Harte Jahre

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Roman

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Beschreibung


»Haben Sie vergessen, dass wir ein souveränes Land sind und Sie nur ein fremder Botschafter und nicht unser Vize-König?«, fragt Jacobo Árbenz, der Präsident Guatemalas, den Entsandten der Vereinigten Staaten. Es ist das Jahr 1954 und die Frage offensichtlich rhetorisch gemeint, die Antwort des amerikanischen Diplomaten: schallendes Gelächter.

Denn kurze Zeit später bringt ein Militärputsch die Árbenz-Regierung zu Fall, mit freundlicher Unterstützung des CIA. Und zwar vermittels einer dreisten Lüge, die als Wahrheit durchgeht: US-Präsident Eisenhower hatte in Umlauf gebracht, Árbenz billige und unterstütze die Ausbreitung des sowjetischen Kommunismus auf dem Kontinent. Eine Lüge, die das Schicksal ganz Lateinamerikas verändern wird.

Diese folgenreiche historische Episode – die uns schmerzlich an unsere Gegenwart erinnert – greift Mario Vargas Llosa auf und erzählt sie lebhaft und packend in ihrer ganzen Vielgestaltigkeit. Wer gründet welche Intrigen? Wer sind die Profiteure? Wer bleibt auf der Strecke?


Harte Jahre ist ein vielstimmiges Romanepos über Macht, Verschwörung und Verrat – über die Fallstricke der Geschichte und die dreisten Machenschaften imperialer Politik. Und ein virtuoser literarischer Hochseilakt.

»Akribisch zeichnet Mario Vargas Llosa den Putsch gegen Árbenz nach und schildert souverän die Jahre davor und danach, mit zeitlichen Sprüngen. Die und die vielen meist historischen Figuren verlangen dem Leser einiges an Konzentration ab. Belohnt wird man allerdings damit, dass man sich als Augenzeuge einiger Schlüsselmomente im Guatemala der 50er-Jahre fühlt.«
Tobias Wenzel, NDR 23.03.2020

Mario Vargas Llosa, geboren 1936 in Arequipa/Peru, studierte Geistes- und Rechtswissenschaften in Lima und Madrid. Bereits während seines Studiums schrieb er für verschiedene Zeitschriften und Zeitungen und veröffentlichte erste Erzählungen, ehe 1963 sein erster Roman Die Stadt und die Hunde erschien. Der peruanische Romanautor und Essayist ist stets als politischer Autor aufgetreten und ist damit auch weit über die Grenzen Perus hinaus sehr erfolgreich. Zu seinen wichtigsten Werken zählen Das grüne Haus, Das Fest des Ziegenbocks, Tante Julia und der Schreibkünstler und Das böse Mädchen.
Vargas Llosa ist Ehrendoktor verschiedener amerikanischer und europäischer Universitäten und hielt Gastprofessuren unter anderem in Harvard, Princeton und Oxford. 1990 bewarb er sich als Kandidat der oppositionellen Frente Democrático (FREDEMO) bei den peruanischen Präsidentschaftswahlen und unterlag in der Stichwahl. Daraufhin zog er sich aus der aktiven Politik zurück.
Neben zahlreichen anderen Auszeichnungen erhielt er 1996 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und 2010 den Nobelpreis für Literatur. Heute lebt Mario Vargas Llosa in Madrid und Lima..
Thomas Brovot lebt als Übersetzer (unter anderem Mario Vargas Llosa, Juan Goytisolo, Federico García Lorca) in Berlin. Seine Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Paul-Celan-Preis.

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.03.2020

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

411

Maße (L/B/H)

21,3/13,2/3,2 cm

Gewicht

505 g

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

23.03.2020

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

411

Maße (L/B/H)

21,3/13,2/3,2 cm

Gewicht

505 g

Auflage

3

Originaltitel

Tiempos recios

Übersetzer

Thomas Brovot

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-42930-3

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Harte Jahre 1954 -

Simon Garfield am 03.07.2020

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Unglaubliche, enthüllende Fakten über die Einflussnahe der USA in Guatemala. Mit der aus der Luft gegriffenen Behauptung, das Land vor einer kommunistischen Machübernahme schützen zu müssen, wird der Präsident, der eine längst fällige Agrarreform in Angriff genommen hat, gezwungen, abzudanken. Die United Fruit Company schreckt vor keinem Mittel zurück, um Profit zu machen. Ein an Daten u Fakten reicher Roman, entsprechend schwierig zu lesen. Doch es lohnt sich!!

Harte Jahre 1954 -

Simon Garfield am 03.07.2020
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Unglaubliche, enthüllende Fakten über die Einflussnahe der USA in Guatemala. Mit der aus der Luft gegriffenen Behauptung, das Land vor einer kommunistischen Machübernahme schützen zu müssen, wird der Präsident, der eine längst fällige Agrarreform in Angriff genommen hat, gezwungen, abzudanken. Die United Fruit Company schreckt vor keinem Mittel zurück, um Profit zu machen. Ein an Daten u Fakten reicher Roman, entsprechend schwierig zu lesen. Doch es lohnt sich!!

Die ereignisreiche Geschichte Guatemalas

Sandra Falke aus Berlin am 04.08.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Llosas Verständnis für universale Menschlichkeit in prekären Situationen, inmitten von internationalen Konflikten, vor der Empfängnisrede eines Staatsoberhauptes oder im Angesicht des Todes ist jedoch auch in einer Handlung ohne Ariadnefaden unübertroffen. Im vielschichtigen, oft unübersichtlichen Wechsel an Perspektiven, im Wirrwarr dreiteiliger Namen, Amtsbezeichnungen und strukturellen Änderungen in der guatemaltekischen Politik bringt Llosa die Gedanken des Einzelnen emphatisch zur Geltung. Wer sich für die ereignisreiche Geschichte Guatemalas und sachliche, komplexe Hintergründe brutaler politischer Intrigen interessiert, den erwartet hier ein bereicherndes, fortgeschrittenes Leseerlebnis. Rezensionen zu Neuerscheinungen und Klassikern der Weltliteratur findest Du wöchentlich auf sandrafalke.com, ein Abo lohnt sich!

Die ereignisreiche Geschichte Guatemalas

Sandra Falke aus Berlin am 04.08.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Llosas Verständnis für universale Menschlichkeit in prekären Situationen, inmitten von internationalen Konflikten, vor der Empfängnisrede eines Staatsoberhauptes oder im Angesicht des Todes ist jedoch auch in einer Handlung ohne Ariadnefaden unübertroffen. Im vielschichtigen, oft unübersichtlichen Wechsel an Perspektiven, im Wirrwarr dreiteiliger Namen, Amtsbezeichnungen und strukturellen Änderungen in der guatemaltekischen Politik bringt Llosa die Gedanken des Einzelnen emphatisch zur Geltung. Wer sich für die ereignisreiche Geschichte Guatemalas und sachliche, komplexe Hintergründe brutaler politischer Intrigen interessiert, den erwartet hier ein bereicherndes, fortgeschrittenes Leseerlebnis. Rezensionen zu Neuerscheinungen und Klassikern der Weltliteratur findest Du wöchentlich auf sandrafalke.com, ein Abo lohnt sich!

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4/5

Eine Geschichte darüber, wie Guatemala um die Demokratie gebracht wurde

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Auch mit seinem neusten Roman beweist Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa, dass er noch immer zu den großen Geschichtenerzählern Lateinamerikas gehört und auch im hohen Alter nichts von seinem Talent eingebüßt hat. Mehr noch, in den letzten Jahren zeigt er sich skeptischer als je zuvor und spart sogar nicht mit Kritik am Neoliberalismus – den er sonst immer verteidigte und für die beste aller Wirtschafts- und Gesellschaftsformen hielt. Der beste Beweis für seine sich wandelnde Geisteshaltung, ist sein den 1950er-Jahren spielender Politthriller 'Harte Jahre'. In diesem beschäftigt sich Vargas Llosa mit einem Kapitel Geschichte, was den allermeisten Europäer*inner vollkommen unbekannt ist. Mit sprachgewaltiger Akribie erzählt er wie Intrigen, Lügen und Tricks das mittelamerikanische Land Guatemala zu einem Satellitenstaat der USA machten – und damit zum Prototyp für zahlreichen darauf folgenden Militärdiktaturen in Lateinamerika. 'Harte Jahre' ist ein Roman, der sowohl fasziniert, als auch schockiert. Denn der Großteil der Geschichte basiert auf wahren Begebenheiten und zeigt eindrücklich, dass die USA vor absolut nichts zurückschreckten, um die Ausbreitung des Kommunismus zu verhindern. Ein lesenswertes Buch, trotz der Tatsache, dass es mitunter zu viele Protagonist*innen und Handlungsstränge gibt und der Überblick dadurch etwas veloren geht. Doch zum Glück ergibt am Ende alles ein sinniges Ganzes.
4/5

Eine Geschichte darüber, wie Guatemala um die Demokratie gebracht wurde

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Auch mit seinem neusten Roman beweist Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa, dass er noch immer zu den großen Geschichtenerzählern Lateinamerikas gehört und auch im hohen Alter nichts von seinem Talent eingebüßt hat. Mehr noch, in den letzten Jahren zeigt er sich skeptischer als je zuvor und spart sogar nicht mit Kritik am Neoliberalismus – den er sonst immer verteidigte und für die beste aller Wirtschafts- und Gesellschaftsformen hielt. Der beste Beweis für seine sich wandelnde Geisteshaltung, ist sein den 1950er-Jahren spielender Politthriller 'Harte Jahre'. In diesem beschäftigt sich Vargas Llosa mit einem Kapitel Geschichte, was den allermeisten Europäer*inner vollkommen unbekannt ist. Mit sprachgewaltiger Akribie erzählt er wie Intrigen, Lügen und Tricks das mittelamerikanische Land Guatemala zu einem Satellitenstaat der USA machten – und damit zum Prototyp für zahlreichen darauf folgenden Militärdiktaturen in Lateinamerika. 'Harte Jahre' ist ein Roman, der sowohl fasziniert, als auch schockiert. Denn der Großteil der Geschichte basiert auf wahren Begebenheiten und zeigt eindrücklich, dass die USA vor absolut nichts zurückschreckten, um die Ausbreitung des Kommunismus zu verhindern. Ein lesenswertes Buch, trotz der Tatsache, dass es mitunter zu viele Protagonist*innen und Handlungsstränge gibt und der Überblick dadurch etwas veloren geht. Doch zum Glück ergibt am Ende alles ein sinniges Ganzes.

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4/5

Guatemala in den Fängen der USA

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dies ist ein höchst politisches Buch das zeigt, dass die USA vor nichts zurückschrecken um ihre Macht und ihren Profit zu steigern. Sie sind nicht die Beschützer der Demokratie in der Welt, sonder die Beschützer des eigenen Kapitalismus. Hier wird mit harten Bandagen gekämpft um die United Fruit Company weiterhin zu ermöglichen das Land und die Bauern zu plündern und zu unterdrücken. Wir schreiben das Jahr 1954 und die demokratisch gewählte Regierung des Landes wird, sogar in seriösen Zeitungen, durch Lügen und Intrigen diffamiert und schließlich abgesetzt und durch eine Militärjunta, den USA genehm, ersetzt. Nach der Lektüre dieses Buches Versteht man wie die Politik der USA aufgebaut ist. Heute noch, leider. Eher ein Männerbuch aber sehr lohnenswert und erhellend.
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Guatemala in den Fängen der USA

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dies ist ein höchst politisches Buch das zeigt, dass die USA vor nichts zurückschrecken um ihre Macht und ihren Profit zu steigern. Sie sind nicht die Beschützer der Demokratie in der Welt, sonder die Beschützer des eigenen Kapitalismus. Hier wird mit harten Bandagen gekämpft um die United Fruit Company weiterhin zu ermöglichen das Land und die Bauern zu plündern und zu unterdrücken. Wir schreiben das Jahr 1954 und die demokratisch gewählte Regierung des Landes wird, sogar in seriösen Zeitungen, durch Lügen und Intrigen diffamiert und schließlich abgesetzt und durch eine Militärjunta, den USA genehm, ersetzt. Nach der Lektüre dieses Buches Versteht man wie die Politik der USA aufgebaut ist. Heute noch, leider. Eher ein Männerbuch aber sehr lohnenswert und erhellend.

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