Konstantinopel

Kleinasien − Thracia. Syria. Palaestina − Arabia

Repertorium der christlich-antiken Sarkophage Band 5

Johannes G. Deckers, Guntram Koch

Buch (gebundene Ausgabe)
Buch (gebundene Ausgabe)
94,99
94,99
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Lieferbar in 1 - 2 Wochen Versandkostenfrei
Lieferbar in 1 - 2 Wochen
Versandkostenfrei

Weitere Formate

Beschreibung

Eines der zentralen Projekte des Deutschen Archäologischen Instituts ist die Dokumentation der reliefgeschmückten christlich-antiken Sarkophage. Die Publikation ist auf fünf Bände angelegt. Der hier vorliegende Band gilt dem ostmediterranen Bereich, wobei nicht nur die Produkte der Konstantinopler Werkstätten, sondern erstmals auch jene aus Kleinasien – Thracia sowie aus den Provinzen Syria, Palaestina und Arabia erfasst werden. Neben den länger bekannten konnte auch eine erhebliche Zahl von neu gefundenen, bisher oft nur unzureichend publizierten Stücken aufgenommen werden. Die Beschreibungen sind durch eine große Zahl meist neu angefertigter, z. T. farbiger Fotos ergänzt. Einführende Texte fassen den Wissenstand zusammen und umreißen die charakteristischen und problematischen Aspekte. Schließlich dokumentiert dieser Band auch verschollene oder in jüngerer Zeit zerstörte Stücke. Diese Grundlagenpublikation gilt einer Gattung von Monumenten, die zum Kernbereich der spätantiken und frühbyzantinischen Kunst- und Kulturgeschichte gehört. Eine vergleichbar umfassende und genaue Bestandsaufnahme liegt bisher nicht vor. Diese bietet eine breite und solide Basis für weiterführende Forschungen. So lassen sich jetzt solche Fragen neu angehen, wie jene, ob Konstantinopel stadtrömische Traditionen weiterführte und wenn ja, in welcher Weise diese dort eigenständig modifiziert wurden, oder ob sich hier auch eigene Formen und Darstellungsthemen entwickelten. Das gilt auch für die Beantwortung der Frage, ob der ostmediterrane Bereich von den Konstantinopler Werkstätten in ähnlich intensiver Weise beeinflusst wurde, wie der westmediterrane von Rom.

Der fünfte Band komplettiert das vor einem

halben Jahrhundert begonnene Repertorium

der christlich-antiken Sarkophage und erfasst

erstmals auch den östlichen Mittelmeerraum,

der bislang in der Sarkophag-Forschung relativ

wenig Berücksichtigung gefunden hat.

(...)

So lässt der durch das Repertorium geschaffene

anschauliche Überblick erkennen, wie

stark sich Form und Nutzung von Sarkophagen

unterscheiden konnten, von Region zu

Region, aber auch von Provinz zu Provinz

und selbst zwischen Orten derselben Provinz.

Die Gründe für die eine oder andere Gestalt

und Aufstellung liegen häufig noch im Dunkeln,

und das Repertorium ist dazu geeignet,

neue Forschungsprojekte mit einer größeren

Tiefenschärfe anzustoßen, um insbesondere

die provinziellen Sarkophage und ihre Nutzung

genauer zu beschreiben und besser zu

verstehen. Es ist verlockend sich vorzustellen,

dass solche Forschungen eines Tages zu einer

vervollständigten Neuauflage des Repertoriums

führen könnten, dann möglicherweise

als digitale und vollfarbige Datenbank und

einschließlich der bislang ausgesparten mittelbyzantinischen

Sarkophage, die sich nicht

prinzipiell von den frühbyzantinischen unterscheiden.

Als Buch erreicht der vorliegende

Band Perfektion, was nicht zuletzt der Redaktion

und Bildbearbeitung durch das Deutsche

Archäologische Institut geschuldet ist. Die

Komplettierung des Repertoriums ist auch

ein Erfolg dieser Institution und der von ihr

ermöglichten langfristigen Forschung.

Von: Philipp Niewöhner

In: Jahrbuch für Antike und Christentum 61, 2018, S. 292-294

Johannes G. Deckers

Studium der Klassischen Archäologie, der Allgemeinen Kunstgeschichte und der Christlichen Archäologie an der Albrecht-Ludwig-Universität Freiburg. 1973 dort Promotion in Christlicher Archäologie. 1974-1983 Ausgrabungsleiter in der Abteilung Bodendenkmalpflege der Stadt Köln. 1975-1980 Lehrauftrag für Christliche Archäologie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. 1976-1994 Dokumentation römischer Katakombenmalerei. 1977-1978 Dokumentation der Wandmalereien im Kaiserkultraum des Ammon-Tempels in Luxor. 1983-1987 Referent für Christliche Archäologie am Deutschen Archäologischen Institut Rom. Dokumentation der christlich-antiken Sarkophage Konstantinopels. 1985-1989 Leiter der Ausgrabung im Hof der Cancelleria in Rom. 1987-2005 Professor für spätantike Archäologie und byzantinische Kunstgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Guntram Koch

1962-1969 Studium der Klassischen Archäologie, Christlichen Archäologie und Byzantinischen Kunstgeschichte, Lateinischen und Griechischen Philologie in Göttingen und Athen. 1970 Promotion in Klassischer Archäologie. 1970-1981 wissenschaftlicher Assistent an der Christlich Archäologischen Abteilung der Universität Göttingen. 1977 Habilitation für Christliche Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte. 1981-2006 Professor für Christliche Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte an der Philipps-Universität Marburg. Dr. h.c. der Philosophischen Fakultät der Aristoteles Universität Thessaloniki; auswärtiges Mitglied der Kroatischen Akademie der Wissenschaften; Ehrenmitglied der Christlich Archäologischen Gesellschaft Athen

Interessensgebiete: Skulptur der Römischen Kaiserzeit und der Spätantike, besonders Sarkophage und Grabdenkmäler; frühchristliche und byzantinische Architektur

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 03.12.2018
Verlag Reichert, L
Seitenzahl 292
Maße (L/B/H) 30,4/21,8/2,3 cm
Gewicht 1440 g
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95490-340-5

Weitere Bände von Repertorium der christlich-antiken Sarkophage

Das meinen unsere Kund*innen

0.0

0 Bewertungen

Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel

Helfen Sie anderen Kund*innen durch Ihre Meinung

Erste Bewertung verfassen

Unsere Kund*innen meinen

0.0

0 Bewertungen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

  • Konstantinopel