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Miroloi

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Beschreibung

"So eine wie ich ist hier eigentlich nicht vorgesehen." - Karen Köhlers erster Roman über eine junge Frau, die sich auflehnt. Gegen die Strukturen ihrer Gesellschaft und für die Freiheit

Ein Dorf, eine Insel, eine ganze Welt: Karen Köhlers erster Roman erzählt von einer jungen Frau, die als Findelkind in einer abgeschirmten Gesellschaft aufwächst. Hier haben Männer das Sagen, dürfen Frauen nicht lesen, lasten Tradition und heilige Gesetze auf allem. Was passiert, wenn man sich in einem solchen Dorf als Außenseiterin gegen alle Regeln stellt, heimlich lesen lernt, sich verliebt? Voller Hingabe, Neugier und Wut auf die Verhältnisse erzählt „Miroloi“ von einer jungen Frau, die sich auflehnt: Gegen die Strukturen ihrer Welt und für die Freiheit. Eine Geschichte, die an jedem Ort und zu jeder Zeit spielen könnte; ein Roman, in dem jedes Detail leuchtet und brennt.

Karen Köhler hat Schauspiel studiert und zwölf Jahre am Theater in ihrem Beruf gearbeitet. Heute lebt sie auf St. Pauli, schreibt Theaterstücke, Drehbücher und Prosa. Ihre Theaterstücke stehen bei zahlreichen Bühnen auf dem Spielplan. 2014 erschien ihr viel beachteter Erzählungsband " Wir haben Raketen geangelt". 2017 erhielt sie für ihren Roman " Miroloi" (Hanser 2019) ein Grenzgänger-Stipendium der Robert Bosch Stiftung, 2018 das Arbeitsstipendium des Deutschen Literaturfonds.

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.08.2019

Verlag

Carl Hanser Verlag

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

21/12,8/3,5 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.08.2019

Verlag

Carl Hanser Verlag

Seitenzahl

464

Maße (L/B/H)

21/12,8/3,5 cm

Gewicht

554 g

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-26171-6

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Rückwärtsgewandt

Bewertung aus Vaihingen am 12.08.2020

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Was treibt eine junge Autorin zu einem Buch mit diesem Inhalt?! Schwimmt sie damit nicht auf einer gefährlich zunehmende Welle an Irrationalität? Zwar sind patriarchalische Gesellschaften noch lange nicht überwunden, der Rückgriff auf mythische uns mystische Inhalte unterstützt aber eher die alte Sehnsucht nach vergangenen Zeiten.

Rückwärtsgewandt

Bewertung aus Vaihingen am 12.08.2020
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Was treibt eine junge Autorin zu einem Buch mit diesem Inhalt?! Schwimmt sie damit nicht auf einer gefährlich zunehmende Welle an Irrationalität? Zwar sind patriarchalische Gesellschaften noch lange nicht überwunden, der Rückgriff auf mythische uns mystische Inhalte unterstützt aber eher die alte Sehnsucht nach vergangenen Zeiten.

Miroloi, mein Totenlied

Bewertung am 12.01.2020

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Zum Inhalt: "So eine wie ich ist hier eigentlich nicht vorgesehen." - Karen Köhlers erster Roman über eine junge Frau, die sich auflehnt. Gegen die Strukturen ihrer Gesellschaft und für die Freiheit Ein Dorf, eine Insel, eine ganze Welt: Karen Köhlers erster Roman erzählt von einer jungen Frau, die als Findelkind in einer abgeschirmten Gesellschaft aufwächst. Hier haben Männer das Sagen, dürfen Frauen nicht lesen, lasten Tradition und heilige Gesetze auf allem. Was passiert, wenn man sich in einem solchen Dorf als Außenseiterin gegen alle Regeln stellt, heimlich lesen lernt, sich verliebt? Voller Hingabe, Neugier und Wut auf die Verhältnisse erzählt „Miroloi“ von einer jungen Frau, die sich auflehnt: Gegen die Strukturen ihrer Welt und für die Freiheit. Eine Geschichte, die an jedem Ort und zu jeder Zeit spielen könnte; ein Roman, in dem jedes Detail leuchtet und brennt. Mein Leseerlebnis: Karen Köhler hat mit Miroloi ein sehr emotionales Buch verfasst. Es ist ein wunderschöne Insel auf der junge Protagonistin in einem Bananenkarton vor dem Bethaus abgelegt wurde. Sie ist namenlos, kennt ihre Vorfahren nicht, gehört nirgendwo dazu. In der Tradition der Insel muss sie sich ihr Totenlied selbst singen. Das namenlos Baby wird vom Bethaus Vater und seiner Köchin aufgezogen. Sie bekommt keinen Namen, wird nur Mädchen genannt. Die Dorfbewohner verspotten sie oft. Sie gilt als Unglücksbringer. Die Regeln des Dorfes bestimmt ein Ältestenrat, dem 13 Männer angehören.Der Ältestenrat führt ein strenges, patriachalisches Regiment, in dem Frauen keinerlei Rechte haben. Es erinnert einen fundametalistischen Staat unserer Zeit. Im Alter von 10 Jahren versucht das Mädchen die Flucht. Leider misslingt sie. Dem Mädchen wird in der Konsequenz ein Bein zertrümmert. Beim Lesen spüre ich wie mein Zorn hochkocht. Zugleich fange ich an das Mädchen zu bewundern. Im Dorf wird das Mädchen jetzt noch heftiger verspottet. In dem Mädchen wächst Neugier und der Wunsch zu lernen. Der Bethaus Vater unterrichtet sie heimlich im Lesen und schreiben. Mit der Pubertät wächst in dem Mädchen der Hang zur Opposition. Sie beginnt gegen die alten Regeln zur rebellieren. Eine Frau führt sie in die körperliche Liebe ein. Mit dem Tod des Bethaus Vaters verschlimmert sich die Situation der Frauen im Dorf, für meinen Geschmack dramatisch. Die Autorin geht von ganz unterschiedlichen kulturellen Einflüssen aus, die das Leben auf der Inseln prägten. Mir fallen einige dramatische Vorbilder ein. Trotzdem hat das Leben auch seine, zumindest für die Männer, guten Seiten. Der Schreibstil ist berührend und poetisch. Frau Köhler nutzt eine schlichte, dem Alter des Mädchens, angepasste Sprache. Eigentlich ist das Buch das Totenlied "Miroloi" des Mädchens. Es erzählt von ihrem heranwachsen zu einer jungen, wissbegierigen Frau. Die Strophen sind unterschiedlich lang. Zu Beginn musste ich mich erst an die daraus resultierende Rhetorik gewöhnen. Sie erzählt, neben den persönlichen Erfahrungen des Mädchens, auch ganz dezidiert vom Schöpfungsglauben der Bewohner. Fazit: Das Buch hat mich sehr berührt und nachdenklich gemacht. Es erzählt eine fiktive Geschichte, die in unserer Realität viele Anklänge hat. Beim Lesen entstanden auch immer wieder Parallelen in meinem Kopf.

Miroloi, mein Totenlied

Bewertung am 12.01.2020
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Zum Inhalt: "So eine wie ich ist hier eigentlich nicht vorgesehen." - Karen Köhlers erster Roman über eine junge Frau, die sich auflehnt. Gegen die Strukturen ihrer Gesellschaft und für die Freiheit Ein Dorf, eine Insel, eine ganze Welt: Karen Köhlers erster Roman erzählt von einer jungen Frau, die als Findelkind in einer abgeschirmten Gesellschaft aufwächst. Hier haben Männer das Sagen, dürfen Frauen nicht lesen, lasten Tradition und heilige Gesetze auf allem. Was passiert, wenn man sich in einem solchen Dorf als Außenseiterin gegen alle Regeln stellt, heimlich lesen lernt, sich verliebt? Voller Hingabe, Neugier und Wut auf die Verhältnisse erzählt „Miroloi“ von einer jungen Frau, die sich auflehnt: Gegen die Strukturen ihrer Welt und für die Freiheit. Eine Geschichte, die an jedem Ort und zu jeder Zeit spielen könnte; ein Roman, in dem jedes Detail leuchtet und brennt. Mein Leseerlebnis: Karen Köhler hat mit Miroloi ein sehr emotionales Buch verfasst. Es ist ein wunderschöne Insel auf der junge Protagonistin in einem Bananenkarton vor dem Bethaus abgelegt wurde. Sie ist namenlos, kennt ihre Vorfahren nicht, gehört nirgendwo dazu. In der Tradition der Insel muss sie sich ihr Totenlied selbst singen. Das namenlos Baby wird vom Bethaus Vater und seiner Köchin aufgezogen. Sie bekommt keinen Namen, wird nur Mädchen genannt. Die Dorfbewohner verspotten sie oft. Sie gilt als Unglücksbringer. Die Regeln des Dorfes bestimmt ein Ältestenrat, dem 13 Männer angehören.Der Ältestenrat führt ein strenges, patriachalisches Regiment, in dem Frauen keinerlei Rechte haben. Es erinnert einen fundametalistischen Staat unserer Zeit. Im Alter von 10 Jahren versucht das Mädchen die Flucht. Leider misslingt sie. Dem Mädchen wird in der Konsequenz ein Bein zertrümmert. Beim Lesen spüre ich wie mein Zorn hochkocht. Zugleich fange ich an das Mädchen zu bewundern. Im Dorf wird das Mädchen jetzt noch heftiger verspottet. In dem Mädchen wächst Neugier und der Wunsch zu lernen. Der Bethaus Vater unterrichtet sie heimlich im Lesen und schreiben. Mit der Pubertät wächst in dem Mädchen der Hang zur Opposition. Sie beginnt gegen die alten Regeln zur rebellieren. Eine Frau führt sie in die körperliche Liebe ein. Mit dem Tod des Bethaus Vaters verschlimmert sich die Situation der Frauen im Dorf, für meinen Geschmack dramatisch. Die Autorin geht von ganz unterschiedlichen kulturellen Einflüssen aus, die das Leben auf der Inseln prägten. Mir fallen einige dramatische Vorbilder ein. Trotzdem hat das Leben auch seine, zumindest für die Männer, guten Seiten. Der Schreibstil ist berührend und poetisch. Frau Köhler nutzt eine schlichte, dem Alter des Mädchens, angepasste Sprache. Eigentlich ist das Buch das Totenlied "Miroloi" des Mädchens. Es erzählt von ihrem heranwachsen zu einer jungen, wissbegierigen Frau. Die Strophen sind unterschiedlich lang. Zu Beginn musste ich mich erst an die daraus resultierende Rhetorik gewöhnen. Sie erzählt, neben den persönlichen Erfahrungen des Mädchens, auch ganz dezidiert vom Schöpfungsglauben der Bewohner. Fazit: Das Buch hat mich sehr berührt und nachdenklich gemacht. Es erzählt eine fiktive Geschichte, die in unserer Realität viele Anklänge hat. Beim Lesen entstanden auch immer wieder Parallelen in meinem Kopf.

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Ulrike Zimmermann

Mayersche Köln-Mülheim

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5/5

In diesem kraftvollen Buch brennt ein Feuer, das hoffentlich viele Herzen entfachen wird!

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Mädchen, das keinen Namen tragen darf, singt hier in Kapiteln, die als Strophen dienen, ihr eigenes Totenlied (Miroloi).Sie wächst als Aussätzige in einem Inseldorf auf. Sie gehört nicht dorthin, weiß nicht, woher sie kommt, wer ihre Mutter ist. Beschützt und behütet wird sie einzig vom Bethaus-Vater. Er war ihr Finder, ist ihre Vaterfigur und ihr Zuhause. Das Dorf und seine Bewohner leben nach strikten religiösen Regeln und Gesetzen. Der Ältestenrat besteht ausschließlich aus Männern, nur ihnen ist es erlaubt, lesen und schreiben zu können. Die Regeln der Götter sind zu befolgen, sonst endet man/frau am Pfahl... Das Mädchen ohne Namen begehrt auf, verliebt sich und sie kämpft! In diesem kraftvollen Romandebüt brennt ein Feuer, das es in sich hat! Die Protagonistin in Miroloi ist für mich die Seelenverwandte von Mary, der Protagonistin in Nell Leyshons Roman "Die Farbe von Milch".
5/5

In diesem kraftvollen Buch brennt ein Feuer, das hoffentlich viele Herzen entfachen wird!

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Mädchen, das keinen Namen tragen darf, singt hier in Kapiteln, die als Strophen dienen, ihr eigenes Totenlied (Miroloi).Sie wächst als Aussätzige in einem Inseldorf auf. Sie gehört nicht dorthin, weiß nicht, woher sie kommt, wer ihre Mutter ist. Beschützt und behütet wird sie einzig vom Bethaus-Vater. Er war ihr Finder, ist ihre Vaterfigur und ihr Zuhause. Das Dorf und seine Bewohner leben nach strikten religiösen Regeln und Gesetzen. Der Ältestenrat besteht ausschließlich aus Männern, nur ihnen ist es erlaubt, lesen und schreiben zu können. Die Regeln der Götter sind zu befolgen, sonst endet man/frau am Pfahl... Das Mädchen ohne Namen begehrt auf, verliebt sich und sie kämpft! In diesem kraftvollen Romandebüt brennt ein Feuer, das es in sich hat! Die Protagonistin in Miroloi ist für mich die Seelenverwandte von Mary, der Protagonistin in Nell Leyshons Roman "Die Farbe von Milch".

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Frau Dörfel

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Berührende Geschichte einer Selbstwerdung

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Auf einer Insel im Meer, in einem Dorf mit männergemachten Gesetzen, ohne Besitz, ohne Rechte, ohne Namen, da lebt ein Mädchen, eine Außenseiterin. Verachtet von der Dorfgemeinschaft lebt sie unter der Gnade dreier Menschen: Einer jungen Frau, die ihr die körperlichen Freuden beibringt; eines alten Mannes, dem religiösen Vorsteher des Dorfes, der ihr das Lesen beibringt; und einer alten Frau, die ihr zeigt wie man in der Masse schwimmt und nicht auffällt. Ihre erste Liebe gibt ihr einen Namen, und von diesem Zeitpunkt ist sie kein Niemand mehr. Sie entwickelt eigene Gedanken, Zweifel und Wünsche. "Miroloi" von Karen Köhler ist eine Erzählung vom geistigen Erwachen, von Emanzipation und Selbstverwirklichung. Leicht lässt sich dieses schwere Leben des Mädchens weglesen, unterhaltsam und erhellend. Für mich ein ganz großes Lesehighlight!
5/5

Berührende Geschichte einer Selbstwerdung

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Auf einer Insel im Meer, in einem Dorf mit männergemachten Gesetzen, ohne Besitz, ohne Rechte, ohne Namen, da lebt ein Mädchen, eine Außenseiterin. Verachtet von der Dorfgemeinschaft lebt sie unter der Gnade dreier Menschen: Einer jungen Frau, die ihr die körperlichen Freuden beibringt; eines alten Mannes, dem religiösen Vorsteher des Dorfes, der ihr das Lesen beibringt; und einer alten Frau, die ihr zeigt wie man in der Masse schwimmt und nicht auffällt. Ihre erste Liebe gibt ihr einen Namen, und von diesem Zeitpunkt ist sie kein Niemand mehr. Sie entwickelt eigene Gedanken, Zweifel und Wünsche. "Miroloi" von Karen Köhler ist eine Erzählung vom geistigen Erwachen, von Emanzipation und Selbstverwirklichung. Leicht lässt sich dieses schwere Leben des Mädchens weglesen, unterhaltsam und erhellend. Für mich ein ganz großes Lesehighlight!

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