Der ehemalige Sohn

Roman

Sasha Filipenko

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Beschreibung

Eigentlich sollte der junge Franzisk Cello üben fürs Konservatorium, doch lieber genießt er das Leben in Minsk. Auf dem Weg zu einem Rockkonzert verunfallt er schwer und fällt ins Koma. Alle, seine Eltern, seine Freundin, die Ärzte, geben ihn auf. Nur seine Großmutter ist überzeugt, dass er eines Tages wieder die Augen öffnen wird. Und nach einem Jahrzehnt geschieht das auch. Aber Zisk erwacht in einem Land, das in der Zeit eingefroren scheint.

»Ein brillanter Roman, der die Fakten mit Humor unterspült.«
Peer Teuwsen / NZZ am Sonntag, Zürich

Sasha Filipenko, geboren 1984 in Minsk, ist ein belarussischer Schriftsteller, der auf Russisch schreibt. Nach einer abgebrochenen klassischen Musikausbildung studierte er Literatur in St. Petersburg und arbeitete als Journalist, Drehbuchautor, Gag-Schreiber für eine Satireshow und als Fernsehmoderator. ›Die Jagd‹ wurde in Russland für den Big Book Award und den russischen Booker-Preis nominiert. Sasha Filipenko ist leidenschaftlicher Fußballfan und lebt derzeit mit seiner Familie in Deutschland.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 24.03.2021
Verlag Diogenes
Seitenzahl 320
Maße (L/B/H) 18,5/12,2/2,6 cm
Gewicht 326 g
Auflage 1
Originaltitel Biwschij Sin
Übersetzer Ruth Altenhofer
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-07156-6

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5/5

Ein wichtiges Stück Zeitgeschichte

mari_liest am 14.09.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Filipenko schildert in seinem Roman die aufwühlende Geschichte eines Landes, das unter einem diktatorischen Regime leidet. So diktatorisch, dass sogar dieses Buch unter dem Ladentisch verkauft wird (erschien bereits 2014). … zu heutiger Zeit gelesen kann man sagen, dass die Situation nicht an Aktualität verloren hat. Die Geschichte handelt von Franzisk, einem 16jährigen Belarussen, der während einer Massenpanik „unter die Räder“ der verängstigten Menschenmasse gerät und ins Koma fällt. Keiner glaubt an seine Genesung, nur seine Großmutter. Sie sitzt tagein, tagaus an seinem Bett. Nach unglaublichen zehn Jahren erwacht Zisk aus dem Koma und er muss nach und nach feststellen, dass sich nichts geändert hat. Der autoritäre Mann sitzt immer noch an der Regierungsspitze, Proteste gegen das Regime werden kurzerhand brutal niedergeschlagen, Personen der Opposition sogar ermordet. Filipenko hält die Konversationen im Buch kurz und knackig. Man kann gut an den Gedanken und Gefühlen der handelnden Personen teilhaben. Zynisch arbeitet er die politische Absurdität von Belarus (im 21. Jhdt.) in das Buch ein. Man hat beim Lesen das Gefühl, man steckt in einer immer wiederkehrenden Zeitschleife, ist eingefroren. Wie auch in seinem Roman „Rote Kreuze“ schafft Filipenko den Spagat perfekt Weltgeschichte in einer Geschichte zu beleuchten. Es führt uns bei weiterer Betrachtung auch vor Augen, wie untätig die westlicheren Regierungen sind und wie sie Mord, Verfolgung, Wahlmanipulation und die Unterdrückung von Menschenrechten dulden! Dieses Buch liefert wichtige Zeitgeschichte, auch wenn die Situation für die Belarussen trostlos und sicher unerträglich ist. Leseempfehlung! „Meine inständige Hoffnung ist, dass dieses Buch in meinem Land eines Tages nicht mehr aktuell sein wird.“ (Sasha Filipenko)

5/5

Ein wichtiges Stück Zeitgeschichte

mari_liest am 14.09.2021
Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Filipenko schildert in seinem Roman die aufwühlende Geschichte eines Landes, das unter einem diktatorischen Regime leidet. So diktatorisch, dass sogar dieses Buch unter dem Ladentisch verkauft wird (erschien bereits 2014). … zu heutiger Zeit gelesen kann man sagen, dass die Situation nicht an Aktualität verloren hat. Die Geschichte handelt von Franzisk, einem 16jährigen Belarussen, der während einer Massenpanik „unter die Räder“ der verängstigten Menschenmasse gerät und ins Koma fällt. Keiner glaubt an seine Genesung, nur seine Großmutter. Sie sitzt tagein, tagaus an seinem Bett. Nach unglaublichen zehn Jahren erwacht Zisk aus dem Koma und er muss nach und nach feststellen, dass sich nichts geändert hat. Der autoritäre Mann sitzt immer noch an der Regierungsspitze, Proteste gegen das Regime werden kurzerhand brutal niedergeschlagen, Personen der Opposition sogar ermordet. Filipenko hält die Konversationen im Buch kurz und knackig. Man kann gut an den Gedanken und Gefühlen der handelnden Personen teilhaben. Zynisch arbeitet er die politische Absurdität von Belarus (im 21. Jhdt.) in das Buch ein. Man hat beim Lesen das Gefühl, man steckt in einer immer wiederkehrenden Zeitschleife, ist eingefroren. Wie auch in seinem Roman „Rote Kreuze“ schafft Filipenko den Spagat perfekt Weltgeschichte in einer Geschichte zu beleuchten. Es führt uns bei weiterer Betrachtung auch vor Augen, wie untätig die westlicheren Regierungen sind und wie sie Mord, Verfolgung, Wahlmanipulation und die Unterdrückung von Menschenrechten dulden! Dieses Buch liefert wichtige Zeitgeschichte, auch wenn die Situation für die Belarussen trostlos und sicher unerträglich ist. Leseempfehlung! „Meine inständige Hoffnung ist, dass dieses Buch in meinem Land eines Tages nicht mehr aktuell sein wird.“ (Sasha Filipenko)

4/5

Darf Satire eigentlich alles? Ja, darf sie!

Kaffeeelse am 17.06.2021

Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Auch von diesem Buch war ich etwas enttäuscht. Sasha Filipenko konnte mich mit "Rote Kreuze" doch richtig anzünden und irgendwie erwartete ich hier ähnliches. Doch "Der ehemalige Sohn" ist völlig anders geschrieben als "Rote Kreuze". Der Autor kritisiert hier völlig treffend, aber auch provokant und überaus satirisch die Lebensverhältnisse in Belorussland. Ein Buch, welches den Machthabern in diesem Land sicher nicht gefallen wird. Und den Autor damit auch zur Zielscheibe macht. Dieses Geschehen zu brandmarken und ebenso auch sichtbar zu machen ist wichtig und richtig und absolut mutig. Dafür andere Arten des Schreibens zu wählen ist auch vollkommen nachvollziehbar. Gefällt mir halt nur nicht. Denn dieses Überzogene und Satirische erzeugt bei mir zwar eine gewisse Betroffenheit, erreicht mich aber nicht vollkommen und das erhoffe ich mir von der Lektüre eines Buches einfach. Ich möchte berührt werden! Und das schafft Sasha Filipenko hier nicht. Was sicher auch gewollt war in der Gestaltung des Buches. Denn der Autor rechnet hier ab. Völlig nachvollziehbar für einen Belorussen und/oder einen belorussischen Autor. Zum Inhalt: der junge Franzisk fällt in ein Koma, ein Jahrzehnt lang. Dann erwacht er und findet eine vollkommen veränderte Heimat vor. Eine in eine Diktatur verwandelte Heimat. Ja, in zehn Jahren kann viel passieren!?!? Aber auch so steckt in dem Text viel Kritik. Viel Kritik an den Lebensverhältnissen in Belorussland und ebenso eine Gesellschaftskritik, die nicht immer mit den Veränderungen zu tun hat, die eine Diktatur so mit sich bringt, sondern auch die Menschen in ihrer Natur betrifft. Auch mit so etwas kann man sich Feinde machen, viele Feinde. Und auch hier kann man nur den imaginären Hut vor Sasha Filipenko ziehen und einen tosenden Applaus spenden. Nur eben richtig berührt bin ich leider nicht. Und genau dies wünsche ich mir von meinem Lieblingsmedium literarisches Buch! Schade!!! Ein richtig gutes Buch! Aber durch die Satire leider auch etwas hölzern geraten!

4/5

Darf Satire eigentlich alles? Ja, darf sie!

Kaffeeelse am 17.06.2021
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Auch von diesem Buch war ich etwas enttäuscht. Sasha Filipenko konnte mich mit "Rote Kreuze" doch richtig anzünden und irgendwie erwartete ich hier ähnliches. Doch "Der ehemalige Sohn" ist völlig anders geschrieben als "Rote Kreuze". Der Autor kritisiert hier völlig treffend, aber auch provokant und überaus satirisch die Lebensverhältnisse in Belorussland. Ein Buch, welches den Machthabern in diesem Land sicher nicht gefallen wird. Und den Autor damit auch zur Zielscheibe macht. Dieses Geschehen zu brandmarken und ebenso auch sichtbar zu machen ist wichtig und richtig und absolut mutig. Dafür andere Arten des Schreibens zu wählen ist auch vollkommen nachvollziehbar. Gefällt mir halt nur nicht. Denn dieses Überzogene und Satirische erzeugt bei mir zwar eine gewisse Betroffenheit, erreicht mich aber nicht vollkommen und das erhoffe ich mir von der Lektüre eines Buches einfach. Ich möchte berührt werden! Und das schafft Sasha Filipenko hier nicht. Was sicher auch gewollt war in der Gestaltung des Buches. Denn der Autor rechnet hier ab. Völlig nachvollziehbar für einen Belorussen und/oder einen belorussischen Autor. Zum Inhalt: der junge Franzisk fällt in ein Koma, ein Jahrzehnt lang. Dann erwacht er und findet eine vollkommen veränderte Heimat vor. Eine in eine Diktatur verwandelte Heimat. Ja, in zehn Jahren kann viel passieren!?!? Aber auch so steckt in dem Text viel Kritik. Viel Kritik an den Lebensverhältnissen in Belorussland und ebenso eine Gesellschaftskritik, die nicht immer mit den Veränderungen zu tun hat, die eine Diktatur so mit sich bringt, sondern auch die Menschen in ihrer Natur betrifft. Auch mit so etwas kann man sich Feinde machen, viele Feinde. Und auch hier kann man nur den imaginären Hut vor Sasha Filipenko ziehen und einen tosenden Applaus spenden. Nur eben richtig berührt bin ich leider nicht. Und genau dies wünsche ich mir von meinem Lieblingsmedium literarisches Buch! Schade!!! Ein richtig gutes Buch! Aber durch die Satire leider auch etwas hölzern geraten!

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Sabrina Kaiser

Mayersche Neuss

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Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Ein großartiger Roman, der eine schwierige Situation in Belarus mit unterschwelligem Humor beschreibt und wunderbare, im Gedächtnis bleibende Protagonisten beinhaltet.
5/5

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Thalia Hilden

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Bewertet: Buch (gebundene Ausgabe)

Auch mit seinem zweiten Roman schafft Filipenko erneut etwas ganz Besonderes. Ausgehend von einer sehr persönlichen Geschichte, geht es um politische Zustände und ein fast schon erdrückendes Gefühl von Ohnmacht und Hilflosigkeit in einem totalitären Staat. Wieder ein Volltreffer.
5/5

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Auch mit seinem zweiten Roman schafft Filipenko erneut etwas ganz Besonderes. Ausgehend von einer sehr persönlichen Geschichte, geht es um politische Zustände und ein fast schon erdrückendes Gefühl von Ohnmacht und Hilflosigkeit in einem totalitären Staat. Wieder ein Volltreffer.

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