Nur noch ein bisschen Glück

Es ist der falsche Mann, die falsche Zeit, der falsche Ort. Warum nur fühlt es sich dann so richtig an?. Roman

Simona Ahrnstedt

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Beschreibung


Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte über eine Frau auf der Suche nach sich selbst und einen magisch schönen Ort

Das Großstadtmädchen Stella ist auf dem Land gestrandet – im idyllischen südschwedischen Städtchen Laholm. Innerhalb eines Tages hat sie ihren Job und ihre Wohnung verloren und herausgefunden, dass ihr Verlobter sie betrügt. Nachdem sie sich betrunken, die Augen ausgeheult und ihren Ex gestalkt hat, begreift sie, dass sie einen neuen Plan braucht. Im kleinen, roten Holzhaus, das einst ihren Großeltern gehörte, will sie sich neu sortieren. Umgeben von verrückten Ziegen, schmollenden Teenies und einem attraktiven Biobauern, der überraschend gut küssen kann, gewöhnt sie sich schneller an das Leben auf dem Land, als ihr lieb ist. Denn eigentlich will sie nur eins: nach New York. Doch was, wenn das Leben andere Pläne hat?

Produktdetails

Verkaufsrang 21892
Einband Taschenbuch
Verlag Ullstein Paperback
Seitenzahl 448
Maße 20,5/13,7/3,5 cm
Gewicht 400 g
Auflage 1. Auflage
Originaltitel Bara lite till
Übersetzer Maike Barth
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86493-150-5

Das meinen unsere Kund*innen

4.1/5.0

184 Bewertungen

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

2 Sterne

1 Sterne

3/5

Rezension: "Nur noch ein bisschen Glück" von Simona Ahrnstedt

Beccis Escape from Reality am 08.04.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Autor/in: Simona Ahrnstedt Titel: Nur noch ein bisschen Glück Genre: Liebesroman Erschienen: Juli 2020 ISBN: 978-3-86493-150-5 Transparenz Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise für eine Werbekampagne von der Agentur Ehrlich & Anders und dem Verlag zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Klappentext Ein magisch schöner Ort und eine Liebe so gross wie das Meer Das Großstadtmädchen Stella ist auf dem Land gestrandet – im idyllischen südschwedischen Städtchen Laholm. Innerhalb eines Tages hat sie ihren Job und ihre Wohnung verloren und herausgefunden, dass ihr Verlobter sie betrügt. Nachdem sie sich betrunken, die Augen ausgeheult und ihren Ex gestalkt hat, begreift sie, dass sie einen neuen Plan braucht. Im kleinen roten Holzhaus, das einst ihren Großeltern gehörte, will sie sich neu sortieren. Umgeben von verrückten Ziegen, schmollenden Teenies und einem sexy Biobauern, der überraschend gut küssen kann, gewöhnt sie sich schneller an das Leben auf dem Land, als ihr lieb ist. Denn eigentlich will sie nur eins: nach New York. Doch was, wenn das Leben andere Pläne hat? Buchtitel und Coverdesign Einen sehr sommerlich ländlichen Eindruck vermittelt bereits das Cover von „Nur noch ein bisschen Glück“. In Kombination mit dem Titel und Klappentext passt alles wunderbar zusammen. Eine Frau steht lächelnd in einem Blumenfeld und irgendwie scheint das Buch schon beim Ansehen gute Laune zu versprühen. Ich erwartete eine schöne Geschichte mit einem kleinen Pechvogel, der sein Glück sucht und in der Liebe findet, nachdem ich mir den Klappentext etwas intensiver angeschaut hatte. Charaktere Stella ist Städterin durch und durch. Sie ist Modedesign und kann eigene Kleidung nähen und möchte sich unbedingt ihren großen Traum, in New York Modedesign studieren, verwirklichen. Passend zum Berufswunsch ist sie sehr stilsicher, fein und elegant. Ihre Mutter ist tot, was mit ihrem Vater geschehen ist, das weiß sie leider nicht. Nach mehreren Tiefschlägen in ihrem Leben braucht sie dringend eine Pause. Ihre beste Freundin Maud unterstützt sie sehr dabei, ihr Leben wieder in den Griff zu kriegen. Thor ist Bauer auf seinem eigenen Hof in Laholm. Seine Frau ist vor einigen Jahren gestorben und seitdem kümmert er sich allein um die beiden gemeinsamen Kinder. Zu seiner Familie hat er ein sehr gutes Verhältnis, wenn auch nicht sehr viel Zeit. Er arbeitet stets sehr hart und meist auch den ganzen Tag über. Außerdem ist er sehr hilfsbereit, manchmal aber etwas ‚betriebs- bzw. familienblind‘. Schreibstil und Handlung „Nur noch ein bisschen Glück“ ist in der dritten Person geschrieben. Vor diesem kannte ich bereits einige andere Bücher der Autorin, aber leider konnte auch dieses bei mir nicht die größten Gefühle wecken, auch wenn die Story eindeutig Potenzial geboten hat. Die Geschichte ist an sich locker, leicht und flüssig, aber irgendwie konnte sie mich nicht so richtig mitreißen. An vielerlei Stellen waren mir zu viele Worte, obwohl eigentlich nichts Relevantes passiert ist, was leider schnell langweilig wirkte. Insgesamt war das Buch das fünfte der Autorin für mich, aber ich kann ehrlich gesagt immer noch nicht so ganz nachvollziehen, wie sie in Schweden als die ‚Queen of Romance‘ gehandelt werden kann. Die Handlung war sehr gut durchdacht und dementsprechend auch strukturiert. Sehr gut wurden die extremen Gegensätze vom Stadt- zum Landleben aufgezeigt und haben mich definitiv das ein oder andere Mal zum Lachen gebracht. Die verschiedenen Szenendarstellungen haben teilweise eine sehr ruhige Entspannungs- und Urlaubsatmosphäre hervorgerufen, was dafür sorgte, dass dieses Buch wirklich echte Erholung bei mir geboten hat. Das habe ich so in dem Ausmaß bisher noch nicht erlebt. Es war einfach das typische beschauliche Dorfleben. Leider war es ab einem gewissen Punkt einfach zu viel des Guten und es wurde langweilig, wenn man bedenkt, dass das Buch knapp 450 Seiten hat. Man hätte an dieser Stelle wohl einige Nebenhandlungen, die angefangen und auch komplett ausgeführt worden sind, streichen können. Dadurch wurden sehr viele Seiten produziert, die nicht zwingend notwendig gewesen wären. Die Charaktere haben mir generell eigentlich sehr gut gefallen. Mit ein paar bin ich direkt warm geworden, mit ein paar anderen erst wesentlich später. Wenn man sich allerdings ihre Gründe für ihr vorhergehendes unsympathisch wirkendes Verhalten angesehen hat, waren diese für mich vollkommen plausibel und verständlich. Allerdings ging mir bei Protagonistin Stella irgendwann auf die Nerven, dass sie irgendwie in einem Gedankenchaos festzustecken schien. Es war immer dasselbe: wieder weggehen wollen, bleiben, doch wieder gehen wollen, unbedingt bleiben, etc. Letztendlich waren es einige Kleinigkeiten, die sich zu größerem aufgetürmt haben, was mich gestört hat und deswegen fand ich das Buch leider nur mittelmäßig, obwohl ich mir sehr viel mehr erhofft hatte. Fazit Wunderbar erholsam und ruhig, aber leider nichts Besonderes. Für ein paar schöne Stunden ist das Buch aber auf jeden Fall okay. Ich glaube nur leider, dass Simona Ahrnstedt und ich nie vollständig miteinander warm werden … Bewertung: 3  von 5 Sternen

3/5

Rezension: "Nur noch ein bisschen Glück" von Simona Ahrnstedt

Beccis Escape from Reality am 08.04.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Autor/in: Simona Ahrnstedt Titel: Nur noch ein bisschen Glück Genre: Liebesroman Erschienen: Juli 2020 ISBN: 978-3-86493-150-5 Transparenz Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, dass mir freundlicherweise für eine Werbekampagne von der Agentur Ehrlich & Anders und dem Verlag zur Verfügung gestellt worden ist. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst. Klappentext Ein magisch schöner Ort und eine Liebe so gross wie das Meer Das Großstadtmädchen Stella ist auf dem Land gestrandet – im idyllischen südschwedischen Städtchen Laholm. Innerhalb eines Tages hat sie ihren Job und ihre Wohnung verloren und herausgefunden, dass ihr Verlobter sie betrügt. Nachdem sie sich betrunken, die Augen ausgeheult und ihren Ex gestalkt hat, begreift sie, dass sie einen neuen Plan braucht. Im kleinen roten Holzhaus, das einst ihren Großeltern gehörte, will sie sich neu sortieren. Umgeben von verrückten Ziegen, schmollenden Teenies und einem sexy Biobauern, der überraschend gut küssen kann, gewöhnt sie sich schneller an das Leben auf dem Land, als ihr lieb ist. Denn eigentlich will sie nur eins: nach New York. Doch was, wenn das Leben andere Pläne hat? Buchtitel und Coverdesign Einen sehr sommerlich ländlichen Eindruck vermittelt bereits das Cover von „Nur noch ein bisschen Glück“. In Kombination mit dem Titel und Klappentext passt alles wunderbar zusammen. Eine Frau steht lächelnd in einem Blumenfeld und irgendwie scheint das Buch schon beim Ansehen gute Laune zu versprühen. Ich erwartete eine schöne Geschichte mit einem kleinen Pechvogel, der sein Glück sucht und in der Liebe findet, nachdem ich mir den Klappentext etwas intensiver angeschaut hatte. Charaktere Stella ist Städterin durch und durch. Sie ist Modedesign und kann eigene Kleidung nähen und möchte sich unbedingt ihren großen Traum, in New York Modedesign studieren, verwirklichen. Passend zum Berufswunsch ist sie sehr stilsicher, fein und elegant. Ihre Mutter ist tot, was mit ihrem Vater geschehen ist, das weiß sie leider nicht. Nach mehreren Tiefschlägen in ihrem Leben braucht sie dringend eine Pause. Ihre beste Freundin Maud unterstützt sie sehr dabei, ihr Leben wieder in den Griff zu kriegen. Thor ist Bauer auf seinem eigenen Hof in Laholm. Seine Frau ist vor einigen Jahren gestorben und seitdem kümmert er sich allein um die beiden gemeinsamen Kinder. Zu seiner Familie hat er ein sehr gutes Verhältnis, wenn auch nicht sehr viel Zeit. Er arbeitet stets sehr hart und meist auch den ganzen Tag über. Außerdem ist er sehr hilfsbereit, manchmal aber etwas ‚betriebs- bzw. familienblind‘. Schreibstil und Handlung „Nur noch ein bisschen Glück“ ist in der dritten Person geschrieben. Vor diesem kannte ich bereits einige andere Bücher der Autorin, aber leider konnte auch dieses bei mir nicht die größten Gefühle wecken, auch wenn die Story eindeutig Potenzial geboten hat. Die Geschichte ist an sich locker, leicht und flüssig, aber irgendwie konnte sie mich nicht so richtig mitreißen. An vielerlei Stellen waren mir zu viele Worte, obwohl eigentlich nichts Relevantes passiert ist, was leider schnell langweilig wirkte. Insgesamt war das Buch das fünfte der Autorin für mich, aber ich kann ehrlich gesagt immer noch nicht so ganz nachvollziehen, wie sie in Schweden als die ‚Queen of Romance‘ gehandelt werden kann. Die Handlung war sehr gut durchdacht und dementsprechend auch strukturiert. Sehr gut wurden die extremen Gegensätze vom Stadt- zum Landleben aufgezeigt und haben mich definitiv das ein oder andere Mal zum Lachen gebracht. Die verschiedenen Szenendarstellungen haben teilweise eine sehr ruhige Entspannungs- und Urlaubsatmosphäre hervorgerufen, was dafür sorgte, dass dieses Buch wirklich echte Erholung bei mir geboten hat. Das habe ich so in dem Ausmaß bisher noch nicht erlebt. Es war einfach das typische beschauliche Dorfleben. Leider war es ab einem gewissen Punkt einfach zu viel des Guten und es wurde langweilig, wenn man bedenkt, dass das Buch knapp 450 Seiten hat. Man hätte an dieser Stelle wohl einige Nebenhandlungen, die angefangen und auch komplett ausgeführt worden sind, streichen können. Dadurch wurden sehr viele Seiten produziert, die nicht zwingend notwendig gewesen wären. Die Charaktere haben mir generell eigentlich sehr gut gefallen. Mit ein paar bin ich direkt warm geworden, mit ein paar anderen erst wesentlich später. Wenn man sich allerdings ihre Gründe für ihr vorhergehendes unsympathisch wirkendes Verhalten angesehen hat, waren diese für mich vollkommen plausibel und verständlich. Allerdings ging mir bei Protagonistin Stella irgendwann auf die Nerven, dass sie irgendwie in einem Gedankenchaos festzustecken schien. Es war immer dasselbe: wieder weggehen wollen, bleiben, doch wieder gehen wollen, unbedingt bleiben, etc. Letztendlich waren es einige Kleinigkeiten, die sich zu größerem aufgetürmt haben, was mich gestört hat und deswegen fand ich das Buch leider nur mittelmäßig, obwohl ich mir sehr viel mehr erhofft hatte. Fazit Wunderbar erholsam und ruhig, aber leider nichts Besonderes. Für ein paar schöne Stunden ist das Buch aber auf jeden Fall okay. Ich glaube nur leider, dass Simona Ahrnstedt und ich nie vollständig miteinander warm werden … Bewertung: 3  von 5 Sternen

5/5

Tolle Geschichte aus der schwedischen Provinz

Eine Kundin/ein Kunde aus Tamm am 14.10.2020

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das Leben von Stella ist komplett aus den Fugen geraten: Trennung vom untreuen Freund, kein Job, kein Geld und nur eine vage Idee von ihrer beruflichen Zukunft. In dieser ausweglosen Lage erinnert sich Stella an das Häuschen auf dem Land, in dem ihre verstorbene Mutter aufgewachsen ist. Sie reist von Stockholm nach Laholm und muss feststellen, dass das Haus in Wahrheit eine verstaubte Bruchbude ohne fließend Wasser und Strom ist. Den holprigen Start auf dem Land überlebt Stella nur dank Nachbar Thor. Der Bio-Bauer greift ihr trotz seiner eher schroffen Schale tatkräftig unter die Arme. Langsam gewöhnt sich Stella an das Landleben. Und sie beginnt zu ahnen, dass sie vielleicht weniger Großstadtmädchen ist, als sie bislang dachte. Und dabei spielen der sexy Nachbar, seine verschlossenen Kinder im Teenie-Alter und eine vorwitzige Ziege eine nicht unbedeutende Rolle… Auf den ersten Blick mag sich die Beschreibung nach einem typischen „Chick Lit“-Plot anhören: versnobte Großstadtpflanze trifft auf wortkargen und hinterwäldlerischen Landwirt, der dank Muskeln an den richtigen Stellen trotzdem in ihr Beuteschema passt. Aber wie immer bei Simona Ahrnstedt steckt auch in „Nur noch ein bisschen Glück“ so viel mehr drin. Quasi im Vorbeigehen greift sie Themen wie Alltagsrassismus (denn Stella hat einen ihr unbekannten indischen Vater und hebt sich alleine deswegen vom Bild der Klischee-Schwedin ab und sticht insbesondere auf dem Land überall heraus), Bodyshaming, Mobbing und früher Tod eines Elternteils auf. Und obwohl ich „quasi im Vorbeigehen“ geschrieben habe, möchte ich damit nicht ausdrücken, dass Simona Ahrnstedt die Themen nur streift und ihnen nicht die notwendige Aufmerksamkeit zukommen lässt. Nein, ich finde sie kombiniert diese ernsten Punkte gekonnt und passend mit der Liebesgeschichte als zentralem Plot. Das mag auch daran liegen, dass sie nicht nur Schriftstellerin sondern eben auch Psychologin und Verhaltenstherapeutin ist. In Simona Ahrnstedts letztem Buch „After Work“ hatte ich kritisiert, dass sie manche der gesellschaftskritischen Themen für meinen Geschmack zu plakativ und wiederholend eingebaut hat. Das finde ich in „Nur noch ein bisschen Glück“ besser gelungen. Ein weiteres persönliches Highlight muss ich an der Stelle unbedingt erwähnen: das Setting. Ich liebe Nordeuropa und auch Schweden seit Kindertagen. Bei schwedischen Büchern für Erwachsene habe ich das Gefühl, dass diese häufig im hippen Stockholm angesiedelt sind. „Nur noch ein bisschen Glück“ ist endlich einmal ein Buch, das in der schwedischen Provinz spielt und sich sogar dem Unterschied und Spannungsfeld zwischen Stockholm und der Provinz widmet. Denn das ist in Schweden extremer als in Deutschland: es gibt den Ballungsraum Stockholm mit recht vielen Einwohnern. Aber der viel größere Teil des Landes ist dünn besiedelt und teilweise quasi vom Aussterben bedroht. Dass Simona Ahrnstedt eben dieses „platte Land“ als Setting gewählt hat, macht für mich einen Großteil des Charmes des Buches aus. Für mich ist „Nur noch ein bisschen Glück“ der perfekte (Spät-)Sommerroman, der in mir die Sehnsucht geweckt hat, nach Schweden zu fahren. Zu gerne würde ich auf den Spuren von Stella und Thor (und Astrid Lindgren) wandeln. Simona Ahrnstedt konnte meine Erwartungen erneut erfüllen. Ich glaube, ich muss gleich recherchieren, ob ich schon etwas über ihr nächstes Buch (das zumindest auf Schwedisch hoffentlich bald erscheinen wird), herausfinden kann.

5/5

Tolle Geschichte aus der schwedischen Provinz

Eine Kundin/ein Kunde aus Tamm am 14.10.2020
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Das Leben von Stella ist komplett aus den Fugen geraten: Trennung vom untreuen Freund, kein Job, kein Geld und nur eine vage Idee von ihrer beruflichen Zukunft. In dieser ausweglosen Lage erinnert sich Stella an das Häuschen auf dem Land, in dem ihre verstorbene Mutter aufgewachsen ist. Sie reist von Stockholm nach Laholm und muss feststellen, dass das Haus in Wahrheit eine verstaubte Bruchbude ohne fließend Wasser und Strom ist. Den holprigen Start auf dem Land überlebt Stella nur dank Nachbar Thor. Der Bio-Bauer greift ihr trotz seiner eher schroffen Schale tatkräftig unter die Arme. Langsam gewöhnt sich Stella an das Landleben. Und sie beginnt zu ahnen, dass sie vielleicht weniger Großstadtmädchen ist, als sie bislang dachte. Und dabei spielen der sexy Nachbar, seine verschlossenen Kinder im Teenie-Alter und eine vorwitzige Ziege eine nicht unbedeutende Rolle… Auf den ersten Blick mag sich die Beschreibung nach einem typischen „Chick Lit“-Plot anhören: versnobte Großstadtpflanze trifft auf wortkargen und hinterwäldlerischen Landwirt, der dank Muskeln an den richtigen Stellen trotzdem in ihr Beuteschema passt. Aber wie immer bei Simona Ahrnstedt steckt auch in „Nur noch ein bisschen Glück“ so viel mehr drin. Quasi im Vorbeigehen greift sie Themen wie Alltagsrassismus (denn Stella hat einen ihr unbekannten indischen Vater und hebt sich alleine deswegen vom Bild der Klischee-Schwedin ab und sticht insbesondere auf dem Land überall heraus), Bodyshaming, Mobbing und früher Tod eines Elternteils auf. Und obwohl ich „quasi im Vorbeigehen“ geschrieben habe, möchte ich damit nicht ausdrücken, dass Simona Ahrnstedt die Themen nur streift und ihnen nicht die notwendige Aufmerksamkeit zukommen lässt. Nein, ich finde sie kombiniert diese ernsten Punkte gekonnt und passend mit der Liebesgeschichte als zentralem Plot. Das mag auch daran liegen, dass sie nicht nur Schriftstellerin sondern eben auch Psychologin und Verhaltenstherapeutin ist. In Simona Ahrnstedts letztem Buch „After Work“ hatte ich kritisiert, dass sie manche der gesellschaftskritischen Themen für meinen Geschmack zu plakativ und wiederholend eingebaut hat. Das finde ich in „Nur noch ein bisschen Glück“ besser gelungen. Ein weiteres persönliches Highlight muss ich an der Stelle unbedingt erwähnen: das Setting. Ich liebe Nordeuropa und auch Schweden seit Kindertagen. Bei schwedischen Büchern für Erwachsene habe ich das Gefühl, dass diese häufig im hippen Stockholm angesiedelt sind. „Nur noch ein bisschen Glück“ ist endlich einmal ein Buch, das in der schwedischen Provinz spielt und sich sogar dem Unterschied und Spannungsfeld zwischen Stockholm und der Provinz widmet. Denn das ist in Schweden extremer als in Deutschland: es gibt den Ballungsraum Stockholm mit recht vielen Einwohnern. Aber der viel größere Teil des Landes ist dünn besiedelt und teilweise quasi vom Aussterben bedroht. Dass Simona Ahrnstedt eben dieses „platte Land“ als Setting gewählt hat, macht für mich einen Großteil des Charmes des Buches aus. Für mich ist „Nur noch ein bisschen Glück“ der perfekte (Spät-)Sommerroman, der in mir die Sehnsucht geweckt hat, nach Schweden zu fahren. Zu gerne würde ich auf den Spuren von Stella und Thor (und Astrid Lindgren) wandeln. Simona Ahrnstedt konnte meine Erwartungen erneut erfüllen. Ich glaube, ich muss gleich recherchieren, ob ich schon etwas über ihr nächstes Buch (das zumindest auf Schwedisch hoffentlich bald erscheinen wird), herausfinden kann.

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Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Eine sommerliche Liebesaffäre zwischen Großstadtmädchen Stella und einem überraschend sexy Biobauern. Eine Reise ins idyllische Städtchen Laholm, eine junge Frau auf der Suche und die richtige Atmosphäre, machen dies zu einem schönen Liebesroman.
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Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Simona Ahrnstedt ist definitiv eine meiner Lieblingsautoren, aber das ist leider kein besonders starker Titel von ihr. Trotzdem gut zu lesen, mit vielen wichtigen und aktuellen Themen und Liebe - ganz viel Liebe!
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