschreibung

Kann das Leben einen so tiefen Riss bekommen, dass man durch ihn hinabstürzt und darin verschwindet? Ogi hat Schuld an dem Unfall, durch den seine Frau getötet wurde. Im Haus seiner Schwiegermutter vegetiert er nun schwer verletzt vor sich hin. Seine Welt schrumpft zu dem Bett, in dem er liegt. Im Inneren halten beunruhigende Gedanken an seine Frau ihn gefangen. Draußen verwandelt sich ihr üppiger Garten in einen welken Orten, entstellt von dunklen Löchern, die die Schwiegermutter wie besessen gräbt. Was verbirgt sich hinter der unheimlichen Obsession für den Garten? Ein so kafkaesker wie hypnotisierender Roman von den verstörenden Rissen, die Einsamkeit, Schuld und Entwurzelung im Leben hinterlassen können.

»Eine mutige, verstörende und von Licht und Schatten geprägte Erzählung.« Galore

Hye-young Pyun wurde 1972 in Seoul geboren. Nach drei Universitätsabschlüssen arbeitete sie als Büroangestellte, bevor sie 2000 mit einer Kurzgeschichte debütierte, die in Korea sofort große Beachtung fand. Für ihr Werk wurde sie mit den renommiertesten Literaturpreisen Südkoreas ausgezeichnet, darunter dem Dong-in Literary Award 2011, Yi-sang Literaturpreis 2014 und den Hyundae Munhak Award 2015. Sie veröffentlicht Kurzgeschichten u.a. im New Yorker und Harper's Magazine. Sie lebt in Seoul, Korea.

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.04.2019

Verlag

btb

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,5/13,5/2,2 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

22.04.2019

Verlag

btb

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,5/13,5/2,2 cm

Gewicht

340 g

Originaltitel

The Hole

Übersetzer

Ki-Hyang Lee

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-75771-8

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Ein düsteres, kraftvolles & bewegendes Buch!

Lia48 am 05.09.2019

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

INHALT: Ogi, 47 Jahre alt, liegt nach einem Autounfall bewegungsunfähig im Bett des Klinikums. Gefangen im eigenen Körper, kann er auch nicht mehr sprechen. Lediglich das Blinzeln ermöglicht ihm einen Hauch von Kommunikation. Seine Frau hat nicht überlebt. Ogi erinnert sich an früher. Doch was ist genau passiert? “Wie kann sich ein Leben von einer Sekunde auf die nächste so dramatisch verändern? Wie fällt es auseinander, bekommt einen Riss, wie schrumpft es einfach zusammen, bis es sich im Nichts auflöst?“ (S.29) Ab sofort ist Ogi vollkommen auf Ärzte, Therapeuten und auf seine Schwiegermutter angewiesen. Und plötzlich tun sich nicht nur im hauseigenen Garten die Abgründe auf... MEINUNG: Dies ist ein recht düsteres Buch, welches die koreanische Autorin Hye-Young Pyun hier zustande gebracht hat - doch wie der Zufall es so will, mag ich düstere Geschichten zwischendurch ganz gerne! Ogi ist nach dem Unfall absolut hilflos und ständig auf andere angewiesen. Seine Bedürfnisse werden nicht immer erfüllt, er wird missverstanden und manchmal wird mit ihm umgegangen, als bekäme er nichts mehr mit, oder als wäre er ein Kind. Diesen dabei aufkommenden Ärger, diese unglaubliche Wut, die da in ihm brodelt, die kommt beim Lesen unglaublich gut zum Ausdruck. Wie oft habe ich gedacht: „Schau doch genauer hin, er versucht mit dir etwas zu sagen!" Oder: „Er ist immer noch ein Mensch, der einen würde- und respektvollen Umgang verdient!" Dabei habe ich mit Ogi mitgelitten und mitgefiebert, ich war so nah an seiner Geschichte dran, welche mich ziemlich packen und emotional bewegen konnte. Jedoch gibt es da noch die Einblicke in Ogis Vergangenheit, die sich für mich ziemlich gezogen haben. Der Teil war mir leider zu distanziert erzählt und hat mich etwas gelangweilt. Hier waren mir die Figuren sehr unsympathisch und blieben mir zu fern. Trotzdem habe ich immer wieder zurück in die Geschichte gefunden, meistens dann, wenn der Gegenwartsstrang erneut einsetzte. Dieser übernahm im letzten Buchdrittel die Vorderhand und hat mir richtig gut gefallen! Sowohl die menschlichen Abgründe als auch die Entwicklung der Handlung, haben durchaus einen Touch vom Stil einer Amélie Nothomb. Es ist ein ziemlich kraftvolles Werk, welches zum Nachdenken anregt und noch eine ganze Weile in Erinnerung bleiben kann... FAZIT: Trotz dem schwächeren Vergangenheits-Strang, gibt es von mir eine Leseempfehlung. Die Schilderung der Gegenwart konnte mich sehr begeistern und ich habe Ogis bewegende Geschichte hier gespannt verfolgt. Ein kraftvolles Buch, das zum Nachdenken anregt! 4/5 Sterne!

Ein düsteres, kraftvolles & bewegendes Buch!

Lia48 am 05.09.2019
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

INHALT: Ogi, 47 Jahre alt, liegt nach einem Autounfall bewegungsunfähig im Bett des Klinikums. Gefangen im eigenen Körper, kann er auch nicht mehr sprechen. Lediglich das Blinzeln ermöglicht ihm einen Hauch von Kommunikation. Seine Frau hat nicht überlebt. Ogi erinnert sich an früher. Doch was ist genau passiert? “Wie kann sich ein Leben von einer Sekunde auf die nächste so dramatisch verändern? Wie fällt es auseinander, bekommt einen Riss, wie schrumpft es einfach zusammen, bis es sich im Nichts auflöst?“ (S.29) Ab sofort ist Ogi vollkommen auf Ärzte, Therapeuten und auf seine Schwiegermutter angewiesen. Und plötzlich tun sich nicht nur im hauseigenen Garten die Abgründe auf... MEINUNG: Dies ist ein recht düsteres Buch, welches die koreanische Autorin Hye-Young Pyun hier zustande gebracht hat - doch wie der Zufall es so will, mag ich düstere Geschichten zwischendurch ganz gerne! Ogi ist nach dem Unfall absolut hilflos und ständig auf andere angewiesen. Seine Bedürfnisse werden nicht immer erfüllt, er wird missverstanden und manchmal wird mit ihm umgegangen, als bekäme er nichts mehr mit, oder als wäre er ein Kind. Diesen dabei aufkommenden Ärger, diese unglaubliche Wut, die da in ihm brodelt, die kommt beim Lesen unglaublich gut zum Ausdruck. Wie oft habe ich gedacht: „Schau doch genauer hin, er versucht mit dir etwas zu sagen!" Oder: „Er ist immer noch ein Mensch, der einen würde- und respektvollen Umgang verdient!" Dabei habe ich mit Ogi mitgelitten und mitgefiebert, ich war so nah an seiner Geschichte dran, welche mich ziemlich packen und emotional bewegen konnte. Jedoch gibt es da noch die Einblicke in Ogis Vergangenheit, die sich für mich ziemlich gezogen haben. Der Teil war mir leider zu distanziert erzählt und hat mich etwas gelangweilt. Hier waren mir die Figuren sehr unsympathisch und blieben mir zu fern. Trotzdem habe ich immer wieder zurück in die Geschichte gefunden, meistens dann, wenn der Gegenwartsstrang erneut einsetzte. Dieser übernahm im letzten Buchdrittel die Vorderhand und hat mir richtig gut gefallen! Sowohl die menschlichen Abgründe als auch die Entwicklung der Handlung, haben durchaus einen Touch vom Stil einer Amélie Nothomb. Es ist ein ziemlich kraftvolles Werk, welches zum Nachdenken anregt und noch eine ganze Weile in Erinnerung bleiben kann... FAZIT: Trotz dem schwächeren Vergangenheits-Strang, gibt es von mir eine Leseempfehlung. Die Schilderung der Gegenwart konnte mich sehr begeistern und ich habe Ogis bewegende Geschichte hier gespannt verfolgt. Ein kraftvolles Buch, das zum Nachdenken anregt! 4/5 Sterne!

Der Riss

Sabine aus Köln am 12.06.2019

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein Buch von einer koreanischen Autorin und ein Plot, der mich sehr neugierig gemacht hat, und tatsächlich ist die Geschichte atmosphärisch sehr dicht und fesselnd – nur das Ende konnte mich leider nicht überzeugen. Nach einem schweren Autounfall erwacht Ogi aus dem Koma. Er ist schwer entstellt und kann nur noch mit einem Auge blinzeln. Seine Frau ist tot, einziger Angehöriger ist die Schwiegermutter, die sich im Weiteren um ihn kümmert. Seinen Mitmenschen völlig ausgeliefert wird sein Zuhause zu einem Gefängnis – und wäre das nicht schlimm genug, verändert sich auch seine anfangs liebevolle Schwiegermutter. Der Plot ist grauenhaft und genau dieses Gefühl des psychologischen Horrors transportiert die Autorin auch mit ihrem zwar klaren und eigentlich auch einfachen Schreibstil, der dennoch aber die Stimmung und Gefühlswelt Ogis wunderbar einzufangen weiß. Die ganze Szenerie ist sehr skurril und spitzt sich im Laufe der Geschichte auch immer weiter zu. Dabei liegt der Fokus auf den Charakteren – und da nur wenige vorkommen, bekommt man hier ein sehr differenziertes Bild von ihnen. Mit Ogis Gedanken taucht man ab in die Zeit vor dem Unfall, erfährt von ihm und der Beziehung zu seiner Frau und lernt da auch schon die Schwiegereltern kennen. Die Zeit, die Ogi abhängig und ausgeliefert im Bett verbringt, macht ihn zu einem anderen Menschen, aber auch die Schwiegermutter verändert sich, und das letzte Drittel des Buches gleicht schon fast einem Psychothriller, da die beiden sich ein interessantes Duell liefern. Das Ende hat mir dann leider nicht gefallen, vielleicht weil es zu offen ist, vielleicht aber auch weil es einen anderen Schwerpunkt verfolgt als von mir gedacht. Wer das Buch kennt, weiß, was ich meine – nur so viel: richtig zu Ende erzählt wird die Geschichte leider nicht. Trotzdem hat mich das Buch gefesselt und auch gut unterhalten – noch einige Tage nach Beenden hat es in mir nachgehallt. Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen und empfehle es an solche Leser, die sich für eine dichte Atmosphäre gepaart mit einem psychologisch ausgefeilten Plot begeistern können. Mein Fazit Der Plot ist sehr interessant – und auch wenn nur wenige Figuren in dem dünnen Büchlein vorkommen, schafft die Autorin eine unglaubliche Atmosphäre und kann den Leser so fesseln. Der Schreibstil ist zwar klar und einfach, dafür aber auf den Punkt – so werden Gefühle und Gedanken des Protagonisten wunderbar transportiert. Nur das Ende hat mich enttäuscht, dennoch aber wurde ich gut unterhalten und gebe 3,5 von 5 Sternen.

Der Riss

Sabine aus Köln am 12.06.2019
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein Buch von einer koreanischen Autorin und ein Plot, der mich sehr neugierig gemacht hat, und tatsächlich ist die Geschichte atmosphärisch sehr dicht und fesselnd – nur das Ende konnte mich leider nicht überzeugen. Nach einem schweren Autounfall erwacht Ogi aus dem Koma. Er ist schwer entstellt und kann nur noch mit einem Auge blinzeln. Seine Frau ist tot, einziger Angehöriger ist die Schwiegermutter, die sich im Weiteren um ihn kümmert. Seinen Mitmenschen völlig ausgeliefert wird sein Zuhause zu einem Gefängnis – und wäre das nicht schlimm genug, verändert sich auch seine anfangs liebevolle Schwiegermutter. Der Plot ist grauenhaft und genau dieses Gefühl des psychologischen Horrors transportiert die Autorin auch mit ihrem zwar klaren und eigentlich auch einfachen Schreibstil, der dennoch aber die Stimmung und Gefühlswelt Ogis wunderbar einzufangen weiß. Die ganze Szenerie ist sehr skurril und spitzt sich im Laufe der Geschichte auch immer weiter zu. Dabei liegt der Fokus auf den Charakteren – und da nur wenige vorkommen, bekommt man hier ein sehr differenziertes Bild von ihnen. Mit Ogis Gedanken taucht man ab in die Zeit vor dem Unfall, erfährt von ihm und der Beziehung zu seiner Frau und lernt da auch schon die Schwiegereltern kennen. Die Zeit, die Ogi abhängig und ausgeliefert im Bett verbringt, macht ihn zu einem anderen Menschen, aber auch die Schwiegermutter verändert sich, und das letzte Drittel des Buches gleicht schon fast einem Psychothriller, da die beiden sich ein interessantes Duell liefern. Das Ende hat mir dann leider nicht gefallen, vielleicht weil es zu offen ist, vielleicht aber auch weil es einen anderen Schwerpunkt verfolgt als von mir gedacht. Wer das Buch kennt, weiß, was ich meine – nur so viel: richtig zu Ende erzählt wird die Geschichte leider nicht. Trotzdem hat mich das Buch gefesselt und auch gut unterhalten – noch einige Tage nach Beenden hat es in mir nachgehallt. Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen und empfehle es an solche Leser, die sich für eine dichte Atmosphäre gepaart mit einem psychologisch ausgefeilten Plot begeistern können. Mein Fazit Der Plot ist sehr interessant – und auch wenn nur wenige Figuren in dem dünnen Büchlein vorkommen, schafft die Autorin eine unglaubliche Atmosphäre und kann den Leser so fesseln. Der Schreibstil ist zwar klar und einfach, dafür aber auf den Punkt – so werden Gefühle und Gedanken des Protagonisten wunderbar transportiert. Nur das Ende hat mich enttäuscht, dennoch aber wurde ich gut unterhalten und gebe 3,5 von 5 Sternen.

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