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Septembernovelle

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Beschreibung

Zwei Männer, die beide mit derselben Frau verheiratet waren, begeben sich auf eine gemeinsame Segeltour. Nur einer von ihnen kehrt zurück.
Eine Dreiecksgeschichte? Ein Krimi, könnte man meinen, als Olof Besuch von der Polizei erhält und zu berichten beginnt: von seinem Freund Harald, den er zuvor zwanzig Jahre lang nicht gesehen hatte, von Elin, der Frau, die beide Männer miteinander verband und voneinander trennte, und schließlich von Haralds Verschwinden. Olofs Bekenntnisse zeigen, dass sie beide Motive hatten, den jeweils anderen zu ruinieren. Dann aber kommt ein Brief zum Vorschein, der die Dinge in ein gänzlich anderes Licht setzt …
Ein ebenso raffiniertes wie elegantes Buch über die großen Paradoxe des Lebens: die Macht des Schicksals, die Unausweichlichkeit des Todes, vor allem aber die Liebe, die über allem zu stehen scheint. Voll spätsommerlicher Atmosphäre und in souveräner, klarer Sprache erzählt Johan Bargum von einem Dreiecksverhältnis und dem Gepäck der Vergangenheit, das sich nie abschütteln lässt. Johan Bargum, geboren 1943 in Helsinki, lebt in Espoo und gilt als einer der prominentesten finnlandschwedischen Autoren. Er veröffentlichte mehrere Romane, Erzählungen, Drehbücher, Hörspiele und zahlreiche Theaterstücke, die weltweit aufgeführt werden. Im mareverlag erschien 2018 der Roman ›Nachsommer‹ (DuMont TB 2019).

Karl-Ludwig Wetzig arbeitet als Autor und Übersetzer aus den nordischen Sprachen. Er hat u. a. Jón Kalman Stefánsson, Gunnar Gunnarsson, Hallgrimur Helgason und Stig Sæterbakken ins Deutsche übertragen.

Details

  • Einband

    Taschenbuch

  • Erscheinungsdatum

    18.08.2020

  • Verlag DUMONT Buchverlag
  • Seitenzahl

    112

  • Maße (L/B/H)

    18,8/12,5/1,5 cm

  • Gewicht

    132 g

Beschreibung

Details

  • Einband

    Taschenbuch

  • Erscheinungsdatum

    18.08.2020

  • Verlag DUMONT Buchverlag
  • Seitenzahl

    112

  • Maße (L/B/H)

    18,8/12,5/1,5 cm

  • Gewicht

    132 g

  • Auflage

    1. Auflage

  • Originaltitel ›Seglats i september‹
  • Übersetzer

    Karl-Ludwig Wetzig

  • Sprache

    Deutsch

  • ISBN

    978-3-8321-6475-1

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Bruderliebe

Kaffeeelse am 27.02.2018

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Ein kleiner, dünner Roman über eine Familie, über das Versterben der Mutter, den Brüderkampf der beiden Söhne, über den Stand des zweiten Mannes der Mutter in der Familie, bei seinen Stiefsöhnen. Ein kleiner, dünner Roman mit ganz viel Inhalt. Ein echt lesenswertes Buch, was für ganz viel Emotionen sorgt, einen langen Nachhall hat, was absolut zu empfehlen ist. Der Autor schreibt sehr einfach, in kurzen Kapiteln, mit einfachen Wörtern. Aber er dringt zum Leser durch, erzeugt eine starke Spannung. Das Buch befasst sich mit einer schwedischen Familie in Finnland, um das Beziehungsgeflecht in dieser. Es geht um das Versterben der Mutter Gertrud an Krebs, aber auch um ihr Verhältnis zu ihren Kindern/Söhnen. Das Verhältnis der beiden Brüder Olof und Carl untereinander wird zum Thema gemacht, der Konflikt zwischen beiden, Olof der ältere hat Angst vor seinem jüngeren Bruder, Carl der jüngere Bruder weiß das und genießt das. Carl ist vor einiger Zeit wegen eines Jobs von Finnland in die USA nach San Francisco ausgewandert. Und auch hier kommen die Meinungen der anderen Familienmitglieder dazu zur Geltung. Die Stellung der Brüder zur Mutter und die Situation der Brüder zum/beim Versterben der Mutter wird ebenso thematisiert. Der Tod des Vaters in der Vergangenheit und die Reaktionen der Familie damals werden reflektiert. Und Tom, der neue Mann der Mutter und seine Stellung in der Familie kommt zur Sprache. Es geht vor allem um Nichtgesagtes, um Unausgesprochenes in der Familie. Durch den nahenden Tod der Mutter versammeln sich alle in einem Haus, dem Ferienhaus auf Vidarnäs, einer Schäre im Gürtel von Sibbo(Sipoo) und in dieser erzwungenen Nähe kommt so manches zum Vorschein, was lange Zeit irgendwo begraben war. Tolles Buch !

Bruderliebe

Kaffeeelse am 27.02.2018
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Ein kleiner, dünner Roman über eine Familie, über das Versterben der Mutter, den Brüderkampf der beiden Söhne, über den Stand des zweiten Mannes der Mutter in der Familie, bei seinen Stiefsöhnen. Ein kleiner, dünner Roman mit ganz viel Inhalt. Ein echt lesenswertes Buch, was für ganz viel Emotionen sorgt, einen langen Nachhall hat, was absolut zu empfehlen ist. Der Autor schreibt sehr einfach, in kurzen Kapiteln, mit einfachen Wörtern. Aber er dringt zum Leser durch, erzeugt eine starke Spannung. Das Buch befasst sich mit einer schwedischen Familie in Finnland, um das Beziehungsgeflecht in dieser. Es geht um das Versterben der Mutter Gertrud an Krebs, aber auch um ihr Verhältnis zu ihren Kindern/Söhnen. Das Verhältnis der beiden Brüder Olof und Carl untereinander wird zum Thema gemacht, der Konflikt zwischen beiden, Olof der ältere hat Angst vor seinem jüngeren Bruder, Carl der jüngere Bruder weiß das und genießt das. Carl ist vor einiger Zeit wegen eines Jobs von Finnland in die USA nach San Francisco ausgewandert. Und auch hier kommen die Meinungen der anderen Familienmitglieder dazu zur Geltung. Die Stellung der Brüder zur Mutter und die Situation der Brüder zum/beim Versterben der Mutter wird ebenso thematisiert. Der Tod des Vaters in der Vergangenheit und die Reaktionen der Familie damals werden reflektiert. Und Tom, der neue Mann der Mutter und seine Stellung in der Familie kommt zur Sprache. Es geht vor allem um Nichtgesagtes, um Unausgesprochenes in der Familie. Durch den nahenden Tod der Mutter versammeln sich alle in einem Haus, dem Ferienhaus auf Vidarnäs, einer Schäre im Gürtel von Sibbo(Sipoo) und in dieser erzwungenen Nähe kommt so manches zum Vorschein, was lange Zeit irgendwo begraben war. Tolles Buch !

Nachsommer – klein und fein

Sikal am 25.02.2018

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Schauplatz der Geschichte ist ein Sommerhaus in den Schären. Die beiden ungleichen Brüder Olof und Carl treffen nach Jahren wieder zusammen, als die Mutter der beiden im Sterben liegt. Die Beziehung der beiden Brüder ist mehr als angespannt, bereits als Kinder und später als Jugendliche waren sie nicht die besten Freunde. Verschärft wurde das Ganze noch, da die Mutter den jüngeren Carl bevorzugte – dieser sah anfangs seine Chance gekommen und nutzte dies auch aus. Doch mit der Bevorzugung kamen auch Bevormundung, Einengung und Bedrängung. Carls Entscheidung, sein Leben selbst in die Hand nehmen zu wollen und eine große Distanz zwischen ihm und seiner Mutter zu schaffen, verzieh ihm die Mutter nie. Diese und andere Details der Geschichte erfährt man nach und nach – sei es in Gedanken oder in Briefen oder auch in so manchen Gesprächen zwischen den Protagonisten (wobei es zu einem klärenden Gespräch zwischen Olof und Carl letztendlich nicht kommt). Einiges wird geklärt, einiges bleibt bis zuletzt offen und lässt so manchen Interpretationsspielraum zu. Der finnlandschwedische Autor Johan Bargum schreibt in sehr gehaltvollen Sätzen, klar und einfach und doch so aussagekräftig. Er schafft es, dass zwischen den Zeilen Dinge hervorkommen, die ganz logisch erscheinen. Seine oftmals poetische Sprache macht das Lesen zu einem wahren Genuss und man möchte nicht, dass dieses Buch endet. Ich finde, das Buch übt einen besonderen Reiz aus, hallt nach dem Lesen noch lange nach und ich ertappe mich, dass ich immer wieder durch das Buch blättere, um den ein oder anderen Absatz noch einmal zu genießen.

Nachsommer – klein und fein

Sikal am 25.02.2018
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Schauplatz der Geschichte ist ein Sommerhaus in den Schären. Die beiden ungleichen Brüder Olof und Carl treffen nach Jahren wieder zusammen, als die Mutter der beiden im Sterben liegt. Die Beziehung der beiden Brüder ist mehr als angespannt, bereits als Kinder und später als Jugendliche waren sie nicht die besten Freunde. Verschärft wurde das Ganze noch, da die Mutter den jüngeren Carl bevorzugte – dieser sah anfangs seine Chance gekommen und nutzte dies auch aus. Doch mit der Bevorzugung kamen auch Bevormundung, Einengung und Bedrängung. Carls Entscheidung, sein Leben selbst in die Hand nehmen zu wollen und eine große Distanz zwischen ihm und seiner Mutter zu schaffen, verzieh ihm die Mutter nie. Diese und andere Details der Geschichte erfährt man nach und nach – sei es in Gedanken oder in Briefen oder auch in so manchen Gesprächen zwischen den Protagonisten (wobei es zu einem klärenden Gespräch zwischen Olof und Carl letztendlich nicht kommt). Einiges wird geklärt, einiges bleibt bis zuletzt offen und lässt so manchen Interpretationsspielraum zu. Der finnlandschwedische Autor Johan Bargum schreibt in sehr gehaltvollen Sätzen, klar und einfach und doch so aussagekräftig. Er schafft es, dass zwischen den Zeilen Dinge hervorkommen, die ganz logisch erscheinen. Seine oftmals poetische Sprache macht das Lesen zu einem wahren Genuss und man möchte nicht, dass dieses Buch endet. Ich finde, das Buch übt einen besonderen Reiz aus, hallt nach dem Lesen noch lange nach und ich ertappe mich, dass ich immer wieder durch das Buch blättere, um den ein oder anderen Absatz noch einmal zu genießen.

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von Johan Bargum

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Eindringliche Erzählung!

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Ein Kleinod! Steckt sehr viel drin! Hat mehr Aufmerksamkeit verdient. Ich mag es sehr!
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Die leisen Töne

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

"Nachsommer" von Joha Bargum hat mich auf ganzer Linie überzeugt und einmal mehr gezeigt, dass der Mareverlag einfach großartige Bücher macht. Bargum erzählt eine große Geschichte in leisen Tönen und macht sie dadurch nur noch größer. Zwei Brüder, so unterschiedlich und doch so gleich, die Vergangenheit, die einen immer irgendwann einholt und Kinder, die den eigenen Blick schärfen. Mit 140 Seiten ist "Nachsommer" eines der wenigen Bücher, die es schaffen mit wenigen Worten so viel zu sagen. Ich bin begeistert, meine absolute Leseempfehlung!
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Die leisen Töne

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

"Nachsommer" von Joha Bargum hat mich auf ganzer Linie überzeugt und einmal mehr gezeigt, dass der Mareverlag einfach großartige Bücher macht. Bargum erzählt eine große Geschichte in leisen Tönen und macht sie dadurch nur noch größer. Zwei Brüder, so unterschiedlich und doch so gleich, die Vergangenheit, die einen immer irgendwann einholt und Kinder, die den eigenen Blick schärfen. Mit 140 Seiten ist "Nachsommer" eines der wenigen Bücher, die es schaffen mit wenigen Worten so viel zu sagen. Ich bin begeistert, meine absolute Leseempfehlung!

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