Irgendwo ist Prostken

Irgendwo ist Prostken

Roman eines masurischen Lokführers

Buch (Gebundene Ausgabe)

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Irgendwo ist Prostken

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ab 18,99 €

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.07.2020

Verlag

Langen-Müller

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

22,1/13,9/4,3 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.07.2020

Verlag

Langen-Müller

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

22,1/13,9/4,3 cm

Gewicht

612 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7844-3551-0

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Ein poetisches Sachbuch

Bewertung aus Reinbek am 11.08.2020

Bewertungsnummer: 1362647

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Arno Surminski ist ein ausgesprochen vielseitiger Autor. Und so tritt er in seinen späten Werken – vielleicht seit „Von den Kriegen“ – wieder in gewisser Hinsicht vermehrt als Sachbuchautor in Erscheinung. Aber es sind ausgesprochen poetische Sachbücher: Vor einem gut recherchierten historischen Hintergrund lässt er Figuren zum Miterleben und „Mitleiden“ auf seine Leser los, wie er jüngst in einem Interview sagte. In seinem neuesten Roman „Irgendwo ist Prostken“ begibt Surminski sich nun auf eine Parforcefahrt durch die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts. Und auf diesen wunderschönen, nostalgischen und furchtbaren Höllenritt nimmt er seine Leser mit. Geboren an gerade erst verlegten Gleisen und getauft im Bahnhofsgebäude ist Wilhelm Bubat der Lebensweg als Lokführer vorgezeichnet. Aus Kaisers „herrlichen Zeiten“ lenkt er seine Lokomotive durch die Umbrüche der zwanziger Jahre und mitten hinein in Krieg, Völkermord, Flucht und Vertreibung. Dabei befördert er alles: Baumaterialien, Kohle, später auch Menschen nach Sachsenhausen und Auschwitz. Denn im Eisenbahnwesen gilt: „Ein Lokführer kann sich nicht aussuchen, wo er fahren will, sondern muss da arbeiten, wo er hingestellt wird.“ Und so wird auch Wilhelm Bubat ungewollt zu einem Teil der NS-Maschinerie, die sagt: Räder müssen rollen für den Sieg. Er leidet für sich allein und zahlt einen schrecklichen Preis. Die Sprache des Buches ist wie immer klar und verständlich, dabei doch wunderschön. Und wie immer bei Arno Surminski liegen in der Erzählung Schönheit und Schrecken, Erinnerung und Versöhnung, Schuld und Sühne dicht beieinander. Bei diesem so unterschätzten Schriftsteller gibt es kein bloßes Schwarz-Weiß. Als Leser fühlt und leidet man mit Wilhelm Bubat mit und kommt ins Grübeln: Geschichte ist eben nicht so einfach, wie häufig getan wird.
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Ein poetisches Sachbuch

Bewertung aus Reinbek am 11.08.2020
Bewertungsnummer: 1362647
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Arno Surminski ist ein ausgesprochen vielseitiger Autor. Und so tritt er in seinen späten Werken – vielleicht seit „Von den Kriegen“ – wieder in gewisser Hinsicht vermehrt als Sachbuchautor in Erscheinung. Aber es sind ausgesprochen poetische Sachbücher: Vor einem gut recherchierten historischen Hintergrund lässt er Figuren zum Miterleben und „Mitleiden“ auf seine Leser los, wie er jüngst in einem Interview sagte. In seinem neuesten Roman „Irgendwo ist Prostken“ begibt Surminski sich nun auf eine Parforcefahrt durch die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts. Und auf diesen wunderschönen, nostalgischen und furchtbaren Höllenritt nimmt er seine Leser mit. Geboren an gerade erst verlegten Gleisen und getauft im Bahnhofsgebäude ist Wilhelm Bubat der Lebensweg als Lokführer vorgezeichnet. Aus Kaisers „herrlichen Zeiten“ lenkt er seine Lokomotive durch die Umbrüche der zwanziger Jahre und mitten hinein in Krieg, Völkermord, Flucht und Vertreibung. Dabei befördert er alles: Baumaterialien, Kohle, später auch Menschen nach Sachsenhausen und Auschwitz. Denn im Eisenbahnwesen gilt: „Ein Lokführer kann sich nicht aussuchen, wo er fahren will, sondern muss da arbeiten, wo er hingestellt wird.“ Und so wird auch Wilhelm Bubat ungewollt zu einem Teil der NS-Maschinerie, die sagt: Räder müssen rollen für den Sieg. Er leidet für sich allein und zahlt einen schrecklichen Preis. Die Sprache des Buches ist wie immer klar und verständlich, dabei doch wunderschön. Und wie immer bei Arno Surminski liegen in der Erzählung Schönheit und Schrecken, Erinnerung und Versöhnung, Schuld und Sühne dicht beieinander. Bei diesem so unterschätzten Schriftsteller gibt es kein bloßes Schwarz-Weiß. Als Leser fühlt und leidet man mit Wilhelm Bubat mit und kommt ins Grübeln: Geschichte ist eben nicht so einfach, wie häufig getan wird.

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Eisenbahner: Ein Spagat zwischen Pflichterfüllung und Widerstand

Bewertung aus Horneburg am 23.07.2020

Bewertungsnummer: 1354727

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mit dem Roman „Irgendwo ist Prostken“ ist Arno Surminski wieder ein bedeutendes Werk gelungen. Der Titel des Buches hätte auch „Biografie des Lokführers Wilhelm Bubat“ heißen können. Surminski beschreibt das Leben eines preußischen Lokführers, der seinen Dienstherren im Kaiserreich, im Deutschen Reich, in der DDR und in der BRD stets nur seine Pflicht erfüllen will. Zivilen Ungehorsam verdrängt er, den gibt es für ihn nicht. Alle Handlungsorte, vom Bahnhof Prostken über Büchen bis Hamburg-Altona, sind authentisch und die geschilderten Handlungsabläufe im Eisenbahnbetrieb vom Autor absolut bestens recherchiert. Wilhelm Bubat könnte heute als pensioniert Lokführer mit der Eisenbahn die ungefähr 1.200 Kilometer lange Strecke von Hamburg-Altona nach Prostki (Prostken) in 13 Stunden bewältigen. Da stellt sich dem Leser natürlich die Frage: Wofür ließen Millionen von Menschen in den beiden Weltkriegen ihr Leben? Für nichts und wieder nichts. Und so sehe ich das neueste Buch von Arno Surminski wieder als eine Mahnung an uns alle: Seid wachsam, hinterfragt kritisch Meinungen, das gilt besonders im Zeitalter der social media. Für die Darstellung der Entwicklung der Demokratie in Europa könnte das Buch m.E. gut als Unterrichtsstoff an Gymnasien verwendet werden. Ein lesenswertes und fesselndes Buch, bis zur letzten Zeile.
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Eisenbahner: Ein Spagat zwischen Pflichterfüllung und Widerstand

Bewertung aus Horneburg am 23.07.2020
Bewertungsnummer: 1354727
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Mit dem Roman „Irgendwo ist Prostken“ ist Arno Surminski wieder ein bedeutendes Werk gelungen. Der Titel des Buches hätte auch „Biografie des Lokführers Wilhelm Bubat“ heißen können. Surminski beschreibt das Leben eines preußischen Lokführers, der seinen Dienstherren im Kaiserreich, im Deutschen Reich, in der DDR und in der BRD stets nur seine Pflicht erfüllen will. Zivilen Ungehorsam verdrängt er, den gibt es für ihn nicht. Alle Handlungsorte, vom Bahnhof Prostken über Büchen bis Hamburg-Altona, sind authentisch und die geschilderten Handlungsabläufe im Eisenbahnbetrieb vom Autor absolut bestens recherchiert. Wilhelm Bubat könnte heute als pensioniert Lokführer mit der Eisenbahn die ungefähr 1.200 Kilometer lange Strecke von Hamburg-Altona nach Prostki (Prostken) in 13 Stunden bewältigen. Da stellt sich dem Leser natürlich die Frage: Wofür ließen Millionen von Menschen in den beiden Weltkriegen ihr Leben? Für nichts und wieder nichts. Und so sehe ich das neueste Buch von Arno Surminski wieder als eine Mahnung an uns alle: Seid wachsam, hinterfragt kritisch Meinungen, das gilt besonders im Zeitalter der social media. Für die Darstellung der Entwicklung der Demokratie in Europa könnte das Buch m.E. gut als Unterrichtsstoff an Gymnasien verwendet werden. Ein lesenswertes und fesselndes Buch, bis zur letzten Zeile.

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