Mädchen im roten Kleid
Friedrich Gontard Band 9

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Beschreibung

Während seines Urlaubs in Südfrankreich mit seiner Frau Anna begegnet dem ehemaligen Kripochef Friedrich Gontard immer wieder eine mysteriöse junge Frau, die ihn an eine Person aus seiner Vergangenheit erinnert. Als bald darauf zuhause bei einer Kunstauktion in Heidelberg das Gemälde eines Exilkünstlers auftaucht und zwei Morde geschehen, verknüpfen sich Gegenwart und Vergangenheit auf fatale Weise. Zusammen mit dem mittlerweile zur Heidelberger Polizei versetzten Kripochef Manfred Berberich greift der Pensionär Friedrich Gontard einmal mehr in die Ermittlungen ein. Als wertvoller Zeitzeuge und Kenner der Kunstszene trägt er zur Auflösung der Fälle bei.Lilo Beils neunter Krimi um Kommissar Friedrich Gontard dreht sich um Lebensmuster, die Kraft der Erinnerung und die Tragik von Künstlern im Exil.

Lilo Beil wurde im südpfälzischen Klingenmüns­ter geboren. Die Pfarrerstochter verbrachte Kindheit und Jugend in Dielkirchen bei Rockenhausen und in Winden bei Landau. Ab 1966 studierte sie in Heidelberg Romanistik und Ang­listik. Sie unterrichtete von 1972 bis Januar 2008 an der Martin-Luther-Schule in Rimbach bei Heppenheim an der Bergstraße. Die Autorin hat drei Töchter und drei Enkelkinder. Sie lebt mit Mann und Hund im vorderen Odenwald.
Seit frühester Jugend interessierte sich Lilo Beil für Literatur und Kunst. Ihr liegt, sagt sie, das Satirische, aber es finden sich in ihren Geschichten genauso romantische und nostalgische Elemente, Spannungsmomente und die kritische Auseinandersetzung mit Geschichte und Gesellschaft. Gelobt wird außerdem immer wieder die klare, sorgfältige Sprache.
1997 erschien "Maikäfersommer ¿ Eine Pfälzer Kindheit in den 50er Jahren" im Verlag Pfälzer Kunst/Dr. Blinn. Weitere Erfolge wie die Aufnahme ihrer Kurzgeschichte "Der Nussknacker" in eine Anthologie des Rowohlt-Verlages ermutigten Lilo Beil. 1999 veröffentlichte sie unter dem Titel "Sonnenblumenreise" Geschichten für Reisende und Nichtreisende; 2002 folgte der Krimiband "Heute kein Spaziergang. 43 Krimigeschichten". 2005 erschien ihre Geschichtensammlung "Schattenzeit". 2006 folgte eine zweite Ausgabe "Maikäfersommer und andere Geschichten aus Pfalz und Kurpfalz" in der Edition Tintenfaß. 2010 erschien die erweiterte Taschenbuchausgabe "Maikäfersommer ¿ Kindheitsgeschichten" im Conte Verlag. Kommissar Gontard ermittelte erstmals 2007 in "Gottes Mühlen", 2008 und 2009 folgten "Das Licht unterm Scheffel" und "Die schlafenden Hunde", 2011 "Die Nacht der grauen Katzen", 2012 "Die Mauern des Schweigens", 2014 "Das gläserne Glück" und 2015 "Die Reise des Engels". 2010 erschien der erste Krimi um Charlotte Rapp "Die Kinder im Brunnen", 2013 "Mord auf vier Pfoten ¿ 22 tierische Krimigeschichten" und 2016 "Vielleicht auch träumen" (Charlotte Rapp II). Zuletzt erschien 2018 der Krimi "In kindlicher Liebe" (Charlotte Rapp III). Im Übrigen beteiligt sich Lilo Beil an zahlreichen Anthologien mit Kurzprosa ¿ Krimis und Nicht-Krimis gleichermaßen. So ist sie in mittlerweile fünfzehn Anthologien des Wellhöfer Verlages vertreten.

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Format

ePUB

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Nein

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Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

19.03.2019

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Erscheinungsdatum

19.03.2019

Verlag

Conte Verlag

Seitenzahl

180 (Printausgabe)

Dateigröße

1905 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783956021916

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Kurzweiliger Krimi mit Anregungen zum Nachdenken

Bewertung aus Wasserburg am 12.04.2019

Bewertet: Buch (Kunststoff-Einband)

Die Autorin Lilo Beil greift in ihren Krimis meist brisante, aktuelle Themen auf. In Mädchen im roten Kleid sind es gleich mehrere: * Raubkunst, hier am Fall von geraubten Gemälden aus der NS-Zeit. Ein Thema, das die deutsche Öffentlichkeit immer wieder beschäftigt. Aktuell geht es in Deutschland (und Europa) aber auch um Geraubte Dinge aus der Kolonialzeit. * Künstler und Intellektuelle im Exil. Es erstaunt immer noch, wieviele Lebensläufe und Karrieren von NS-Deutschland zerstört wurden. Man kann sich das heute kaum noch vorstellen, umso wichtiger ist es, das immer in Erinnerung zu rufen. * Erinnerung. Dieses Thema ist natürlich in allen Krimis prominent vertreten, doch im Mädchen im roten Kleid ist es ein extrem wichtiges Handlungsmoment. Der Krimi beginnt leise während eines Urlaubs des ehemaligen Kriminaler Friedrich Gontard und seiner Frau Anna in Südfrankreich. Eine junge Frau, der sie öfters begegnen, erweckt die Aufmerksamkeit Gontards und den Argwohn der Leser. Szenenwechsel nach Heidelberg. Die erste Leiche wird nahe am Neckar abgelegt. Während die Leser jetzt darauf warten, wie das mit den Andeutungen in Südfrankreich zusammenhängt, wird man auf eine Kunstauktion geführt. Ohne dass man es merkt, steckt man schon mitten drin im Kriminalfall. Die Auktion und das Verhalten einiger Bieter sind die Schlüssel für das Geschehen, das eine weit zurückliegende Vergangenheit (von der viele schon hofften, sie sei vergessen und vergeben) mit der Gegenwart verbindet. Ganz klassisch gibt es auch noch einen zweiten Mord. Dann muss man der Autorin noch abkaufen, dass der 80-jährige Ex-Kommissar Gontard vom aktuellen Heidelberger Kripochef Manfred Berberich zur Aufklärung hinzugezogen wird, ja sie wird ihm nahezu übertragen. Die Leser werden an der Klärung des Falls beteiligt, die dahinter liegende Motivlage ist komplex aber durchaus glaubwürdig. Das Verdienst der Autorin ist es, dass sie Gegenwartsthemen geschickt in Kriminalfälle ummünzt und das Ganze mit mehr oder weniger liebenswürdigen Figuren und der gewohnten Umgebung von Pfalz, Bergstrasse und Odenwald ausbreitet. Ein kurzweiliger Krimi mit Anregungen zum Nachdenken.

Kurzweiliger Krimi mit Anregungen zum Nachdenken

Bewertung aus Wasserburg am 12.04.2019
Bewertet: Buch (Kunststoff-Einband)

Die Autorin Lilo Beil greift in ihren Krimis meist brisante, aktuelle Themen auf. In Mädchen im roten Kleid sind es gleich mehrere: * Raubkunst, hier am Fall von geraubten Gemälden aus der NS-Zeit. Ein Thema, das die deutsche Öffentlichkeit immer wieder beschäftigt. Aktuell geht es in Deutschland (und Europa) aber auch um Geraubte Dinge aus der Kolonialzeit. * Künstler und Intellektuelle im Exil. Es erstaunt immer noch, wieviele Lebensläufe und Karrieren von NS-Deutschland zerstört wurden. Man kann sich das heute kaum noch vorstellen, umso wichtiger ist es, das immer in Erinnerung zu rufen. * Erinnerung. Dieses Thema ist natürlich in allen Krimis prominent vertreten, doch im Mädchen im roten Kleid ist es ein extrem wichtiges Handlungsmoment. Der Krimi beginnt leise während eines Urlaubs des ehemaligen Kriminaler Friedrich Gontard und seiner Frau Anna in Südfrankreich. Eine junge Frau, der sie öfters begegnen, erweckt die Aufmerksamkeit Gontards und den Argwohn der Leser. Szenenwechsel nach Heidelberg. Die erste Leiche wird nahe am Neckar abgelegt. Während die Leser jetzt darauf warten, wie das mit den Andeutungen in Südfrankreich zusammenhängt, wird man auf eine Kunstauktion geführt. Ohne dass man es merkt, steckt man schon mitten drin im Kriminalfall. Die Auktion und das Verhalten einiger Bieter sind die Schlüssel für das Geschehen, das eine weit zurückliegende Vergangenheit (von der viele schon hofften, sie sei vergessen und vergeben) mit der Gegenwart verbindet. Ganz klassisch gibt es auch noch einen zweiten Mord. Dann muss man der Autorin noch abkaufen, dass der 80-jährige Ex-Kommissar Gontard vom aktuellen Heidelberger Kripochef Manfred Berberich zur Aufklärung hinzugezogen wird, ja sie wird ihm nahezu übertragen. Die Leser werden an der Klärung des Falls beteiligt, die dahinter liegende Motivlage ist komplex aber durchaus glaubwürdig. Das Verdienst der Autorin ist es, dass sie Gegenwartsthemen geschickt in Kriminalfälle ummünzt und das Ganze mit mehr oder weniger liebenswürdigen Figuren und der gewohnten Umgebung von Pfalz, Bergstrasse und Odenwald ausbreitet. Ein kurzweiliger Krimi mit Anregungen zum Nachdenken.

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