Die Chance ihres Lebens

Die Chance ihres Lebens

Roman

Buch (Gebundene Ausgabe)

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.02.2020

Verlag

Freies Geistesleben

Seitenzahl

365

Maße (L/B/H)

20,6/13,4/3,4 cm

Gewicht

500 g

Beschreibung

Rezension

»Es ist ein faszinierendes Ballett der Hände, das man in Die Chance ihres Lebens vorgeführt bekommt. Man sieht, wie sich die Finger der Personen bewegen und deren geheimste Triebe verraten ... Während unsere Augen an den Gesten der Protagonisten hängen, lässt Agnès Desarthe ihre Magie wirken. In aller Ruhe entwickelt sie einen Roman von großer Natürlichkeit und immenser Tiefe.« Raphaëlle Leyris, Le Monde

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.02.2020

Verlag

Freies Geistesleben

Seitenzahl

365

Maße (L/B/H)

20,6/13,4/3,4 cm

Gewicht

500 g

Auflage

1

Originaltitel

La Chance de leur vie

Übersetzt von

Cordula Unewisse

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7725-3015-9

Weitere Bände von Oktaven. Die literarische Reihe für Kunst im Leben und Lebenskunst

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Agnès Desarthe - Die Chance ihres Lebens

Miss.mesmerized am 01.12.2020

Bewertungsnummer: 1409515

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine Chance, die sie nicht ausschlagen können. Hector erhält das Angebot einer Gastprofessur an einer amerikanischen Universität. In Paris fühlen sie sich nach den Anschlägen auf Charlie Hebdo ohnehin nicht mehr wohl und so brechen sie gemeinsam in die neue Welt auf. Hector lebt sich sofort an seinem neuen Arbeitsplatz ein, der sonst eher zurückhaltende und unscheinbare Philosoph wird plötzlich bewundert, die Frauen scharen sich nur so um den 60-Jährigen. Seine Frau Sylvie hingegen hat größere Schwierigkeiten in der neuen Umgebung anzukommen, ihr bisherigen Dasein wird durcheinandergeworfen und darin verliert sie sich selbst. Ihr Sohn Lester, der im Flugzeug einer Eingebung folgend beschlossen hat, sich zukünftig nur noch „Absalom Absalom“ nennen zu lassen, lebt sich auf ganz eigene Weise in seiner High-School ein. „Das Leben von ihnen dreien würde so radikal auf den Kopf gestellt, dass das Motto von Edwina, ihrer Schwiegermutter, hier doch einmal passte: „Sich immer wundern, aber nie die Fassung verlieren.““ Agnès Desarthe folgt in ihrem Roman dem klassischen dramatischen Aufbau. Der verheißungsvolle Aufbruch, erste Störungen des Gleichgewichts, der dramatische Höhepunkt und das etwas übereilte Ende, das einen Punkt hinter das Abenteuer Amerika setzt. Dazwischen explorieren die Figuren wo sie angekommen sind in ihrem Leben, vor allem Sylvie analysiert und hinterfragt, wo nach fast vier Jahrzehnten ihre Ehe steht, die sich in Paris noch in einer perfekt austarierten Balance befand, die durch Hectors unerwartete neue Popularität ins Wanken gerät. „Sylvie weiß es nicht. Ich liebe dich, sagt sie in Gedanken, an Hector gerichtet. Dann sagt sie: Ich liebe dich nicht. Ihr scheint, dass keiner der beiden Sätze richtig ist.“ Die Ehe von Sylvie und Hector folgt ganz eigenen Gesetzen. Er der denkende Intellektuelle, der seine Frau benötigt, um ihm die Bestätigung zu geben, die ihm sonst verwehrt wird. Zwar hat er eine hohe Position erreicht, aber in Paris scheint er eher unscheinbar. Die eigensinnige Definition Sylvies von Freiheit - kein Beruf engt sie ein, keine Tätigkeit schreibt ihr einen Tagesablauf oder Gemütszustand vor - hat ihn von je her fasziniert und lässt Sylvie trotz der körperlichen Veränderungen, die mit dem Alter unweigerlich einhergehen, immer noch eine begehrenswerte Frau für ihn sein. Nichtsdestotrotz verfällt er der Bewunderung der Amerikanerinnen, stellt jedoch seine Ehe zu keinem Zeitpunkt in Frage. „Sind Sie auch Professorin?“ „Nein“, antwortete Sylvie leise. „Ich bin nichts.“ Auch Sylvie empfindet ihre Verbindung ähnlich, sie weiß bald von den Affären, beobachtet diese sogar, doch mehr noch als an der Ehe zu zweifeln, hinterfragt sie ihr Selbstbild und die Art, wie sie ihr Leben eingerichtet hat. Sie ist nicht Hausfrau und Mutter, verweigert sich diesen Definitionen ganz aktiv, doch in der Ferne, herausgerissen aus dem bekannten Umfeld, stellt sie ihr Lebensmodell infrage und fühlt sich genötigt, neue Wege zu gehen. Lester erfindet sich selbst völlig neu. In einem religiösen Wahn glaubt er, erleuchtet zu sein und schart seine Mitschüler wie ein Sektenführer um sich. Hörig folge sie ihm und lassen sich von seinem Geist beseelen. Drei Figuren, die gemeinsam ausbrechen und sich selbst ganz neu erleben oder definieren. Eine Chance fürwahr, doch ob dieser Neuanfang auch Glück bringt? Ein ruhiger Roman, der sehr eng bei den Gedanken der Familienmitglieder ist und ihre Zweifel und Emotionen offenlegt. Außergewöhnliche Charaktere, von denen ebenso eigenwillig erzählt wird.
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Agnès Desarthe - Die Chance ihres Lebens

Miss.mesmerized am 01.12.2020
Bewertungsnummer: 1409515
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine Chance, die sie nicht ausschlagen können. Hector erhält das Angebot einer Gastprofessur an einer amerikanischen Universität. In Paris fühlen sie sich nach den Anschlägen auf Charlie Hebdo ohnehin nicht mehr wohl und so brechen sie gemeinsam in die neue Welt auf. Hector lebt sich sofort an seinem neuen Arbeitsplatz ein, der sonst eher zurückhaltende und unscheinbare Philosoph wird plötzlich bewundert, die Frauen scharen sich nur so um den 60-Jährigen. Seine Frau Sylvie hingegen hat größere Schwierigkeiten in der neuen Umgebung anzukommen, ihr bisherigen Dasein wird durcheinandergeworfen und darin verliert sie sich selbst. Ihr Sohn Lester, der im Flugzeug einer Eingebung folgend beschlossen hat, sich zukünftig nur noch „Absalom Absalom“ nennen zu lassen, lebt sich auf ganz eigene Weise in seiner High-School ein. „Das Leben von ihnen dreien würde so radikal auf den Kopf gestellt, dass das Motto von Edwina, ihrer Schwiegermutter, hier doch einmal passte: „Sich immer wundern, aber nie die Fassung verlieren.““ Agnès Desarthe folgt in ihrem Roman dem klassischen dramatischen Aufbau. Der verheißungsvolle Aufbruch, erste Störungen des Gleichgewichts, der dramatische Höhepunkt und das etwas übereilte Ende, das einen Punkt hinter das Abenteuer Amerika setzt. Dazwischen explorieren die Figuren wo sie angekommen sind in ihrem Leben, vor allem Sylvie analysiert und hinterfragt, wo nach fast vier Jahrzehnten ihre Ehe steht, die sich in Paris noch in einer perfekt austarierten Balance befand, die durch Hectors unerwartete neue Popularität ins Wanken gerät. „Sylvie weiß es nicht. Ich liebe dich, sagt sie in Gedanken, an Hector gerichtet. Dann sagt sie: Ich liebe dich nicht. Ihr scheint, dass keiner der beiden Sätze richtig ist.“ Die Ehe von Sylvie und Hector folgt ganz eigenen Gesetzen. Er der denkende Intellektuelle, der seine Frau benötigt, um ihm die Bestätigung zu geben, die ihm sonst verwehrt wird. Zwar hat er eine hohe Position erreicht, aber in Paris scheint er eher unscheinbar. Die eigensinnige Definition Sylvies von Freiheit - kein Beruf engt sie ein, keine Tätigkeit schreibt ihr einen Tagesablauf oder Gemütszustand vor - hat ihn von je her fasziniert und lässt Sylvie trotz der körperlichen Veränderungen, die mit dem Alter unweigerlich einhergehen, immer noch eine begehrenswerte Frau für ihn sein. Nichtsdestotrotz verfällt er der Bewunderung der Amerikanerinnen, stellt jedoch seine Ehe zu keinem Zeitpunkt in Frage. „Sind Sie auch Professorin?“ „Nein“, antwortete Sylvie leise. „Ich bin nichts.“ Auch Sylvie empfindet ihre Verbindung ähnlich, sie weiß bald von den Affären, beobachtet diese sogar, doch mehr noch als an der Ehe zu zweifeln, hinterfragt sie ihr Selbstbild und die Art, wie sie ihr Leben eingerichtet hat. Sie ist nicht Hausfrau und Mutter, verweigert sich diesen Definitionen ganz aktiv, doch in der Ferne, herausgerissen aus dem bekannten Umfeld, stellt sie ihr Lebensmodell infrage und fühlt sich genötigt, neue Wege zu gehen. Lester erfindet sich selbst völlig neu. In einem religiösen Wahn glaubt er, erleuchtet zu sein und schart seine Mitschüler wie ein Sektenführer um sich. Hörig folge sie ihm und lassen sich von seinem Geist beseelen. Drei Figuren, die gemeinsam ausbrechen und sich selbst ganz neu erleben oder definieren. Eine Chance fürwahr, doch ob dieser Neuanfang auch Glück bringt? Ein ruhiger Roman, der sehr eng bei den Gedanken der Familienmitglieder ist und ihre Zweifel und Emotionen offenlegt. Außergewöhnliche Charaktere, von denen ebenso eigenwillig erzählt wird.

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Eine französische Familie in den USA

Bewertung am 28.11.2020

Bewertungsnummer: 1407879

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Buch erzählt die Geschichte von einer französischen Familie: Hector, Sylvie und der Sohn Lester, der gerne lieber Absolom Absolom genannt werden möchte. Da Hector eine Gastprofessur an der Universität von South Carolina bekommen hat, ziehen sie für eine gewissen Zeit in die USA. Das ist besonders für Sylvie eine große Umstellung. Doch auch Hector gerät auf Abwege und Lester findet eine ganz eigene Rolle für sich und seine Freunde. Nicht nur die Figuren sind ein wenig eigenwillig, auch die Erzählart ist es. Sowohl die Familie als auch die Autorin empfinde ich als so liebenswürdig wie versponnen.
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Eine französische Familie in den USA

Bewertung am 28.11.2020
Bewertungsnummer: 1407879
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Buch erzählt die Geschichte von einer französischen Familie: Hector, Sylvie und der Sohn Lester, der gerne lieber Absolom Absolom genannt werden möchte. Da Hector eine Gastprofessur an der Universität von South Carolina bekommen hat, ziehen sie für eine gewissen Zeit in die USA. Das ist besonders für Sylvie eine große Umstellung. Doch auch Hector gerät auf Abwege und Lester findet eine ganz eigene Rolle für sich und seine Freunde. Nicht nur die Figuren sind ein wenig eigenwillig, auch die Erzählart ist es. Sowohl die Familie als auch die Autorin empfinde ich als so liebenswürdig wie versponnen.

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Die Chance ihres Lebens

von Agnès Desarthe

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