Lernen S' Geschichte, Herr Reporter!

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Bruno Kreisky – Episoden einer Ära

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Beschreibung


Dem Mythos Bruno Kreisky auf der Spur

Wie war es als Journalist, einen Politiker mit Ecken und Kanten wie Bruno Kreisky aus nächster Nähe zu erleben? Ulrich Brunner, der einst von Kreisky mit dem legendären Zitat »Lernen S‘ Geschichte!« angegangen wurde, erzählt von seinen Begegnungen mit dem Staatsmann und lässt uns hinter die Kulissen blicken. Wie unterschieden sich Privatmann und öffentliche Person? Woher kamen seine politischen Ambitionen? Wie hat er die Politik Österreichs nachhaltig geprägt?

- Porträt eines herausragenden SPÖ-Politikers: Wie Kreiskys Biografie mit der Entwicklung der Zweiten Republik verschränkt ist

- Packend geschrieben, mit Insiderwissen, über das nur wenige verfügen: Ulrich Brunners Erinnerungen an den Jahrhundertkanzler

- Willy Brandt, Olof Palme, Otto Bauer, Dr. Karl Renner: Welche Persönlichkeiten beeinflussten Kreiskys politisches Selbstverständnis?

- Der Sozialdemokratie verpflichtet: Wie die Unterdrückung durch den Austrofaschismus Kreisky prägte

Lieber Staatsschulden und dafür Vollbeschäftigung: Die Prioritäten des Staatsmannes Kreisky

Arbeitslose hätten ihm mehr schlaflose Nächte bereitet als weniger Geld in der Staatskasse: Durch solche und andere Zitate, oft aus dem berühmten Pressefoyer entnommen, ist Kreisky auch heute noch im politischen Gedächtnis präsent. Ulrich Brunner, selbst jahrzehntelang Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Österreichs, begann seine Karriere bei der Arbeiterzeitung und war schließlich beim ORF beschäftigt. In diesem Sachbuch kommentiert er die Ära Kreisky ebenso kenntnis- wie anekdotenreich aus der Perspektive des Journalisten und Wegbegleiters. Dadurch ist ihm eine Biografie gelungen, die den Mythos Kreisky durchaus kritisch hinterfragt und die Geschichte der SPÖ nachzeichnet – eine genauso unterhaltsame wie informative Reise durch die Nachkriegsgeschichte Österreichs!

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.02.2021

Verlag

EcoWing

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

21,6/15,4/2,5 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.02.2021

Verlag

EcoWing

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

21,6/15,4/2,5 cm

Gewicht

504 g

Auflage

3. Neuausg.

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7110-0263-1

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Ein Politiker für die „kleinen Leute“

Sikal am 04.10.2020

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Autor Ulrich Brunner hatte als Journalist (anfangs bei der AZ, später beim ORF) einen tiefen Einblick in das österreichische Politikgeschehen. Den österreichischen Bundeskanzler Bruno Kreisky hat er jahrelang begleitet und dessen Handeln verfolgt. In diesem Buch zeichnet er die persönlichen Begegnungen, Diskussionen, Hintergrundinformationen und geheimen Gespräche mit Kreisky nach. Aber nicht kritiklos – denn Kreisky war kein einfacher Mensch und ging auch als „Meister der präzisen Unschärfe“ in die Geschichte ein. Der Autor spannt den Bogen von der frühesten Kindheit Kreiskys, der Emigration nach Schweden, dem Aufstieg der SPÖ bis hin zu seinem Tod. Aber nicht nur in Österreich steigen die Sozialdemokraten an die Spitze, mit Willy Brandt und Olaf Palme haben auch andere europäische Länder erfolgreiche Politiker im Rennen. Vieles ist für unsere heutige Zeit selbstverständlich, doch das war nicht immer so – ein Gratisschulbesuch beispielsweise. Dass er viel Kritik für seine Anhäufung an Staatsschulden erntet, bleibt im Buch nicht unerwähnt. Doch Kreisky hat immer wieder betont wie sehr ihn die Arbeitslosigkeit der Menschen belastet, da nimmt er lieber die Staatsschulden in Kauf. Was heute den Politikern wohl am meisten fehlt ist die Leidenschaft zur Politik. Für Kreisky war sein Amt eine Lebensaufgabe, ein 24-Stunden-Job ohne freien Tag und Bereitschaft während der Nacht. Er hatte beispielsweise keine geheime Telefonnummer, diese war öffentlich im Telefonbuch verzeichnet – und etliche Bürger nutzten diese Möglichkeit, um beim Kanzler durchzuwählen. Ebenso erwähnt wird die Ich-Bezogenheit Kreiskys, seine Verbalattacken gegen Justizminister Boda oder die Kämpfe mit Androsch sowie der Konflikt mit Simon Wiesenthal. Viele Geschichten Kreiskys werden hier aufs Tablet gebracht, über manche schmunzelt man, über andere schüttelt man den Kopf. Was wäre in der heutigen Zeit noch möglich? Mit Brunner hatte Kreisky ein ambivalentes Verhältnis. Einerseits brauchte der Politiker den Journalisten und ließ ihm auch geheime Informationen zukommen, andererseits gab es Spannungen zwischen den beiden. Das wohl bekannteste Zitat „Lernen S‘ Geschichte, Herr Reporter!“ ging in die Geschichte ein und war gegen Brunner gerichtet. Ein sehr persönliches Buch des Autors über den wohl bekanntesten Ausnahmepolitiker der Zweiten Republik. Humorvolle Einschübe, etliche Fotos und perfekte Recherche machen das Buch zu einem Lesegenuss. 5 Sterne sind hier selbstverständlich

Ein Politiker für die „kleinen Leute“

Sikal am 04.10.2020
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Autor Ulrich Brunner hatte als Journalist (anfangs bei der AZ, später beim ORF) einen tiefen Einblick in das österreichische Politikgeschehen. Den österreichischen Bundeskanzler Bruno Kreisky hat er jahrelang begleitet und dessen Handeln verfolgt. In diesem Buch zeichnet er die persönlichen Begegnungen, Diskussionen, Hintergrundinformationen und geheimen Gespräche mit Kreisky nach. Aber nicht kritiklos – denn Kreisky war kein einfacher Mensch und ging auch als „Meister der präzisen Unschärfe“ in die Geschichte ein. Der Autor spannt den Bogen von der frühesten Kindheit Kreiskys, der Emigration nach Schweden, dem Aufstieg der SPÖ bis hin zu seinem Tod. Aber nicht nur in Österreich steigen die Sozialdemokraten an die Spitze, mit Willy Brandt und Olaf Palme haben auch andere europäische Länder erfolgreiche Politiker im Rennen. Vieles ist für unsere heutige Zeit selbstverständlich, doch das war nicht immer so – ein Gratisschulbesuch beispielsweise. Dass er viel Kritik für seine Anhäufung an Staatsschulden erntet, bleibt im Buch nicht unerwähnt. Doch Kreisky hat immer wieder betont wie sehr ihn die Arbeitslosigkeit der Menschen belastet, da nimmt er lieber die Staatsschulden in Kauf. Was heute den Politikern wohl am meisten fehlt ist die Leidenschaft zur Politik. Für Kreisky war sein Amt eine Lebensaufgabe, ein 24-Stunden-Job ohne freien Tag und Bereitschaft während der Nacht. Er hatte beispielsweise keine geheime Telefonnummer, diese war öffentlich im Telefonbuch verzeichnet – und etliche Bürger nutzten diese Möglichkeit, um beim Kanzler durchzuwählen. Ebenso erwähnt wird die Ich-Bezogenheit Kreiskys, seine Verbalattacken gegen Justizminister Boda oder die Kämpfe mit Androsch sowie der Konflikt mit Simon Wiesenthal. Viele Geschichten Kreiskys werden hier aufs Tablet gebracht, über manche schmunzelt man, über andere schüttelt man den Kopf. Was wäre in der heutigen Zeit noch möglich? Mit Brunner hatte Kreisky ein ambivalentes Verhältnis. Einerseits brauchte der Politiker den Journalisten und ließ ihm auch geheime Informationen zukommen, andererseits gab es Spannungen zwischen den beiden. Das wohl bekannteste Zitat „Lernen S‘ Geschichte, Herr Reporter!“ ging in die Geschichte ein und war gegen Brunner gerichtet. Ein sehr persönliches Buch des Autors über den wohl bekanntesten Ausnahmepolitiker der Zweiten Republik. Humorvolle Einschübe, etliche Fotos und perfekte Recherche machen das Buch zu einem Lesegenuss. 5 Sterne sind hier selbstverständlich

Kreisky in den Augen eines Journalisten

annlu am 27.08.2020

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ulrich Brunner hatte schon früh Gelegenheit mit Bruno Kreisky in Kontakt zu kommen. Während seiner Karriere als Journalist begleitet er die Ära Kreiskys auch in Zeiten, als das Verhältnis zum Bundeskanzler angespannter wird. In diesem Buch trägt er seine Erinnerungen zusammen, verbindet sie mit Fakten aus der Biografie Kreiskys um ein Bild des Mannes zu zeichnen, der die Sozialdemokratie in Österreich geprägt hat. Der Prolog gibt mit der parteieigenen Arbeiter-Zeitung die Möglichkeit einen ersten Berührungspunkt zwischen dem Autor und Kreiskys aufzuzeigen. Dabei gibt Ulrich Brunner einen Einblick in seinen eigenen Werdegang und den ersten Begegnungen mit Kreisky. Das Kapitel „Kreiskys Weg ins Kanzleramt“ wird politischer. Einbezogen sind auch die Zeit Kreiskys im Gefängnis und im Exil. Nicht nur diese Phasen seines Lebens hinterlassen Traumata, die auch im späteren Leben des Bundeskanzlers wieder auftauchen. Wer ihn in der Zeit seines politischen Aufstiegs in seinen Ansichten beeinflusst hat, wer ihm Steine in den Weg gelegt hat aber auch wer zu Kreisky gehalten hat, wird hier beleuchtet. „Kreisky und die Journalisten“ arbeitet nicht nur persönliche Begegnungen zwischen dem Autor und Kreisky auf, sondern zeigt Kreisky in seinem Element. Er weiß sich zu inszenieren, ist nicht nur belesen, sondern auch ein begnadeter Redner. Wen von den Journalisten er in seine Gunst stellt, bestimmt er selbst. Allerdings zeigt er auch deutlich, wenn jemand diese Gunst verliert. Die Wutanfälle des Kanzlers werden ebenso beschrieben, wie seine Methoden, Reporter und Redakteure bei Laune zu halten. Hier geht der Autor auch auf das titelgebende Zitat ein und berichtet wie er selbst zu einer Fußnote in der Geschichte geworden ist. In „Kreisky und die Macht“ werden nicht nur die Bereiche aufgezeigt, in denen er politische Entscheidungen traf, die heute noch nachwirken, sondern auch sein Verhältnis zur Macht und seinen Gegner aufgezeigt. Besonders interessant fand ich das Kapitel „Kreisky und das Judentum“ in dem nicht nur sein eigenes Verhältnis zur Religion aufgegriffen wird, sondern auch ein Überblick über die Situation der Juden in Österreich in der Nachkriegszeit angesprochen wird. Den Abschluss bilden Gedanken zum Ende der Ära Kreiskys und seinen Willen an der Macht festzuhalten., was zu Vergleichen zu anderen Politikern führt. Das Verhältnis zwischen dem Autor und Kreisky war nicht immer einfach. So beschreibt er ihn immer wieder als schwierige Persönlichkeit (Narzissmus wird dabei öfter erwähnt). Allerdings verschweigt er nicht, was Bruno Kreisky politisch geleistet hat. Für mich waren besonders die wenigen Einblicke in seine Persönlichkeit interessant. Ebenso interessant fand ich die Geschichte der SPÖ, die Anfänge in den Arbeiterbewegungen, die Blicke auf das Dollfußregime und das kommunistische Gedankengut. Weniger anfangen konnte ich mit den politischen Auseinandersetzungen zwischen den vielen erwähnten Personen, da mir hier das Hintergrundwissen fehlt. Fazit: Kreisky ist eine Persönlichkeit, mit der ich mich bisher noch nicht auseinandergesetzt hatte. Der Autor bietet besonders dadurch, dass er seine Auseinandersetzungen mit ihm nicht verschweigt, einen eigenen Blick auf den Politiker.

Kreisky in den Augen eines Journalisten

annlu am 27.08.2020
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ulrich Brunner hatte schon früh Gelegenheit mit Bruno Kreisky in Kontakt zu kommen. Während seiner Karriere als Journalist begleitet er die Ära Kreiskys auch in Zeiten, als das Verhältnis zum Bundeskanzler angespannter wird. In diesem Buch trägt er seine Erinnerungen zusammen, verbindet sie mit Fakten aus der Biografie Kreiskys um ein Bild des Mannes zu zeichnen, der die Sozialdemokratie in Österreich geprägt hat. Der Prolog gibt mit der parteieigenen Arbeiter-Zeitung die Möglichkeit einen ersten Berührungspunkt zwischen dem Autor und Kreiskys aufzuzeigen. Dabei gibt Ulrich Brunner einen Einblick in seinen eigenen Werdegang und den ersten Begegnungen mit Kreisky. Das Kapitel „Kreiskys Weg ins Kanzleramt“ wird politischer. Einbezogen sind auch die Zeit Kreiskys im Gefängnis und im Exil. Nicht nur diese Phasen seines Lebens hinterlassen Traumata, die auch im späteren Leben des Bundeskanzlers wieder auftauchen. Wer ihn in der Zeit seines politischen Aufstiegs in seinen Ansichten beeinflusst hat, wer ihm Steine in den Weg gelegt hat aber auch wer zu Kreisky gehalten hat, wird hier beleuchtet. „Kreisky und die Journalisten“ arbeitet nicht nur persönliche Begegnungen zwischen dem Autor und Kreisky auf, sondern zeigt Kreisky in seinem Element. Er weiß sich zu inszenieren, ist nicht nur belesen, sondern auch ein begnadeter Redner. Wen von den Journalisten er in seine Gunst stellt, bestimmt er selbst. Allerdings zeigt er auch deutlich, wenn jemand diese Gunst verliert. Die Wutanfälle des Kanzlers werden ebenso beschrieben, wie seine Methoden, Reporter und Redakteure bei Laune zu halten. Hier geht der Autor auch auf das titelgebende Zitat ein und berichtet wie er selbst zu einer Fußnote in der Geschichte geworden ist. In „Kreisky und die Macht“ werden nicht nur die Bereiche aufgezeigt, in denen er politische Entscheidungen traf, die heute noch nachwirken, sondern auch sein Verhältnis zur Macht und seinen Gegner aufgezeigt. Besonders interessant fand ich das Kapitel „Kreisky und das Judentum“ in dem nicht nur sein eigenes Verhältnis zur Religion aufgegriffen wird, sondern auch ein Überblick über die Situation der Juden in Österreich in der Nachkriegszeit angesprochen wird. Den Abschluss bilden Gedanken zum Ende der Ära Kreiskys und seinen Willen an der Macht festzuhalten., was zu Vergleichen zu anderen Politikern führt. Das Verhältnis zwischen dem Autor und Kreisky war nicht immer einfach. So beschreibt er ihn immer wieder als schwierige Persönlichkeit (Narzissmus wird dabei öfter erwähnt). Allerdings verschweigt er nicht, was Bruno Kreisky politisch geleistet hat. Für mich waren besonders die wenigen Einblicke in seine Persönlichkeit interessant. Ebenso interessant fand ich die Geschichte der SPÖ, die Anfänge in den Arbeiterbewegungen, die Blicke auf das Dollfußregime und das kommunistische Gedankengut. Weniger anfangen konnte ich mit den politischen Auseinandersetzungen zwischen den vielen erwähnten Personen, da mir hier das Hintergrundwissen fehlt. Fazit: Kreisky ist eine Persönlichkeit, mit der ich mich bisher noch nicht auseinandergesetzt hatte. Der Autor bietet besonders dadurch, dass er seine Auseinandersetzungen mit ihm nicht verschweigt, einen eigenen Blick auf den Politiker.

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