Der Sprung
detebe Band 24579

Der Sprung

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Beschreibung

Eine junge Frau steht auf einem Dach und weigert sich herunterzukommen. Was geht in ihr vor? Will sie springen? Die Polizei riegelt das Gebäude ab, Schaulustige johlen, zücken ihre Handys. Der Freund der Frau, ihre Schwester, ein Polizist und sieben andere Menschen, die nah oder entfernt mit ihr zu tun haben, geraten aus dem Tritt. Sie fallen aus den Routinen ihres Alltags, verlieren den Halt – oder stürzen sich in eine nicht mehr für möglich gehaltene Freiheit.

Details

  • Verkaufsrang

    39539

  • Einband

    Taschenbuch

  • Erscheinungsdatum

    28.07.2021

  • Verlag Diogenes
  • Seitenzahl

    336

Beschreibung

Details

  • Verkaufsrang

    39539

  • Einband

    Taschenbuch

  • Erscheinungsdatum

    28.07.2021

  • Verlag Diogenes
  • Seitenzahl

    336

  • Maße (L/B/H)

    17,8/11,1/2,2 cm

  • Gewicht

    286 g

  • Auflage

    1

  • Sprache

    Deutsch

  • ISBN

    978-3-257-24579-0

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Schmetterlingseffekt

Bewertung aus Weeze am 04.08.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„…also wenn du mich fragst, so gesamthaft gesehen, ist das Nichtverrücktsein die eigentliche Anomalie.“ (S. 268) Bereits 2019 erschien dieser Roman rund um die junge Frau, die auf dem Dach steht und sich weigert herunterzukommen. Da ich schon so viel Gutes über das Buch hörte, habe ich mich gefreut, dass es nun kürzlich auch als Taschenbuch erschienen ist. Denn ich hatte bereits versucht die Geschichte bei Spotify als Hörbuch zu erfahren, kam aber mit der Sprecherin Lotti Happle überhaupt nicht zurecht, da sie manche Worte falsch ausspricht und ihre Betonung für mein Empfinden nicht zu dem Text passt. So brach ich das Hörbuch nach relativ kurzer Zeit ab und griff stattdessen zu dem Taschenbuch. Ich hatte es zwar gehofft, war aber dennoch überrascht, denn selbst gelesen fand ich dieses Buch einfach großartig! Natürlich geht es um die junge Frau auf dem Dach, von der man sich fragt, was mit ihr los ist und ob sie springen wird. Aber das ist längst nicht alles, denn die Autorin nimmt immer wieder auch den Blick weg von dieser Frau und stellt die Randfiguren des Ereignisses in den Vordergrund. Die Leute aus der Nachbarschaft, Schaulustige, Menschen, die dort in der Nähe arbeiten, aber auch Personen, die der Frau auf dem Dach deutlich näher stehen. Doch das erfährt man erst nach und nach. Anfangs ist man sich unsicher, wer aus der Geschichte überhaupt auf dem Dach steht. Während man sich zu Beginn beim Lesen noch fragt, wie die Personen zusammenhängen und welche Rolle sie spielen, wird allmählich alles immer klarer. Es ist ein Sammelsurium von Figuren unterschiedlichen Alters und verschiedener Gesellschaftsschichten, die allesamt mit ihren eigenen Herausforderungen des Lebens beschäftigt sind. Aber alle verbindet etwas mit der jungen Frau auf dem Dach, sei es direkt oder indirekt. Der Sprung ist ein roter Faden, der sich durch zwei Tage im Leben all dieser Personen zieht und sie miteinander in diesem Roman vereint. Interessante Figuren hat Simone Lappert geschaffen und es macht beim Lesen Freude zu entdecken, dass man in den jeweiligen Kapiteln nicht nur etwas über die aktuelle Person erfährt, sondern deren Geschichte auch zart und kapitelübergreifend mit den anderen verbunden ist. Die Autorin hat die unterschiedlichen Charaktere fein beobachtet und versteht sie treffend zu zeichnen. Sie kommen einem bekannt vor, ohne dass sie zu klischeehaft wären. Das Ganze geht von entwaffnender Offenheit bis hin zu poetischen Beschreibungen, deren Sinnlichkeit beim Lesen nachfühlbar wird und einen dabei gefangen nimmt, ohne dass es gewollt wirkt. Das alles schafft eine Atmosphäre, deren Anspannung einen ebenso durchs Buch trägt, wie die Neugier darauf, wie die Geschichte ausgehen wird und welche Auswirkungen der Schmetterlings-Effekt in diesem Mikrokosmos noch hat. Schließlich kommt dieser Roman zu einem runden und in sich stimmigen Abschluss und lässt mich mit dem Wunsch zurück, unbedingt mehr von Simone Lappert lesen zu wollen. Denn dieses Buch ist für mich ein echtes Highlight!

Schmetterlingseffekt

Bewertung aus Weeze am 04.08.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„…also wenn du mich fragst, so gesamthaft gesehen, ist das Nichtverrücktsein die eigentliche Anomalie.“ (S. 268) Bereits 2019 erschien dieser Roman rund um die junge Frau, die auf dem Dach steht und sich weigert herunterzukommen. Da ich schon so viel Gutes über das Buch hörte, habe ich mich gefreut, dass es nun kürzlich auch als Taschenbuch erschienen ist. Denn ich hatte bereits versucht die Geschichte bei Spotify als Hörbuch zu erfahren, kam aber mit der Sprecherin Lotti Happle überhaupt nicht zurecht, da sie manche Worte falsch ausspricht und ihre Betonung für mein Empfinden nicht zu dem Text passt. So brach ich das Hörbuch nach relativ kurzer Zeit ab und griff stattdessen zu dem Taschenbuch. Ich hatte es zwar gehofft, war aber dennoch überrascht, denn selbst gelesen fand ich dieses Buch einfach großartig! Natürlich geht es um die junge Frau auf dem Dach, von der man sich fragt, was mit ihr los ist und ob sie springen wird. Aber das ist längst nicht alles, denn die Autorin nimmt immer wieder auch den Blick weg von dieser Frau und stellt die Randfiguren des Ereignisses in den Vordergrund. Die Leute aus der Nachbarschaft, Schaulustige, Menschen, die dort in der Nähe arbeiten, aber auch Personen, die der Frau auf dem Dach deutlich näher stehen. Doch das erfährt man erst nach und nach. Anfangs ist man sich unsicher, wer aus der Geschichte überhaupt auf dem Dach steht. Während man sich zu Beginn beim Lesen noch fragt, wie die Personen zusammenhängen und welche Rolle sie spielen, wird allmählich alles immer klarer. Es ist ein Sammelsurium von Figuren unterschiedlichen Alters und verschiedener Gesellschaftsschichten, die allesamt mit ihren eigenen Herausforderungen des Lebens beschäftigt sind. Aber alle verbindet etwas mit der jungen Frau auf dem Dach, sei es direkt oder indirekt. Der Sprung ist ein roter Faden, der sich durch zwei Tage im Leben all dieser Personen zieht und sie miteinander in diesem Roman vereint. Interessante Figuren hat Simone Lappert geschaffen und es macht beim Lesen Freude zu entdecken, dass man in den jeweiligen Kapiteln nicht nur etwas über die aktuelle Person erfährt, sondern deren Geschichte auch zart und kapitelübergreifend mit den anderen verbunden ist. Die Autorin hat die unterschiedlichen Charaktere fein beobachtet und versteht sie treffend zu zeichnen. Sie kommen einem bekannt vor, ohne dass sie zu klischeehaft wären. Das Ganze geht von entwaffnender Offenheit bis hin zu poetischen Beschreibungen, deren Sinnlichkeit beim Lesen nachfühlbar wird und einen dabei gefangen nimmt, ohne dass es gewollt wirkt. Das alles schafft eine Atmosphäre, deren Anspannung einen ebenso durchs Buch trägt, wie die Neugier darauf, wie die Geschichte ausgehen wird und welche Auswirkungen der Schmetterlings-Effekt in diesem Mikrokosmos noch hat. Schließlich kommt dieser Roman zu einem runden und in sich stimmigen Abschluss und lässt mich mit dem Wunsch zurück, unbedingt mehr von Simone Lappert lesen zu wollen. Denn dieses Buch ist für mich ein echtes Highlight!

Der Sprung

Bewertung aus Bielefeld am 13.02.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Meiner Meinung nach regt es zum sich selbst hinterfragen an. Kenne ich diese oder jene Person wirklich oder nur oberflächlich. Es macht nachdenklich in Bezug auf Sensationshascherei und was man alles in eine solche hinein interpretieren kann. Was dabei heraus kommen kann, beschreibt dieses Buch.

Der Sprung

Bewertung aus Bielefeld am 13.02.2021
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Meiner Meinung nach regt es zum sich selbst hinterfragen an. Kenne ich diese oder jene Person wirklich oder nur oberflächlich. Es macht nachdenklich in Bezug auf Sensationshascherei und was man alles in eine solche hinein interpretieren kann. Was dabei heraus kommen kann, beschreibt dieses Buch.

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Patricia Päßler

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5/5

Etwas zäher Beginn, aber es wird...

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Am Anfang wusste ich nicht so genau, was das Buch wird. Es besteht zu Beginn aus lose zusammenhängenden Erzählsträngen, aber ohne klar erkennbaren roten Faden. Da es aber spannend geschrieben ist, warmherzig und (un)freiwillig komisch, bin ich trotzdem drangeblieben. Und siehe da, dranbleiben wird belohnt: es gibt eine Auflösung. Ziemlich unerwartet, aber genial, wie die Geschichten von Personen verknüpft werden, die augenscheinlich so gar nichts miteinander gemein haben. Großartig. Ein geniales Buch von einer fantastischen jungen Autorin!
5/5

Etwas zäher Beginn, aber es wird...

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Am Anfang wusste ich nicht so genau, was das Buch wird. Es besteht zu Beginn aus lose zusammenhängenden Erzählsträngen, aber ohne klar erkennbaren roten Faden. Da es aber spannend geschrieben ist, warmherzig und (un)freiwillig komisch, bin ich trotzdem drangeblieben. Und siehe da, dranbleiben wird belohnt: es gibt eine Auflösung. Ziemlich unerwartet, aber genial, wie die Geschichten von Personen verknüpft werden, die augenscheinlich so gar nichts miteinander gemein haben. Großartig. Ein geniales Buch von einer fantastischen jungen Autorin!

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5/5

Nicht springen leben!

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Manu steht auf dem Dach eines Hochhauses und droht zu springen. Das Ereignis steht am Anfang des Romans und dann passiert, was in einer Kleinstadt, in der jeder jeden kennt, passieren muss: Sensationsgierige versammeln sich- sogar mit Stühlen- und wollen zusehen, was geschieht. Simone Lappert erzählt dem Leser jetzt nicht nur die Geschichte von Manu, sondern von zehn Menschen, die ihre Geschäfte in der Nähe haben oder ihre Wohnung oder die zufällig gerade dort auf dem Platz vor dem Hochhaus sind. Manu wird zum Nebenereignis, Hauptpersonen sind der Ladenbesitzer, der plötzlich viel verkauft, der Polizist, der eine Angstattacke bekommt, das Ehepaar, was bemerkt, dass es sich aus einander entwickelt hat. Das Leben verändert sich durch die Situation und durch Eigeninitiative. Ja zum Leben! Wundervoll, eindrucksvoll, nicht leicht. Toll!!!
5/5

Nicht springen leben!

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Manu steht auf dem Dach eines Hochhauses und droht zu springen. Das Ereignis steht am Anfang des Romans und dann passiert, was in einer Kleinstadt, in der jeder jeden kennt, passieren muss: Sensationsgierige versammeln sich- sogar mit Stühlen- und wollen zusehen, was geschieht. Simone Lappert erzählt dem Leser jetzt nicht nur die Geschichte von Manu, sondern von zehn Menschen, die ihre Geschäfte in der Nähe haben oder ihre Wohnung oder die zufällig gerade dort auf dem Platz vor dem Hochhaus sind. Manu wird zum Nebenereignis, Hauptpersonen sind der Ladenbesitzer, der plötzlich viel verkauft, der Polizist, der eine Angstattacke bekommt, das Ehepaar, was bemerkt, dass es sich aus einander entwickelt hat. Das Leben verändert sich durch die Situation und durch Eigeninitiative. Ja zum Leben! Wundervoll, eindrucksvoll, nicht leicht. Toll!!!

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