Sehnsucht Unsterblichkeit

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Wie die Medizin zur neuen Religion der Menschen wird

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Bringt uns die Medizin das ewige Leben? Wollen wir das überhaupt?
Während die Religion von jeher ein Leben nach dem Tod anbietet, hat die Heilkunde dafür keinen Plan. Deshalb lautet das oberste Gebot der Medizin: Der Tod muss um jeden Preis bekämpft, das Sterben mit allen Mitteln verzögert werden.
Die Gesundheitsindustrie dominiert unser Leben von der Zeugung bis zum Tod. Nun erweiterte sie ihr Angebot von der Heilung zum Versprechen der ewigen Instandhaltung. Um die Sehnsucht nach Unsterblichkeit Wirklichkeit werden zu lassen, unterwerfen wir uns den Forderungen der neuen Religion, zeigt der Mediziner Dr. Loewit auf. Doch die Allmacht der Medizin untergräbt Würde, Freiheit und das Bewusstsein um unser menschliches Sein.
Wie weit will jeder von uns gehen? Wie viel Fremdbestimmung wollen wir zulassen?

Dr. Günther Loewit ist Arzt, Bestsellerautor und aus den Medien bekannter Kritiker des modernen Medizinbetriebs. In "Sehnsucht Unsterblichkeit" beanstandet er das ausufernde Gesundheitssystem, das sich vom Vorgang der Zeugung bis zum Tod des Individuums tief in das gesellschaftliche Selbstverständnis eingegraben hat - in einem Ausmaß, wie das bisher nur von der Religion bekannt war. Er plädiert für mehr Bewusstheit und Eigenverantwortung des Einzelnen.

Details

  • Format

    ePUB

  • Kopierschutz

    Ja

  • Family Sharing

    Nein

  • Text-to-Speech

    Nein

  • Erscheinungsdatum

    27.09.2020

Beschreibung

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  • Erscheinungsdatum

    27.09.2020

  • Verlag Goldegg Verlag GmbH
  • Seitenzahl

    260 (Printausgabe)

  • Dateigröße

    275 KB

  • Sprache

    Deutsch

  • EAN

    9783990601990

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Die Medizin ist die Religion der Gegenwart

S.A.W aus Salzburg am 22.10.2020

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Dieses Buch habe ich mit Genuss und Genugtuung gelesen. Denn nicht nur, dass der Autor als Arzt 1982 begonnen hat, im selben Jahr wie ich als Spitalspsychologe, er kommt auch zu denselben Schlüssen wie ich in meinem Buch „Medizin ohne Seele“, nachdem er fast 40 Jahre lang die Entwicklung mitbekommen hat. In diesen Jahrzehnten wurde die Medizin zu einem Monster-System ausgebaut, das den Hausarzt zum Erfüllungsgehilfen der Pharma-Industrie degradiert, der für das heilende ärztliche Gespräch keine Zeit mehr hat, weil er dutzende Vorschriften erfüllen muss, statt sich auf sein Gespür für die Patienten zu verlassen. Dadurch hat sich die alte Leugnung der Psychosomatik in desaströsem Ausmaß ausgewirkt, weil psychische Faktoren von den evidence-based Studien ausgeklammert werden. Es gibt aber den Durchschnitts-Patienten der Studien nicht, jeder Patient ist ein Individuum mit einer eigenen Persönlichkeit und Lebensgeschichte, viele Krankheiten gehen auf psychosoziale Belastungen zurück und werden durch Operationen nicht besser, ganz im Gegenteil. Das Buch besticht durch die vielen Beispiele, wo der Arzt erst durch ausführliches Zuhören entdeckt, was der Patient wirklich braucht, wodurch viele invasive Eingriffe vermieden werden können. Es zeigt auch auf, dass manchmal Hochrisiko-Patienten bei guter psychischer Motivation oft allen Prognosen Hohn sprechen, während pedantische Adepten der Vorsorgemedizin früh an Herzinfarkten u.ä. sterben, obwohl sie alle Empfehlungen penibel befolgen. Radikal ist Loewit in seinem Vergleich des Medizinsystems mit der katholischen Religion. Er weist nach, dass die Naturwissenschaft zwar alle psychisch-magischen Effekte leugnet, unbewusst aber alle religiösen Rituale der Kirche übernommen hat, um damit dieselbe Macht auszuüben, die bis 1945 die Kirche hatte. Diese Rituale können salutogen wirken, wenn der Arzt wohlwollend ist, oder aber nosogen, wenn der Arzt belastet und schlecht drauf ist, was bei dem Druck, unter dem Ärzte heute stehen, gar nicht so selten der Fall ist. So zeigt Loewit dutzende Fehlentwicklungen auf in der Geburtshilfe, der Chirurgie, der Psychiatrie und in vielen anderen Disziplinen. Da deckt sich sein Befund vollkommen mit meinem. Das heißt, sowohl in seinem und als auch in meinem Buch wird das Offensichtliche sichtbar, gleich ob man von der Medizin oder von der Psychologie kommt. Man darf drauf wetten, dass auch der Hausverstand der Patienten längst erkannt hat, was den Mächtigen der Pharma- und der Kammer-Lobbys so gar nicht angenehm ist und eben deshalb sich so destruktiv auswirkt. Pflichtlektüre für jeden Arzt und Psychologen! Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „Medizin ohne Seele. Wie man Chronisch Kranke züchtet“

Die Medizin ist die Religion der Gegenwart

S.A.W aus Salzburg am 22.10.2020
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Dieses Buch habe ich mit Genuss und Genugtuung gelesen. Denn nicht nur, dass der Autor als Arzt 1982 begonnen hat, im selben Jahr wie ich als Spitalspsychologe, er kommt auch zu denselben Schlüssen wie ich in meinem Buch „Medizin ohne Seele“, nachdem er fast 40 Jahre lang die Entwicklung mitbekommen hat. In diesen Jahrzehnten wurde die Medizin zu einem Monster-System ausgebaut, das den Hausarzt zum Erfüllungsgehilfen der Pharma-Industrie degradiert, der für das heilende ärztliche Gespräch keine Zeit mehr hat, weil er dutzende Vorschriften erfüllen muss, statt sich auf sein Gespür für die Patienten zu verlassen. Dadurch hat sich die alte Leugnung der Psychosomatik in desaströsem Ausmaß ausgewirkt, weil psychische Faktoren von den evidence-based Studien ausgeklammert werden. Es gibt aber den Durchschnitts-Patienten der Studien nicht, jeder Patient ist ein Individuum mit einer eigenen Persönlichkeit und Lebensgeschichte, viele Krankheiten gehen auf psychosoziale Belastungen zurück und werden durch Operationen nicht besser, ganz im Gegenteil. Das Buch besticht durch die vielen Beispiele, wo der Arzt erst durch ausführliches Zuhören entdeckt, was der Patient wirklich braucht, wodurch viele invasive Eingriffe vermieden werden können. Es zeigt auch auf, dass manchmal Hochrisiko-Patienten bei guter psychischer Motivation oft allen Prognosen Hohn sprechen, während pedantische Adepten der Vorsorgemedizin früh an Herzinfarkten u.ä. sterben, obwohl sie alle Empfehlungen penibel befolgen. Radikal ist Loewit in seinem Vergleich des Medizinsystems mit der katholischen Religion. Er weist nach, dass die Naturwissenschaft zwar alle psychisch-magischen Effekte leugnet, unbewusst aber alle religiösen Rituale der Kirche übernommen hat, um damit dieselbe Macht auszuüben, die bis 1945 die Kirche hatte. Diese Rituale können salutogen wirken, wenn der Arzt wohlwollend ist, oder aber nosogen, wenn der Arzt belastet und schlecht drauf ist, was bei dem Druck, unter dem Ärzte heute stehen, gar nicht so selten der Fall ist. So zeigt Loewit dutzende Fehlentwicklungen auf in der Geburtshilfe, der Chirurgie, der Psychiatrie und in vielen anderen Disziplinen. Da deckt sich sein Befund vollkommen mit meinem. Das heißt, sowohl in seinem und als auch in meinem Buch wird das Offensichtliche sichtbar, gleich ob man von der Medizin oder von der Psychologie kommt. Man darf drauf wetten, dass auch der Hausverstand der Patienten längst erkannt hat, was den Mächtigen der Pharma- und der Kammer-Lobbys so gar nicht angenehm ist und eben deshalb sich so destruktiv auswirkt. Pflichtlektüre für jeden Arzt und Psychologen! Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „Medizin ohne Seele. Wie man Chronisch Kranke züchtet“

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