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Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.10.2019

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

21/13,6/3,8 cm

Beschreibung

Rezension

Nicht zuletzt geht es in diesem großen Roman um die blutig enttäuschten Träume und Irrtümer, die Charlotte und Wilhelm nur zufällig überlebten – und deren Drama jetzt hoffentlich viele berühren wird. ("Die Zeit")
Ein Lehrstück über Loyalität in Zeiten der Diktatur ... Ohne Pathos oder Besserwisserei. Ohne die sprachlich große Geste. Ruge, darin erkennt man seine literarische Kunst, findet für seine Szenen stets die richtige Tonlage. ("Der Tagesspiegel")
Eugen Ruge schreibt in "Metropol" die bewegte wie bewegende Geschichte seiner Familie fort. Damit ist ihm erneut ein Epochenroman gelungen. ("Märkische Oderzeitung")
Mit "Metropol" setzt Eugen Ruge fort, was Arthur Koestler mit "Sonnenfinsternis" 1940 angefangen hat ... In der Belletristik gibt es erstaunlich wenig Vergleichbares. ("Berliner Zeitung")
Der Roman ist ein Pageturner ... ein atemberaubendes Stück Zeitgeschichte ... Ein großer Roman. ("SWR 2 "Lesenswert"")
Die Geschichte seiner kommunistischen Familie ist das Lebensprojekt des Schriftstellers Eugen Ruge. In "Metropol" erzählt er von seiner Großmutter, einer Agentin, die während des Großen Terrors in Moskau lebte ... Schon ihre wahre Geschichte klingt so spektakulär, als wäre sie erfunden ... Ein ebenso klug komponiertes wie spannendes Buch. ("Der Spiegel")
Eugen Ruge ist ein zurückhaltender Erzähler ... Charlottes Innensicht entwickelt eine beklemmende Kraft, die sich in Verbindung mit den historischen Tatsachen noch verstärkt ... Ein faszinierender Roman. ("Bücher am Sonntag (Beilage NZZ am Sonntag)")
Exzellent. ("Weekendavisen")
Eindrücklich wie ein Albtraum und erschreckend komisch. ("Dagbladet Informationen")
Große Kunst. ("Kristeligt Dagblad")

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.10.2019

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

21/13,6/3,8 cm

Gewicht

570 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00123-0

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Uns kann nichts passieren, denn wir haben nichts getan. ...

Kaffeeelse am 10.07.2020

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Irgendwie zieht es mich literarisch dieses Jahr immer wieder in die ehemalige Sowjetunion. Bei diesem Werk schaut der Autor auf seine Großmutter und ihre Zeit in den Dreißigern in Russland, eine Zeit des Großen Terrors, eine widerwärtige und schreckliche Zeit, in der der Mensch zeigt, wie er tickt und eine Zeit, in der ein Einzelner ein ganzes Land ins Chaos schickt. Und das Land macht mit! Der Autor hat eine Akte angefordert, eine Akte über seine Großmutter, über Charlotte, Deckname Lotte Germaine. Und er bekommt diese Akte mit dem Vermerk "Streng geheim" kopiert ausgehändigt, zwei Stapel Papier, zweihundertsechsundvierzig Blätter. Blätter voller Grauen! Und aus dieser Akte baut Eugen Ruge dieses Buch. Ein Roman, der einen Blick in eine vergangene Zeit beinhaltet, eine grauenvolle Zeit. Und eine Zeit, in der der Mensch wieder einmal beweist, der Mensch ist dem Menschen sein Wolf. Ein Roman, der zeigt, wie schmal der Grat zwischen Verdächtigung und Verrat ist, was Überzeugung, Loyalität und Gehorsam anrichten können und wie wenig die Moral dagegen halten kann. Dieses Buch ist ein Blick auf ein Land, welches sich selbst zerstört und es nicht einmal merkt. Bzw. werden diejenigen, die es merken und etwas dazu von sich geben, ebenfalls von ihrem eigenen Land zerstört. Dieses Buch ist ein Blick auf eine Zeit, in der zwischen September 1936 und Dezember 1938 schätzungsweise 1,5 Millionen Menschen umgebracht wurden, die Zeit des Großen Terrors. Darüber sollte man einmal nachdenken! 1,5 Millionen Tote, durch das eigene Land. Etwa zwei Drittel der Parteigenossen, die vom 26. Januar bis zum 10. Februar 1934 in Moskau am Parteitag der Sieger als Delegierte teilgenommen hatten, wurden teils in öffentlichen Schauprozessen, den Moskauer Prozessen zum Tode verurteilt. Da lässt jemand etwaige Gegner eliminieren. Stalin allein entschied, wer nicht mehr hinter seiner Politik stand und die Geheimpolizei handelte dementsprechend. Gib einem Menschen Macht und ... Das Volk wurde aufgerufen mitzumachen und das Land von Volksverrätern zu säubern. Und das Volk beteiligte sich. ... Ein Blick auf ein unfassbares Grauen. Und wieder mal ein Buch, wo ich mich frage, wie kann so etwas geschehen? In meinen Augen ist dieses Buch ein Kandidat für den Deutschen Buchpreis. Es bekommt dennoch nur 4 Sterne von mir, weil mir schlussendlich das Buch zu distanziert und zu kühl vorkam. Aber dies ist nur eine subjektive Einschätzung. Denn vielleicht kann man so ein Grauen nur distanziert formulieren. Thematisch und auch vom Aufbau her ist es ein Buch für den Deutschen Buchpreis.

Uns kann nichts passieren, denn wir haben nichts getan. ...

Kaffeeelse am 10.07.2020
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Irgendwie zieht es mich literarisch dieses Jahr immer wieder in die ehemalige Sowjetunion. Bei diesem Werk schaut der Autor auf seine Großmutter und ihre Zeit in den Dreißigern in Russland, eine Zeit des Großen Terrors, eine widerwärtige und schreckliche Zeit, in der der Mensch zeigt, wie er tickt und eine Zeit, in der ein Einzelner ein ganzes Land ins Chaos schickt. Und das Land macht mit! Der Autor hat eine Akte angefordert, eine Akte über seine Großmutter, über Charlotte, Deckname Lotte Germaine. Und er bekommt diese Akte mit dem Vermerk "Streng geheim" kopiert ausgehändigt, zwei Stapel Papier, zweihundertsechsundvierzig Blätter. Blätter voller Grauen! Und aus dieser Akte baut Eugen Ruge dieses Buch. Ein Roman, der einen Blick in eine vergangene Zeit beinhaltet, eine grauenvolle Zeit. Und eine Zeit, in der der Mensch wieder einmal beweist, der Mensch ist dem Menschen sein Wolf. Ein Roman, der zeigt, wie schmal der Grat zwischen Verdächtigung und Verrat ist, was Überzeugung, Loyalität und Gehorsam anrichten können und wie wenig die Moral dagegen halten kann. Dieses Buch ist ein Blick auf ein Land, welches sich selbst zerstört und es nicht einmal merkt. Bzw. werden diejenigen, die es merken und etwas dazu von sich geben, ebenfalls von ihrem eigenen Land zerstört. Dieses Buch ist ein Blick auf eine Zeit, in der zwischen September 1936 und Dezember 1938 schätzungsweise 1,5 Millionen Menschen umgebracht wurden, die Zeit des Großen Terrors. Darüber sollte man einmal nachdenken! 1,5 Millionen Tote, durch das eigene Land. Etwa zwei Drittel der Parteigenossen, die vom 26. Januar bis zum 10. Februar 1934 in Moskau am Parteitag der Sieger als Delegierte teilgenommen hatten, wurden teils in öffentlichen Schauprozessen, den Moskauer Prozessen zum Tode verurteilt. Da lässt jemand etwaige Gegner eliminieren. Stalin allein entschied, wer nicht mehr hinter seiner Politik stand und die Geheimpolizei handelte dementsprechend. Gib einem Menschen Macht und ... Das Volk wurde aufgerufen mitzumachen und das Land von Volksverrätern zu säubern. Und das Volk beteiligte sich. ... Ein Blick auf ein unfassbares Grauen. Und wieder mal ein Buch, wo ich mich frage, wie kann so etwas geschehen? In meinen Augen ist dieses Buch ein Kandidat für den Deutschen Buchpreis. Es bekommt dennoch nur 4 Sterne von mir, weil mir schlussendlich das Buch zu distanziert und zu kühl vorkam. Aber dies ist nur eine subjektive Einschätzung. Denn vielleicht kann man so ein Grauen nur distanziert formulieren. Thematisch und auch vom Aufbau her ist es ein Buch für den Deutschen Buchpreis.

Helga Pamminger aus Wiener Neustadt am 01.05.2020

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Moskau 1936. 2 deutsche Kommunisten sind im Zug der ersten Schauprozesse gegen Gegner des Systems Stalin in Ungnade gefallen und im Hotel Metropol "untergebracht" Es waren die Großmutter des Autors und ihr Mann - ein Roman nach Tatsachen

Helga Pamminger aus Wiener Neustadt am 01.05.2020
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Moskau 1936. 2 deutsche Kommunisten sind im Zug der ersten Schauprozesse gegen Gegner des Systems Stalin in Ungnade gefallen und im Hotel Metropol "untergebracht" Es waren die Großmutter des Autors und ihr Mann - ein Roman nach Tatsachen

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Lehrreich!

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Jedenfalls für mich! Die Großmutter Eugen Ruges wollte nie etwas über diese Zeit erzählen. Dennoch entstand dieser Roman . Mein Dank an den Autor, der mir diesen Teil der Geschichte einprägsam vermitteln konnte!
4/5

Lehrreich!

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Jedenfalls für mich! Die Großmutter Eugen Ruges wollte nie etwas über diese Zeit erzählen. Dennoch entstand dieser Roman . Mein Dank an den Autor, der mir diesen Teil der Geschichte einprägsam vermitteln konnte!

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Hexenjagd in Moskau

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eugen Ruge erzählte schon in seinem mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten Romandebüt "In Zeiten des abnehmenden Lichts" die ungewöhnliche Lebensgeschichte seiner Großmutter. Mit "Metropol" kehrt er zu ihrer Geschichte zurück. Das Metropol war ein großes Luxushotel in Moskau, das zeitweise aber auch als eine Art offenes Gefängnis genutzt wurde. Eugen Ruges Großmutter, die beim Geheimdienst der Komintern arbeitete, verlor schlagartig ihre Anstellung und musste über ein Jahr lang hier leben. Immer im Ungewissen gelassen, wie es weitergeht. Ohne zu wissen, was man ihr zu Lasten legte. Ohne zu wissen, ob eines Tages die endgültige Verhaftung erfolgen mag. Der Roman spielt 1936. Zu dieser Zeit griff der "große Terror" Stalins um sich, der die Führungskräfte der kommunisitschen Partei und ihrer Organe "säubern" sollte. Jeder denunzierte jeden. Eine Atmosphäre der Angst herrschte. Insgesamt sollen zwischen 3 bis 20 Millionen Menschen diesem Terror zum Opfer gefallen sein. Der Leser lernt in diesem Roman auch eine Hauptgestalt des stalinistischen Terrors kennen. Wassili Wassiljewitsch Ulrich, oberster Richter der Sowjetunion - ein richtiger Widerling, der kaum was anderes macht, als im Akkord Todesurteile zu unterschreiben. Auch er lebt im Metropol. Die Figuren in diesem Roman sind unglaublich lebendig geschildert. Man meint tatsächlich, sich durch das Moskau des Jahres 1936 zu bewegen. Dabei entwirft Eugen Ruge viele packende Szenen und man glaubt sich im Kinosessel. Ein glänzender Roman, der von seiner bedrückenden Atmosphäre und seiner plastischen Figurenbeschreibung lebt!
5/5

Hexenjagd in Moskau

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eugen Ruge erzählte schon in seinem mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten Romandebüt "In Zeiten des abnehmenden Lichts" die ungewöhnliche Lebensgeschichte seiner Großmutter. Mit "Metropol" kehrt er zu ihrer Geschichte zurück. Das Metropol war ein großes Luxushotel in Moskau, das zeitweise aber auch als eine Art offenes Gefängnis genutzt wurde. Eugen Ruges Großmutter, die beim Geheimdienst der Komintern arbeitete, verlor schlagartig ihre Anstellung und musste über ein Jahr lang hier leben. Immer im Ungewissen gelassen, wie es weitergeht. Ohne zu wissen, was man ihr zu Lasten legte. Ohne zu wissen, ob eines Tages die endgültige Verhaftung erfolgen mag. Der Roman spielt 1936. Zu dieser Zeit griff der "große Terror" Stalins um sich, der die Führungskräfte der kommunisitschen Partei und ihrer Organe "säubern" sollte. Jeder denunzierte jeden. Eine Atmosphäre der Angst herrschte. Insgesamt sollen zwischen 3 bis 20 Millionen Menschen diesem Terror zum Opfer gefallen sein. Der Leser lernt in diesem Roman auch eine Hauptgestalt des stalinistischen Terrors kennen. Wassili Wassiljewitsch Ulrich, oberster Richter der Sowjetunion - ein richtiger Widerling, der kaum was anderes macht, als im Akkord Todesurteile zu unterschreiben. Auch er lebt im Metropol. Die Figuren in diesem Roman sind unglaublich lebendig geschildert. Man meint tatsächlich, sich durch das Moskau des Jahres 1936 zu bewegen. Dabei entwirft Eugen Ruge viele packende Szenen und man glaubt sich im Kinosessel. Ein glänzender Roman, der von seiner bedrückenden Atmosphäre und seiner plastischen Figurenbeschreibung lebt!

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