Aus der Enge

Aus der Enge

Wandern und Einkehren im Nordwesten Friauls

Buch (Gebundene Ausgabe)

29,80 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.10.2019

Herausgeber

UNIKUM Universitätskulturzentrum / Kulturni center univerze

Verlag

Drava

Seitenzahl

480

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.10.2019

Herausgeber

UNIKUM Universitätskulturzentrum / Kulturni center univerze

Verlag

Drava

Seitenzahl

480

Maße (L/B/H)

19,5/12,6/3,7 cm

Gewicht

594 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-85435-918-0

Unsere Kundinnen und Kunden meinen

0.0

0 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel

Helfen Sie anderen Kund*innen durch Ihre Meinung

Erste Bewertung verfassen

Unsere Kundinnen und Kunden meinen

0.0

0 Bewertungen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

HÄNGEPARTIEWanderung im Canale d'IncarojoMangels landwirtschaftlicher Flächen im Talgrund haben sich die meisten Dörfer des Canale d'Incarojo auf die steilen Hänge und Terrassen unter dem Monte Tersadia zurückgezogen. Bis zu 500 Höhenmeter liegen zwischen der Hauptstraße im Tal und den Ortschaften am Berg, die erst Mitte des 20. Jahrhunderts mit eigenen Fahrstraßen erschlossen wurden. Seither haben die alten Verbindungswege ausgedient und warten darauf, von Wanderern wiederentdeckt zu werden.Gleich zu Beginn nützt man einen fast vergessenen Saumweg für den langen Aufstieg von Piedim nach Rivalpo, das sich mit dem Nachbarort Valle eine hübsche Kirche und den Platz an der Sonne teilt. Prächtig ist der Ausblick auf den Monte Sernio, der wie ein Dreitausender die Umgebung beherrscht. Eine Viertelstunde später bietet sich ein völlig anderes Bild: Unter berstenden Felsen sprudelt der Bach und lässt ein Ensemble verfallener Mühlen keine romantische Wünsche offen. Nicht weniger idyllisch sind die von Schafen bevölkerten Wiesen auf dem Weg nach Trelli, dessen Häuser kaum enger stehen könnten. Fast wachsen die Dächer über den Gassen zusammen. Eine asphaltierte Straße von der Länge eines Rosenkranzes führt zum Santuario Madonna del Clap am höchsten Punkt der Strecke. Fromme Leute mögen hier rasten, dem Himmel näher ist man auf der benachbarten Alm. Es folgt ein Sturzflug nach Castoia. Windschiefe Stavoli, die sich nur mit Mühe im Steilhang halten, säumen den ramponierten Weg. Die dazugehörigen Wohnhäuser haben um einen kleinen Dorfplatz Stellung bezogen und mustern jeden Fremden mit Argwohn. Wie ein mattgesetzter König steht der Hydrant mit dem Rücken zur Wand. Schon fast im Tal gelegen punktet Solario mit einem imposanten Wasserfall und der einzigen Gaststätte am Wege. Könnte hier die Wanderung zu Ende sein, hat sie doch noch ein schönes Nachspiel. Es ist ein raffinierter Schleichweg, auf dem man gleich zweimal unter die Oberfläche der Gegenwart taucht, ehe man in Paularo wieder der tristen Wirklichkeit ins Auge blickt.
  • Aus der Enge