Mission Afrikakonferenz

Mission Afrikakonferenz

Tatort Berlin

eBook

2,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Berlin 1885: Afrika wird auf der Afrikakonferenz unter den Industrienationen aufgeteilt. Berlin heute: Niam, ein junger Kongolese hat sich durchgeschlagen. Im Gegensatz zu Hunderttausenden anderer Afrikaflüchtlinge hat er eine Mission. Er sucht in Berlin Gerechtigkeit für seinen geschundenen Kontinent. Als Asylant überwindet Niam auf seinem Weg Rückschläge. Ja, er setzt sogar seine neu gewonnene Existenz aufs Spiel - alles für dieses eine Ziel. Wird es ihm gelingen? Gibt es eine zeitgemäße Antwort auf die Kolonialisierung Afrikas? H.G. Schulz greift ein brisantes Thema auf: Das Verständnis für das damalige Unrecht und die Notwendigkeit eines Neuanfangs in den Beziehungen der Nachbarkontinente.

Während meines Berufslebens war ich viel unterwegs und traf facettenreiche Charaktere, die meine Phantasie anregten. Ich verbrachte viel Zeit an Flughäfen, in Hotels oder endlosen Verhandlungen. Schon damals machte es mir großen Spaß, Menschen zu beobachten, Situationen zu interpretieren und sie für mich »weiter zu spinnen«. Daraus entstanden in meinem Kopf Geschichten und so stürzte ich mich nach dem Ende meiner beruflichen Tätigkeit ins Abenteuer, Romane zu schreiben.

Details

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

15.04.2020

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ePUB

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Erscheinungsdatum

15.04.2020

Verlag

Via tolino media

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

482 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783739492896

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Die Afrikakonferenz und der Versuch der Korrektur

Jörg Häusler aus Holzwickede am 25.08.2020

Bewertet: eBook (ePUB)

Der Roman startet mit der Gerichtsverhandlung in Berlin, der sich Niam Mutombo stellen muss. Was ihm zur Last gelegt wird, wird zu Beginn nicht ersichtlich. Vielmehr wird die Geschichte erzählt, die Niam in die jetzige Situation gebracht hat. Geboren und aufgewachsen im Kongo wird Niam im Frühjahr 2015 von seinem Onkel auf eine Mission in Richtung Berlin geschickt. Sie lautet nicht mehr und nicht weniger, das Recht auf eine neue Afrikakonferenz zu durchzusetzen. Auf welche Weise er dieses erreichen soll, wird ebenfalls nicht offenbart. Und so verfolgt der Leser Niams langen Weg, der ihn auf vielen Etappen nach Berlin bringt, um dort Asyl zu beantragen und seine Mission zu erfüllen. Niams Geschichte wird nicht ausschließlich, aber vornehmlich aus der beobachtenden Perspektive geschildert. Dieses habe ich als sehr sinnvoll empfunden. Zum Einen erhält die Geschichte einen besonders realen Bezug, zum Anderen lässt es dem Leser ausreichend Spielraum, sich seine eigenen Gedanken zum Geschehen zu machen – gerade im Hinblick auf Asylverfahren oder auch besonders aktuell, die Namensumbenennungen diverser Örtlichkeiten, die an die Kolonialzeit erinnern. Seine Begegnungen, und vor Allem seine Freundschaft zu Salou, dem ein anderes Schicksal bevorsteht, transportieren auf eindrückliche Weise die Individualität der handelnden Personen, ohne zu sehr auszuschweifen, oder gar im Übermaß zu moralisieren. Der Schreibstil ist geprägt von relativ kurzen Satzbauten, die man einem Korrespondenten zuordnen könnte. Auf diese Weise folgt der Leser der Story noch begieriger, denn er will wissen, ob Niam seine Mission erfolgreich erfüllt, oder ob die Gerichtsverhandlung das Scheitern seiner Mission bedeutet. Auch wenn für meine Empfinden die historischen Ereignisse durchaus noch detaillierter hätten herausgehoben werden können, ist dieses Buch eine überaus spannende und nachvollziehbare Geschichte, die mehr Beachtung verdient und es absolut berechtigt auf die Longlist des tolino Newcomerpreises geschafft hat.

Die Afrikakonferenz und der Versuch der Korrektur

Jörg Häusler aus Holzwickede am 25.08.2020
Bewertet: eBook (ePUB)

Der Roman startet mit der Gerichtsverhandlung in Berlin, der sich Niam Mutombo stellen muss. Was ihm zur Last gelegt wird, wird zu Beginn nicht ersichtlich. Vielmehr wird die Geschichte erzählt, die Niam in die jetzige Situation gebracht hat. Geboren und aufgewachsen im Kongo wird Niam im Frühjahr 2015 von seinem Onkel auf eine Mission in Richtung Berlin geschickt. Sie lautet nicht mehr und nicht weniger, das Recht auf eine neue Afrikakonferenz zu durchzusetzen. Auf welche Weise er dieses erreichen soll, wird ebenfalls nicht offenbart. Und so verfolgt der Leser Niams langen Weg, der ihn auf vielen Etappen nach Berlin bringt, um dort Asyl zu beantragen und seine Mission zu erfüllen. Niams Geschichte wird nicht ausschließlich, aber vornehmlich aus der beobachtenden Perspektive geschildert. Dieses habe ich als sehr sinnvoll empfunden. Zum Einen erhält die Geschichte einen besonders realen Bezug, zum Anderen lässt es dem Leser ausreichend Spielraum, sich seine eigenen Gedanken zum Geschehen zu machen – gerade im Hinblick auf Asylverfahren oder auch besonders aktuell, die Namensumbenennungen diverser Örtlichkeiten, die an die Kolonialzeit erinnern. Seine Begegnungen, und vor Allem seine Freundschaft zu Salou, dem ein anderes Schicksal bevorsteht, transportieren auf eindrückliche Weise die Individualität der handelnden Personen, ohne zu sehr auszuschweifen, oder gar im Übermaß zu moralisieren. Der Schreibstil ist geprägt von relativ kurzen Satzbauten, die man einem Korrespondenten zuordnen könnte. Auf diese Weise folgt der Leser der Story noch begieriger, denn er will wissen, ob Niam seine Mission erfolgreich erfüllt, oder ob die Gerichtsverhandlung das Scheitern seiner Mission bedeutet. Auch wenn für meine Empfinden die historischen Ereignisse durchaus noch detaillierter hätten herausgehoben werden können, ist dieses Buch eine überaus spannende und nachvollziehbare Geschichte, die mehr Beachtung verdient und es absolut berechtigt auf die Longlist des tolino Newcomerpreises geschafft hat.

Bewegende Geschichte eines afrikanischen Flüchtlings auf besonderer Mission

ech am 08.06.2020

Bewertet: eBook (ePUB)

Mit diesem Buch gelingt dem Autoren H.G. Schulz ein bewegener Roman um einen afrikanischen Flüchtling, der nach seiner Ankunft in Deutschland eine besondere Mission erfüllen soll. Vom Untertitel "Tatort Berlin" sollte man sich hierbei nicht täuschen lassen. Obwohl die Geschichte mit einem Gerichtsprozeß startet, handelt es sich hier nicht um einen Kriminalroman. Die wahre Bedeutung dieses Untertitels erschließt sich dann auch erst im Laufe der Geschichte. Von November 1884 bis Februar 1885 fand in Berlin die sogenannte Afrikakonferenz statt, die oft auch als Kongokonferenz oder Berliner Konferenz bezeichnet wird. Hier haben die westlichen Industrienationen den afrikanischen Kontinent unter sich aufgeteilt und damit die nachfolgende Kolonialzeit eingeleitet, deren Folgen den Kontinent bis heute prägen und stark belasten. Und auch für Europa sind die Entwicklungen seit der Konferenz nicht folgenlos geblieben, dies wird besonders seit ein paar Jahren mehr als deutlich. Als sich der junge Niam aus dem Kongo im Jahr 2015 auf den beschwerlichen Weg nach Deutschland macht, treibt ihn nicht nur der Traum von einem besseren Leben an. Im Gepäck hat er auch den großen Wunsch seines Onkels, es möge eine neue Afrikakonferenz geben, die sich zu den alten Fehlern bekennt und die Weichen für einen Neuanfang im Verhältnis zwischen Europa und Afrika stellt. Kann Niam seinem Onkel diesen Wunsch erfüllen ? Mit einem packenden Schreibstil lässt uns der Autor am beschwerlichen Weg seiner Hauptfigur teilhaben. Hautnah erleben wir seine Belastungen während der gefährlichen Reise und die Versuche, in Deutschland Fuß zu fassen. Auch wenn man zwischendurch den Eindruck hat, das dabei Niams großes Ziel so ein wenig in den Hintergrund gerät, rückt es zum Ende hin wieder stärker in den Mittelpunkt und setzt so einen gekonnten Schlusspunkt unter die gut aufgebaute Geschichte Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Ein gelungener Roman, der zudem auf ein wichtiges Thema aufmerksam macht, das in unserer Zeit doch viel zu sehr in Vergessenheit geraten ist und es verdient hat, wieder stärker in den Fokus gerückt zu werden.

Bewegende Geschichte eines afrikanischen Flüchtlings auf besonderer Mission

ech am 08.06.2020
Bewertet: eBook (ePUB)

Mit diesem Buch gelingt dem Autoren H.G. Schulz ein bewegener Roman um einen afrikanischen Flüchtling, der nach seiner Ankunft in Deutschland eine besondere Mission erfüllen soll. Vom Untertitel "Tatort Berlin" sollte man sich hierbei nicht täuschen lassen. Obwohl die Geschichte mit einem Gerichtsprozeß startet, handelt es sich hier nicht um einen Kriminalroman. Die wahre Bedeutung dieses Untertitels erschließt sich dann auch erst im Laufe der Geschichte. Von November 1884 bis Februar 1885 fand in Berlin die sogenannte Afrikakonferenz statt, die oft auch als Kongokonferenz oder Berliner Konferenz bezeichnet wird. Hier haben die westlichen Industrienationen den afrikanischen Kontinent unter sich aufgeteilt und damit die nachfolgende Kolonialzeit eingeleitet, deren Folgen den Kontinent bis heute prägen und stark belasten. Und auch für Europa sind die Entwicklungen seit der Konferenz nicht folgenlos geblieben, dies wird besonders seit ein paar Jahren mehr als deutlich. Als sich der junge Niam aus dem Kongo im Jahr 2015 auf den beschwerlichen Weg nach Deutschland macht, treibt ihn nicht nur der Traum von einem besseren Leben an. Im Gepäck hat er auch den großen Wunsch seines Onkels, es möge eine neue Afrikakonferenz geben, die sich zu den alten Fehlern bekennt und die Weichen für einen Neuanfang im Verhältnis zwischen Europa und Afrika stellt. Kann Niam seinem Onkel diesen Wunsch erfüllen ? Mit einem packenden Schreibstil lässt uns der Autor am beschwerlichen Weg seiner Hauptfigur teilhaben. Hautnah erleben wir seine Belastungen während der gefährlichen Reise und die Versuche, in Deutschland Fuß zu fassen. Auch wenn man zwischendurch den Eindruck hat, das dabei Niams großes Ziel so ein wenig in den Hintergrund gerät, rückt es zum Ende hin wieder stärker in den Mittelpunkt und setzt so einen gekonnten Schlusspunkt unter die gut aufgebaute Geschichte Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Ein gelungener Roman, der zudem auf ein wichtiges Thema aufmerksam macht, das in unserer Zeit doch viel zu sehr in Vergessenheit geraten ist und es verdient hat, wieder stärker in den Fokus gerückt zu werden.

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von H. G. Schulz

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