• Ada
  • Ada
  • Ada
  • Ada
  • Ada

Ada

Roman | Nach "Der Apfelbaum" jetzt der nächste Spiegel-Bestseller des Schauspielers

Buch (Gebundene Ausgabe)

24,00 € inkl. gesetzl. MwSt.

Weitere Formate

Taschenbuch

16,00 €

Gebundene Ausgabe

24,00 €

eBook (ePUB)

12,99 €

Hörbuch

ab 13,79 €

Hörbuch-Download

12,95 €

Beschreibung


Wirtschaftswunder, Mauerbau, die 68er-Bewegung – und eine vielschichtige junge Frau, die aus dem Schweigen der Elterngeneration heraustritt.

In der noch jungen Bundesrepublik ist die dunkle Vergangenheit für Ada ein Buch, aus dem die Erwachsenen das entscheidende Kapitel herausgerissen haben. Mitten im Wirtschaftswunder sucht sie nach den Teilen, die sich zu einer Identität zusammensetzen lassen und stößt auf eine Leere aus Schweigen und Vergessen. Ada will kein Wunder, sie wünscht sich eine Familie, sie will endlich ihren Vater – aber dann kommt alles anders.

Vor dem Hintergrund umwälzender historischer Ereignisse erzählt Christian Berkel von der Schuld und der Liebe, von der Sprachlosigkeit und der Sehnsucht, vom Suchen und Ankommen – und beweist sich einmal mehr als mitreißender Erzähler.

»„(…) spannend, berührend, aufrüttelnd. 400 Seiten, von denen keine zu viel ist.« ("Focus")
»In einer Zeit, die eindimensionale Spezialisten und Experten preist, erweist sich der vielstimmige Berkel auch in seinem zweiten Buch als guter Erzähler und Multitalent.« ("Neue Zürcher Zeitung")
»Berkel erzählt locker, oft witzig, trotzdem sehr genau, absolut stilsicher, als hätte er bisher nichts anderes gemacht als Romane zu schreiben.« ("Die Rheinpfalz")
»Es sind diese Ambivalenzen, diese Zwischentöne, das Suchen in unbekannten Zonen der Seele, die Berkels Figuren so aufrichtig machen und so nahe.« ("Jüdische Allgemeine")
»Ada schließt wunderbar an den Apfelbaum an und macht große Lust auf den dritten Teil.« ("Jüdische Allgemeine")
»Es gibt Menschen, die sind einfach geborene Geschichtenerzähler. Christian Berkel ist so einer, ob auf der Leinwand oder auf Papier.« ("emotion")
»Dass Berkel die weibliche Perspektive wagt, ist dank seiner Empathie ein Glücksfall.« ("emotion")
»Wenige [Schauspieler] erweisen sich als so überzeugende
und sprachgewaltige Fabulierer wie Christian Berkel.« ("Berliner Morgenpost")
»Christian Berkel ist ein Schriftsteller von Format.« ("Freie Presse")
»Die deutsche Nachkriegsgeschichte kunstvoll verbunden mit der Geschichte seiner Familie und der dazu erfundenen Schwester. Christian Berkel ist ein großer Roman gelungen. Ein Schauspieler, der wirklich ein Schriftsteller ist.« ("Titel Thesen Temperamente")

Details

Verkaufsrang

10560

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.10.2020

Verlag

Ullstein Buchverlage

Seitenzahl

400

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

10560

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.10.2020

Verlag

Ullstein Buchverlage

Seitenzahl

400

Maße (L/B/H)

21/13,2/4,1 cm

Gewicht

527 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-550-20046-5

Das meinen unsere Kund*innen

4.2

110 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Kund*innenkonto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

2 Sterne

1 Sterne

Lesenswert

Bewertung am 14.01.2022

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich hatte im Sommer schon Der Apfelbaum gelesen und war total begeistert. Ich mag Christian Berkels Schreibstil sehr gerne, das ging mir auch bei Ada so. Ich selbst bin erst nach der Wende geboren, meine Eltern sind in der DDR aufgewachsen. Es geht also in dem Buch um ein Kapitel deutscher Geschichte, mit dem ich bisher nur wenig in Berührung gekommen bin - denn auch im Geschichtsunterricht ging es bei uns eigentlich immer um die DDR. Was mir an dem Buch sehr gut gefallen hat, war, wie gut es dieses Gefühl vermitteln konnte.. diese Hilflosigkeit, wenn man spürt, da war etwas, aber keiner redet darüber, und man sich nicht traut, zu fragen.. Das Buch liest sich auf jeden Fall sehr schön und man kann sich gut in Ada hineinversetzen. Was mir nicht so gut gefallen hat, war, dass Ada wirklich überall dabei war, beim Rolling-Stones-Konzert, bei den Demos, in Woodstock.. das hat für mich ein bisschen konstruiert gewirkt, auch wenn man dadurch natürlich einen guten Überblick über die Zeit bekommen hat, aber es soll ja kein Geschichtsbuch sein. Alles in allem ein lesenswertes Buch, das aber leider nicht an den Vorgänger herankommt.. was allerdings auch schwer ist. :)

Lesenswert

Bewertung am 14.01.2022
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ich hatte im Sommer schon Der Apfelbaum gelesen und war total begeistert. Ich mag Christian Berkels Schreibstil sehr gerne, das ging mir auch bei Ada so. Ich selbst bin erst nach der Wende geboren, meine Eltern sind in der DDR aufgewachsen. Es geht also in dem Buch um ein Kapitel deutscher Geschichte, mit dem ich bisher nur wenig in Berührung gekommen bin - denn auch im Geschichtsunterricht ging es bei uns eigentlich immer um die DDR. Was mir an dem Buch sehr gut gefallen hat, war, wie gut es dieses Gefühl vermitteln konnte.. diese Hilflosigkeit, wenn man spürt, da war etwas, aber keiner redet darüber, und man sich nicht traut, zu fragen.. Das Buch liest sich auf jeden Fall sehr schön und man kann sich gut in Ada hineinversetzen. Was mir nicht so gut gefallen hat, war, dass Ada wirklich überall dabei war, beim Rolling-Stones-Konzert, bei den Demos, in Woodstock.. das hat für mich ein bisschen konstruiert gewirkt, auch wenn man dadurch natürlich einen guten Überblick über die Zeit bekommen hat, aber es soll ja kein Geschichtsbuch sein. Alles in allem ein lesenswertes Buch, das aber leider nicht an den Vorgänger herankommt.. was allerdings auch schwer ist. :)

Bewertung aus Münster am 04.10.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine tolle Erzählung

Bewertung aus Münster am 04.10.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine tolle Erzählung

Unsere Kund*innen meinen

Ada

von Christian Berkel

4.2

0 Bewertungen filtern

Unsere Buch­händler*innen meinen

Profilbild von Andrea Reimann

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Andrea Reimann

Thalia Winsen

Zum Portrait

2/5

Nicht wie erhofft

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ada ist dieses Mal eine fiktive Person in Christian Berkels zweitem Teil einer Trilogie, beginnend mit "Der Apfelbaum". Für dieses Buch ist Muße nötig, um durch die schnell wechselnden Ebenen, die Rückblenden, den Handlungsfaden nicht zu verlieren, gerade zu Beginn. Die Sprachlosigkeit bedingt durch die erlebte Nazizeit und den Krieg ist gut eingefangen, Christian Berkel kann schreiben! Doch spätestens in den 60er Jahren, in denen Ada weiterhin auf der Suche nach sich selbst ist, wirken gewollt aneinander gefügt. Ada steht bei den Demos neben Benno Ohnesorg kurz vor seinem Tod und kurze Zeit später finden wir sie in Woodstock wieder. Ich war enttäuscht von diesem Roman.
2/5

Nicht wie erhofft

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ada ist dieses Mal eine fiktive Person in Christian Berkels zweitem Teil einer Trilogie, beginnend mit "Der Apfelbaum". Für dieses Buch ist Muße nötig, um durch die schnell wechselnden Ebenen, die Rückblenden, den Handlungsfaden nicht zu verlieren, gerade zu Beginn. Die Sprachlosigkeit bedingt durch die erlebte Nazizeit und den Krieg ist gut eingefangen, Christian Berkel kann schreiben! Doch spätestens in den 60er Jahren, in denen Ada weiterhin auf der Suche nach sich selbst ist, wirken gewollt aneinander gefügt. Ada steht bei den Demos neben Benno Ohnesorg kurz vor seinem Tod und kurze Zeit später finden wir sie in Woodstock wieder. Ich war enttäuscht von diesem Roman.

Andrea Reimann
  • Andrea Reimann
  • Buchhändler*in

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Profilbild von Monika Fuchs

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Monika Fuchs

Thalia Hamburg - EEZ

Zum Portrait

5/5

Welch ein Genuss!

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

2018 habe ich Ihnen den ersten Roman „Der Apfelbaum“ von Christian Berkel vorgestellt. Ich war von dem autobiografisch gefärbten Roman begeistert. Mir war zu dem Zeitpunkt noch nicht bewusst, dass er diese (seine?) Familiengeschichte auf drei Bände ausgelegt hat. Im Herbst 2020 ist jetzt der zweite Band erschienen. Zeitlich überlappt er ein wenig mit dem ersten Band. Aber es ist trotzdem ein ganz anderer und eigenständiger Roman, der aber natürlich in der gleichen Familie spielt. In „Der Apfelbaum“ erzählt Christian Berkel die Geschichte seiner Großeltern und Eltern bis zu seiner Geburt. In diesem Roman springt er sehr in der Geschichte hin und her. Die Hauptperson war zumeist seine Mutter Sala, Tochter einer polnischen Jüdin und eines protestantischen Deutschen, die letztendlich ihren Jugendfreund Otto, ein Arbeiterkind und späterer Arzt, heiratet. Diese Geschichte ist eine Geschichte in der Geschichte. Der Autor versucht nämlich etwas über Familiengeschichte von seiner Mutter zu erfahren. Sehr geschickt aufgebaut. In „Ada“ geht er jetzt einen anderen Weg. Die Geschichte wird von Ada, der Ende des Krieges geborenen Tochter von Sala erzählt. Die eigentliche Geschichte beginnt am 09. November 1989 als Ada ihren Bruder auf der Bühne sieht. Plötzlich wird die Vorstellung unterbrochen. Ein Schauspieler teilt den Zuschauern mit, dass die Grenzen offen sind. Ada lässt sich auf der Suche nach ihrem Bruder treiben, findet ihn nicht, aber kommt zu einer Erkenntnis. Nämlich, dass sie ihre persönliche Geschichte aufarbeiten muss. Sie ist inzwischen vierundvierzig Jahre alt und hadert immer noch mit ihrer Familiengeschichte. Sie sucht daraufhin einen Therapeuten und erzählt ihm peu á peu ihre Geschichte. Und so wechseln wir zwischen der Gegenwartshandlung und der Vergangenheit hin und her, wobei es dieses Mal deutlich chronologischer vorangeht. Sie erzählt ihre Geschichte von der Zeit mit ihrer Mutter in Argentinien. Davon, wie sie zurück nach Berlin gekommen sind, wo ihre Mutter Kontakt zu zwei Männern hat. Letztendlich lässt ihre Mutter Ada entscheiden, welcher der beiden Männer ihr Vater sein soll. Ada entscheidet sich für den HNO-Arzt Otto, der ihr ein Fahrrad geschenkt hat. Und so beginnt das ganz normale bürgerliche Leben der Kleinfamilie Sala, Otto und Ada bis 1957 der kleine Bruder hinzukommt, der von allen immer Sputnik gerufen wird. Für Ada ändert sich damit das Leben, denn plötzlich gibt es einen SOHN, einen STAMMHALTER! Ada fängt an zu rebellieren. Ihre Erinnerungen enden 1969, wo sie beim Woodstock Festival war. Und die Zeit ihrer Therapie geht bis 1993. Inzwischen ist Ada soweit, dass sie mit ihrer Familie Frieden schließen kann. Mich hat die Geschichte von Ada fasziniert. Sie gehört nämlich genau zu der Generation, die ich immer beneidet habe. Sie war ein Teenager, als die Stones das erste Mal nach Berlin kamen. Sie gehörte zu der Generation, die mit Drogen experimentierte und gegen den Schah demonstrierte. Und sie gehörte zu der Generation, die von ihren Eltern so gut wie nichts über die Vergangenheit der Familie während des Nationalsozialismus erfahren hat. Ist sie noch ein Kriegskind oder schon eine Nachkriegskind? Sie ist auf jeden Fall eine andere Generation als ihr Bruder. In dieser Zeit, in der sie eine Jugendliche und eine junge Erwachsene war, hätte ich gerne gelebt. Diese jungen Menschen waren lange meine Vorbilder. Aber mich hat auch beeindruckt, wie toll sich Christian Berkel in die Rolle der Ada hineingefunden hat. Ich habe ihm alles abgenommen. Ich habe nie gespürt, dass das Buch nicht von einer Autorin, sondern von einem Autor geschrieben wurde. Das finde ich überraschend und großartig. Nun bin ich gespannt, wann der dritte Band erscheinen wird, und welche Geschichte er diesmal erzählt. Wird es sein eigener Werdegang sein? Inwieweit ist diese Geschichte tatsächlich biografisch? Hat er eine Schwester? Und falls ja, ist das wirklich ihre Geschichte? Oder hat er sich Ada einfach ausgedacht, damit er diese Zeit, in der sich die Bundesrepublik Deutschland grundlegend verändert hat, erzählen konnte? Er selbst war in dieser Zeit schließlich noch ein Kind. Ich habe mir dieses Buch direkt vom Autor vorlesen lassen und kann es nur jedem empfehlen. Christian Berkel hat eine großartige Stimme, mit der er ganz hervorragend spielen kann. So bekommen die einzelnen Personen wie Sala, Otto, Sputnik, aber auch die Freunde eine eigene Stimme. Ich war begeistert, wie gut er Dialekte, aber auch fremde Sprachen nachmachen kann. Lieblingsstellen von mir waren in diesem Zusammenhang die Treffen der Eltern mit ihrem Freundeskreis, wo immer ein ganz spezielles Thema angesprochen wurde. Sala, Otto und die Freunde würde ich allesamt bis auf einen als Konservativ bezeichnen. Aber dieser eine – Schorsch – ist ganz anders. Er kommt aus Wien, hat einen wachen Geist und ist ein Spötter vor dem Herrn. Natürlich spricht er mit dem typischen Wiener Schmäh, den der Autor perfekt beherrscht. Ich habe mich über diese Passagen immer köstlich amüsiert. Nachdem ich nun weiß, dass es einen dritten Teil geben wird, bin ich nun auch nicht mehr so verwirrt von dem Ende des Romans. Er endet nämlich etwas abrupt. Ich hätte gerne noch mehr von Ada, ihren Eltern und ihrem Bruder erfahren. Für mich hätte es noch ewig so weitergehen können. Ich hätte Christina Berkel zu gerne noch weiter gelauscht. Wirklich Klasse!
5/5

Welch ein Genuss!

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

2018 habe ich Ihnen den ersten Roman „Der Apfelbaum“ von Christian Berkel vorgestellt. Ich war von dem autobiografisch gefärbten Roman begeistert. Mir war zu dem Zeitpunkt noch nicht bewusst, dass er diese (seine?) Familiengeschichte auf drei Bände ausgelegt hat. Im Herbst 2020 ist jetzt der zweite Band erschienen. Zeitlich überlappt er ein wenig mit dem ersten Band. Aber es ist trotzdem ein ganz anderer und eigenständiger Roman, der aber natürlich in der gleichen Familie spielt. In „Der Apfelbaum“ erzählt Christian Berkel die Geschichte seiner Großeltern und Eltern bis zu seiner Geburt. In diesem Roman springt er sehr in der Geschichte hin und her. Die Hauptperson war zumeist seine Mutter Sala, Tochter einer polnischen Jüdin und eines protestantischen Deutschen, die letztendlich ihren Jugendfreund Otto, ein Arbeiterkind und späterer Arzt, heiratet. Diese Geschichte ist eine Geschichte in der Geschichte. Der Autor versucht nämlich etwas über Familiengeschichte von seiner Mutter zu erfahren. Sehr geschickt aufgebaut. In „Ada“ geht er jetzt einen anderen Weg. Die Geschichte wird von Ada, der Ende des Krieges geborenen Tochter von Sala erzählt. Die eigentliche Geschichte beginnt am 09. November 1989 als Ada ihren Bruder auf der Bühne sieht. Plötzlich wird die Vorstellung unterbrochen. Ein Schauspieler teilt den Zuschauern mit, dass die Grenzen offen sind. Ada lässt sich auf der Suche nach ihrem Bruder treiben, findet ihn nicht, aber kommt zu einer Erkenntnis. Nämlich, dass sie ihre persönliche Geschichte aufarbeiten muss. Sie ist inzwischen vierundvierzig Jahre alt und hadert immer noch mit ihrer Familiengeschichte. Sie sucht daraufhin einen Therapeuten und erzählt ihm peu á peu ihre Geschichte. Und so wechseln wir zwischen der Gegenwartshandlung und der Vergangenheit hin und her, wobei es dieses Mal deutlich chronologischer vorangeht. Sie erzählt ihre Geschichte von der Zeit mit ihrer Mutter in Argentinien. Davon, wie sie zurück nach Berlin gekommen sind, wo ihre Mutter Kontakt zu zwei Männern hat. Letztendlich lässt ihre Mutter Ada entscheiden, welcher der beiden Männer ihr Vater sein soll. Ada entscheidet sich für den HNO-Arzt Otto, der ihr ein Fahrrad geschenkt hat. Und so beginnt das ganz normale bürgerliche Leben der Kleinfamilie Sala, Otto und Ada bis 1957 der kleine Bruder hinzukommt, der von allen immer Sputnik gerufen wird. Für Ada ändert sich damit das Leben, denn plötzlich gibt es einen SOHN, einen STAMMHALTER! Ada fängt an zu rebellieren. Ihre Erinnerungen enden 1969, wo sie beim Woodstock Festival war. Und die Zeit ihrer Therapie geht bis 1993. Inzwischen ist Ada soweit, dass sie mit ihrer Familie Frieden schließen kann. Mich hat die Geschichte von Ada fasziniert. Sie gehört nämlich genau zu der Generation, die ich immer beneidet habe. Sie war ein Teenager, als die Stones das erste Mal nach Berlin kamen. Sie gehörte zu der Generation, die mit Drogen experimentierte und gegen den Schah demonstrierte. Und sie gehörte zu der Generation, die von ihren Eltern so gut wie nichts über die Vergangenheit der Familie während des Nationalsozialismus erfahren hat. Ist sie noch ein Kriegskind oder schon eine Nachkriegskind? Sie ist auf jeden Fall eine andere Generation als ihr Bruder. In dieser Zeit, in der sie eine Jugendliche und eine junge Erwachsene war, hätte ich gerne gelebt. Diese jungen Menschen waren lange meine Vorbilder. Aber mich hat auch beeindruckt, wie toll sich Christian Berkel in die Rolle der Ada hineingefunden hat. Ich habe ihm alles abgenommen. Ich habe nie gespürt, dass das Buch nicht von einer Autorin, sondern von einem Autor geschrieben wurde. Das finde ich überraschend und großartig. Nun bin ich gespannt, wann der dritte Band erscheinen wird, und welche Geschichte er diesmal erzählt. Wird es sein eigener Werdegang sein? Inwieweit ist diese Geschichte tatsächlich biografisch? Hat er eine Schwester? Und falls ja, ist das wirklich ihre Geschichte? Oder hat er sich Ada einfach ausgedacht, damit er diese Zeit, in der sich die Bundesrepublik Deutschland grundlegend verändert hat, erzählen konnte? Er selbst war in dieser Zeit schließlich noch ein Kind. Ich habe mir dieses Buch direkt vom Autor vorlesen lassen und kann es nur jedem empfehlen. Christian Berkel hat eine großartige Stimme, mit der er ganz hervorragend spielen kann. So bekommen die einzelnen Personen wie Sala, Otto, Sputnik, aber auch die Freunde eine eigene Stimme. Ich war begeistert, wie gut er Dialekte, aber auch fremde Sprachen nachmachen kann. Lieblingsstellen von mir waren in diesem Zusammenhang die Treffen der Eltern mit ihrem Freundeskreis, wo immer ein ganz spezielles Thema angesprochen wurde. Sala, Otto und die Freunde würde ich allesamt bis auf einen als Konservativ bezeichnen. Aber dieser eine – Schorsch – ist ganz anders. Er kommt aus Wien, hat einen wachen Geist und ist ein Spötter vor dem Herrn. Natürlich spricht er mit dem typischen Wiener Schmäh, den der Autor perfekt beherrscht. Ich habe mich über diese Passagen immer köstlich amüsiert. Nachdem ich nun weiß, dass es einen dritten Teil geben wird, bin ich nun auch nicht mehr so verwirrt von dem Ende des Romans. Er endet nämlich etwas abrupt. Ich hätte gerne noch mehr von Ada, ihren Eltern und ihrem Bruder erfahren. Für mich hätte es noch ewig so weitergehen können. Ich hätte Christina Berkel zu gerne noch weiter gelauscht. Wirklich Klasse!

Monika Fuchs
  • Monika Fuchs
  • Buchhändler*in

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Unsere Buchhändler*innen meinen

Ada

von Christian Berkel

0 Rezensionen filtern

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Ada
  • Ada
  • Ada
  • Ada
  • Ada