Die wunderbare Kälte

Die wunderbare Kälte

Roman

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Beschreibung

“Auch als es Nacht wurde, hing die dunkle Kai immer noch lauernd im Spiegel. Ihre leeren schwarzen Augenhöhlen schimmerten eiskalt, triumphierend. Da bekam ich irgendwie Angst, mein Herz raste, es fühlte sich an, als säße in mir etwas. Etwas Stummes und Großes.“

In einem fast märchenhaft schneereichen Winter wandelt die einzelgängerische Maskenbildnerin Kai durch die Straßen der Stadt und stalkt Fremde. Sie ist eine ferne Betrachterin des Lebens. Doch dann laufen ihr zwei Menschen über den Weg, die sie stärker faszinieren als alles andere und in deren Leben sie sich einmischt.
Was zunächst als Spielerei beginnt, entwickelt sich mehr und mehr zu einem psychedelischen Albtraum, der seine Tribute fordert …

“Ein literarisch bitterböses und doch poetisches Werk, das seinesgleichen sucht. Wem Amelie Nothomb gefällt, wird „Die wunderbare Kälte“ lieben”. Elisabeth Rettelbach ist Diplom-Übersetzerin und Texterin. Sie spricht Englisch, Französisch, Schwedisch, und manchmal versucht sie sich auch in anderen Sprachen. Nach vielen Jahren in den USA verschlug es sie vor einiger Zeit mit ihrer deutsch-amerikanischen Familie an den Bodensee. Dort schreibt sie nun Tag (im Job) und Nacht (privat) mit schöner Aussicht und manchmal sogar mit den Füßen im Wasser. "Die wunderbare Kälte" ist das Debüt von Elisabeth Rettelbach, mit dem sie den Preis „Bestseller von morgen“ gewann.

Details

  • Einband

    Taschenbuch

  • Altersempfehlung

    ab 16 Jahr(e)

  • Erscheinungsdatum

    01.12.2020

  • Verlag Kirschbuch Verlag
  • Seitenzahl

    412

Beschreibung

Details

  • Einband

    Taschenbuch

  • Altersempfehlung

    ab 16 Jahr(e)

  • Erscheinungsdatum

    01.12.2020

  • Verlag Kirschbuch Verlag
  • Seitenzahl

    412

  • Maße (L/B/H)

    18,8/11,8/2,7 cm

  • Gewicht

    389 g

  • Auflage

    1

  • Sprache

    Deutsch

  • ISBN

    978-3-948736-12-5

Das meinen unsere Kund*innen

4.5

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Ein eindringlicher, verstörender, wahnsinniger Roman

Sophie am 05.05.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Von „Die wunderbare Kälte“ muss man sich erst mal ein paar Tage erholen, bevor man etwas dazu sagen kann. Für diese Rezension habe ich mich nach dem Lesen zunächst eine Woche sammeln müssen, bevor ich meine Empfindungen in Worte fassen kann. Denn diese Roman geht unter die Haut. Die junge Maskenbildnerin Kai hat kaum ein nennenswertes Sozialleben und konstruiert ihre Geschichten lieber selbst, als Außenstehende … über Menschen, die sie unbemerkt beobachtet. Sie belässt es aber nicht dabei, sondern interveniert ständig im Leben ihrer Opfer, wird zur Regisseurin zwischenmenschlicher Beziehungen, ohne aus dem Schatten hervorzutreten. Allein diese vielschichtige, verstörende Figur, durch deren Augen wir als Leser*innen blicken, macht „Die wunderbare Kälte“ zu einem Buch, das einem noch lange nachgeht. Kais Empfindungen sind so echt wie unnachvollziehbar, denn man fühlt sich beim Lesen wie im Kopf einer Psychopathin, mit der man trotzdem auf merkwürdige Art und Weise mitfühlt, sie manchmal sogar versteht. Ihr Handeln folgt keiner rationalen Überlegung, auch keiner echten Emotion, sondern einem irrationalen Trieb, der uns fremd bleibt, aber trotzdem manchmal irgendwie nachvollziehbar wird. Die stärksten Momente im Roman sind die, in denen wir tatsächlich mit Kai empathisieren. Denn als sie Milo, einem ihrer Opfer, unerwartet näherkommt, schleichen sich da manchmal Gefühle in Kais Stream of Consciousness, die uns nicht fremd sind – aber ihr. Kai wehrt sich vehement gegen ihre eigene Menschlichkeit, die immer wieder zum Vorschein kommt. Aber am Ende muss sie alles kontrollieren, auch sich selbst. „Die wunderbare Kälte“ von Elisabeth Rettelbach ist ein atemberaubendes Buch, erzählt in eleganter, poetischer Prosa, direkt aus dem Kopf einer schwierigen, fremden, ungewöhnlichen Person. Dieser Roman wird mich lange nicht loslassen!

Ein eindringlicher, verstörender, wahnsinniger Roman

Sophie am 05.05.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Von „Die wunderbare Kälte“ muss man sich erst mal ein paar Tage erholen, bevor man etwas dazu sagen kann. Für diese Rezension habe ich mich nach dem Lesen zunächst eine Woche sammeln müssen, bevor ich meine Empfindungen in Worte fassen kann. Denn diese Roman geht unter die Haut. Die junge Maskenbildnerin Kai hat kaum ein nennenswertes Sozialleben und konstruiert ihre Geschichten lieber selbst, als Außenstehende … über Menschen, die sie unbemerkt beobachtet. Sie belässt es aber nicht dabei, sondern interveniert ständig im Leben ihrer Opfer, wird zur Regisseurin zwischenmenschlicher Beziehungen, ohne aus dem Schatten hervorzutreten. Allein diese vielschichtige, verstörende Figur, durch deren Augen wir als Leser*innen blicken, macht „Die wunderbare Kälte“ zu einem Buch, das einem noch lange nachgeht. Kais Empfindungen sind so echt wie unnachvollziehbar, denn man fühlt sich beim Lesen wie im Kopf einer Psychopathin, mit der man trotzdem auf merkwürdige Art und Weise mitfühlt, sie manchmal sogar versteht. Ihr Handeln folgt keiner rationalen Überlegung, auch keiner echten Emotion, sondern einem irrationalen Trieb, der uns fremd bleibt, aber trotzdem manchmal irgendwie nachvollziehbar wird. Die stärksten Momente im Roman sind die, in denen wir tatsächlich mit Kai empathisieren. Denn als sie Milo, einem ihrer Opfer, unerwartet näherkommt, schleichen sich da manchmal Gefühle in Kais Stream of Consciousness, die uns nicht fremd sind – aber ihr. Kai wehrt sich vehement gegen ihre eigene Menschlichkeit, die immer wieder zum Vorschein kommt. Aber am Ende muss sie alles kontrollieren, auch sich selbst. „Die wunderbare Kälte“ von Elisabeth Rettelbach ist ein atemberaubendes Buch, erzählt in eleganter, poetischer Prosa, direkt aus dem Kopf einer schwierigen, fremden, ungewöhnlichen Person. Dieser Roman wird mich lange nicht loslassen!

Kai mit tausend Gesichtern

Buecherseele79 am 28.03.2021

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Kai arbeitet im Theater in der Maske. Sie liebt das Verkleiden, das spionieren, sich in fremde Personen zu verlieren. Bis sie bei einer Lesung auf die Autorin Tama stösst und sofort von ihr fasziniert ist. Und beginnt Milo zu verfolgen, der eine Affäre mit Tama hatte. Und für Kai beginnt ein Bild im Kopf zu formen mit Tama und Milo als Hauptfiguren... "Hingegen: Wenn ich an einem dunklen Wintertag rausgehe, raus auf die Pirsch, dann sind die Leute so einfach zu verfolgen, geradezu lächerlich einfach. Niemand beachtet mich, die Mäntel und Schals machen uns unsichtbar, mich und meine Beute. Alle starren zu Boden und zählen ihre Schritte bis zur eigenen Wohnung,bis zu ihrer Haustür, die sich wie ein scharfer Riss in der Realität öffnet und wieder zufällt." (Seite 17) Ein Buch was fasziniert und den Leser doch nicht vollständig aufklärt. Man muss es ganz klar mögen sonst enttäuscht dieser Roman. Auch wenn man oft im Dunkeln stand übte Kai eine absolute Faszination und Sog aus. Der Schreibstil ist zauberhaft. Die Autorin hat ein großes Talent für den Winter, Gefühle, Worte und Handeln, Verkleidung, die Arbeit des Theaters und der Maskenbildnerin, des Verkleiden und dem Spiel. Alleine dieser Schreibstil zwingt einen regelrecht weiterzulesen. Kai ist eine Mischung aus Faszination, Angst, Verständnis und Unverständnis. Auf der einen Seite mag man sie, dann sind ihre Gedanken so dunkel, ihr Handeln creepy und Gänsehaut Moment pur. Was mit Kai ist wird nicht erklärt, darüber kann man sich sicherlich dumm und dämlich reden, diskutieren oder streiten. Gibt es die Person wie Kai? Kann man es nachvollziehen, verstehen oder ist sie eine Verrückte die Hilfe benötigt? Auf welcher Suche ist Kai? Und was erhofft sie sich von diesem ja, Spiel? Etwas an "Leerlauf" gab es zwischendurch, man hatte das Gefühl nicht vorwärts zu kommen, in dieser Geschichte. Das störte hin und wieder den Lesefluss. Wie gesagt- aufgeklärt wird es nicht wirklich. Vieles bleibt verschwommen, angedeutet oder eben nicht aufgeklärt. Dem Leser bleibt es seiner Fantasie überlassen was er aus dieser Geschichte macht. Mir hat es, weitgehend, gefallen.

Kai mit tausend Gesichtern

Buecherseele79 am 28.03.2021
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Kai arbeitet im Theater in der Maske. Sie liebt das Verkleiden, das spionieren, sich in fremde Personen zu verlieren. Bis sie bei einer Lesung auf die Autorin Tama stösst und sofort von ihr fasziniert ist. Und beginnt Milo zu verfolgen, der eine Affäre mit Tama hatte. Und für Kai beginnt ein Bild im Kopf zu formen mit Tama und Milo als Hauptfiguren... "Hingegen: Wenn ich an einem dunklen Wintertag rausgehe, raus auf die Pirsch, dann sind die Leute so einfach zu verfolgen, geradezu lächerlich einfach. Niemand beachtet mich, die Mäntel und Schals machen uns unsichtbar, mich und meine Beute. Alle starren zu Boden und zählen ihre Schritte bis zur eigenen Wohnung,bis zu ihrer Haustür, die sich wie ein scharfer Riss in der Realität öffnet und wieder zufällt." (Seite 17) Ein Buch was fasziniert und den Leser doch nicht vollständig aufklärt. Man muss es ganz klar mögen sonst enttäuscht dieser Roman. Auch wenn man oft im Dunkeln stand übte Kai eine absolute Faszination und Sog aus. Der Schreibstil ist zauberhaft. Die Autorin hat ein großes Talent für den Winter, Gefühle, Worte und Handeln, Verkleidung, die Arbeit des Theaters und der Maskenbildnerin, des Verkleiden und dem Spiel. Alleine dieser Schreibstil zwingt einen regelrecht weiterzulesen. Kai ist eine Mischung aus Faszination, Angst, Verständnis und Unverständnis. Auf der einen Seite mag man sie, dann sind ihre Gedanken so dunkel, ihr Handeln creepy und Gänsehaut Moment pur. Was mit Kai ist wird nicht erklärt, darüber kann man sich sicherlich dumm und dämlich reden, diskutieren oder streiten. Gibt es die Person wie Kai? Kann man es nachvollziehen, verstehen oder ist sie eine Verrückte die Hilfe benötigt? Auf welcher Suche ist Kai? Und was erhofft sie sich von diesem ja, Spiel? Etwas an "Leerlauf" gab es zwischendurch, man hatte das Gefühl nicht vorwärts zu kommen, in dieser Geschichte. Das störte hin und wieder den Lesefluss. Wie gesagt- aufgeklärt wird es nicht wirklich. Vieles bleibt verschwommen, angedeutet oder eben nicht aufgeklärt. Dem Leser bleibt es seiner Fantasie überlassen was er aus dieser Geschichte macht. Mir hat es, weitgehend, gefallen.

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